Dieser Winter und das Material…

…verläuft für, zumindest aus meiner Sicht, nahezu Ideal. Oberhalb 1000m hat man Schnee und recht gute Wintersportbedingungen und unten „im Tal“ kann man ausgezeichnet seine Trainingseinheiten auf dem Rennrad oder Mountainbike absolvieren. Ok. ein paar zusätzliche Plusgrade wären durchaus zu ertragen, aber man kann nicht alles haben. Bis jetzt war ich in diesem Jahr Pannen- Sturz und Defektfrei unterwegs. (Lange gleich mal den Holztisch an). Hoffentlich bleibt das so, am liebsten gleich bis Oktober. Wobei ich mir in Sachen Materialdefekte kaum Gedanken mache. Ich verlasse mich voll und ganz auf Simon, den besten Mechaniker von Mitteleuropa. Was er schraubt, respektive montiert, wird von mir gefahren. Ich mag nicht endlos in Forums und Fachmagazinen stöbern um vermeintlich das beste Material in irgendwelchen, meistens unvollständigen, „Test’s“ zu evaluieren. Das überlasse ich den Profis vom Fachhandel. Und selber schrauben geht bei mir maximal bis zum Reifenwechsel und kurz die Schaltung nachstellen. Für mehr fehlt mir die Zeit und vor allem das Vertrauen in meine Handwerklichen Fähigkeiten. Selber schrauben und letztendlich mit dem Ergebnis zum Fachhändler zu laufen um meine „Arbeit“ reparieren zu lassen, natürlich möglichst sofort und ohne Kostenfolge,  finde ich mehr als peinlich. Vielen Dank an meinen Mechaniker Simon und seinen Chef Peter. (Der Chef ist übrigens mein Partner bei der Transalp 2012).

Regeneration…

Da ich gerade, ausser regenerieren, nichts zu tun habe…

Regeneration ist Training…. Wir achten auf den Trainingsplan, die Ernährung, die Wettkampfplanung, auf die Ausrüstung und und aber…

Wer achtet auf genügend und richtige und ausreichende Regeneration? Vermutlich die wenigsten. Diese Regenerationsphasen nach intensiven körperlichen Belastungen wie harte Trainingseinheiten oder Wetttkämpfe sind nicht zu unterschätzen. Eine gute Regeneration hilft einen Vorsprung in der Leistungsentwicklung zu sichern. Daher soll man der Regeneration genügend Aufmerksamkeit widmen.

Was macht der Körper eigentlich nach dem Training? Biologische Regenerationsprozesse sind sehr komplex. Körperliche Belastung führt zu mehr oder weniger ausgeprägten Schäden in den Mikrostrukturen der Muskulatur. Der Organismus beginnt sofort nach der Belastung mit der Reparatur deiser Schäden (Muskelrisse). Durch das Training werden zudem die Energiespeicher (Glykogenspeicher) entleert. Das Füllen der Glykogenspeicher in Muskulatur und Leber ist ein zentraler Vorgang der Regeneration. So beginnen die unterschiedlichen Funktionssysteme der Körpersprache direkt damit die Leistungsfähigkeit zu steigern.

Mein Tipp…

Nach dem Training ist vor dem Training! Nach dem Training oder Wettkampf, sollte möglichst umgehend und aktiv die Erholung eingeleitet werden. „Extremcouching“ und das „verdiente Bier“ direkt nach dem Training oder Wettkampf ist (leider) falsch! Ruhiges und lockeres, 10 Minuten, auslaufen oder ausfahren regt die Durchblutung an und fördert die Elemination von Stoffwechselendprodukten wie Laktat. Dieses wird über die Blutbahn zum Herzmuskel transportiert und dort abgebaut. Neuste Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen dass der Organismus auch in der Lage ist, Laktat in der Skelettmuskulatur zu eliminieren. Tipp: Intensiven Trainingseinheiten oder Wettkämpfen sollte ca. 6-9 Stunden danach eine lockere Trainingseinheit mit Ziel“Aktive Erholung“ folgen. Diese Erholung verringert die Dauer der Laktatelimination im Vergleich zu passiver Erholung um ca. 1/3!

Was ich tue um besser zu regeneriern?

  • 10 Minuten ausfahren/auslaufen
  • Warm anziehen, Nasse Kleidung muss weg. Mütze nicht vergessen!
  • Innerhalb der ersten 30 Minuten nach dem Training oder Wettkampf ein hochwertiges Regenerationsgetränk zu sich nehmen.
  • Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser) achten. (Süssgetränke weg lassen)
  • Die erste feste Mahlzeit ca 1.5 Stunden nach dem Training einnehmen. Diese sollte hochwertige Protein und Eiweiss enthalten wobei Kohlehydrate mit einem hohen glykämischen Index zu bevorzugen sind. Beispiele Proteinkombination sind: Kartoffeln mit Ei, Kartoffeln mit Quark, Vollkornbrot mit Käse usw. Essen in mehreren „Etappen“ statt einen „Riesenhaufen“.
  • Meide Regenerationshemmer wie Alkohohl und gesättigte Fettsäuren
  • Ausreichend schlafen

Fazit: Ich gehe heute Abend kurz ausfahren.

Low Battery…

Der Akku ist heute Abend leer

Nach dem heutigen „Ausritt“ gibt es definitiv nur eines: Ruhe, regenerieren  und Füsse hoch lagern. Irgendwie bin ich leer dazu das Gefühl dass jeden Knochen einzeln zu spüren. Kurz und gut ich bin aktuell ziemlich leer. Aber es macht Spass da die Form, entsprechend der Jahreszeit, stimmt und ich mich wirklich gesund und gut fühle. Bei mir ist der Schlussanstieg, zusätzlich immer rund 250 – 300hm, nach Aeschi b.Spiez  immer der „Formstand-Messer“. Bin ich gut unterwegs verliere ich unterwegs keinen Gedanken ans steile Finale, wenn die Form fehlt wird bereits unterwegs abgewogen und nachgedacht wie ich wohl am einfachsten nach Hause „raufkomme“. Aktuell freue ich mich sogar auf den Schlussanstieg und kann diesen ausser dem steilen Finale, die letzten 950m bis zum Haus, sogar im GA1 und GA2- Bereich fahren. Nicht schlecht für ein 1949er Modell 😉

Schnee und Sonne…

Trotz den „durchzogenen“ Wetterbedingungen war es bis jetzt eine gute Trainingswoche. Zumal auch die kleinen körperlichen Beschwerden wie Bronchitis und Entzündung im Mund und Rachenbereich am abklingen sind. Da verschiedene Kundentermine ausgefallen sind gab es sogar zwei Einheiten mehr. Das Bike-Training am Donnerstag, dichter Schneefall und mit Spikes unterwegs, habe ich besonders genossen Bei dieser Witterung kann ich in unserer Region, sämtliche Wege und Pfade nutzen da meistens kein Mensch da weder Touristen noch einheimische Bauern, ausser HundebesitzerInnen, unterwegs sind. Ich geniesse dann die absolute Ruhe die dieses Wette meistens mit sich bringt. Das Highlight des Tages war jedoch die Meldung dass mein 29er (Scott Scale 29er) eingetroffen ist. Jetzt wird das Ding vom Team um Peter Dreier und seinem Team, PolySport, nach meinen Wünschen angepasst und aufbereitet. Bereits gestern waren die Bedingungen jedoch wieder „Rennradtauglich“, und es gab eine längere Ausfahrt dem Thunersee entlang. In diesem Stil geht es wohl weiter. Heute einigermassen gutes Wetter und morgen gibt der Winter, zumindest über 800m  ein neues Comeback. Ausgiebige Schneefälle sind angesagt. Gut für die Gäste und Tourismus allgemein in den umliegenden Skiregionen. Da fällt mir ein dass ich ja auch noch Skifahren gehen darf. Zermatt ich komme…

Zu Fuss unterwegs…

Aber erst heute. Gestern nutzte ich das angenehme Wetter um nochmals eine Rennrad-Runde, dem Thunersee entlang, zu absolvieren. Auf Grund der milden Witterung war ich bereits einer unter vielen. Wobei ich mich immer Frage warum es Leute gibt die, die rund 50 km-, asphaltiert und breit angelegt , Runde auf dem MTB zurücklegen? (Selbstverständlich mit Rucksack;). Zumal es jede Menge „fette“ Trails um den See und in der ganzen Region gibt. Man muss nicht alles verstehen. Heute feierte der Winter sein angekündigtes Comeback und ich absolvierte das geplante MTB-Training kurzerhand zu Fuss. Angrenzend an unser Wohnhaus habe ich im Hondrichwald eine ca. 5,2km CC-Strecke mit viel Technik und pro Runde rund 200hm „angelegt“. Leider werden einzelne Abschnitte immer wieder von Reitern benutzt. Anschliessen sind diese Abschnitte kaum noch fahrbar und zu allem auch noch regelmässig mit, Sorry, Pferdescheisse garniert. Warum müssen eigentlich Reiter den Mist Ihrer Pferde nicht genauso aufsammeln wie die Hundebesitzer?