Ausdauertraining im Regen ist vermutlich für die meisten kein Vergnügen. Ich persönlich mag es gar nicht. Allerdings im 2010 kann man es drehen wie man will, man(n) muss da durch. So auch dieses Weekend. Am Samstag war ich nur noch 8oom und 100hm von Zuhause weg, als Petrus seine Schleusen öffnete und ich in den Genuss eines „Vorwaschganges“ kam. Sonntags begann es am Vormittag kurz nach dem Beginn vom Lauftrainings zu schütten und am Nachmittag fuhr ich bereits bei heftigem Regen los. Notabene legte ich mich gleich beim Start, und dem Versuch meine (kurze) Regenhose zu richten, voll in den Dreck. Ein Bluterguss am Schienbein plus die entsprechenden Schürfungen gab es gratis dazu. Trainiert habe ich trotzdem gut und mit meiner Form bin ich ganz zufrieden. Die „Form“ unserer Waschmaschine stimmt, zum Glück, ebenfalls. Sie schiebt momentan Sonderschichten ohne Ende.
Schlagwort: Regen
Wechsel…
Oder Bike statt Rennrad. Bevor der Sommer beginnt, Ab Donnerstag wird’s bei uns richtig heiss, war nochmals Regen und Kälte angesagt. Ich wechselte vom Rennrad aufs MTB und absolvierte meine Einheit weitgehend in den Wäldern rund um Interlaken. Schlammig aber etwas weniger nass. Nach drei Stunden war ich schlichtweg „kaputt“ und fror wie der berühmte Schloss-Hund. Eklig. Genau gleich erging es heute den TeilnehmerInnen der Trans-Germany. Von Garmisch nach Leermoos bei diesem Wetter war bestimmt kein Vergnügen. Die „Thunersee-Fraktion“ schlug zu und erreichte die Etappen-Plätze 1 und 7. (Sauser/Sigriswil und Sahm/Krattigen). Es geht nichts über ein ideales Trainingsrevier 😉
Dies und das…
Wer gestern als Hobbysportler den Giro live mitverfolgte, bekam es live mit. Auch Top- Radprofis finden ihren Job ab und zu, Sorry; zum kotzen. Eine Monsteretappe über 260 km und missliche, Regen, Kälte, Bedingungen hatte die Jungs regelrecht weich geklopft. Die Etappe begann mit dem üblichen Schema, es wir d in der ersten Stunde nach dem Start angegriffen bis sich eine Gruppe bildet die man fahren lassen kann. Sobald die richtige Zusammensetzung steht, möglichst viele Mannschaften vertreten und keine der Gesamtersten mit dabei, lässt man diese an der „langen Leine“ mal fahren. Um sie in der Regel kurz vor dem Ziel einzuholen und den Etappensieg unter den üblichen „Verdächtigen“ ausmachen zu können. Bergankünfte mal ausgenommen. Gestern aber wurde die Fluchtgruppe nicht mehr eingeholt und kam mit über 12 Minuten Vorsprung vor den Favoriten ins Ziel. Diese hatten auf Grund der o.e. misslichen Bedingungen den Anschluss nicht mehr geschafft und resigniert. In den Gesichtern stand lauter Frust und eben dieser Ausdruck „Mann o Mann scheisst mich dieser Job heute an“.
Zur gleichen Zeit wie der, Giro läuft zurzeit die Kalifornien-Rundfahrt. Dort wird es heute ein paar Fahrer geben die sich entweder ärgern, ihre Anwälte in Bewegung setzen oder energische Dementis verfassen »> (PS: Hauptsponsor ist Amgen, Hersteller, u.a., von Erythropoetin (EPO)
Da habe ich es gut. Ich muss heute keine Etappe fahren, ich darf einfach trainieren was mir Spass macht, keine Dementis verfassen, keine Medikamente schlucken und Anwälte beschäftige ich auch nicht…
Wieder auf Kurs…
Gesundheitlich, ausser gelegentlichen Hustenanfällen, bin ich wieder zurück. Trotz dem miserablen Wetter bin ich die letzten beiden Tage insgesamt über 8 Stunden im Sattel gesessen. Davon übrigens etliche trotz allem im trockenen und praktisch alle im Grundlagenbereich. Ausser dem obligaten Schlussanstieg zu mir nach Hause. Fazit: Ich bin sehr zufrieden und habe nicht allzuviel eingebüsst. Gestaunt habe ich ab meiner Begleiterin. In dieser Saison erst zum 3. mal auf dem Bike und gleich mal über 70 km locker mitgefahren. Leute das verdient Respekt! Ich werde auch in den kommenden Tage vorwiegend im Grundlagenbereich arbeiten. Das geplante Rennen in D-Offenburg lasse ich sausen. Zuviel Aufwand. Ich schaue jetzt dass ich in den kommenden drei Wochen irgendwo ein Rennen bestreiten kann. Sonst fahre ich zur Not die „Lac Leman-Tour“. (180km rund um den Genfersee). Dieser Event findet allerdings auf der Strasse statt. Passt ja eigentlich zu meinen GLA- Einheiten auf dem Rennrad. Distanzen sind mir wichtig da ich beim Dolomitisuperbike die lange Strecke fahre. (120 km und 3’800hm).
Fortsetzung…
An der aktuellen Wetterlage hat sich eigentlich nichts geändert. Es giesst die meiste Zeit wie aus Kübeln. Ich glaube das ist Kachelmann’s Rache aus dem Knast ;-). Auch für die kommenden Tage ist keine grosse Änderung in Sicht. So sei es halt. Büroarbeit ist angesagt, Trainingspläne für meine Marathoni’s müssen ausgearbeitet werden, Rechnungen schreiben (hierfür könnte ich mich Stundenlang im Büro aufhalten), und auch Programme für die Herbstaktivitäten werden ausgeheckt. Zwischendurch gab es eine Stunde Arbeit im Kraftraum. Highlight des Tages war aber dass mein TV- Fachmann, grosse Klasse, es möglich gemacht hat dass ich jetzt auch HD-Fernsehen kann. Klar gleich geht der Giro los…
