Du bist „Sportblind“…

picCAO… und hast keine Ahnung wurde mir kürzlich vorgeworfen. (ich hatte mich vehement ins Zeug gelegt, dass die grösste Schweizer Stadt endlich taugliche Sportstätten bekommt). Bin ich definitiv nicht! Längst nicht alles was rund um den Sport passiert, getan oder eben nicht getan wird, wird von mir gutgeheissen. Im Gegenteil. Klar ist, dass bei mir die positiven Dinge rund um den Sport überwiegen. Dennoch soll man Sport, das dazu gehörende Umfeld oder die Emissionen durchaus auch kritisch sehen. Man darf, oder muss sogar, sportliche Anlässe, Sportler und Organisationen, auch hinterfragen dürfen.

Ist der Gigantismus bei Grossanlässen wie Olympische Spiele gerechtfertigt? Sind dutzende Millionen Transfergelder für einen einzelnen Spieler in Ordnung? Braucht es Millionen- Saläre bei Sportlern. Braucht es Autos die mit knapp 300 kmh im Kreis herum fahren? Wie sinnvoll ist es im Sommer Eisflächen zu produzieren und im Winter Rasen zu heizen. Ist es zu verantworten dass sich im Sommer hunderte mit Ski auf den schmelzenden Gletschern tummeln oder im Winter Wiesen beschneit werden dass sich knapp hundert Ski- Profis mit über 100 Sachen, durch die gerodeten Sturzräume in die Tiefe stürzen? Braucht es gesperrte Strassen, schrille Werbekolonnen und hunderte Tonnen Müll nur weil 180 Radfahrer möglichst schnell von A nach B fahren? Oder gar ganze Stadtgebiete gesperrt und unpassierbar sind weil tausende Hobbysportler ihre persönlichen Grenzen beim Marathon ausloten? Nein das alles braucht es so besehen eigentlich nicht.

Aber stellen wir uns vor, all das gäbe es nicht. Wäre die Weltlage und die Umwelt „besser“?  Die Menschen gesünder oder wohlhabender? Wären die Hungersnöte und das soziale Gefälle kleiner? Die Politik kompetenter und weniger korrupt? Oder wäre der Wohlstand auf dieser Erde besser verteilt? Ich weiss es nicht. Bei aller (berechtigten) Kritik, ist und bleibt der Sport ein wichtiger Faktor der Gesellschaft auf diesem Planeten. Es ist auch gut dass es Kritiker gibt. Leider vermisse ich die konstruktiven Kritiker, welche um Vorschläge für einen verträglicheren und den globalen Veränderungen angepassten Sport, nicht verlegen sind. Es gäbe noch dutzende von Argumenten für oder gegen den Sport. Genau so wie für alle anderen Dinge die uns bewegen. Apropos bewegen, Ich gehe jetzt Sport treiben statt hier über Dinge zu schreiben die ich eh nicht verstehe 😉

Tour Transalp 2013…

Tour TransalpNachdem wir mit einiger Anstrengung doch noch Unterschlupf im Transalp-Tross gefunden haben, werde ich vom 23.06. – 29.06.2013 meine Mannschaft „Team Polysport“ während der Rennrad- Transalp 2013 managen  und betreuen. Ich freue mich auf diese Aufgabe und wir werden ganz bestimmt ein gutes Team am Start haben. Selbstverständlich werde ich mich auch während dieser Zeit weiter auf mein absolutes Saisonziel Nr. 1 gezielt vorbereiten. Die „Four Peaks“ habe ich dann schon hinter mir. Dazu kommt noch dass ich ab sofort vermehrt mit Team- Kollegen längere Distanzen trainieren kann und darf. (He he willkommen im Club). Allerdings müssen wir vorab noch dass weisse Zeugs wegblasen und die Heizung aufdrehen. Nicht so beim Peter und beim Rudi, die bereiten sich aktuell gerade für zwei LL- Events, Gommer-Lauf und Engadiner, im März vor. Mehr vom Team gibt es demnächst auch unter FB. Vorbereitungen laufen.

MTB-CH…

Dass wir ausserordentlich gute und tolle Bedingungen rund um den Mountainbike-Sport haben ist bekannt. Unser Angebot an Trails, Touren oder Trainingsmöglichkeiten ist so vielseitig und spektakulär dass wir rundum beneidet werden. Dazu kommt ein hervorragendes Netz von öffentlichen Verkehrsmitteln und sehr bescheidene, gemessen am Ausland, Behördliche Einschränkungen und Vorschriften rund um den Bikesport. Was (fast) nie erwähnt wird, sind die zahlreichen Schweizer-Unternehmungen und Hersteller von hochwertigem Material für und um den Rad oder Bikesport. Firmen wie BMC, „Thoemus“, Scott, DT Swiss, Flyer, Intercycle, neu Zaboo usw. usw. sorgen mit ihren  Produkten und innovativen Ideen dafür dass die Schweiz im Bike Sport eine herausragende Stellung einnimmt. (Ich habe jetzt jede Menge an Unternehmern und Firmen vergessen! (GROSSES SORRY). Nicht zu vergessen ist das Flächendeckende und qualifizierte Händlernetz. Erwähnen muss man auch die Veranstalter und Sponsoren von Rennserien wie den Racers Bike Cup oder die ixs-Marathonserie, welche unseren jungen Athleten die Plattform und Möglichkeit bieten, Anschluss an die Schweizer Weltklassefahrer zu finden. Oder die zahlreichen tollen Touristischen Angebote nach dem Motto: MTB-Schweiz? Alles ist möglich nur treten musst Du selber…. Ich jedenfalls, bin mächtig stolz auf unsere „CH-Bike-Unternehmen und Organisationen“. Das darf doch auch mal gesagt werden oder 😉

Twentyniner…

Seit ich im vergangenen Herbst die Gelegenheit hatte ein 29er Bike ausgiebig zu testen, bin ich davon überzeugt und begeistert. Ich werde im 2011 wohl sämtliche Marathon-Rennen mit einem 29er Hardtail von Scott bestreiten. Die 29er haben entscheidende Vorteile und mit „Hype“ hat das für mich nichts zu tun. 29er haben einen besseren Winkel und Grip bei Hindernissen, vor allem rollen und beschleunigen sie wesentlich besser. Ganz besonders bei den Marathon-Rennen wo es immer wieder längere Passagen auf Feldwegen oder Forststrassen zu bewältigen gibt sehe ich die Vorteile ganz klar beim 29er. In verwinkelten Cross-Country Kursen liegen die 26er noch knapp vorne.

Interessante Testdaten hat einer der besten Mountainbiker der Welt, Christoph Sauser, soeben Online gestellt. Bei einem Test für das anstehende Cape-Epic in felsigen, steilen und schweren Gelände erzielte er folgende Resultate:

Strecke: 5km, 220m HD, felsig, sandig, erdig, Kurvig, inkl. Fusspassage auf einem Spezialiced Bike mit Standardausrüstung, 26er 9.1kg 29er 9.8kg

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26er in Uphill
Time: 19.21
Heart Rate Max: 168 Average: 162

29er in Uphill
Time: 19.10
Hear Rate: Max: 171 Average: 164

26er in Downhill
time: 15.02
Hear Rate: Max: 165 Average: 156

29er in Downhill
Time: 14.50
Heart Rate: Max: 167 Average: 157

Ich bin aber immer noch der Meinung dass Personen mit einer Körpergrösse von unter 1.75 bei den 26er besser aufgehoben sind. Diskussionen wird es ebenfalls auch noch ohne Ende geben. Die 29er werden sich durchsetzen, die 26er werden bleiben und und wir Biker haben eine Option mehr oder die Qual der Wahl.