Oft sind es Kleinigkeiten die entscheiden ob man sich wohl fühlt auf einem Rad. Ich bin zwar nicht gerade als Material- Fetischist bekannt, denn Funktionalität geht bei mir immer vor Design, Produkt, Farbe, Name usw. Auch muss ich nicht immer das neuste Gadget sofort und unverzüglich haben. Genau so beim Gewicht. Sicher fahre ich keine „Bleienten“ aber ob 8,6- oder 9,2 kg ist mir eigentlich, sorry, scheissegal. Ich kann mir oftmals ein spöttisches grinsen nicht verkneifen wenn Biker beim Material, oft auf Kosten der Stabilität, um einzelne Gramm feilschen oder darüber prahlen wo sie gerade wieder 40g gespart hätten. Oftmals wären beim Fahrer nicht einzelne Gramm’s zu optimieren sondern gleich etliche Kg’s… (Und wenn sie dann endlich losfahren, haben sie meistens vergessen den „Tonnen schweren“ Rucksack mit zu berechnen). Vielleicht ist das auch eine Art Mentaltraining….
Etwas ist mir heilig: die Geometrie, respektive die Einstellungen von Abständen und Positionen. Bei Fully’s gestaltet sich dieses abstimmen oftmals etwas aufwendiger. Seit gestern fühle ich mich auf meinem 29er Scott Spark wieder pudelwohl. 8 mm zu hoch und einmal 12 mm zu weit waren das Problem. Danke Rolf!

Irgendwie ist es noch nicht in der Schweiz angekommen, dass es durchaus Personen gibt die auch nach dem 45. Lebensjahr Radsport gerne Wettkampfmässig betreiben. Bei praktisch alle Rennen, oder Renn- Serien, z.B. die IXS- MTB-Marathon Serie
…habe ich hinter mir. Zwar verbrachten wir selbst im
Über das Wetter, die garstigen äusseren Bedingungen und den ausbleibenden Frühling wurde, oder wird, bis zum abwinken berichtet, gejammert, geflucht und kommentiert. Ich hatte die Absicht über die Osterfeiertage möglichst lange Rennradeinheiten zu absolvieren. Auf Grund der äusseren Bedingungen wurde es dann meistens MTB- Einheiten statt den geplanten RR-Runden. Im Gelände und vor allem im bewaldeten Gebiet war es einfach weniger kalt und vor allem weniger windig. Da ich unbedingt meinen Trainings-Plan, mit tiefen Intensitäten und langen Einheiten, einhalten wollte und bei uns die Wälder oft steil sind, gab es öfters spezielle Situationen. Mit einem Puls von unter 130 eine 16% Steigung auf einem Waldweg zu fahren ist auch ein gutes Techniktraining. Motto: Volle Konzentration bei Ø 6kmh bergauf, oder Abflug in den Dreck. Die zurückgelegten Distanzen waren unterirdisch aber Trainingszeiten und Intensitäten konnte ich problemlos einhalten. Auch in dieser Woche werde ich das wohl, Witterungsbedingt, beibehalten. Vermutlich wäre Training irgendwo im Süden sinnvoller, aber ich habe schlichtweg keine Lust zu verreisen.
Heute hat mich, nicht zum ersten mal, ein „Kollege“ wieder mal angepflaumt ob ich eigentlich auch noch etwas tue ausser Sport treiben. Meistens kein Problem aber heute ist mir (fast) der Kragen geplatzt. Ja Oskar, ich weiss dass Du hier mitliest und soviel vorne weg: Du kannst davon ausgehen dass ich mich sogar viel mehr mit anderen Dingen beschäftige als mit selber Sport treiben. Aber im Gegensatz zu Dir beginnen meine Tage oftmals morgens um 05:00 Uhr und enden öfters nach 21:00 Uhr. Für Dich als wohlbehütetem Beamten bestimmt unvorstellbar! Also „Oski“: ca. 2 1/2 Tage pro Woche bin ich für meinen „Hauptsponsor“, das ist der dessen Preise Du überrissen findest, Schweiz weit unterwegs, öfters auch im angrenzenden Ausland. Dazu betreue ich an drei Tagen pro Woche AthletInnen. (Auch an Randzeiten oft sogar nach 20:00 Uhr oder an Wochenenden). Dazu erledige ich die gesamte Administration meines (kleinen) Unternehmens, schreibe Rechnungen (meine Lieblingsbeschäftigung) bezahle Steuern und Abgaben, pro Tag fast einen Hunderter, damit Du lieber Oskar, pünktlich und sicher Dein Gehalt bekommst, berechne für mehrere AthletInnen Trainingspläne, werte Trainings und Testdaten aus, bestreite mehrere Gruppen und Einzellektionen im Bereich Krafttraining (in mehreren Fitnesscenter), begleite Athleten bei langen Ausdauertrainings, Manage und berate das Team Polysport und beschäftige mich mit Produkte- Entwicklung im Bike-Bereich. Ach ja nebst all dem gibt es auch noch ganz normale Dinge zu erledigen wie einkaufen, Arbeiten an, im und ums Haus usw. meistens schaffe ich das problemlos sogar ohne Stress. Das weil ich mich gut organisiere und gewisse Freizeitaktivitäten wie Fernsehen, Shoppen, Abzuhängen etc. aufs Minimum beschränke. Zudem unterstützt mich, trotz 100% Job, meine Frau wo immer sie kann. Sport treibe ich öfters an Randzeiten oder statt Mittagspause oder Tagsüber und dafür werden administrative Dinge am Abend erledigt oder lange Trainingseinheiten beginnen halt auch mal in den sehr frühen Morgenstunden. „Habe keine Zeit“ kenne ich nicht, Du schon! Meine Meinung: Wer seine eigene Zeit nicht managen kann, kann gar nichts managen! Punkt und aus! (Stress habe ich übrigens, lieber Oskar, auch keinen, ausser positivem)!