Kraft…

Krafttraining ist ja nun nicht gerade meine Lieblingsdiziplin. Ich glaube das Biker generell den Kraftraum lieber von aussen sehen… Trotzdem hänge ich mich, so wie gestern und heute, immer wieder rein und absolviere brav meine Stunden im Kraftraum. Besonderes Augenmerk lege ich dabei auf meine Rumpfstabilität. Eine ungenügend ausgebildete Rumpfmuskulatur hat einen negativen Einfluss auf die sportliche Leistungsfähigkeit haben, wobei deren quantitativer Einfluss je nach Sportart natürlich unterschiedlich gross ist. Mein Ziel ist es Präventiv mittels einer gut ausgebildete Rumpfmuskulatur Beschwerden im Rücken- und Beckenbereich vorbeugen. Seit ich dieses Training regelmässig absolviere habe ich, auch bei den dreistelligen Km-Einheiten, keine Rückenbeschwerden mehr. Besonders beachte ich natürlich auch den Arm und Schulterbereich. Übrigens, seit unsere Nationalen Bike-Cracks, die sich praktisch alle im „Bereich Weltklasse“ tummeln, auch in den Sommermonaten regelmässig Krafttrainings absolvieren, sind sie noch stärker geworden…

Gadgets…

Wie jeden Monat schaue ich mir immer die Bike-Hochglanzmagazine, meistens deutscher Proveninenz, durch. Grundsätzlich sind die Magazine mit guten Artikeln zu Material und Touren rund ums Mountain-Biken ausgestattet. Rennsport hat, im Gegensatz zu den Französischen oder ItalienischenMagazinen leider wenig Raum. Was mich immer wieder amüsiert sind die zahllosen Gadgets die es angeblich zum biken braucht. Angefangen vom „Bikermüesli“ (was „Bike-Spezifisches“auch immer in dieser Mischung steckt), via den diversen Tool’s die man immer dabei haben muss, Motto: Bike auf dem Trail umbauen jederzeit möglich, bis hin zur passenden Bekleidung für jede Temperaturschwankung von +/- 3 Grad. Dazu kommen all die Gel’s Riegel oder Getränke die es unbedingt braucht. Nicht zu vergessen die Notfallausrüstung und die modernen Kommunikationsmittel. Ich warte auf den Bericht welcher feststellt, dass eine Bike-Runde ohne iPad eigentlich gar nicht machbar ist. So besehen wundert es mich nicht dass viele Biker bei jedem „Ausfährtchen“ einen Rucksack in der Dimension „Alpenüberquerung“,  mitschleppen. Irgendwo muss man ja den unnötigen, Plunder verstauen.

Ich bin, ausgestattet mit einem einfachen Tool, Ersatzschlauch mit Patrone, Kabelbinder, Kettenglied, Windweste, Handy, Riegel, einfacher Trinkflasche (meist mit Wasser gefüllt), wohl ein richtig altmodischer spartanischer Banause.

Harte Tage…

Gasterntal

Jetzt, gut einen Monat vor Villabassa, beginne ich mit den „harten MTB-Trainingsfahrten“. Hart heisst nie unter 80 km und mindestens 1500 bis 2000 hm meistens im GLA2 und Entwicklungsbereich. Ab sofort werde ich pro Woche 2 solche Einheiten fahren. Die restlichen Einheiten absolviere ich auf dem Rennrad im GLA Bereich ausser einer CC-Einheit, sprich Intervalle, von einer Stunde. In den letzten Tagen, Taperingphase,  unmittelbar vor dem Rennen werde ich so gut wie nichts tun. Was ich auch nie auslasse sind die Krafttrainingseinheiten im Studio. Meistens absolviere ich diese Trainings jeweils ab Mittag. Spät und karg frühstücken und dann los. Um das „Umschalten“ auf die Fettverbrennung zu schulen nehme ich nur Wasser und einen „Notfallgel“ mit. Heute kam dieses übrigens zum Einsatz. Am Schluss jedes Trainings muss ich noch die 250 bis 300hm, je nach Anfahrt 3- 3.8 km  vom Tal zu meinem Haus, unter die Räder nehmen. Heute war ich nach über 70 km absolut leer und musste zum Gel greifen. Allerdings zu spät denn als das Gel Wirkung zeigte war ich fast zu Hause…

Grummel…

Wer im Dienstleistungbereich tätig ist, kennt das. Alles ist geplant alles bestens organisiert  ja und dann kommen sie. Die Änderungen, Wünsche, Ergänzungen und Verschiebungen. Schon ist der Plan Geschichte. Das vergangene Weekend wurde diesbezüglich zum Musterbeispiel. Motto: Was schief gehen kann, wird schief gehen und ist schief gegangen. Zum Schluss waren (fast) alle zufrieden. Der Unzufriedene, in diesem Fall meine Wenigkeit, ist eigentlich auch der  Schuldige!  Denn wer nicht nein sagen kann, sollte sich auch nicht beschweren (zumal die Kasse stimmt;)  Trotzdem…

Auf den „Felgen“…

So kann ich mein aktuelles Feeling am besten beschreiben. Ich bin, nach den letzten harten Arbeits- und Trainingstagen schlichtweg müde und etwas ausgelaugt. Kein Problem heute konnte ich die Füsse hochnehmen und mir die nötige Ruhe gönnen. Immerhin habe ich mit meinem Mechaniker mal mein „Fuhrpark“ auf Vordermann gebracht. Schaltung hier nachjustieren, Bremsen da nachstellen etc. Beim Einstellen der Bremsen kommt es zwischen uns regelmässig zu einem Disbut. Ich will meine Bremsen sehr „kurz“ und hart eingestellt, mein Mechaniker will mir jedoch immer wieder eine sanftere Einstellung schmackhaft machen. Na ja wir finden uns immer. (Und sonst weiss ich wo nachstellen ;-). Den Vormittag verbrachte ich im Geschäft und habe zwei Athleten und eine Athletin getestet. (Laktatstufen-Test- Ergospirometrie-Messung und VO2max-Messung). Alle drei Athleten haben gute bis hervor-ragende Werte.  Das lässt darauf schliessen dass in den vergangenen Wochen hart gearbeitet wurde. Trotzdem gibt es bei allen, bis zur WM, noch viel zu tun. Zuerst bei mir, in Form von Trainingsplänen bearbeiten, anpassen und ergänzen.  (Arbeit = Geld und wenn Erfolg = Prämie = viel Geld. Wenn kein Erfolg ja dann….  (Trainer-Alltag halt 😉