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Beiträge aus der Kategorie ‘Sport Mental Training’

Bereit sein…

Sport macht mir (immer wieder) Tagtäglich Spass. Nebst der Freude an der Bewegung ist für mich auch der Leistungsgedanke wichtig. Ich mag es wenn ich fit bin und geniesse es auch wenn ich mich mit anderen messen darf. Da der Vergleich mit gleichaltrigen, mangels „Teilnehmer“ relativ schwierig ist, messe ich mich meistens mit jüngeren und bekomme dort, mit wenigen Ausnahmen, meistens eine auf den „Deckel“. Die Jungs sind nun mal schneller, besser und auch beweglicher. Wenn ich mithalten kann ist es meistens wegen der grösseren Motivation. (Ab und an lassen sie mich auch mal gewinnen 😉 Wenn ich an Events mitmache dann will ich unbedingt meine beste Leistung abrufen. Dieses „mitmachen“ und „dabei sein“ ist definitiv nicht mein Ding. Wenn ich meine Ziele erreichen ist das ok und rechtfertigt meinen (grossen) Aufwand. Wenn nicht… bin ich sauer. Sauer auf mich wohl verstanden. DNF (ich hasse diesen Ausdruck) ist für mich immer eine Niederlage denn scheitern hat immer einen Grund. Weiterlesen

Südwärts…

2017-02-07-10-01-46 2017-02-07-10-01-46-1Schwups schon ist der Februar zur Hälfte „erledigt“. Ein Februar den ich, zumindest bis jetzt, in südlichen Gefilden verbrachte. Bei durchschnittlich +15 Grad und trockenem Gelände trainiert sich einfach besser und leichter. Auch wenn das Wetter nicht optimal war die langen Hosen und Beinlinge blieben im Koffer. Den verregneten Sonntag rechne ich jetzt einfach als geplanten „Ruhetag“ 😉 Nach Wochen mit ausschliesslich Wintersport konnte ich endlich auch wieder aufs Rad steigen. Das fühlte sich zu meiner Überraschung nicht nur sehr gut an, es lief auch tatsächlich ausgezeichnet. Besonders die Trainings im Gelände liefen zu meiner Überraschung ausgezeichnet. Im Tal des Riu l’Algar fand ich genau diese Pisten und Pfade vor wie ich es mir gewünscht hatte. Ruppig, schottrig/felsig und schlängelten sich unzählige Pisten, Wege und Pfade dem Fluss entlang. Die Hänge waren ein einziges Labyrinth von Pfaden zwischen abertausende von Orangenbäumen. Ein Traum ist auch das Naturschutzgebiet rund um Calosso und Guadalest. Im Hinblick auf meine Sommer- Events waren diese schwierigen und ruppigen Pfad2017-02-07-21-16-28e genau das richtige. Forstwege und Strassen kann jeder. Fazit: Ein lohnender Abstecher in den Süden, Paella Valenciana und (leicht) gebräunte Beine gab es auch. Selbstverständlich habe ich auch in Spanien die tollen Leistungen unserer CH-Ski-Cracks bei der WM in St. Moritz verfolgt. Grossartig was die Sportlerinnen und Sportler des SSV leisten. Nach all den harschen und teilweise hämischen Kritiken in den vergangenen Jahren haben sie sich diese Erfolge redlich verdient. Danke und weiterhin viel Erfolg!  Nun geht’s zurück in den Winter mit der Gewissheit alles ist im grünen Bereich und es läuft (fast) nach Plan. 

65 und mehr…

Winter-black-and-white-2_Chris-CatchpoleAlle Jahre immer wieder und immer um dieses Jahreszeit… sehe ich die „sportlichen Vorsätze“, oft schnaufend mit rotem Kopf aber voller Freude, Enthusiasmus und Elan. Das ist gut so und ich hoffe viele auch noch im Frühling anzutreffen. Was mir (positiv) auffällt ist dass sich zunehmend auch reifere Jahrgänge wieder mehr Bewegung gönnen. Vielfach sind es Wiedereinsteiger und „Wiederholungstäter“. Selbstverständlich liegt mir diese, meine, Altersgruppe besonders am Herzen. Das bisher milde Winterwetter hat auch dafür gesorgt dass auch Outdoorsport kein Problem war. Ich habe rund um den Thunersee in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr noch nie so viele Rennradfahrer angetroffen wie 2015. Und genau da ist es mir aufgefallen dass meine Altersgruppe sehr gut vertreten war. Genial! Etliche davon waren auch Neu oder Quereinsteiger. Kein Problem denn Ausdauersport ist keine Geheimwissenschaft. Man kann auch mit 50 oder 60+ mit diesem Sport beginnen. Der Körper ist auch im Alter noch gut trainierbar, wobei der Vorsprung, den sich kontinuierlich trainierende Ausdauersportler erarbeitet haben, uneinholbar ist. Aber das ist ein Relativitätsproblem. Der persönliche Nutzen ist in jedem Fall gegeben und eine „Verjüngung“ um 20 Jahre ist, was die Leistung angeht, möglich. Aus medizinischer Sicht gibt es keine Altersgrenze für Ausdauersport. Wenn man spät mit dem Sport beginnt sollte man sich nach Trainingspartner ähnlichen Niveaus umschauen. Senioren, die mit Youngstern fahren oder laufen, haben schnell das Problem dass sie sich oft zu sehr verausgaben müssen um mit der Gruppe mitzukommen. Besser ist es deshalb, zunächst mit gleichstarken Sportlern ein Grundniveau zu erarbeiten und ein Körpergefühl für die Belastung zu entwickeln. Darauf lässt sich dann weiter aufbauen. Man muss dabei akzeptieren, dass man als 65jähriger nicht mit einem gut trainierten 20jährigen mithalten kann. Mission impossible. Finde ich persönlich nicht schlimm. Wenn ich in der Gruppe fahren und das Tempo angezogen wird, muss ich schnell entscheiden, wo ich fahre, denn gegen die jungen Cracks habe ich keine Chance. Ich messe mich dafür mit gleichaltrigen und betreibe den Radsport sogar seriöser als in jungen Jahren – bewusster, mit mehr Plan. Jede Saison entdecke ich neue Reize, denen ich im Ruhestand gut nachgehen kann.“ Zum bewussten Training gehört bei mir auch Ausgleichssport wie Krafttraining etc. für den Rumpf sowie Übungen, die die Beweglichkeit verbessern. Radfahren ist zwar sehr gesund, aber auch ziemlich einseitig. Gerade Senioren sollten daher gezielt Kraft trainieren.

Ausblick: Die Uhr lässt sich nicht zurückstellen. Auch nicht durch Ausdauersport. Aber man kann ein ausgezeichnetes Fitnessniveau auch im Alter erreichen und lange stabilisieren und so an Lebensqualität gewinnen. Ein trainierter Ausdauersportler von 60 oder 70 Jahren relativiert den Begriff alt sehr. Die Schere zwischen fit und nicht fit öffnet sich im Alter immens schnell. Mediziner, so viel ist klar, würden ihren Patienten am liebsten ein Rennrad verschreiben. Für die Volksgesundheit wäre das ein Riesenschritt nach vorne. Nur auf den Straßen könnte es dann etwas voll werden 🙂 🙂

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