Wochen 28 bis 30 – Der Kopf braucht länger als der Körper…

Die Wochen 28 bis 30 nach meiner Rückkehr waren nicht ganz einfach – aber den Umständen entsprechend durchaus gute Wochen.

Weniger die physischen Folgen der Operation machten mir zu schaffen. Vielmehr waren es die mentalen Hürden. Es gab gute Tage, an denen ich voller Zuversicht nach vorne blickte, aber auch Momente, in denen Zweifel und Unsicherheit auftauchten. Rückblickend hat mein Körper die ganze Geschichte besser verarbeitet als mein Kopf.

In dieser Phase standen vor allem Ruhe und leichte Bewegung auf dem Programm. Spaziergänge, etwas Aktivität und vor allem Geduld. Die medizinischen Werte entwickelten sich erfreulich, trotzdem wurde mir einmal mehr bewusst: Heilung lässt sich nicht beschleunigen. Der Körper braucht Zeit – und der Kopf manchmal noch etwas mehr.

Mein Körper musste sich nicht nur von der Operation erholen, sondern sich auch an die neue Situation anpassen. Eine der wichtigsten Veränderungen: Ich muss künftig deutlich mehr trinken, um meine verbliebene Niere bestmöglich zu unterstützen. Drei Liter Flüssigkeit pro Tag klingen zunächst nicht nach einer grossen Herausforderung. In der Praxis sieht das allerdings anders aus. Und nein – Bier zählt dabei leider nicht.

Jeder Tag brachte kleine Fortschritte. Keine riesigen Sprünge, aber viele kleine Schritte. Genau diese sind es, die mich meinem Ziel näherbringen: wieder gesund, belastbar und irgendwann auch sportlich dort anzukommen, wo ich vor der Diagnose war.

Der Trend zeigt deutlich nach oben.Das folgende Bild zeigt die Realität meines Alltag in diesePhase…

02.06.2026 Ein Monat später – Kurs halten…

Vor genau einem Monat erhielt ich die Diagnose Nierenkrebs. Seitdem ist einiges passiert. Zahlreiche Arzttermine standen auf dem Programm, Untersuchungen wurden durchgeführt, Entscheidungen mussten getroffen werden und natürlich galt es auch, die Diagnose mental zu verarbeiten.

Wer schon einmal mit einer solchen Situation konfrontiert war, weiss: Die medizinischen Termine sind das eine. Die Gedanken dazwischen sind oft die grössere Herausforderung. Plötzlich beschäftigen einen Themen, die vorher weit weg schienen. Gleichzeitig läuft das normale Leben weiter und fordert seinen Platz.

Trotz allem habe ich in den vergangenen Wochen erstaunlich viel trainiert. Nicht immer mit Höchstleistungen, nicht immer mit voller Leichtigkeit, aber regelmässig und mit Überzeugung. Es gab körperlich gute Tage und es gab mentale Täler, die durchschritten werden wollten. Auch das gehört zur Realität dazu.

Gerade die Bewegung hat mir geholfen, den Fokus nicht zu verlieren. Auf dem Bike, beim Laufen oder beim Krafttraining werden viele Gedanken etwas leiser. Man konzentriert sich auf den nächsten Kilometer, den nächsten Anstieg oder die nächste Wiederholung – und plötzlich wirkt vieles wieder machbarer.

Besonders erfreulich ist, dass ich mich aktuell sehr gut fühle. Meine körperliche Verfassung ist auf einem erfreulich hohen Niveau und entwickelt sich weiterhin positiv. Das gibt mir Vertrauen für die bevorstehende Operation und die anschliessende Genesungsphase.

In den letzten Wochen habe ich zudem einige Dinge neu geordnet. Prioritäten wurden überprüft, Gewohnheiten angepasst und der Blick auf das Wesentliche geschärft. Dabei durfte ich feststellen, wie wertvoll ein gutes Umfeld ist. Familie, Freunde, Trainingskollegen und viele positive Rückmeldungen helfen mir dabei, diesen Weg mit Zuversicht und Motivation weiterzugehen.

Die Operation rückt näher und damit der nächste wichtige Abschnitt dieser Geschichte. Respekt davor habe ich. Angst jedoch nicht. Dafür gibt es schlicht zu viele Gründe, optimistisch zu bleiben.

Mein Ziel bleibt unverändert: Die Behandlung erfolgreich meistern, die Genesung konsequent angehen und möglichst bald wieder dort sein, wo ich mich am wohlsten fühle – auf dem Mountainbike, unterwegs in den Bergen.

Bis dahin gilt weiterhin: Fokus halten, nach vorne schauen und Schritt für Schritt weiterfahren. Denn auch der längste Anstieg endet irgendwann auf einem Gipfel.

22.10.2025 Saisonschluss 2025…

Fazit: Ernüchternd!

(Ehrlich und schonungslos)

2025 war für mich – sportlich betrachtet – kein erfolgreiches Jahr. Besonders bei meinen geplanten Events lief es nicht wie erhofft. Gründe dafür gab es viele, vor allem aber auch einige Ausreden meinerseits. In erster Linie hat mich mein Kopf im Stich gelassen.

Meine Trainingsergebnisse waren ok – mehr aber auch nicht. Und das trotz über 600 Trainingsstunden und 6’000 Kilometern. Es fehlte an Intensität und Qualität. Das Resultat war ein ständiges Auf und Ab meiner Performance – und das nicht nur sportlich.


Wie weiter?

Analysieren. Lernen. Aufstehen. Krone richten. Weitermachen.
Ja, aber…

Aktuell befinde ich mich mitten in der Analyse und in der Übergangsphase zwischen 2025 und 2026. Ich prüfe verschiedene Möglichkeiten und Optionen – ein erster Schritt in Richtung einer möglichen neuen Saison.

Im vergangenen Jahr habe ich mir im Oktober/November eine längere Trainingspause gegönnt. Rückblickend: ein Fehler. Der Wiedereinstieg zog sich über Wochen hin, bis ich wieder auf einem akzeptablen Niveau war. Dieses Experiment wiederhole ich nicht.

In diesem Jahr trainiere ich – wenn auch reduziert – konsequent weiter, bis feststeht, ob und wie ich eine neue Saison angehe. Vielleicht bleibe ich aber auch einfach locker dran: laufe künftig nur noch mit Teddy, meinem treuen Begleiter, und drehe ab und zu eine Runde mit dem E-Bike.
PS: „Teddy“ ist mein Hund 😉


Fortsetzung folgt…

13.02.2025 Winter halt…

Regen unten, Schnee oben dazu grau in grau. Winter halt. Nicht (mehr) meine Jahreszeit. Das war einmal ganz anders. Egal ob Ski Alpin oder Ski nordisch. Engadiner, Gommer, Dolomiten oder gar Vasalauf standen auf der To do Liste. nicht nur die Events an sich  sondern auch das darum herum, die Reisen, die Kameradschaft waren genau so wichtig. Soll ich jetzt jammern und über früher schreiben? Nein danke ich lebe in der Gegenwart. Trotzdem schön war’s 😉👍

12.02.2025 Sorgfalt …

Sorgfalt bezeichnet die gewissenhafte, präzise und verantwortungsbewusste Ausführung einer Aufgabe oder Handlung. Sie bedeutet, dass jemand mit Aufmerksamkeit, Umsicht und Genauigkeit arbeitet, um Fehler oder Schäden zu vermeiden.

Soweit die Theorie. Im Bezug auf meine Ziele heisst es sorgfältier Umgang mit den körperlichen Ressourcen, sprich Gesundheit, Energie aber auch der mentale Aspekt darf nicht unterschätzt werden. Viele Puzzle- Teile und viele (schöne) Herausforderungen. Mehr dazu später