Der Blick nach draussen sagt uns der Herbst ist da. Mit dieser Jahreszeit kommt für viele das Ende der Wettkampf-Saison und meistens der Übergang zu einer kürzeren oder auch längeren Trainingspause. Anschliessend Planung der nächsten Saison und Wiedereinstieg in den Trainingsalltag, passend (hoffentlich) zur Saisonplanung und der angestrebten Ziele und Höhepunkte 2013. Meistens erfolgt das alles ganz klassisch und nach althergebrachten Plänen, Erfahrungen und Mustern. (Man weiss ja schliesslich Bescheid;) Mir fällt auf dass gerade im Radsport lange, (oder sollte ich sagen zu lange?) in alten Schemen und Mustern gedacht, gearbeitet und trainiert wurde/wird. In den letzten Jahren hat sich vieles verändert. Wenn man, was die Trainingsmethodik anbetrifft, genau hinsieht bleibt da in verschiedenen Bereichen kaum „ein Stein auf dem andern“. Egal in welcher der Radsport- Ausdauerdisziplinen. Ich bin gespannt was die doch zahlreichen Trainingsportale oder Anbieter von Trainingsplänen für Hobbyfahrer- Innen mit diesen Erkenntnissen anfangen werden. Persönlich werde ich, was meine Trainingsplanung anbetrifft, den bereits vor Jahresfrist eingeschlagenen Weg mit neuen fortschrittlichen Trainingsformen fortsetzen. Selbstverständlich werde ich, vorausgesetzt die Gesundheit spielt mit, auch im kommenden Jahr Events und Rennen bestreiten. Weil ich nach wie vor Lust dazu habe und auch nicht (zu) bequem werden möchte. Dazu kommt das Privileg über ein passendes Umfeld, inkl. Material, zu verfügen, respektive geschaffen zu haben. Ich mag auch, im Gegensatz zu den meisten meiner Alterskollegen, den Druck am Tag x und Stunde 0, am Start zu stehen. Selbstverständlich habe ich vollstes Verständnis dafür dass sie, die Senioren, keine Zeit haben und sich nichts mehr beweisen müssen. (Zwar die dümmsten aller Ausreden aber auch die am meisten verbreitete oder beliebteste)…
Kategorie: Events
Nationalpark-Bikemarathon 2012…
Die Wetterprognosen bei der Anreise ins Unterengadin waren nicht gerade vielversprechend. Es wird doch nicht wieder… Nein! Dieses Jahr gab es keinen Regen und keinen Schnee sondern „frische“ aber zum biken angenehme Temperaturen etwas feuchte und glitschige Streckenteile das es in der Nacht vorher teilweise kräftig geschüttet hatte. Nach dem bösen Sturz vor zwei Wochen hatte ich noch immer mit den Verletzungen im Schulter und Hüftbereich zu kämpfen. Besonders in den Anstiegen merkte ich schon dass ich nicht richtig am Lenker „ziehen“ konnte und bei den Abfahrten meldeten sich die Haarrisse im Schlüsselbein ganz deutlich. Trotzdem gelang mir ein ansprechendes Resultat und ein gutes Rennen. Obwohl ich es schaffte ausgerechnet bei den beiden längeren Flachstücken allein auf weiter Flur vor mich „hinzufahren“ verlor ich auch dort nicht allzu viel Zeit. Der Aufstieg nach Guarda war in diesem Jahr regelrecht ein Genuss und locker zu fahren. Die anwesenden (Männlichen) Zuschauer nutzten die Chance den Teilnehmerinnen, mit dem Vorwand zu schieben, kräftig an den Hintern zu fassen. Statt „Watschen“ gab es dafür sogar ein gekeuchtes Dankeschön. Liebe Zuschauerinnen ich hätte mich auch bedankt 😉 Spass beiseite. In den Dörfern herrschte wieder ein tolles und stimmungsvolles Ambiente. Auf der Traverse von Ftan bis zur Abfahrt, ein mühsames auf und ab, schaute kurz der Mann mit dem grossen Hammer bei mir vorbei. So dass ich in der Abfahrt hinunter nach Scuol nochmals alles riskieren musste um die angepeilten 2:30 zu schaffen. Tempi über 60kmh auf feuchten Feldwegen und Schotterstrassen sind immer ein gewisses Risiko. Ich hoffte einfach, dass wenn ich abfliege dann mindestens auf der rechten unversehrten Seite lande. Ich hatte Glück und schaffte beides. Kein Sturz und die 2:30. Einen herzlichen Dank an die Organisation und die zahllosen Helfer. Ihr habt einen tollen Job gemacht. Vielen Dank!
NP-Bike-Marathon Woche 1
Die erste meiner Vorbereitungswochen für den Nationalpark-Bike-Marathon verlief plangemäss. Ausser einem „schlechten Tag“ am vergangenen Dienstag verlief das ganz zufriedenstellend. Tatsache ist aber dass ich mein rechtes Knie ab und zu immer noch zu spüren bekomme. Nach harten Einheiten, GA ist zur Zeit wenig angesagt, verspüre ich bei gewissen Bewegungen immer wieder leichte Schmerzen. Die Umstellungen im Bereich Regeneration und Ernährung machen sich positiv bemerkbar. Fazit: Keine überragende Woche, aber ok.
> 35 km Bike und 244 km Rennrad
> 0 km Laufen
> 18 km Nordic Walking (980hm)
> 2x Krafttraining inkl. Stabi (ohne Beinmuskulatur)
> 1x Gymnastik und Bewegung
> 0x Oestopath
> 0x Massage
> 12x Magnetfeld-Therapie
Ernährung
| Protein | 17 % | 609 g |
| Kohlenhydrate | 49 % | 1.759 g |
| Fett | 33 % | 523 g |
| Alkohol | 0 % | 6 g |
Vorsichtig…
..optimistisch. Meine Knie erholen sich besser als gedacht. Auf dem Bike geht es, bei moderatem Tempo, bereits ganz gut und beim normalen gehen verspüre ich nur noch Schmerzen wenn es abwärts geht. Diese Tage war ich 2x Nordic-Walken. Es war, von den Schmerzen her, erträglich und mit jedem Km wurde es eher besser. Die Schmerzen kehrten nach dem trainieren auch nicht zurück. Die aktuelle Wärme, manche nennen es Hitze, tut richtig gut. Zumal mir Hitze eh nicht ausmacht könnte es also ruhig noch etliche Tage heiss bleiben. Trotzdem werde ich das reduzierte und angepasste Therapie-Training vorläufig unverändert fortsetzen. Besonders gefreut hat mich heute dass die von mir betreuten Teilnehmer, ohne Ausnahme, Top-Leistungen gebracht haben und vor allem diese, auch abrufen konnten. Herzliche Gratulation an Kusi, Fredy, Max, Anita und Florence!!!
Enttäuscht…
Das Testrennen in Estavayer ging voll daneben. Erst vermurkste ich den Start, direkt vor mir gab es einen Sturz, und dann hiesse es bei der Einfahrt in den ersten langen Single-Trail erst mal anstehen. Auf den ersten 10 km fand ich keinen Rhythmus und kurz nach der Hälft begannen, zuerst rechts, meine Patella-Sehnen erneut zu schmerzen. Die beiden Laufpassagen beim Elsa-Bike wurden zum „Krampf “ und eigentlich ging gar nichts mehr. Zum Schluss fand ich wenigsten so etwas wie einen Rhythmus aber da war die „Post“ längst abgefahren. Fazit: Noch schlechter als im 2011, höllische Knieschmerzen beim gehen, aufstehen oder absitzen und komplett entzündete Patella-Sehnen. Vorläufig heisst das Therapieren und Pause. Wie es diese Saison weitergeht lasse ich momentan offen. 😦
