Oben hui, unten Pfui…

Oberhalb Sigriswil

Die Wettermässige Zweiklassen-Gesellschaft hat wieder Einzug gehalten. Die meisten von uns „sitzen“ unter einer Hochnebeldecke, so bis ca. 1300m, währenddessen oberhalb dieser Nebelgrenze die andere Gruppe perfektes und sonniges Herbstwetter geniesst. In den letzten Tagen kam ich in den „Genuss“ von beidem. Das lange Marathon-Training, über 80km im Gelände, war aufgeteilt zwischen Nebel und Sonne, die Rennradeinheiten wurden meistens unterhalb absolviert, dafür hatte ich bei sämtlichen MTB- oder NW-Touren perfektes und praktisch Wolkenloses Herbstwetter mit genialer Fernsicht. Normalerweise trete ich um diese Jahreszeit deutlich kürzer, oder mache gar Pause. Aber eben da wartet ja noch die Gurtenclassic

Mountainbike Paradies Schweiz…

Die Schweiz ist nicht nur im Rennsport beim Mountainbiken die Nummer eins, nein sie ist es überhaupt. Kaum in einem anderen Land kann man auf so engem Raum eine Vielzahl von Routen, Trails und Wegen in sämtlichen Schwierigkeitsgraden finden. Wir kennen kaum Einschränkungen, das im Gegensatz zu unseren Nachbarländern, was die Nutzung von Wegen oder Forststrassen anbetrifft. Dank dem bestens ausgebauten, und mehrheitlich Rad-freundlichen ÖV-Netz, Inkl. Bergbahnen, können wir unsere Touren beliebig ausdehnen und erweitern. Kleines Beispiel? Kürzlich fuhr ich an einem Nachmittag via Grindelwald auf die Kleine Scheidegg und von runter nach Lauterbrunnen. Speziell die Strecke nach Lauterbrunnen ist ein richtiger „Easy-Flow-Trail“ von 2050m runter auf 700. Unten angekommen gab es nur den Gedanken: Schade ist es schon vorbei. Nein ist es eben nicht. Rein in die Bahnstation, CHF 16.- (HalbtaxAbo) hingelegt, 10 Minuten auf die Bahn gewartet, 45 Minuten hochgefahren. Auf der Fahrt kam Hunger auf, also rein ins Restaurant und erst mal was gegessen und nochmals die tolle Aussicht genossen. (Kleiner Tipp: bestellt Euch einen Topf Spaghetti mit vier Saucen und einen Apfelkuchen). Mit mindestens plus 1kg, im Abendrot zum zweiten mal runter gebrettert und gemütlich, auf Nebenwegen, nach Hause gefahren. Es war ein Paradiesischer Tag!

Ein Männlein läuft im Walde…

Mein Trailrunning im Hondrichwald war gelinde gesagt ein Desaster! Das sollte mich eigentlich nicht wundern nach den zahlreichen Wochen auf dem Rad und ohne jegliches Lauftraining. Fazit: Die (Lauf) Dosis wird erhöht!

Es stinkt!

Und das nicht nur nach verdorbenem Fleisch. Für die aktuellen (Spanischen) Dopingfälle, Contador, Mosquera, Garcia und Fullana, gibt es eigentlich genug an Meinungen, Berichte, Kommentare, Stellungnahmen usw. Was ich aber gestern und heute den Medien entnehme bringt meine „Radsport-Seele“ definitiv zum „kochen“. Unser (Radsportler) oberstes Gremium, die UCI ( Union Cycliste Internationale) unter der Leitung von Herrn Pat McQuiad, steckt mit der Doping-Mafia unter einer Decke! Anders kann man die Ereignisse rund um die Doping-Affäre von Alberto Contador (AC) nicht beschreiben.

Fact ist: im Blut von AC wurde Clenbuterol gefunden! Geringe Menge zwar, es gibt für Clenbuterol keine Grenzwerte, also ist der Befund der A und der B- Probe positiv. Zusätzlich wurde auch noch Spuren von Diethylhexylphthalat, das ist kein Isländischer Vulkan,  gefunden. Diethylhexylphthalat sind Rückstände (Weichmacher) die von Kunststoffbeuteln stammen, welche zur Lagerung von Blut verwendet werden. Fazit: Die Mediziner um AC haben gepfuscht und bei der verbotenen Zufuhr von Eigenblut einen Blutbeutel von AC erwischt, als er in der Vorbereitungsphase Clenbuterol verwendet hat. AC hat beschissen und gehört für 2 Jahre gesperrt. Fertig! Statt dessen werden jetzt vermutlich ellenlange Gerichtsverfahren, Prozesse und Expertisen folgen.

Der Hammer und ein Schlag ins Gesicht jedes sauberen Rennfahrers, JA DIE GIBT ES!, kommt jedoch von der UCI welche, unter der Leitung von Pat McQuiad, alles dafür tat den Fall AC unter den Tisch zu kehren und zu vertuschen. Die UCI, die sich zu dem Fall nicht mehr äußern will, ist offenbar gewillt, AC keine Steine in den Weg zu legen. „Es wird keinen Fall Contador geben. In einigen Tagen legen wir die Angelegenheit zu den Akten“, so UCI-Präsident Pat McQuaid. Wenn dem so ist gehört dieser Präsident weg! (Von mir aus sogar weggesperrt). Am besten wird er Berater des spanischen Radsportverbandes. In dieser Funktion könnte er den Spanischen Radsportverband beim „bescheissen, wegschauen und mischeln“ weiter unterstützen. In Spanien darf man das anscheinend. Nicht ganz zufällig hatten praktisch alles Ex-US-Radprofis ihren Europawohnsitz in und um Girona (E), Landis, Hamilton, Armstrong usw.. Man kann sich in Spanien ungestörter als im übrigen Zentral-Europa vorbereiten. Und das bestimmt nicht wegen den klimatischen Bedingungen…

Dies und das…

Noch fünf Wochen bis zum Saisonabschluss 2010, der „Gurtenclassic“. Momentan „bewege“ ich mich oft im Grundlagenbereich. Vielfach als „Berglauf- Nordicwalker“ von Zuhause aus in unseren umliegenden „Hügeln“. Ab kommenden Montag beginne ich dann die direkten Vorbereitungen für das o.e. Abschlussrennen. Wie üblich mit einem 4-Wochen Trainings-Zyklus und einer abschliessenden Tapering-Woche vor dem Rennen. Weiterlesen „Dies und das…“