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Beiträge aus der Kategorie ‘Sport’

Ein Jahr leben…

…mit einer Knie- Prothese. (Teil1). Am 19. Oktober 208 wurde mein rechtes Knie auf Grund der Diagnose: (Zitat) das Knie, rechts, weist eine totale und komplexe Beschädigung usw. usw… operiert. Die OP verlief schmerzhaft aber ohne Komplikationen. Ebenso die erste Phase der REHA auch. Ich nachhinein musste ich feststellen das ich fast zu vorsichtig zu Werk gegangen war. Bereits im November begann ich wieder mit „gehen“ ab Dezember dann ohne Stöcke. Am 23. November kam ein erster, missglückter, Versuch auf dem Ergometer dazu. Ich konnte aber die nötige Biegung des Knies’s nicht vollziehen. Erst ab Mitte Dezember konnte ich mit Indoor- Cycling beginnen. Tag täglich sass ich entweder auf dem Ergometer, in der REHA oder im Kraftraum. Für mich eine schwierige Zeit mit vielen Tiefs’s und kaum Hoch’s. Am 11. Januar war es soweit. An einem schönen Donnerstag sass ich zum ersten Mal wieder auf einem richtigen Rad. Na ja fast. Es war zwar ein E-Bike aber ein Bike! Herzlichen Dank an Rolf Egli!! Auch wenn das Ergebnis ernüchternd war, die 12km waren mit die schönsten in diesem Jahr. Am 29. Januar umrundete ich zum ersten Mal den Thunersee. Zwar noch mit dem E-Bike und schon bald auch wieder mit dem normalen Bike. Es folgte gleich das nächste Tief mit einer Erkältung. Wintereinbruch, Kälte, Schmerzen, Depressionen kaum Fortschritte (ausser beim Gewicht das unaufhaltsam in die Höhe schnellte) waren zuviel für mich. Ich drückte also den Reset- Knopf und begann von vorne. Zurück auf den Ergometer und in den Kraftraum. nach 10 Tagen erneut ein Versuch mit dem Bike. Es war die nächste Pleite. Abbruch und Pause. Mein Sohn hatte mich zu einer USA- Reise eingeladen und das war genau der richtige Zeitpunkt dazu. Bei dieser Reise konnte ich richtig Abstand gewinnen und mein Knie, nicht nur, konnte sich richtig erholen.  Im April war ich zurück, zwar mit neuem Rekord- Gewicht (Bier und Burger’s sei Dank 🙂 aber einigermassen erholt zumindest im Kopf. Zum dritten mal Reset und Neustart… (Fortsetzung folgt).

Training im Ticino ….

 

#Giro101

Mit Interesse, wie jedes Jahr, habe ich den Giro d’Italia 2018, im TV und in der Presse, verfolgt. Rein sportlich war der Giro 2018, spätestens nach der Rückkehr aus Israel für mich eine spannende Angelegenheit. Ich mag den Giro schon allein wegen den tollen Bildern, Ausnahme Zeitfahren, die uns die RAI, gespickt mit Informationen, immer wieder präsentiert. Die Strecke fand ich zwar, gelinde gesagt, suboptimal und trotzdem war ich erneut fasziniert über die Vielfältigkeit unseres südlichen Nachbarlandes. Man war bemüht keinen „Promihoger“ oder ähnliches auszulassen. Via Ätna, Gran Sasso
oder Monte Zoncolan war alles dabei. Dass die Entscheidung dann am Colle delle Finestre herbei geführt wurde wundert mich nicht. Wer was und wie jedoch schon. Sah man in den Tagen vor der 18. Etappe nach Prato Nevoso in der Person von Simon Yates (Mitchelton-Scott-Team ) einen souveränen Leader wankte er bei der 18. Etappe bevor er dann bei der 19. am besagten Colle delle Finestre total einbrach und dutzende von Minuten verlor und letztendlich den Giro 2018 auf dem 21. Platz beendete. Der Sieger heisst nun Chris Froome. Zugegeben es war eine beeindruckende Leistung mit der er ins Rosa Tricot gefahren ist. Aber den Leistungen von Chris Froome haftet seit der Vuelta 2017 ein grosses Makel an. Mit mehr als der doppelten Menge Salbutamol, Ein Arzneimittel „zur Erweiterung der Bronchien an Bord“ gewann Chris Froome die Vuelta 2017 und wurde erwischt. Seit diesem Zeitpunkt tobt ein Juristisches HickHack zwischen dem Arbeitgeber von Froome, das Team Sky, und den zuständigen Verbänden. Eine gute und verständliche Übersicht der ganzen Affäre findet man im Artikel von Rainer Sommerhalder in der AZ.

Mein Fazit: Ich liebe den Giro! Mehr als die Tour den France mit XX Sprintankünften welche von Athleten gewonnen werden die nicht mal 250hm am Stück zügig fahren können. Aber mich nervt diese Geschichte rund um den Chris Froome. Wir werden wohl erst in Wochen/Monaten oder weiss der „Gugger“ wann wer dieses Rennen gewonnen hat. so macht sich der Radsport erneut lächerlich und unglaubwürdig.

Sollte es der Tom Dumoulin sein würde mich das freuen, aber auch ärgern weil man ihn um seine Emotionen beschissen hat!

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