Spassfaktor…

Im Winterpokal wird um die letzten Punkte gekämpft, im Materialbereich um jedes Gramm gefeilscht, Trainings und Rennkalender ist gemacht oder zumindest teilweise, es werden Trainingsstunden, Pulsdaten, Wattzahlen und Durchschnittstempi kommuniziert, diskutiert und analysiert dass sich die Balken biegen. Ich schreibe hier nicht von Profis, die lassen es da wesentlich geruhsamer angehen. Ich finde es absolut spannend wie engagiert Hobbybiker ans Werk gehen. Wobei Hobby bei vielen schon fast nicht mehr zutreffend ist. Hobbybiker sind in Personalunion: Fahrer, Mechaniker,Trainer (auch Mental), Manager, Berater, Logistiker, Ernährungs- und Materialexperten.Und nicht einfach nur so so la la, nein in all diesen Bereichen sind die Leute gleich auch noch Experten! (Das übrigens nebst EhemannFrau, Beruf, Familie, Kinder undwas sonst noch dazu gehört). Ich frage mich manchmal wann diese Leute Zeit zum trainieren haben? Ich gebe zu dass ich als Hobbybiker, so wie oben beschrieben, überfordert wäre und nicht mithalten könnte. Mein Job lässt mir wenig Zeit, und ab und zugibt es auch andere, wichtigere, Dinge als Rad zu fahren. Was tun? Ich habe mich organisiert. Ich schraube nie an meinen Rädern herum, dafür habe einen Mechaniker und im Materialbereich lasse ich mich vom Fachhändler beraten. MeinenTrainingsplan erstellt ein Experte, der mich kennt und auch testet. Meine physischen Werte werden vom Arzt regelmässig überprüft. Mein Management, Terminplanung, Logistik etc. macht meine Frau. Fazit: Ich konzentriere mich bei meinem Hobby auf das was ich kann: das Radfahren.

 Letzte Woche waren es vor allem Rennradkilometer. Am vergangen Sonntag habe ich mit dem Bike im Maximalbereich getestet. Das Resultat war durchschnittlich. Weder schlecht noch besonders gut. Die vielen Km während der Woche hatten wohl Spuren hinterlassen. Diese Woche will ich mich wieder zu vermehrtem Lauftraining aufraffen. Zu Fuss bin ich im Moment einfach zu langsam unterwegs. Erfahrene „MTB-Marathonis“ wissen wie wichtig es sein kann flink und schnell auf den Füssen zu sein…

Viel Grundlage…

Trainingslager? Nein die vielen Km und Trainingsstunden in den vergangenen Tagen haben nichts mit einem Trainingslager zu tun. Ich habe einfach die mir zur Vefügung stehende Zeit, auf Grund der Wetterlage, optimal nutzen können. Zwar kalt, ab und zu weht eine „giftige“ Bise (Ostwind), aber sonst trocken und schön. Ausser in tiefen Lagen wo sich der zähe Hochnebel oft nicht aufzulösen vermochte. Was im Moment (noch)nicht möglich ist, sind die ganz langen Aufstiege da oberhalb 1000m der Winter durchaus noch präsent ist. Für’s GA-Training und 5- 600hm reicht es allemal. Da es in unserer Region zahllose Anstiege in dieser Grössenordnung gibt könnte man trotzdem Höhenmeter hobeln so viel man will. Aber ich will gar nicht 😉 Vielmehr nutze ich die trockenen Strassen erneut für Rennrad-GA- Einheiten bis zu 4 Stunden. Mir, AK5, reichen 4 GA-Stunden (mit max. 10 „Leerminuten“) im März vollumfänglich.  

 

Dieser Winter und das Material…

…verläuft für, zumindest aus meiner Sicht, nahezu Ideal. Oberhalb 1000m hat man Schnee und recht gute Wintersportbedingungen und unten „im Tal“ kann man ausgezeichnet seine Trainingseinheiten auf dem Rennrad oder Mountainbike absolvieren. Ok. ein paar zusätzliche Plusgrade wären durchaus zu ertragen, aber man kann nicht alles haben. Bis jetzt war ich in diesem Jahr Pannen- Sturz und Defektfrei unterwegs. (Lange gleich mal den Holztisch an). Hoffentlich bleibt das so, am liebsten gleich bis Oktober. Wobei ich mir in Sachen Materialdefekte kaum Gedanken mache. Ich verlasse mich voll und ganz auf Simon, den besten Mechaniker von Mitteleuropa. Was er schraubt, respektive montiert, wird von mir gefahren. Ich mag nicht endlos in Forums und Fachmagazinen stöbern um vermeintlich das beste Material in irgendwelchen, meistens unvollständigen, „Test’s“ zu evaluieren. Das überlasse ich den Profis vom Fachhandel. Und selber schrauben geht bei mir maximal bis zum Reifenwechsel und kurz die Schaltung nachstellen. Für mehr fehlt mir die Zeit und vor allem das Vertrauen in meine Handwerklichen Fähigkeiten. Selber schrauben und letztendlich mit dem Ergebnis zum Fachhändler zu laufen um meine „Arbeit“ reparieren zu lassen, natürlich möglichst sofort und ohne Kostenfolge,  finde ich mehr als peinlich. Vielen Dank an meinen Mechaniker Simon und seinen Chef Peter. (Der Chef ist übrigens mein Partner bei der Transalp 2012).

Regeneration…

Da ich gerade, ausser regenerieren, nichts zu tun habe…

Regeneration ist Training…. Wir achten auf den Trainingsplan, die Ernährung, die Wettkampfplanung, auf die Ausrüstung und und aber…

Wer achtet auf genügend und richtige und ausreichende Regeneration? Vermutlich die wenigsten. Diese Regenerationsphasen nach intensiven körperlichen Belastungen wie harte Trainingseinheiten oder Wetttkämpfe sind nicht zu unterschätzen. Eine gute Regeneration hilft einen Vorsprung in der Leistungsentwicklung zu sichern. Daher soll man der Regeneration genügend Aufmerksamkeit widmen.

Was macht der Körper eigentlich nach dem Training? Biologische Regenerationsprozesse sind sehr komplex. Körperliche Belastung führt zu mehr oder weniger ausgeprägten Schäden in den Mikrostrukturen der Muskulatur. Der Organismus beginnt sofort nach der Belastung mit der Reparatur deiser Schäden (Muskelrisse). Durch das Training werden zudem die Energiespeicher (Glykogenspeicher) entleert. Das Füllen der Glykogenspeicher in Muskulatur und Leber ist ein zentraler Vorgang der Regeneration. So beginnen die unterschiedlichen Funktionssysteme der Körpersprache direkt damit die Leistungsfähigkeit zu steigern.

Mein Tipp…

Nach dem Training ist vor dem Training! Nach dem Training oder Wettkampf, sollte möglichst umgehend und aktiv die Erholung eingeleitet werden. „Extremcouching“ und das „verdiente Bier“ direkt nach dem Training oder Wettkampf ist (leider) falsch! Ruhiges und lockeres, 10 Minuten, auslaufen oder ausfahren regt die Durchblutung an und fördert die Elemination von Stoffwechselendprodukten wie Laktat. Dieses wird über die Blutbahn zum Herzmuskel transportiert und dort abgebaut. Neuste Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen dass der Organismus auch in der Lage ist, Laktat in der Skelettmuskulatur zu eliminieren. Tipp: Intensiven Trainingseinheiten oder Wettkämpfen sollte ca. 6-9 Stunden danach eine lockere Trainingseinheit mit Ziel“Aktive Erholung“ folgen. Diese Erholung verringert die Dauer der Laktatelimination im Vergleich zu passiver Erholung um ca. 1/3!

Was ich tue um besser zu regeneriern?

  • 10 Minuten ausfahren/auslaufen
  • Warm anziehen, Nasse Kleidung muss weg. Mütze nicht vergessen!
  • Innerhalb der ersten 30 Minuten nach dem Training oder Wettkampf ein hochwertiges Regenerationsgetränk zu sich nehmen.
  • Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser) achten. (Süssgetränke weg lassen)
  • Die erste feste Mahlzeit ca 1.5 Stunden nach dem Training einnehmen. Diese sollte hochwertige Protein und Eiweiss enthalten wobei Kohlehydrate mit einem hohen glykämischen Index zu bevorzugen sind. Beispiele Proteinkombination sind: Kartoffeln mit Ei, Kartoffeln mit Quark, Vollkornbrot mit Käse usw. Essen in mehreren „Etappen“ statt einen „Riesenhaufen“.
  • Meide Regenerationshemmer wie Alkohohl und gesättigte Fettsäuren
  • Ausreichend schlafen

Fazit: Ich gehe heute Abend kurz ausfahren.

Low Battery…

Der Akku ist heute Abend leer

Nach dem heutigen „Ausritt“ gibt es definitiv nur eines: Ruhe, regenerieren  und Füsse hoch lagern. Irgendwie bin ich leer dazu das Gefühl dass jeden Knochen einzeln zu spüren. Kurz und gut ich bin aktuell ziemlich leer. Aber es macht Spass da die Form, entsprechend der Jahreszeit, stimmt und ich mich wirklich gesund und gut fühle. Bei mir ist der Schlussanstieg, zusätzlich immer rund 250 – 300hm, nach Aeschi b.Spiez  immer der „Formstand-Messer“. Bin ich gut unterwegs verliere ich unterwegs keinen Gedanken ans steile Finale, wenn die Form fehlt wird bereits unterwegs abgewogen und nachgedacht wie ich wohl am einfachsten nach Hause „raufkomme“. Aktuell freue ich mich sogar auf den Schlussanstieg und kann diesen ausser dem steilen Finale, die letzten 950m bis zum Haus, sogar im GA1 und GA2- Bereich fahren. Nicht schlecht für ein 1949er Modell 😉