Die letzten Tage liegen hinter mir. Die meiste Zeit verbrachte ich unter einer Decke, oft liegend, begleitet von Schmerzen, Müdigkeit und der einen oder anderen düsteren Gedankenwolke. Zwischendurch gab es sogar Momente, in denen ich dachte: «Ich mag nicht mehr.»
Zum Glück hat man in solchen Situationen viel Zeit zum Nachdenken. Manchmal sogar etwas zu viel. Denn wenn der Körper zur Ruhe gezwungen wird, beginnt der Kopf oft Überstunden zu machen. Doch am Ende haben die negativen Gedanken nicht gewonnen. Im Gegenteil. Irgendwann wurde mir klar, dass ich noch das eine oder andere Ziel habe. Dinge, die ich erleben, erreichen und geniessen möchte. Und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt. Also weg mit dem Selbstmitleid und weg mit den dunklen Gedanken. Sie helfen weder bei der Genesung noch auf dem Weg zurück.
Unausweichlich nähere ich mich nun dem Termin, an dem es meinem Tumor an den Kragen geht. Bis dahin arbeite ich so hart wie es die Situation zulässt an meiner körperlichen Verfassung. Einerseits, um den Eingriff möglichst gut zu überstehen, andererseits, um danach wieder den Weg zurück zu sportlichen Leistungen zu finden.
Im Hinterkopf beginnt sich zudem ein etwas «verrückter» Plan für den kommenden Herbst zu formen. Noch ist es viel zu früh, darüber detailliert zu sprechen. Träume und Ziele dürfen reifen wie ein guter Wein.
Vorerst gilt der Fokus aber einer einzigen Aufgabe: Gesund werden.
Alles andere kommt danach.






Ich hoffe alle sind wohlbehalten und gesund im 2016 angekommen. Bereits ist das neue Jahr wieder „Alltag“. Die Rückkehr nach all den Feier- Ferien und Festtagen wird für die einen mit etwas Wehmut verbunden sein, andere werden sagen zum Glück ist es vorbei. Viele, ich wünschte eigentlich alle, dürften sich auf neue Herausforderungen, Erfahrungen und interessante Begegnungen freuen. Egal wie auch immer. Ich meinerseits wünsche allen ein erfolgreiches, glückliches, tolerantes und vor allem gesundes 2016. Und all denen wo es gerade nicht so gut geht, Kopf hoch das wird wieder und kämpft einfach weiter. Stillstand lohnt sich nie.