Vergleiche…

Gestern war ja einiges los. Nebst dem historischen Sieg unserer Fussballer an der WM gegen Europameister Spanien, gibt es noch die Tour de Suisse der Radprofis. Genau während den Schlussminuten, respektive der unsäglichen Nachspielzeit, bei der WM passierte die Tour de Suisse meinen Wohnort Aeschi b. Spiez. Ich hatte die Gelegenheit die Profis im Aufstieg nach Aeschi, Bergpreis 3. Kategorie, live zu verfolgen. Immer wieder beeindruckt es mich wie diese Athleten so eine Steigung, mit bereits mehr als 140 km in den Beinen, im strömenden Regen und relativ kalten Temperaturen, zügig hinauffahren.

Am Mittag war ich selbst etwa drei Stunden unterwegs und bin genau diese Steigung hoch gefahren. Mein Durchschnittstempo: 17.1 km/h. Schleck’s, Cancellara und Co. fuhren die gleiche Steigung im Schnitt mit 25.7 km/h. Bei mir war es trocken bei den Profis goss es aus Kübeln….

Weiterlesen „Vergleiche…“

Vollgas…

…ging es gestern zur Sache. Allerdings nur bei der Arbeit. Trainingsmässig gab es nur eine kurze Runde von einer Stunde auf dem Rennrad. Wenigstens war es trocken. Heute ist in unserer Region die Tour de Suisse zu Gast. Die Strecke führt, inkl. Bergpreis, durch meinen Wohnort Aeschi und endet ein paar km weiter in Frutigen. Frutigen eines der „sportlichsten“ Dörfer der Schweiz. Weltmeister, Olympiasieger und zahlreichen Nationalen Champions sind da Zuhause. Es gibt böse Zungen die behaupten, was sonst ausser Sport treiben, soll man denn in Frutigen auch machen. 😉

Gestern gab es bei der Tour de Suisse, ausgelöst von Marc Cavendish, einen bösen Sturz. Ich hätte Haussler den Sieg mehr als gegönnt. Hoffentlich sind  die Jungs heute alle wieder mit dabei. Unter uns gesagt dass der Ekelzwerg Cavendish auf die Schnauze flog, na lassen wir das lieber…

Nass aber gut…

Ausdauertraining im Regen ist vermutlich für die meisten kein Vergnügen. Ich persönlich mag es gar nicht. Allerdings im 2010 kann man es drehen wie man will, man(n) muss da durch. So auch dieses Weekend. Am Samstag war ich nur noch 8oom und 100hm von Zuhause weg, als Petrus seine Schleusen öffnete und ich in den Genuss eines „Vorwaschganges“ kam. Sonntags begann es am Vormittag kurz nach dem Beginn vom Lauftrainings zu schütten und am Nachmittag fuhr ich bereits bei heftigem Regen los. Notabene legte ich mich gleich beim Start, und dem Versuch meine (kurze) Regenhose zu richten, voll in den Dreck. Ein Bluterguss am Schienbein plus die entsprechenden Schürfungen gab es gratis dazu. Trainiert habe ich trotzdem gut und mit meiner Form bin ich ganz zufrieden. Die „Form“ unserer Waschmaschine stimmt, zum Glück, ebenfalls. Sie schiebt momentan Sonderschichten ohne Ende.

Kraft…

Krafttraining ist ja nun nicht gerade meine Lieblingsdiziplin. Ich glaube das Biker generell den Kraftraum lieber von aussen sehen… Trotzdem hänge ich mich, so wie gestern und heute, immer wieder rein und absolviere brav meine Stunden im Kraftraum. Besonderes Augenmerk lege ich dabei auf meine Rumpfstabilität. Eine ungenügend ausgebildete Rumpfmuskulatur hat einen negativen Einfluss auf die sportliche Leistungsfähigkeit haben, wobei deren quantitativer Einfluss je nach Sportart natürlich unterschiedlich gross ist. Mein Ziel ist es Präventiv mittels einer gut ausgebildete Rumpfmuskulatur Beschwerden im Rücken- und Beckenbereich vorbeugen. Seit ich dieses Training regelmässig absolviere habe ich, auch bei den dreistelligen Km-Einheiten, keine Rückenbeschwerden mehr. Besonders beachte ich natürlich auch den Arm und Schulterbereich. Übrigens, seit unsere Nationalen Bike-Cracks, die sich praktisch alle im „Bereich Weltklasse“ tummeln, auch in den Sommermonaten regelmässig Krafttrainings absolvieren, sind sie noch stärker geworden…

Gadgets…

Wie jeden Monat schaue ich mir immer die Bike-Hochglanzmagazine, meistens deutscher Proveninenz, durch. Grundsätzlich sind die Magazine mit guten Artikeln zu Material und Touren rund ums Mountain-Biken ausgestattet. Rennsport hat, im Gegensatz zu den Französischen oder ItalienischenMagazinen leider wenig Raum. Was mich immer wieder amüsiert sind die zahllosen Gadgets die es angeblich zum biken braucht. Angefangen vom „Bikermüesli“ (was „Bike-Spezifisches“auch immer in dieser Mischung steckt), via den diversen Tool’s die man immer dabei haben muss, Motto: Bike auf dem Trail umbauen jederzeit möglich, bis hin zur passenden Bekleidung für jede Temperaturschwankung von +/- 3 Grad. Dazu kommen all die Gel’s Riegel oder Getränke die es unbedingt braucht. Nicht zu vergessen die Notfallausrüstung und die modernen Kommunikationsmittel. Ich warte auf den Bericht welcher feststellt, dass eine Bike-Runde ohne iPad eigentlich gar nicht machbar ist. So besehen wundert es mich nicht dass viele Biker bei jedem „Ausfährtchen“ einen Rucksack in der Dimension „Alpenüberquerung“,  mitschleppen. Irgendwo muss man ja den unnötigen, Plunder verstauen.

Ich bin, ausgestattet mit einem einfachen Tool, Ersatzschlauch mit Patrone, Kabelbinder, Kettenglied, Windweste, Handy, Riegel, einfacher Trinkflasche (meist mit Wasser gefüllt), wohl ein richtig altmodischer spartanischer Banause.