Die Wochen 28 bis 30 nach meiner Rückkehr waren nicht ganz einfach – aber den Umständen entsprechend durchaus gute Wochen.
Weniger die physischen Folgen der Operation machten mir zu schaffen. Vielmehr waren es die mentalen Hürden. Es gab gute Tage, an denen ich voller Zuversicht nach vorne blickte, aber auch Momente, in denen Zweifel und Unsicherheit auftauchten. Rückblickend hat mein Körper die ganze Geschichte besser verarbeitet als mein Kopf.
In dieser Phase standen vor allem Ruhe und leichte Bewegung auf dem Programm. Spaziergänge, etwas Aktivität und vor allem Geduld. Die medizinischen Werte entwickelten sich erfreulich, trotzdem wurde mir einmal mehr bewusst: Heilung lässt sich nicht beschleunigen. Der Körper braucht Zeit – und der Kopf manchmal noch etwas mehr.
Mein Körper musste sich nicht nur von der Operation erholen, sondern sich auch an die neue Situation anpassen. Eine der wichtigsten Veränderungen: Ich muss künftig deutlich mehr trinken, um meine verbliebene Niere bestmöglich zu unterstützen. Drei Liter Flüssigkeit pro Tag klingen zunächst nicht nach einer grossen Herausforderung. In der Praxis sieht das allerdings anders aus. Und nein – Bier zählt dabei leider nicht.
Jeder Tag brachte kleine Fortschritte. Keine riesigen Sprünge, aber viele kleine Schritte. Genau diese sind es, die mich meinem Ziel näherbringen: wieder gesund, belastbar und irgendwann auch sportlich dort anzukommen, wo ich vor der Diagnose war.
Der Trend zeigt deutlich nach oben.Das folgende Bild zeigt die Realität meines Alltag in diesePhase…





