Beim Sport ist es nicht anders als im Alltag. Oftmals muss man sich damit abfinden dass gesteckte Ziele nicht im ersten Anlauf erreicht werden. Sei es wegen besonderen Umständen, fehlender Gesundheit, äusseren Einflüssen oder man klipp und klar am eigenen Unvermögen scheitert. Ich erlebe das im Alltag oder auch bei den sportlichen Herausforderungen. Scheitern mag zwar im Moment frustrierend und enttäuschend sein. Oftmals relativieren sich übrigens solche Enttäuschungen bereits sobald man darüber geschlafen hat. Bei meinem Saisonrückblick 2014 gibt es neben Erfolgen auch Enttäuschungen und gesteckte Ziele die ich nicht erreicht habe. Oder passend zum Thema: ich bin gescheitert. Gründe für das scheitern gibt es selbstverständlich jede Menge aber die meisten, abgesehen von gesundheitlichen Problemen, hängen mit meiner Leistung, Vorbereitung und Einstellung zusammen. Dazu zähle ich auch technische Defekte wie platte Reifen, gerissene Ketten etc. Solche Pannen gibt es und wenn ich besser vorbereitet gewesen wäre, hätte ich nicht 10 Minuten vertrödelt…. Das war eindeutig zu viel und allein mein Fehler. Die gute Nachricht: ich bin bloss gescheitert und habe alle Optionen mich zu verbessern und Fehler auszumerzen. Weiterlesen „Scheitern JA, aufgeben NEIN!“
Kategorie: Events
Gut, besser, Pustertal…
Vergangene Woche verbrachte ich ein paar (Trainings) Tage im Pustertal (I). Ich brauchte etwas Abwechslung von den heimischen Trails und in meiner Agenda fand sich eine kleine Lücke. Zwar liegt die Gegend von uns aus gesehen nicht gerade um die Ecke trotzdem lohnt sich, aus meiner Sicht, die Reise dorthin allemal. Ich besuche die Gegend seit Jahren regelmässig und nenne sie inzwischen meine „zweite Heimat“. Entsprechend kenne ich mich auch aus und in der Zwischenzeit weiss ich auch wo sich die „Locals“ ihre Form holen. Nach einer problemlosen Anreise gleich ab aufs Rennrad und hinauf nach Sexten gleich mal die Beine lockern und Appetit fürs Nachtessen holen. Sexten war schnell erreicht darum noch ein kleiner Schlenker ins urige Fischleintal.
Dolomitisuperbike…
Am Samstag 12. Juli 2014 um 08:20 startete ich zur Ausgabe 2014 des Dolomitisuperbike. Tolles Wetter angenehme Morgenfrische und eine perfekte Organisation rund um das Startgelände mitten in Villabassa/Niederdorf. Der Start verlief ruhig. Wer die Streckenführung kennt weiss dass man nach einem km bereits in eine bis zu 24% steilen Rampe hineinfährt und selbstverständlich gleich im Stau steht. Egal aber es nervt schon wenn man für die ersten 3km rund eine viertel Stunde unterwegs ist. Entsprechend „kalt“ nimmt man(n) die erste Steigung Richtung Plätzwiese in Angriff. Selbstverständlich nicht auf der ausgebauten Fahrstrasse, sondern auf dem Schotterweg auf der anderen Flusseite wo in Abschnitten die 20 bei den Steigungsprozenten immer wieder gestreift oder überschritten wird. In diesem Bereich war ich, für meine Verhältnisse, ausgezeichnet unterwegs was sich bis zur Plätzwiese erfreulicherweise fortsetzte. In der brutalen Abfahrt, Christoph Sauser hat sie mal als extrem gefährlich bezeichnet, hinunter nach Schluderbach konnte ich, bis auf zwei Kurven und eine Begegnung mit mehreren Rindviechern (4Beinige!) einen sehr guten Rhythmus fahren. Genau so dem Dürren und Toblachersee entlang bis Toblach. Immer noch alles im Plan. Gleich nach Toblach geht es in eine böse Rampe hinauf nach Wahlen. Tja und gleich nach Wahlen stand der „Mann mit dem Hammer“. Der Kerl erwischte mich voll und ich musste meine Top 10- Träume relativ rasch begraben. In diesem Streckenabschnitt bis nach Franadega bekam ich rund 20 Minuten aufgebrummt. Erst im coupierten Abschnitt Richtung Eggerberg fand ich wieder so etwas wie einen Rhythmus. Trotz einer Abfahrt nach dem Motto: volles Rohr hinunter ins Ziel nach Villabasse, unterbrochen von einer ekligen Gegensteigung, war der Rückstand nicht mehr aufzuholen. Egal ich bin mit Jahrgang 1949 ein glücklicher Finisher und mit Rang 19 gebe ich mich auch zufrieden. (Zumindest für dieses Jahr;)
Fazit: Die Vorbereitung aufs Dolomitisuperbike war nicht perfekt aber gut. Der Juli war noch nie „mein Monat“. Ich war aber im Juli noch nie so gut unterwegs wie in diesem Jahr. Fehler in der Vorbereitung und im Rennen gab es auch sind aber unbedeutend. Das Material war perfekt, meine Philosophie lieber ein Pfund mehr am Bike dafür hält‘s, hat sich einmal mehr bewährt. Mein Scott Spark / Shimano /Synchros gewartet von Rolf Egli wäre ohne Service bereits heute wieder einsatzbereit. Der Poker mit den „Trockenreifen“ von Maxxis (ASPEN) ist auch voll aufgegangen. Komfortabel von Assos bekleidet macht sogar schwitzen Spass und das wiederum (schwitzen) wurde via ISOSTAR umgehend ausgeglichen. Jetzt, also ab heute, geht es weiter mit den Vorbereitungen für den August.
Feier- und Hitzetage…
Pfingsten 2014: Sommerliche Temperaturen und Sonnenschein satt. Ist das schon der Sommer 2014 oder bloss ein Vorgeschmack dessen was auf uns zukommt? Egal vorerst geniesse ich das warme Wetter und die tollen Trainingsbedingungen. Bei der Umstellung von „Normalen“ zu heissen Temperaturen muss ich immer wieder aufpassen dass ich vor Trainings genügend und regelmässig trinke. Wenn ich damit erst beim trainieren beginne ist es eh zu spät und ich komme kaum auf Touren. Beim Training vom letzten Samstag musste ich schon unterwegs und vor allem beim Schlussanstieg nach Hause für meine Nachlässigkeit bös bezahlen. Von Mülenen herkommend fährt man mehr als 2km einer hohen Stützmauer entlang die sich ab Vormittag so richtig aufheizt. Mein Garmin zeigte 36 Grad und das Wasser in der Trinkflasche war nicht viel kühler. Also kühlen Kopf bewahren und gleichmässig weiterfahren. Immer mit dem Bild vor Augen dass es oben im Dorf einen Brunnen hat. Vis a vis hätte es zudem auch noch ein Hallenbad, Kiosk plus Restaurants usw. Geht nicht weil kein Geld dabei… Zum Glück waren es nur noch 1,3km bis zum Keller @Home. Übrigens: Gestern gab es beim ersten Rennen der iXS swiss bike classic für die Top- Marathon- Cracks aus der Region Thunersee, nebst dem Sieg zwei weitere TopTen- Plätze. Gratulation!!! Tja liegt wohl am Klima 😉
Eigerbike 2014 und…
gleichzeitig die
Schweizer Meisterschaften im MTB- Marathon. In diesem Jahr also im Rahmen der Eiger Bike Challenge, am 17. August 2014 in Grindelwald. Mit 88 Kilometern und 3900 Höhenmetern zählt diese Ausdauerprüfung zu den härtesten Marathons der Schweiz. «Die Eiger Bike Challenge kann man durchaus als Marathon-Klassiker betiteln. Daher freut es mich sehr, dass die Titelkämpfe 2014 auf diesem schweren Kurs ausgetragen werden», sagt Florian Peiry, der Disziplinenverantwortliche MTB bei Swiss Cycling C. Peiry ist überzeugt, dass die Strecke den Fahrerinnen und Fahrern nichts schenken wird: «Vor dieser grandiosen Kulisse gewinnt garantiert nur der Stärkste».
Persönlich freue mich riesig darüber das Grindelwald den Zuschlag bekommen hat. Und eines ist ebenfalls gewiss. Einen Zufalls- Sieger gibt es auf dieser Strecke garantiert nicht. Alleine schon das Streckenprofil ist beeindruckend und dazu kommt das etliche CH- Marathon-Cracks durchaus das Prädikat Weltklasse verdienen. Wehe wenn Sauser’s, Buchli’s und Huber’s , gejagt von den Lokalmatadoren Stauffer und Gerber, so richtig loslegen wird es hart am Fusse des Eiger’s.
