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Beiträge aus der Kategorie ‘Training’

Sport nach Corona….

Von: RUBÉN OLIVER 8. DEZEMBER 2020 (Datasport 07.01.2021)

Corona legt die Sportwelt lahm… doch sind die Massnahmen gerechtfertigt? Verläuft die Covid19-Infektion nicht in den allermeisten Fällen harmlos? Warum müssen professionelle Sportler vor jedem Einsatz einen negativen Test vorweisen? 

Eine Corona-Infektion sollte auf keinen Fall ignoriert werden. Erstens, weil es darum geht, die Infektionsketten einzudämmen. Und zweitens, weil die Langzeiteffekte auch auf junge Sportler auf keinen Fall unterschätzt werden sollten. Aus diesen Gründen sollte niemand die Schutzmassnahmen auf die leichte Schulter nehmen, denn Schutzkonzepte sind nur so gut wie ihre Umsetzung. So empfiehlt es sich beispielsweise, das Krafttraining ausserhalb der festen Trainingsgruppe auch mal mit Schutzmaske zu absolvieren, sofern es nicht sowieso so vorgegeben ist. Einzige Ausnahme bilden professionelle Sportler in ihren in der Regel überschaubaren Trainingsgruppen, die für sie eine Art Familie darstellen. Andere berufliche Kontakte gibt es da zurzeit fast keine, dennoch sollte die Zusammenstellung der Trainingsgruppen möglichst konstant bleiben und entweder mittels vorangehender Quarantäne oder PCR-Test ein Infektionsrisiko ausgeschlossen werden.

Und was sind die möglichen Risiken für sonst in der Regel gesunde Leistungssportler? Viel Erfahrung haben wir mit dieser neuen Erkrankung noch nicht, doch der Befall scheint sich nicht allein auf die Lungen zu beschränken. Diverse Athlet klagen im Anschluss an eine symptomarme Corona-Infektion über anhaltende Müdigkeit und Leistungsminderung… doch was hat es auf sich? Und ist es gefährlich?

DAS VIRUS KANN DIVERSE ORGANE BEFALLEN

Die Möglichkeit eines Lungenbefalls durch Corona ist allen bekannt. Das Virus tritt über spezielle Rezeptoren ins Lungengewebe ein. Neben Husten können auch Lungenentzündungen die Folge sein, was zu Atemnot und anschliessend zu Vernarbungen und Funktionsverlust des Lungengewebes führen kann. Weiter kann eine Hyperreagibilität der Bronchien auftreten und auch weitere Organe wie Herz, Leber Nieren, das Nervensystem oder auch die Blutgefässe mit Ausbildung von Thrombosen können betroffen sein.

Die Zahlen der bisherigen Studien sind nicht riesig. Eine Studie der Universitätsmedizin Frankfurt* mit hospitalisierten aber auch wenig symptomatischen Patienten, denen nach Abklingen der Corona-Symptome ein Herz-MRI gemacht wurde, zeigte überraschenderweise bei 60 von 100 Patienten einen Befall des Herzmuskels. Eine weitere Studie der Ohio State University** mit 26 College-Athleten mit leichten Symptomen konnte diesen Trend bestätigen. Auch zeigen Blutuntersuchungen häufig den Anstieg derselben Herzwerte wie bei einem Herzinfarkt. Die genaue Bedeutung dieser Befunde ist noch unklar, ob sie vorübergehend sind oder zur einer lebensgefährlichen Herzmuskelentzündung führen können. Obwohl die meisten Verläufe ohne gefährliche Komplikationen sind, empfehlen Herzspezialisten sorgfältige Abklärungen.

Neben den Langzeitfolgen an Herz und Lunge werden aktuell auch anhaltende Symptome wie Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit, die mehr als 28 Tage andauern und als sogenanntes Long-Covid-Syndrom bezeichnet werden, weiter untersucht. Bei Unter-50-jährigen wird von ca. 10% Langzeitverläufen ausgegangen, bei Älteren rechnet man mit einer Häufigkeit der Langzeitfolgen von bis 20%. Diese als ‘Chronic fatigue’ bezeichnete Symptomatik ist bisher bei anderen Virusinfektionen wie dem Pfeifferschen Drüsenfieber oder der Chronischen Hepatitis C bekannt.

BEI DER RÜCKKEHR IN DEN TRAININGSBETRIEB IST VORSICHT GEBOTEN

Die Schweizer Sportmedizin-Gesellschaft SEMS (Sport & Exercise Medicine Switzerland) hat gemeinsam mit dem Zürcher Universitätsspital und Swissolympic Empfehlungen*** zur Abklärung von Sportlern vor der Rückkehr in den Trainingsbetrieb abgegeben.

Zusammengefasst kann man sagen: Wenn ein Leistungssportler positiv auf Corona getestet wird, sollte er in den 10 Tagen der Isolation ein absolutes Sportverbot einhalten, auch wenn er keine Symptome entwickelt.  Anschliessend sollte er sich vor Trainingsbeginn einer ärztlichen Kontrolle unterziehen, im Rahmen derer Blutuntersuchungen und eine Herzstromkurve (EKG) in Ruhe durchgeführt wird. Bei anhaltenden Lungensymptomen gehören zusätzlich ein Lungenröntgenbild und eine Lungenfunktionstestung zur Abklärung. Bei unauffälligen Befunden kann eine graduelle Trainingssteigerung bis zur vollen Sporttauglichkeit erfolgen. Sollten sich in diesen Untersuchungen Krankheitshinweise zeigen, ist eine spezialärztliche Untersuchung bei einem Lungen- oder Herzspezialisten nötig. Dort können dann weitere bildgebende Untersuchungen wie eine Computertomographie, ein Herzultraschall oder ein MRI angeordnet werden.

REGELMÄSSIGE TESTUNG MACHT SINN

Die regelmässige Testung von Profisportlern vor ihren Einsätzen ist somit klar begründet, denn jede verhinderte Infektion senkt auch das Risiko von Langzeitfolgen. Für unseren Radprofi Silvan Diller bedeutete sein positiver Test in absoluter Topform Ende Juli ein grosses Ärgernis, weil er deswegen nicht nur seinen internationalen Rennstart am Klassiker Strade Bianche verpasste, sondern auch gleich noch 10 Tage in die Quarantäne musste.

Einem 30-jährigen Profi-Kampfsportler in der unmittelbaren Vorbereitung auf seine Olympiaqualifikationswettkämpfe von nächstem Januar erging es vergleichsweise nochmals deutlich schlechter. Wegen anhaltendem Husten und Atemnot musste eine Weiterabklärung der Lungen durchgeführt und sein Trainingsstart mehrmals nach hinten verschoben werden. Bei aktuell anhaltenden Erschöpfungszuständen und der deutlichen Leistungsminderung im Training ist eine Verschiebung des Qualifikationsturniers aufgrund der bestehenden Reiseeinschränkungen seine grösste Hoffnung, um nächste Saison seine Ziele erreichen zu können.

Jede Person, die einen leichten oder asymptomatischen Covid-Infekt durchmacht, sollte sich glücklich schätzen. Eine 10-tägige Trainingsbeschränkung ist im Verhältnis zu den möglichen Langzeitfolgen eine sehr überschaubare Zeitspanne.

Quellen:

* Puntmann VO et al. Outcomes of Cardiovascular Magnetic Resonance Imaging in Patients Recently Recovered From Coronavirus Disease 2019 (COVID-19). JAMA Cardiol. Published online July 27, 2020.

** Rajapal S el al. Cardiovascular Magnetic Resonance Findings in Competitive Athletes Recovering From COVID-19 Infection. JAMA Cardiol. Published online September 11, 2020.

*** Schmied CM et al. SARS-CoV-2 Return to training and competition Flowcharts (https://sems.ch/publikationen/covid-19flow-charts/)

Harziger Start …

Mitte Dezember startete ich, wenn auch gemächlich, meine sportlichen Vorbereitungen für die kommende Saison 2021. Trotz viel Motivation dauerte es länger als gedacht bis ich in Schwung kam oder zumindest etwas konzentrierter an die Sache rangegangen bin. Einmal mehr bestätigte sich die alte Weisheit, dass der wichtigste Part beim Sport nicht unbedingt die Muskulatur ist, sondern eher die Neuronen im Kopf. Wenn der Kopf (noch) nicht so recht will, sind die Ausreden nicht weit. Zu kalt, zu windig, zu glatt und und und…

In der Zwischenzeit habe ich den Tritt gefunden und ich bin gar nicht so unzufrieden mit meiner aktuellen Verfassung. Die lange Pause hat dafür gesorgt, dass (fast) alle Wehwehchen verschwunden sind und ich, für meine Verhältnisse, ziemlich schmerzfrei bin. In den vergangenen Wochen hatten wir schon mal richtig Winter. Es folgte Tauwetter mit frühlingshaften Temperaturen und jetzt, genau zu Weihnachten, ist der Winter zurück. Man könnte sagen – endlich wieder mal weisse Weihnachten.
Die wärmeren Tage nutze ich für ein paar erste Trainings auf dem Bike oder dem Gravel-Rad, dazu kommen einige Einheiten Indoor auf dem Ergometer. Zu Fuss bin ich ebenfalls öfters unterwegs. Die Langlaufskis stehen noch im Keller. Langlauf wird bestimmt nach dem Jahreswechsel ein Thema.

Ach ja, da ist ja noch die Sache mit diesem Virus. Ich denke darüber ist Alles oder zumindest Vieles gesagt und geschrieben worden. Die Anzahl der Experten, Virologen und Impf-Sachverständigen steigt täglich. Da braucht niemand eine weitere Meinung und schon gar nicht die eines (verunsicherten) Laien.

In diesem Sinne schöne Festtage, bleibt gesund und zuversichtlich.

2021 steht vor der Türe…

bloss wie… ???

Wie wird das Jahr 2021? Diese Frage kann aktuell wohl kaum jemand seriös beantworten. Trotzdem oder gerade deshalb gehe ich meine Saison 2021 nicht planlos an. Aber sicher anders als 2020. Aufgrund der nach wie vor ungewissen Situation rund um die Covid-19-Pandemie ist eine fixe Planung, zumindest aus meiner Perspektive, nahezu unmöglich. Flexibilität ist gefragt.

Fest geplant habe ich folgende Event-Termine 2021:

Ab Dezember 2020 werde ich vorwiegend im Grundlagen- und polysportiven Bereich unterwegs sein. Je nach dem zu Fuss oder auf dem Rad. Sollten es die klimatischen Bedingungen erlauben, gibt es auch Schneesport-Aktivitäten. Ich hoffe, dass ich demnächst wieder regelmässig ins Krafttraining gehen kann. Aktuell sind im Kanton Bern alle Fitnesscenter geschlossen.
Mein Ziel: Fitnessstand auf ca. +/- 70% (von 100%) zu halten.

Ab März 2021 beginne ich mit der gezielten Vorbereitung auf den ersten Event im 2021, dem Ortler-Bike-Marathon am 05.06.2021. Nach diesem Anlass folgt eine Woche Erholung und die Vorbereitung auf das Dolomiti Superbike vom. 10.07.2021. Danach wieder 10 Tage Erholungsphase. Dann starte ich mit der Vorbereitung für das Saisonfinale, der Eiger Bike Challenge am 15.08.2021 in Grindelwald und dem Nationalpark Bike-Marathon am 28.08.2021 im Engadin.

Soweit der Plan. Selbstverständlich können all diese Daten möglicherweise verschoben, angepasst oder erneut abgesagt werden. Im Gegensatz zur diesjährigen Saison werde ich bei einer möglichen Verschiebung oder Absage sofort entsprechend reagieren und mein Training anpassen.
Wird ein Event verschoben, lege ich eine Pause ein und passe das Training dem neuen Termin an. Wird ein Sportanlass abgesagt, werde ich nach Plan weiter trainieren und am Tag des abgesagten Events eine gleichwertige Strecke (Km und Höhenmeter) so gut wie möglich simulieren, falls möglich sogar auf der entsprechenden Original-Strecke. Diese Möglichkeit bietet sich mir, da ich bereits alle Rennstrecken gut kenne.

Wichtigste Voraussetzung ist es, primär gesund und fit zu bleiben.
Liebe FollowerInnen – das wünsche ich Euch auch!

Vorbereitung Phase 2 Woche 6

Noch etwas müde von der intensiven Vorwoche liess ich es am Montag ruhig angehen. Ein kurzer Lauf und etwas Gymnastik und Beweglichkeit waren mir heut genug.

Es war eine wunderschöne Gravelrunde am Dienstag entlang dem Brienzersee und ins Haslital. Sommerliches Wetter, kaum Verkehr und ein Spitzengerät unter dem Hintern. Was will man mehr. Ok. die Analyse nach dem Training ergab zwar nur (gute) Durchschnittswerte aber alles ok und im grünen Bereich.

 

Erneut schwang ich mich am Donnerstag auf mein Gravelbike. Ziel: Thun-Aaretal. Kurz und knapp. Es wurde ein ausgezeichnetes GA- Training mit ein paar kurzen Spitzen. Besondere Vorkomnisse? Keine…

Freitag war eigentlich ein weiterer Ruhetag vorgesehen. Aus dem geplanten Recovery- Ride wurde eine etwas ausgedehntere Runde und zum Abschluss gönnte ich mir nochmals eine Einheitet Im Kraftraum… Fazit: Idiotisch und total daneben 😦 Der Mann mit dem grossen Hammer kam Abends vorbei… Müde, kaputt und „hässig“…

Die Rechnung vom „Übertraining“ gestern bezahlte ich heute Samstag mit kaputten Beinen und einer bleiernen Müdigkeit. Statt 2 Stunden GA beliess ich es bei 1 1/2 und ab aufs Sofa.

Sonntag kurz die Glieder gedehnt und etwas gelaufen. Beine hoch und TDF im Fernsehen umd den „Untergang des Team’s INEOS  und die Dominanz von Jumbo-Visma zu verfolgen. Krass was die Jungs da leisten. Jeder Teilnehmer der nächsten Sonntag Paris erreicht ist ein „Held“ ohne wenn und aber.

Fazit der Woche: Das kommt gut… Wenn ich mich an die Vorgaben halte!!! 

 

Vorbereitung Phase 2 Woche 5

Das Ende des des Meteorologische Ende des Sommers 2020 fiel dieses Jahr auf einen Montag. Es war der Montag nach dem Eigentlichen Termin für den Nationalpark- Bikemarathon 2020. Dieser ist ja aus bekannten Gründen auf den 19. September verlegt worden. Ich „feierte“ das Ende dieses Sommers mit einer kurzen Einheit in Sachen Stretching/Gymnastik oder andersrum als Ruhetag. Das Wetter dazu passte auch…

So begann ich auch den Dienstag aber es gab zusätzliche eine GA- Runde auf dem Gravelbike. Gut ausgeruht vergingen die Stunden wie im Flug.

Am Mittwoch ging es mit dem Bike in die Hügel. Es war, im Gegensatz zu gestern ein zähes Ding aber ich brachte es sehr gut über die Runden Trotdem die Müdigkeit war da. Nach einer kurzen Ruhepause ab in den Kraftraum und zusätzlich für die Koordination auf den Sensoprotrainer. Tja und dann natürlich noch etwas TDF im Fernsehen. Ein MUSS in diesen Wochen. Kochen, Nachtessen und früh ins Bett …

A pro pos kochen. Mache ich (meistens) sehr gerne und auch sehr bewusst mit frischen Produkten und „Sportgerecht“. Zu 90% ohne Fleisch mit viel Gemüse, Vollwertprodukten, Fisch, Eiern usw. Keine Experimente zwar und trotzdem probiere ich zwischendurch immer neues. Da meine Frau arbeitet erachte ich es als selbstverständlich dass ich das kochen, ja inkl. Küche putzen, meistens übernehme. Heute Donnerstag gab es eben vor dieser kocherei ein weiteres sehr gutes Training auf dem Mountain Bike. Ideal wenn man seine intensiven Runden gleich von zuhause aus starten kann.

Nach drei intensiven Trainingstagen gönnte ich mir am Freitag erneut ein Krafttraining (Circuit) und einen „halben“ Ruhetag. Meine alten Knochen dankten es mir.

Zwischendurch will/sollte man wissen wie es um die „Form“ steht. Ich wollte am Samstag unbedingt mal 90 Minuten Vollgas fahren. Gesagt getan und es ging gut, ja sogar besser als erwartet. Fazit Test gelungen. A pro pos alle meine Trainings findet man bei STRAVA.

Nach dem guten Test von gestern wollte ich am Sonntag gleich nochmals nachdoppeln und mindestens die Marathon-Distanz vom NPBM absolvieren. Auch heute Vollgas und ohne Rücksicht auf „Verluste“. Es ging sogar noch besser als gestern und es war ein sehr toller Abschluss einer guten Trainingswoche.

Fazit der Woche: Das kommt gut… 🙂

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