Woche 24 / 2026…

Fit werden statt Sorgen machen

TagWasZeitKM😊
MontagMeditation00:30🤷‍♂️🫤
DienstagLaufen
Cycling
00:35
00:21
3,30
9,70
😊
MittwochLaufen
Cycling
01:05
00:31
4,72
13,21
😊😊
DonnerstagLaufen
Cycling
00:58
00:33
5,20
14,37
😊😊
FreitagLaufen
Cycling
00:36
01:09
3,11
30,03
😊😊😊
SamstagRuhetag
SonntagLaufen
Cycling
00:16
00:55
1,51
17,03
😊😊

Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der aktiven Vorbereitung. Insgesamt kamen rund sieben Stunden Bewegung zusammen – verteilt auf Laufen, Radfahren und eine kurze Meditationseinheit für den Kopf.

Mit knapp 18 Laufkilometern und über 84 Kilometern auf dem Rad bin ich zwar noch nicht dort, wo ich langfristig hinmöchte, aber die Richtung stimmt. Besonders wichtig ist momentan die Regelmässigkeit. Nicht jede Einheit muss spektakulär sein. Entscheidend ist, dranzubleiben und dem Körper die nötigen Reize zu geben, ohne ihn zu überfordern.

Ein geplanter Ruhetag durfte natürlich auch nicht fehlen. Erholung gehört genauso zum Training wie die Kilometer auf dem Tacho.

Mein Fazit: Die Form entwickelt sich Schritt für Schritt, die Motivation ist hoch und der Fokus bleibt klar – gesund bleiben und jeden Tag etwas besser werden.

Motto der Woche: Nicht Perfektion bringt uns voran, sondern Konsequenz. 🚴‍♂️🏃‍♂️💪

09.06.2026 Manchmal ist Nichtstun die härteste Einheit…

Die letzten Tage liegen hinter mir. Die meiste Zeit verbrachte ich unter einer Decke, oft liegend, begleitet von Schmerzen, Müdigkeit und der einen oder anderen düsteren Gedankenwolke. Zwischendurch gab es sogar Momente, in denen ich dachte: «Ich mag nicht mehr.»

Zum Glück hat man in solchen Situationen viel Zeit zum Nachdenken. Manchmal sogar etwas zu viel. Denn wenn der Körper zur Ruhe gezwungen wird, beginnt der Kopf oft Überstunden zu machen. Doch am Ende haben die negativen Gedanken nicht gewonnen. Im Gegenteil. Irgendwann wurde mir klar, dass ich noch das eine oder andere Ziel habe. Dinge, die ich erleben, erreichen und geniessen möchte. Und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt. Also weg mit dem Selbstmitleid und weg mit den dunklen Gedanken. Sie helfen weder bei der Genesung noch auf dem Weg zurück.

Unausweichlich nähere ich mich nun dem Termin, an dem es meinem Tumor an den Kragen geht. Bis dahin arbeite ich so hart wie es die Situation zulässt an meiner körperlichen Verfassung. Einerseits, um den Eingriff möglichst gut zu überstehen, andererseits, um danach wieder den Weg zurück zu sportlichen Leistungen zu finden.

Im Hinterkopf beginnt sich zudem ein etwas «verrückter» Plan für den kommenden Herbst zu formen. Noch ist es viel zu früh, darüber detailliert zu sprechen. Träume und Ziele dürfen reifen wie ein guter Wein.

Vorerst gilt der Fokus aber einer einzigen Aufgabe: Gesund werden.

Alles andere kommt danach.

04.06.2026: Unfreiwilliger Ruhetag…

Eigentlich hatte ich heute etwas anderes geplant. Training, Bewegung, Kilometer sammeln. Stattdessen meldet sich pünktlich zum Wetterumschwung mein Rheuma zurück und erinnert mich daran, dass der Kalender zwar Juni anzeigt, sich die Temperaturen aber eher nach spätem Oktober anfühlen.

Es ist jedes Jahr dasselbe Spiel. Wenn die Temperaturen deutlich fallen, braucht mein Körper eine gewisse Anlaufzeit. Während andere einfach eine Jacke mehr anziehen, diskutieren meine Gelenke erst einmal ausführlich mit dem Wetterbericht.

So wird aus dem geplanten Trainingstag wohl ein unfreiwilliger Ruhetag. Nicht freiwillig, aber manchmal muss man akzeptieren, dass Regeneration ebenfalls Teil des Trainings ist. Der Körper setzt heute die Prioritäten – und ausnahmsweise höre ich sogar auf ihn.

Die letzten Wochen liefen eigentlich gut. Training, Bewegung und eine erfreuliche körperliche Verfassung. Umso überraschender, wenn einen ein kühler Luftzug plötzlich daran erinnert, dass man nicht mehr 25 ist. Wobei: Mit 25 hätte ich wahrscheinlich einfach Muskelkater als Ausrede benutzt.

Morgen sieht die Welt hoffentlich schon wieder anders aus. Bis dahin gilt: Kaffee, warme Kleidung und die Hoffnung, dass der Sommer seinen Weg ins Berner Oberland doch wieder findet.

Denn eines ist sicher: Die nächste Trainingseinheit kommt bestimmt. Und die paar Rheuma-Macken werden mich nicht davon abhalten, weiter an meinen Zielen zu arbeiten.

02.06.2026 Ein Monat später – Kurs halten…

Vor genau einem Monat erhielt ich die Diagnose Nierenkrebs. Seitdem ist einiges passiert. Zahlreiche Arzttermine standen auf dem Programm, Untersuchungen wurden durchgeführt, Entscheidungen mussten getroffen werden und natürlich galt es auch, die Diagnose mental zu verarbeiten.

Wer schon einmal mit einer solchen Situation konfrontiert war, weiss: Die medizinischen Termine sind das eine. Die Gedanken dazwischen sind oft die grössere Herausforderung. Plötzlich beschäftigen einen Themen, die vorher weit weg schienen. Gleichzeitig läuft das normale Leben weiter und fordert seinen Platz.

Trotz allem habe ich in den vergangenen Wochen erstaunlich viel trainiert. Nicht immer mit Höchstleistungen, nicht immer mit voller Leichtigkeit, aber regelmässig und mit Überzeugung. Es gab körperlich gute Tage und es gab mentale Täler, die durchschritten werden wollten. Auch das gehört zur Realität dazu.

Gerade die Bewegung hat mir geholfen, den Fokus nicht zu verlieren. Auf dem Bike, beim Laufen oder beim Krafttraining werden viele Gedanken etwas leiser. Man konzentriert sich auf den nächsten Kilometer, den nächsten Anstieg oder die nächste Wiederholung – und plötzlich wirkt vieles wieder machbarer.

Besonders erfreulich ist, dass ich mich aktuell sehr gut fühle. Meine körperliche Verfassung ist auf einem erfreulich hohen Niveau und entwickelt sich weiterhin positiv. Das gibt mir Vertrauen für die bevorstehende Operation und die anschliessende Genesungsphase.

In den letzten Wochen habe ich zudem einige Dinge neu geordnet. Prioritäten wurden überprüft, Gewohnheiten angepasst und der Blick auf das Wesentliche geschärft. Dabei durfte ich feststellen, wie wertvoll ein gutes Umfeld ist. Familie, Freunde, Trainingskollegen und viele positive Rückmeldungen helfen mir dabei, diesen Weg mit Zuversicht und Motivation weiterzugehen.

Die Operation rückt näher und damit der nächste wichtige Abschnitt dieser Geschichte. Respekt davor habe ich. Angst jedoch nicht. Dafür gibt es schlicht zu viele Gründe, optimistisch zu bleiben.

Mein Ziel bleibt unverändert: Die Behandlung erfolgreich meistern, die Genesung konsequent angehen und möglichst bald wieder dort sein, wo ich mich am wohlsten fühle – auf dem Mountainbike, unterwegs in den Bergen.

Bis dahin gilt weiterhin: Fokus halten, nach vorne schauen und Schritt für Schritt weiterfahren. Denn auch der längste Anstieg endet irgendwann auf einem Gipfel.

„Mein nächstes Rennen: Krebs-OP im Juni“

Oder: Die härteste Etappe fährt man nicht freiwillig

Seit heute ist es offiziell:
Ich habe einen bösartigen Tumor an der linken Niere. Kurz gesagt: Krebs.

Momentan laufen die Vorbereitungen für die Behandlung, die im Verlauf des Junis stattfinden wird. Operation, anschliessende Erholung und danach Schritt für Schritt zurück in Richtung Normalität. Klingt nicht nach meinem Lieblings-Trainings- Wettkampfblock — ist aber halt jetzt der aktuelle Wettkampfkalender.

Dank moderner Robotertechnik werde ich vermutlich nur etwa 4–5 Tage Stationär im Spital verbringen. Das Gute an der ganzen Geschichte: keine Ableger, also aktuell ist keine zusätzliche Chemotherapie nötig.

Die Voraussetzungen für eine Heilung sind laut Ärzten insgesamt gut. Offenbar hat es doch Vorteile, wenn man seinem Körper jahrelang Berge, Kilometer und Höhenmeter zugemutet hat. Bis zum OP-Termin werde ich versuchen, mich so fit wie möglich zu halten, damit mein Körper den Eingriff besser wegsteckt.

Andere trainieren für einen Marathon oder die Tour de Suisse — ich halt momentan für eine Krebs-OP im Juni. Natürlich ist das keine einfache Situation. Aber auch keine unlösbare. Und wer mich kennt, weiss: Aufgeben war noch nie meine Lieblingsdisziplin. Wenn alles wie geplant läuft, sitze ich noch dieses Jahr wieder auf dem Velo. Spätestens zur Lombardei-Rundfahrt wollte ich sowieso fit sein… 😉

Fazit: Das Leben verteilt manchmal ziemlich brutale Etappen. Also fährt man sie halt. Gang runter, Kopf hoch und weiter. Wenn alles wie geplant läuft, sitze ich noch dieses Jahr wieder auf dem Velo. Spätestens zur Lombardei-Rundfahrt wollte ich sowieso fit sein. 😉

Fazit:
Das Leben verteilt manchmal ziemlich brutale Etappen. Also fährt man sie halt. Gang runter, Kopf hoch und weiter.

Trotz Gegenwind und trübem Wetter geht es vorwärts…