Dies und das…

2013-09-28 16.32.29Der Herbst ist da, auch wenn er momentan noch „goldig“ ist, es ist Herbst. Für viele ist es Zeit das eine oder andere Fazit zu ziehen oder schon mit der Planung für 2014 zu beginnen. Ich habe weder für das eine noch das andere Lust. Mit einem Auge schiele ich nach Italien, wo es im Oktober noch das eine oder andere Rennen gibt und für die Saisonplanung 2014 lasse ich mir noch reichlich Zeit. Zumal es  im 2014 nur zwei Race- Termine gibt die mir wirklich wichtig sind. Also lassen wir es erst mal November werden, wo ich mit meiner Frau Urlaub in wärmeren Gefilden plane. (Ohne jegliche Sportausrüstung).

Ich versuche immer wieder meine Ausrüstung zu optimieren. An meinem „Rollmaterial“ von Scott gibt es kaum was zu bemängeln. Bereits währen der Saison habe ich mein Schuhwerk auf Northwave umgestellt und jetzt war logischerweise die Bekleidung dran. Anfang September stellte ich auf Produkte der Firma Assos (Made in Switzerland) um. Wer einmal eine Assos– Hose getragen hat weiss wovon ich spreche. Das einzige Problem ist, das richtige Modell zu finden. Rolf Egli hat mich da mehr als kompetent beraten und ich sitze wie im Fauteuil auf meinen Zweirädern. Überzeugt hast mich, nebst den innovativen Geweben, auch der durchdachte und perfekte Schnitt von „Zubehör“ wie Arm, Knie und Beinlinge. Fazit: Besser geht’s nicht. (Teurer wohl auch nicht). Kleine Bemerkung am Rande. Die Wintersocken sind so warm und perfekt dass meine Frau, ihr kennt das Thema „Kalte Füsse bei Frauen“ gleich welche gekauft hat. Nein nicht zum Radfahren, sondern für einen entspannten und gemütlichen Feierabend mit warmen Füssen zu verbringen…

Training, nicht zu knapp, steht auch um diese Jahreszeit stets auf dem Tagesplan. Bei Strava kann man sich über meine Aktivitäten informieren.

 

 

Die grünen Einträge…

sportzentrum…in meinen ganz privaten, und nirgendwo einsehbaren Trainingstagebuch, sind zurück. Die grünen Felder stehen für Krafttraining und Kraft- Intervalle. Nach meiner Augen- OP musste ich, was Gewichte stemmen angeht, für mindestens zwei Wochen aussetzen. Gestern habe ich es versucht und es gab, wie erwartet, keine Probleme. Allerdings stellte ich fest das ich beim Krafttraining tatsächlich etwas im Auge spüre. Es ist eine Art Druck der z.B. beim Bankdrücken zu spüren ist. Aber definitiv höchstens etwas unangenehm aber nicht einmal störend.  Vermutlich lässt auch noch das nach oder ich gewöhne mich daran. A pro Pos gewöhnen. Ich versuche immer wieder meine Leistungen zu analysieren und zu reflektieren. Ich stelle seit geraumer Zeit fest dass ich eigentlich in den Steigungen oder Abfahrten kaum 2013-09-18 14.59.25Zeit verliere. Mein Problem sind die „Roller-Strecken“. So auch am NPBM im Engadin. Aktuell arbeite ich mit regelrechten „MTB-Roller-Einheiten“ an dieser Schwäche. Ist zwar etwas öde, anstrengend aber siehe da es wirkt. Die Wattzahlen  bestätigen das Gefühl. Diese Trainings absolviere ich aktuell bevorzugt im Raum Brienz – Haslital – Meiringen. Ein dichtes Netz an Wegen und Strässchen, kaum Verkehr und erst noch attraktiv für’s Auge. Zwischendurch geht es aber auch ab auf die Hometrails was nichts anderes heisst als Bergauf – Bergab.

grünes Licht…

Heute Vormittag hatte ich Termin bei meinem Augenarzt Dr. Bodenmüller. Was sich in den vergangenen Tagen angekündigt hat wurde bestätigt. Alles bestens verlaufen und der Heilungsprozess verlief, respektive verläuft optimal. Was will man mehr. Doch, ich möchte mich bei dem „Team Bodenmüller“ ganz herzlich bedanken! Gestern, und auch am Vortag konnte ich hervorragend trainieren, und wenn auch etwas in „Unterform“ , war ich mit den Leistungen zufrieden.

Jungfrau-Marathon: Die SiegerAm Samstag besuchte, respektive verfolgte ich den Jungfrau-Marathon live vor Ort. Es ist beeindruckend was da abgeht. Sowohl von den Teilnehmern aber auch seitens Organisation und Publikum. Hei ich wusste gar nicht dass „Berner Oberländer“ so, gelinde gesagt, die „Sau raus lassen“ können. Ein grandioses Erlebnis. Während die Spitze mit Viktor Röthlin vorneweg gleich mal den Tarif angab, die ersten 15, keinesfalls flachen KM wurden in 48 Minuten absolviert, spielten sich hinten im Feld bereits nach wenigen KM die ersten „Dramen“ und Aufgaben ab. Und trotzdem für mich sind die wahren HeldenInnen die, die kurz vor dem „Besenwagen“ unterwegs sind. Ich habe mir gerne die Zeit genommen die ersten Steigungen mit den letzten im Feld zu absolvieren und diese anzufeuern. Eigentlich keine Chance jemals innerhalb des Kontrollschlusses in Zielnähe zu kommen, aber diese Chance wollten die“Schlussläufer-Innen“ unbedingt packen. Am Fuss des ersten Jungfraumarathongrossen Steps in Lauterbrunnen, nach KM 21, noch den halben Weg vor sich, im Lautsprecher wurde gerade der Zieleinlauf auf der Kleinen Scheidegg, kommentiert, und immer noch ein Lächeln im Gesicht, einfach toll! Beeindruckt hat mich auch die Organisation. So wurde Beispielsweise keine einzige Verpflegungsstelle auch nur angefasst solange der letzte Läufer nicht passiert hatte.  Und selbstverständlich gab es immer und jederzeit das komplette Angebot.  So konnte ich bei einer Verpflegung beobachten wie das ganze „Personal“ mit Besen, Schaufeln und Säcken zum Einsatz zwar am Streckenrand stand, sich aber erst von der Stelle rührte als der letzte Läufer passiert hatte. Das nenne ich Respekt vor den Athleten! Ich freue mich schon auf die Ausgabe 2014.

http://www.liveimageticker.ch/slideshow/?border#_hdjungfrau2013

 

Der „Vogel“ ist weg…

2013-09-05 20.06.03Gestern wurde mit den anstehenden „Renovationsarbeiten“ an meinem Körper begonnen. Als erstes wurde bei meinem linken Auge die getrübte Augenlinse („graue Star“) entfernt. Da diese von einer früheren Verletzung herrührend,  beschädigt ist, gestaltete sich der ambulante Eingriff etwas schwieriger. Die künstliche Linse musste aufwendig zusätzlich befestigt werden. Nach insgesamt zwei Stunden war der Spuk vorüber und  heute Vormittag wurde der Verband entfernt und ich war gespannt auf das Ergebnis. Fazit: Sensationell, wie die Welt sich hell und deutlich präsentiert. 🙂 HR. Dr. Bodenmüller hat ganze Arbeit geleistet. Danke. Nach dem NPM habe ich, auch gestern, locker weiter trainiert. Heute ist Pause und ab morgen geht es auf dem Ergo weiter. Im Verlauf der kommenden Woche geht es auch wieder zurück aufs Bike so dass ich voraussichtlich noch den einen oder anderen Event in die Saison 2013 packen kann bevor im Hinblick auf 2014 weiter „renoviert“ wird.

Blindflug…

sportograf-31416438_lowresMein absolutes Lieblingsrennen, der Nationalpark-Bikemarathon, stand auf dem Programm. Landschaftlich wie auch organisatorische, zumindest für mich, ein absolutes Highlight. Dieses Jahr sogar bei perfekten äusseren Bedingungen. Anders rum: schöner geht’s kaum. Anreise am Freitag, etwas verspätet aber immer noch im grünen Bereich, perfekte Unterkunft im Hotel Scaletta in S-canf, 200m neben der Startlinie. Aufwärmrunde zum Beine lockern, Fleisch und Pasta zum Nachtessen gut und genügend geschlafen. Am Samstag Frühstück, warm fahren und los ging es Richtung Scuol. Stopp, da war noch etwas. Beim bereitstellen vom Material, sprich Bekleidung, für den Renneinsatz stellte ich fest dass meine Brille, die mit den korrigierten Gläsern, wohl zuhause im Regal liegen geblieben war. Sch… Ohne meine Julbo wird das schwierig und vor allem was nun? Ersatzbrille, ohne Korrektur, aufgesetzt und ab zum testen. Resultat: es geht….

Wie gewohnt bei einem so kurzen Rennen, Achtung fertig los und ab geht die Post. Bereits beim einfahren bemerkte ich, dass ich nicht die besten Beine hatte, respektive es kaum „mein Tag“ werden würde. Es kam wie es kommen musste bis Zernez war es ein stetiges Geknorze. Ich musste um jeden Meter kämpfen und von flüssigem fahren, runden Tritt oder Flow war ich meilenweit entfernt. In Zernez hatte ich nicht einmal die Energie mich über die Polizei aufzuregen die dem Verkehr Richtung Ofenpass den Vortritt gewährte und die Passage über die Strasse immer erst frei gab wenn sich wieder ein Pulk von etwa 20 FahrerInnen gebildet hatte. Ich stand genau 02:20 Minuten. Etliche fragten sich lautstark für was sie sich denn gerade so angestrengt hatten. Wie erwähnt mir fehlte die Energie und ich war um das Päuschen sogar froh. Der Anstieg in Zernez absolvierte man im Pulk und in den nachfolgenden Kräfteraubenden Flachstücke im Gegenwind, machte ich mich ganz klein und führte erst (rotwerdundschämen) ca. 1,5 Meter bevor es wieder in den Wald ging. Tja der Wald… Herrliches Wetter hiess, dass auf der Strecke stets wechselnde Licht-Schatten Sichtverhältnisse herrschten. Genau dafür habe ich so eine CHF 500.-/Stutz-Brille zuhause im Regal liegen 😦  Manchmal war es eine Art Blindflug nach Konturen. Im Aufstieg nach Guarda fand ich sogar so etwas wie einen Rhythmus, fuhr auf einen jungen Typen im grell grünem Shirt und einem grauenhaft schwer aussehenden „Santa Cruz“ Freeride-Bike auf und vorbei. „Jesses nei so ein Göppel“, war mein erster Gedanke. Oben auf den langen stetig leicht ansteigenden Passagen und giftigen kurzen Abfahrten versuchte ich so gut als möglich über die Runden zu kommen, Gel reingedrückt, genügend getrunken etc. Bereits in der ersten kurzen Abfahrt nach Guarda donnerte „Santacruz“ mit einem Mordsspeed, aber sehr solide und sicher an mir vorbei um in der Gegensteigung gleich wieder „stehen“ zu bleiben. Bei der zweiten Abfahrt versuchte ich es. „Santacruz“ an mir vorbei ich fasste seine grellgrünen Konturen in meine trübes Sichtfeld und ab ging die Post. Motto: Es geht oder es knallt. Es ging. Auf dem letzten Flachstück vor der langen Abfahrt nahm ich „Santacruz“ in den Windschatten und liess ihm beim langen Downhill hinunter zum Ziel sofort den Vortritt. Mit Erfolg. Der freche Hund donnerte Fullspeed zu Tal, überholte innen und aussen in den Kurven schnitt prinzipiell jede leicht gebogene Passage und wusste Cm genau wo welche Löcher lauerten. Und ich? Ich sah einfach nur eine grüne Kontur und liess mich nicht abschütteln. Max. Speed 72/kmh auf Schotter. Im Zeil war ich nach einem Murks und Krampfrennen um rund 8 Minuten schneller als im Vorjahr. Eigentlich ganz passabel aber trotzdem war es kein „gutes“ Rennen. Zuviel Krampf zu wenig Spass (Ausser beim Downhill mit „Santacruz). Weiterer Pluspunkt: ein perfektes Scott-Spark 29er Bike!

Im 2014 bin ich auf jeden Fall wieder dabei. „Santacruz“ wohl nicht. Er meinte im Ziel: So einen Marathon-Scheiss mache ich nie wieder, ich bleibe beim Freeriden. Was ich weiss, so schnell fahre ich wohl nie wieder da runter. Schon gar nicht mit Brille wo man alles sieht 😉 Ach ja beim zurückfahren mit dem Zug nach S-canf sass ich so da und musterte mit kritischen Blicken mein Bike. Irgendetwas fehlte da doch? Richtig auch der Ersatzschlauch war zu Hause geblieben. Immerhin hatte ich die Kartusche mit der Luft dabei…