Kid Rock…

…heisst meistens mein derzeitiger „Begleiter“ bei Indooreinheiten auf dem Laufband oder dem Ergometer. Momentan haben wir in unserer Region eine „Zweiklassengesellschaft“. Die unter und die über dem Nebel. Unten, genau dort wo am seine GA-Einheiten absolvieren sollte, ist es neblig, trüb und vor allem Saukalt. Da meine Leidensfähigkeit, was die Kälte anbetrifft, sehr gering ist, laufe ich öfters Indoor oder sitze auf dem Ergometer. Dabei leistet mir seit Wochen Kid Rock Gesellschaft. Ich mag seinen Sound schon länger und mit seinem neuen Album „Born Free“ landete er zumindest bei mir einen Volltreffer. Noch lieber wäre es mir ich könnte Kid Rock ohne Begleitgeräusche von Laufband oder Rolle hören, und statt dessen wieder draussen trainieren. Muss mal mit meinem inneren Schweinehund oder dem Kachelmann ein ernstes Gespräch führen. Entweder steigere ich meine Leidensfähigkeit bei Kälte oder das Wetter muss sich ändern. Vermutlich fange ich besser erst mal bei mir an….

Joggen an der Binnenalster…

Die vergangene Woche verbrachte ich vorwiegend in Hamburg. Das Timing war perfekt auf meine Zwangspause wegen der lästigen Kniegeschichte abgestimmt. Kaum Training auf dem Rad, ausser einer kurzen Einheit auf dem Ergometer im Hotel, dafür war jeden Tag eine kurze Jogging-Runde angesagt. Mit Dutzenden „einheimischen“ JoggerInnen bewegte ich mich also um die Binnenalster. Total spannend und auch der Unterhaltungswert war beachtlich. Viele der joggenden Damen benutzten diese Gelegenheit als Laufsteg, es war zwar aus meiner Sicht grausam kalt, und trotzdem wurde teilweise in kurzen! Hosen gelaufen. Oder Manager die joggenderweise die letzten Anweisungen ins Büro telefonierten, plus die Hunde welche ihre Besitzer an der Leine führten und hinterherzogen. Dazwischen und daneben selbstverständlich jede Menge Radfahrer meist ohne Licht. Ich benötigte mehrere Kilometer und einige „Zurufe“ und Klingelorgien, um zu realisieren, dass die eine Nuance helleren Verbundsteine eigentlich den Radweg markieren. Schweizer halt… Ok. ich habe es jetzt kapiert. Nebst joggen, gut essen und viel verhandeln, habe ich, das war der eigentliche Grund meiner Hamburgreise, im Auftrag der UCI die neue Streckenführung der Vattenfall Youngclassic homologiert und abgenommen. Selbstverständlich wird man in und um Hamburg nie eine Bergetappe „bauen2 können. Allerdings konnten wir für die zweite Etappe bei Hollenstedt eine ausgezeichnete und harte Strecke finden und abnehmen. Die Jungs werden da bestimmt hart gefordert. Die Organisatoren der Youngclassic leisten einen ausgezeichneten Job in einem anspruchsvollen Umfeld! Leider finden die Organisatoren bei Behörden und Verbänden nicht immer die Unterstützung die sie eigentlich verdienen würden. Trotzdem ich freue mich auf den August wo ich zwischendurch wieder an der Binnenalster joggen oder radfahren darf.

Das Knie II….

Obwohl dauernd unterwegs, habe ich mein Knie genau untersuchen lassen da die Schwellung im Bereich der Kniekehle kaum zurückgegangen war. Diagnose: Ich habe (wieder) eine Baker-Zyste im rechten Knie. Tönt schlimmer als es ist. Meine Kniebereiche haben in den vergangenen Jahrzehnten beim Sport das eine oder andere abbekommen, Meniskus, Bänder und Knorpel, plus meine Empfindlichkeit bei Kälte haben zu dieser einer gewissen Empfindlichkeit geführt. Dazu kam ein Schlag aufs Knie, aber vor allem habe ich geschlampt. Satteleinstellung nicht überprüft, man spürt es zwar aber jetzt wieder absteigen und schrauben, ach komm das geht schon…, und ich habe meine homöopathischen Medikamente für Gelenke „ignoriert“. Die Situation ist nicht neu für mich und mit der entsprechenden Therapie wird sich diese Verletzung rasch „erledigen“. Ein operativer Eingriff sollte auch dieses mal zu verhindern sein. In der Zwischenzeit habe ich mit viel Eis und entsprechenden Medikamenten die Schwellung im Griff und dadurch gehen auch die Schmerzen zurück. Gestern war ich kurz auf dem Ergometer. Es drehte bereits wieder rund und schmerzlos. Noch ein paar zusätzliche Tage Schonung und alles passt. Noch 165 Tage…

Twentyniner…

Seit ich im vergangenen Herbst die Gelegenheit hatte ein 29er Bike ausgiebig zu testen, bin ich davon überzeugt und begeistert. Ich werde im 2011 wohl sämtliche Marathon-Rennen mit einem 29er Hardtail von Scott bestreiten. Die 29er haben entscheidende Vorteile und mit „Hype“ hat das für mich nichts zu tun. 29er haben einen besseren Winkel und Grip bei Hindernissen, vor allem rollen und beschleunigen sie wesentlich besser. Ganz besonders bei den Marathon-Rennen wo es immer wieder längere Passagen auf Feldwegen oder Forststrassen zu bewältigen gibt sehe ich die Vorteile ganz klar beim 29er. In verwinkelten Cross-Country Kursen liegen die 26er noch knapp vorne.

Interessante Testdaten hat einer der besten Mountainbiker der Welt, Christoph Sauser, soeben Online gestellt. Bei einem Test für das anstehende Cape-Epic in felsigen, steilen und schweren Gelände erzielte er folgende Resultate:

Strecke: 5km, 220m HD, felsig, sandig, erdig, Kurvig, inkl. Fusspassage auf einem Spezialiced Bike mit Standardausrüstung, 26er 9.1kg 29er 9.8kg

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26er in Uphill
Time: 19.21
Heart Rate Max: 168 Average: 162

29er in Uphill
Time: 19.10
Hear Rate: Max: 171 Average: 164

26er in Downhill
time: 15.02
Hear Rate: Max: 165 Average: 156

29er in Downhill
Time: 14.50
Heart Rate: Max: 167 Average: 157

Ich bin aber immer noch der Meinung dass Personen mit einer Körpergrösse von unter 1.75 bei den 26er besser aufgehoben sind. Diskussionen wird es ebenfalls auch noch ohne Ende geben. Die 29er werden sich durchsetzen, die 26er werden bleiben und und wir Biker haben eine Option mehr oder die Qual der Wahl.

Das Knie…

…genauer mein rechtes, macht sich immer wieder mal bemerkbar. Wenn auch noch einen Schlag darauf erfolgt, geht es ganz besonders schnell. Fazit: Entzündung und Wasser im rechten Knie. Laufen, auch langlaufen, geht gar nicht mehr, radfahren na ja. Früher hätte ich mich darüber aufgeregt, heutzutage weiss ich damit umzugehen. Etwas Geduld, etwas Behandlung und schon wird es weiter gehen mit den Vorbereitungen der Sommersaison 2011. Bis jetzt bin ich den in meinem Umfeld kursierenden „Virenschwärmen“ glücklicherweise entkommen. Ganz im Gegensatz zu meinen Kunden. Etliche musste ich, versehen mit Tipps und Genesungswünschen, wieder nach Hause schicken. Definitiv: Wer erkältet ist und Grippesymptome hat, gehört ins Bett und nicht „ins Training“.