Auf den „Felgen“…

So kann ich mein aktuelles Feeling am besten beschreiben. Ich bin, nach den letzten harten Arbeits- und Trainingstagen schlichtweg müde und etwas ausgelaugt. Kein Problem heute konnte ich die Füsse hochnehmen und mir die nötige Ruhe gönnen. Immerhin habe ich mit meinem Mechaniker mal mein „Fuhrpark“ auf Vordermann gebracht. Schaltung hier nachjustieren, Bremsen da nachstellen etc. Beim Einstellen der Bremsen kommt es zwischen uns regelmässig zu einem Disbut. Ich will meine Bremsen sehr „kurz“ und hart eingestellt, mein Mechaniker will mir jedoch immer wieder eine sanftere Einstellung schmackhaft machen. Na ja wir finden uns immer. (Und sonst weiss ich wo nachstellen ;-). Den Vormittag verbrachte ich im Geschäft und habe zwei Athleten und eine Athletin getestet. (Laktatstufen-Test- Ergospirometrie-Messung und VO2max-Messung). Alle drei Athleten haben gute bis hervor-ragende Werte.  Das lässt darauf schliessen dass in den vergangenen Wochen hart gearbeitet wurde. Trotzdem gibt es bei allen, bis zur WM, noch viel zu tun. Zuerst bei mir, in Form von Trainingsplänen bearbeiten, anpassen und ergänzen.  (Arbeit = Geld und wenn Erfolg = Prämie = viel Geld. Wenn kein Erfolg ja dann….  (Trainer-Alltag halt 😉

Wechsel…

Oder Bike statt Rennrad. Bevor der Sommer beginnt, Ab Donnerstag wird’s bei uns richtig heiss, war nochmals Regen und Kälte angesagt. Ich wechselte vom Rennrad aufs MTB und absolvierte meine Einheit weitgehend in den Wäldern rund um Interlaken. Schlammig aber etwas weniger nass. Nach drei Stunden war ich schlichtweg „kaputt“ und fror wie der berühmte Schloss-Hund. Eklig.  Genau gleich erging es heute den TeilnehmerInnen der Trans-Germany. Von Garmisch nach Leermoos bei diesem Wetter war bestimmt kein Vergnügen. Die „Thunersee-Fraktion“ schlug zu und erreichte die Etappen-Plätze 1 und 7. (Sauser/Sigriswil und Sahm/Krattigen). Es geht nichts über ein ideales Trainingsrevier 😉

Girofieber…

Was in den vergangenen Tagen und Wochen beim Giro d’Italia an geboten wurde war echt grossartig. Ich kann mich nicht erinnern jemals eine so anspruchsvolle Rundfahrt mitverfolgt zu haben. Auch nicht bei der Tour de France! Auf der heutigen „Königsetappe“ wurden nicht weniger als 6000hm „vernichtet“. Unglaublich. Ausgerechnet heute gibt es einen Schweizer Sieg obendrauf. Johann Tschopp war nach knapp 5 1/2 Stunden Fahrt als erster im Ziel. Ich freue mich für diesen jungen CH-Profi.  Unterwegs hat er meinem langjährigen Kumpel aus dem Trentino „Gibo“ noch die Bergwertung auf dem höchsten Punkt des Giro, Gaviapass mit über 2600m, weggeschnappt. „Gibo“ beendet nach dem Giro seine Strassenkarriere und wird nur noch MTB- Rennen bestreiten. Er steht am 11.07.2010 in Niederdorf auch am Start. Ich werde mir also einiges anhören müssen bevor er mich in den Tiefen des Klassements „versenkt“ 🙂

Welch ein Tag…

Vor kurzem habe ich so einen „leeren“ Tag eingezogen. Heute genau das Gegenteil. Trotz misslichen Bedingungen, Regen, Gewitter mit etwas Sonne zwischendurch,  habe ich heute die 100km Marke auf dem Bike geknackt. An sich nichts ausserordentliches, nein es war eher die Art und Weise wie das heutige Training im Gurnigel-Gebiet verlaufen ist. Das ich nur ganz knapp den 20er/Schnitt verpasst habe, trotz einer stattlichen Anzahl Höhenmeter abseits der Asphaltierten Strasse, auf den Schotterwegen von Militär und Forstverwaltung, freut mich umso mehr. Genervt hat mich heute meine bisherige Unterkunft in Villabassa (Niederdorf). Nein tut uns leid, keine Einzelzimmer an diesem Weekend….

Planung…

Momentan überlege ich ob ich nicht einen Kurztrip ins Pustertal, Südtirol, machen soll. Zwei drei gute Trainings auf der Originalstrecke würden meinem Selbstvertrauen sicher nicht schaden. Andererseits ist es auch sehr viel Aufwand insgesamt 12 Stunden durch die Pampa zu brettern um die Originalstrecke unter die Lupe zu nehmen. Allerdings wenn ich Teile der Hin und Rückfahrt auf dem Rennrad zurücklegen würde wäre es schon wieder genial. Dazu brauche ich aber wiederum einen Betreuer usw… Meine Probleme möchten manche wohl haben 😉