Profis halt…

Aktuell läuft zurzeit die Tour de Ski. Spannend ist vor allem der Zweikampf zwischen Dario Cologna und Petter jr Northug. Der Momentan wohl stärksten und komplettesten Langläufer der Gegenwart. Was mich an den beiden fasziniert ist, nebst dem unglaublichen Leistungsvermögen, wie akribisch, aber unterschiedlich, sich die beiden vorbereiten um auf den Punkt genau in Form zu sein um die beste Leistung abrufen zu können. Dafür scheuen beide keine Mühe oder Aufwand. Ich staune immer wieder wenn ein Petter Northug sich ganz bescheiden Tagelang zuhinterst im Sertigtal (Davos) „verkriecht“ um in aller Ruhe seine Trainingseinheiten zu absolvieren. Oder wie der Dario Cologna, wohnhaft in Davos, sich immer wieder in noch höhere Lagen, Engadin oder Livigno, zurückzieht um dort auf den ganz normalen Loipen zwischen Einheimischen, Konkurrenten und Touristen seine Spuren zu ziehen. (Sicher hat es auch mit den hervorragenden Infrastrukturen bei den Loipen usw. zu tun). Beide machen das, wie viele andere Spitzenathleten ohne grosse „Extras“. Sie brauchen keine vier oder fünf- Sterne Hotels mit Wellnessbereich, Bar und, und und… Fokussiert, Tage oder Wochenlang, aufs Training und nichts anderes. Einzig Training-Essen-Schlafen-Essen-Training-usw..  zählt sonst gar nichts. Ich muss öfters schmunzeln wenn ich mitbekomme welche Komfort- Ansprüche Hobby-Sportler für ihre sogenannten Trainingslager stellen… 😉

Lang- laufen…

Der Winter ist, wenn auch nur sehr zögerlich, doch noch eingetroffen. Also nichts wie ab auf die Loipe. Wobei ich ehrlich sagen muss dass langlaufen ohne spezifische Vorbereitung kein Spaziergang ist. Es ist eher knallharte Arbeit. Besonders beim Skating merkt man die fehlenden „Sommerkilometer“ in den Oberarmen. Im Gegensatz zum Radsport ist Skilanglauf wesentlich komplexer in den Bewegungsabläufen und die Intensität ist stets relativ hoch. Es gibt auch kaum Pausen, Beine oder Arme „hängen“ lassen, heisst gleich Stillstand. Ich glaube aber, das  Skilanglaufen auch wenn es aktuell nicht sehr schnell ist,  mir sehr viel bringt. Aber wenn ich daran denke dass ich früher bei den Worldloppet-Rennen, Vasaloppet, etc. gut mitgelaufen bin, kommt mir das manchmal etwas „sehr  langsam“ vor. Aktuell spüre ich meine Asthmabeschwerden auch wieder etwas intensiver.

Auf gehts…

Nach den üblichen Kulinarischen Weihnachtsorgien ist wieder regelmässige „Bewegung“ angesagt. Heute war es eine tolle Skitour. Mit „Bewegung“ meine ich Training und nicht meine Alibi-Übungen der letzten Tage auf Rolle, Ergometer und Laufband. Aber wenn schon Ergo dann ist das für mich immer verbunden mit mentalen Übungen. Ich versuche dann Teile oder Passagen von Rennstrecken die ich kenne zu visualisieren und mental „abzufahren“ und mich auf diese Passagen zu fokussieren. In der Zwischenzeit, nach viel üben funktioniert das sehr gut. Auch das konzentrieren auf den Bewegungsablauf im Einzelnen ist Teil dieser Ergo oder Rollenstunden. (Rollentraining grundsätzlich nur auf der freien Rolle). Meine einzige „Ablenkung“ bei diesen Trainings ist meistens Musik. So kann ich das an sich ungeliebte Indoor- Training am besten Nutzen. Zu anderen Trainingsformen, wie irgendwelche virtuelle Touren oder Rennen mittels PC-Unterstützung herunterzuhecheln, halte ich persönlich wenig bis gar nichts. Denn wenn ich solche „virtuellen Support“ benötige, bin ich nicht in der Lage fokussiert und zielorientiert zu trainieren!

Langlaufen…

Noch sind die Schneeverhältnisse nicht perfekt. Aber immerhin hat es in Kandersteg für die Präparation einer 12km Loipe gereicht. Meinen zwei Stunden Training waren geprägt von Technikschulung und „angewöhnen“ an die schmalen Latten. Seit ich im Sommer kein Rollskitraining mehr betreibe fange ich im Winter, zumindest technisch, definitiv immer wieder sehr weit unten an. Aber irgendwie ist es wie radfahren, man verlernt es nicht und nach einer Stunde laufen, geht es bereits wieder flott dahin.

Es bleibt das laufen..

Momentan herrschen bei uns, wie vielerorts widrige Wetterbedingungen. Zuerst war es etwas Schnee, dann Regen, jetzt Regen mit Sturm und anschliessend soll es dann (endlich) schneien. Wahrlich ein richtiger Wettercocktail. Radtrainings draussen bringen nichts, biken im Gelände geht auch nicht und Schnee zum Langlaufen hat es keinen. Also bleibt meistens nur das laufen. Was gar nicht so schlecht und schon gar nicht langweilig ist. Ausgerüstet mit der richtigen Bekleidung und vor allem den richtigen Schuhen macht es Spass und bringt mir einiges mehr als auf der Rolle vor mich hinzuschwitzen. Momentan versuche ich zudem mit gezieltem Training meinen Rücken wieder stabil zu bekommen. Das wiederum ist doch eher eine langweilige und mühsame Angelegenheit. Aber es sind nur noch 200 Tage bis zum ersten Saisonhöhepunkt.