Ich bin verwöhnt!

Ich muss zugeben dass ich ab und zu, was der Sport angeht, fremd gehe. (Was dachten Sie denn;). Nicht weil ich in der näheren Umgebung zu wenig Möglichkeiten habe, nein meistens geht es darum neue (Renn) Strecken, Orte zu rekognoszieren, Kunden zu betreuen oder zu begleiten, oder an Rennen teilzunehmen. Ansonsten gibt es kaum einen Grund meine Region zum Sport treiben zu verlassen. Wenn ich Interlaken als Ausgangsort nehme, stehen mir hunderte von km in Form von Lauf- Bike- oder Rennrad-Strecken zur Verfügung. Steigungen, vom kleinen „Hoger“ bis hin zu Anstiegen von 20 und mehr Kilometern. Ich kann aber genau so gemütlich dem Thuner oder Brienzersee entlang rollen oder im hügligen Thuner Westamt bis Bern rollen. Beim biken stehen mir jede Menge von Bergen und Tälern zur Verfügung. Egal ob Grindelwald, Lauterbrunnen, Kandertal, Haslital oder das Simmental hinauf bis in die Region Gstaad-Saanenland welche zu er-fahren bereits eine Woche nötig wäre. Interlaken ist auch ein regelrechtes Eldorado für Läufer. Km bolzen im flachen, oder Hügelläufe bis hin zum veritablen Berglauf ist alles drin. Nicht umsonst startet hier der Jungfrau Marathon welcher weltweit zu den schönsten Lauf- Erlebnissen gezählt wird. Zum Sport gehört aber auch der ganz normale Alltag. Es gibt in und um Interlaken alles was es braucht. Wenn ich noch Thun dazu nehme ganz bestimmt. Egal ob man Sportartikel benötigt oder ganz normale Dinge des Alltags mit eingeschlossen. Die ganze Region ist sehr gut erschlossen (ÖV) oder auch International gut angebunden. Ich kann morgens, um 06:30 in Berlin in den ICE einsteigen, bis Interlaken sitzen bleiben und am späten Nachmittag in Interlaken die ersten Runden drehen genau so ab Hamburg oder jetzt dann auch ab Paris. (In einer Stunde bin ich zudem in der Region Wallis). Unterkünfte gibt es in Hülle und Fülle. Vom Backpackers bis zu 5-Sterne-Hotels die zu den besten in Europa zählen. Es findet sich für jedes Budget garantiert eine passende Lösung. Sport ist nicht alles denn ab und an darf es auch mal was anderes sein. Was bleibt ist das unglaubliche Angebot. Sei es das Greenfield Festival, das Country und Truckerfestival’s (Interlaken oder Gstaad), Klassische Konzerte im Casino-Kursaal, Tell-Spiele, Thunersee Musical, Menuhin-Festival in Gstaad usw… Oder wer es mehr Abenteuerlich mag ist hier bestens aufgehoben. Von den Kulinarischen Höhepunkten wollen wir erst gar nicht anfangen. Von den unglaublichen Möglichkeiten im Bereich Wintersport mag ich jetzt, im Mai, gar nicht reden. Eins vorneweg die stehen dem Sommer in gar nichts nach! Wenn man, so wie ich, das Privileg hat hier zu leben, ist es spannend andere Regionen zu besuchen, zu erleben, zu geniessen und anschliessend gerne wieder nach Hause zu fahren um dort fortzufahren mit erleben, geniessen usw.

„Hopp Schwiiz“ beim Cape Epic…

Gesamtwertung Cape Epic 2011, nach 5 Etappen, Herren:
1. Christoph Sauser (SUI) & Burry Stander (RSA) 21:3:45 +00.00.00
2. Hannes Genze (GER) & Jochen Käß (GER) 21:11:54 +00.08.09
3. Karl Platt (GER) & Stefan Sahm (GER) 21:19:4 +00.15.19
4. Nicolas Vermeulen (BEL) & Kevin van Hoovels (BEL) 21:39:22 +00.35.37
5. Andreas Kugler (SUI) & Markus Kaufmann (GER) 21:54:36 +00.50.51
6. Lukas & Mathias Flückiger (SUI) 21:57:21 +00.53.36
7. Bart Brentjens (NED) & Jeroen Boelen (NED) 22:0:23 +00.56.38
8. Alex Moos (SUI) & Balz Weber (SUI) 22:19:18 +01.15.33
9. Mannie Heymans (NAM) & Adrien Niyonshuti (RSA) 22:21:4 +01.17.19
12. Urs Huber (SUI) & Konny Looser (SUI) 22:42:19 +01.38.34

Das populäre MTB-Etappenrennen in Südafrika ist fest in Schweizer Hand. Das Cape Epic geht insgesamt acht Tage und hat eine Gesamtdistanz von 707 Kilometer.

MTB-CH…

Dass wir ausserordentlich gute und tolle Bedingungen rund um den Mountainbike-Sport haben ist bekannt. Unser Angebot an Trails, Touren oder Trainingsmöglichkeiten ist so vielseitig und spektakulär dass wir rundum beneidet werden. Dazu kommt ein hervorragendes Netz von öffentlichen Verkehrsmitteln und sehr bescheidene, gemessen am Ausland, Behördliche Einschränkungen und Vorschriften rund um den Bikesport. Was (fast) nie erwähnt wird, sind die zahlreichen Schweizer-Unternehmungen und Hersteller von hochwertigem Material für und um den Rad oder Bikesport. Firmen wie BMC, „Thoemus“, Scott, DT Swiss, Flyer, Intercycle, neu Zaboo usw. usw. sorgen mit ihren  Produkten und innovativen Ideen dafür dass die Schweiz im Bike Sport eine herausragende Stellung einnimmt. (Ich habe jetzt jede Menge an Unternehmern und Firmen vergessen! (GROSSES SORRY). Nicht zu vergessen ist das Flächendeckende und qualifizierte Händlernetz. Erwähnen muss man auch die Veranstalter und Sponsoren von Rennserien wie den Racers Bike Cup oder die ixs-Marathonserie, welche unseren jungen Athleten die Plattform und Möglichkeit bieten, Anschluss an die Schweizer Weltklassefahrer zu finden. Oder die zahlreichen tollen Touristischen Angebote nach dem Motto: MTB-Schweiz? Alles ist möglich nur treten musst Du selber…. Ich jedenfalls, bin mächtig stolz auf unsere „CH-Bike-Unternehmen und Organisationen“. Das darf doch auch mal gesagt werden oder 😉

Mountainbike Paradies Schweiz…

Die Schweiz ist nicht nur im Rennsport beim Mountainbiken die Nummer eins, nein sie ist es überhaupt. Kaum in einem anderen Land kann man auf so engem Raum eine Vielzahl von Routen, Trails und Wegen in sämtlichen Schwierigkeitsgraden finden. Wir kennen kaum Einschränkungen, das im Gegensatz zu unseren Nachbarländern, was die Nutzung von Wegen oder Forststrassen anbetrifft. Dank dem bestens ausgebauten, und mehrheitlich Rad-freundlichen ÖV-Netz, Inkl. Bergbahnen, können wir unsere Touren beliebig ausdehnen und erweitern. Kleines Beispiel? Kürzlich fuhr ich an einem Nachmittag via Grindelwald auf die Kleine Scheidegg und von runter nach Lauterbrunnen. Speziell die Strecke nach Lauterbrunnen ist ein richtiger „Easy-Flow-Trail“ von 2050m runter auf 700. Unten angekommen gab es nur den Gedanken: Schade ist es schon vorbei. Nein ist es eben nicht. Rein in die Bahnstation, CHF 16.- (HalbtaxAbo) hingelegt, 10 Minuten auf die Bahn gewartet, 45 Minuten hochgefahren. Auf der Fahrt kam Hunger auf, also rein ins Restaurant und erst mal was gegessen und nochmals die tolle Aussicht genossen. (Kleiner Tipp: bestellt Euch einen Topf Spaghetti mit vier Saucen und einen Apfelkuchen). Mit mindestens plus 1kg, im Abendrot zum zweiten mal runter gebrettert und gemütlich, auf Nebenwegen, nach Hause gefahren. Es war ein Paradiesischer Tag!