Zwischenstand mit Luft nach oben
Die letzten Wochen waren gut. Solide, regelmässig, strukturiert – genau so, wie Training sein soll. Kein wildes Hin und Her, sondern kontinuierliche Arbeit an Form und Grundlage. Und das Wichtigste vorweg: Ich bin gesund, belastbar und motiviert. In unserem Alter keine Selbstverständlichkeit – eher ein kleines Privileg.
Natürlich wäre es jetzt verlockend zu sagen: läuft perfekt. Tut es aber nicht ganz. Und das ist auch gut so.
Denn bei aller Konstanz zeigt sich klar: Da geht noch mehr. Vor allem auf dem Rad. Während Laufen und allgemeine Fitness auf einem ordentlichen Niveau sind, hinkt das spezifische Bike-Training noch etwas hinterher. Die Beine wissen zwar grundsätzlich, was zu tun ist – aber sie könnten es deutlich besser und vor allem länger tun.
Oder anders gesagt: Die Grundlage stimmt, aber der Motor braucht noch ein paar zusätzliche Umdrehungen.
Das ist keine Überraschung, sondern eher eine Standortbestimmung. Genau dafür sind diese Wochen ja da. Trainieren, beobachten, anpassen. Kein Drama, sondern Teil des Prozesses. Wer glaubt, dass immer alles linear nach oben geht, hat entweder Glück – oder misst nicht genau genug.
Was mich aktuell besonders freut: Die Energie ist da. Die Lust auf Training auch. Kein Ziehen, kein Zwicken, kein lästiger Begleiter im Hintergrund. Einfach rausgehen, trainieren und sich danach angenehm müde fühlen. Genau so soll es sein.
Der Fokus für die nächsten Wochen ist damit klar gesetzt: Mehr Qualität auf dem Rad. Etwas mehr Druck auf die Pedale, etwas mehr Struktur in den Einheiten – und vielleicht auch das eine oder andere freundliche Gespräch mit dem inneren Schweinehund, der beim Intervalltraining gerne mal kreative Ausreden findet.
Fazit:
Gute Basis gelegt. Gesundheit top. Motivation vorhanden.
Jetzt geht’s darum, aus „gut“ Schritt für Schritt „besser“ zu machen.
Oder ganz einfach:
Der Weg stimmt – jetzt darf das Tempo noch ein bisschen steigen. 🚴♂️






