Viele Termine, lange Reisen plus viel (auch körperliche) Arbeit, bestimmten die letzten Wochentage. Fazit ich bin seit Samstag hundemüde. Darum habe ich den Trainingsplan kurz mal umgeschrieben und mir zusätzliche Ruhetage verordnet. Was mir Angesichts des Wetters sehr leicht gefallen ist. Trotzdem konnte ich in der vergangenen Woche schon mal drei Alpenpässe befahren. Noch nicht die ganz grossen „Dinger“, die sind wegen zu viel Schnee nach wie vor geschlossen, aber so 700-1000hm pro Anstieg, Hauptsächlich in der Region Gstaad / Saanenland, gab es schon. Ab Morgen hat das faulenzen ein Ende und alle Umbauarbeiten sind auch erledigt. Allerdings sind die Wetterprognosen für die kommenden Tage unterirdisch. Schnee bis unterhalb 1000m, Regen, Kälte usw…. Ok. bei schönem Wetter trainieren kann ja jeder ;-)
Kategorie: Alltag
Ich bin verwöhnt!
Ich muss zugeben dass ich ab und zu, was der Sport angeht, fremd gehe. (Was dachten Sie denn;). Nicht weil ich in der näheren Umgebung zu wenig Möglichkeiten habe, nein meistens geht es darum neue (Renn) Strecken, Orte zu rekognoszieren, Kunden zu betreuen oder zu begleiten, oder an Rennen teilzunehmen. Ansonsten gibt es kaum einen Grund meine Region zum Sport treiben zu verlassen. Wenn ich Interlaken als Ausgangsort nehme, stehen mir hunderte von km in Form von Lauf- Bike- oder Rennrad-Strecken zur Verfügung. Steigungen, vom kleinen „Hoger“ bis hin zu Anstiegen von 20 und mehr Kilometern. Ich kann aber genau so gemütlich dem Thuner oder Brienzersee entlang rollen oder im hügligen Thuner Westamt bis Bern rollen. Beim biken stehen mir jede Menge von Bergen und Tälern zur Verfügung. Egal ob Grindelwald, Lauterbrunnen, Kandertal, Haslital oder das Simmental hinauf bis in die Region Gstaad-Saanenland welche zu er-fahren bereits eine Woche nötig wäre. Interlaken ist auch ein regelrechtes Eldorado für Läufer. Km bolzen im flachen, oder Hügelläufe bis hin zum veritablen Berglauf ist alles drin. Nicht umsonst startet hier der Jungfrau Marathon welcher weltweit zu den schönsten Lauf- Erlebnissen gezählt wird. Zum Sport gehört aber auch der ganz normale Alltag. Es gibt in und um Interlaken alles was es braucht. Wenn ich noch Thun dazu nehme ganz bestimmt. Egal ob man Sportartikel benötigt oder ganz normale Dinge des Alltags mit eingeschlossen. Die ganze Region ist sehr gut erschlossen (ÖV) oder auch International gut angebunden. Ich kann morgens, um 06:30 in Berlin in den ICE einsteigen, bis Interlaken sitzen bleiben und am späten Nachmittag in Interlaken die ersten Runden drehen genau so ab Hamburg oder jetzt dann auch ab Paris. (In einer Stunde bin ich zudem in der Region Wallis). Unterkünfte gibt es in Hülle und Fülle. Vom Backpackers bis zu 5-Sterne-Hotels die zu den besten in Europa zählen. Es findet sich für jedes Budget garantiert eine passende Lösung. Sport ist nicht alles denn ab und an darf es auch mal was anderes sein. Was bleibt ist das unglaubliche Angebot. Sei es das Greenfield Festival, das Country und Truckerfestival’s (Interlaken oder Gstaad), Klassische Konzerte im Casino-Kursaal, Tell-Spiele, Thunersee Musical, Menuhin-Festival in Gstaad usw… Oder wer es mehr Abenteuerlich mag ist hier bestens aufgehoben. Von den Kulinarischen Höhepunkten wollen wir erst gar nicht anfangen. Von den unglaublichen Möglichkeiten im Bereich Wintersport mag ich jetzt, im Mai, gar nicht reden. Eins vorneweg die stehen dem Sommer in gar nichts nach! Wenn man, so wie ich, das Privileg hat hier zu leben, ist es spannend andere Regionen zu besuchen, zu erleben, zu geniessen und anschliessend gerne wieder nach Hause zu fahren um dort fortzufahren mit erleben, geniessen usw.
Frank Shorter…
Frank Shorter, Sieger Marathonlauf bei den Olympischen Spielen 1974 in München, war so etwas wie ein Idol für mich. Er war der Grund dass ich mich, plus abertausend andere, überhaupt für diese Sportart interessiert habe. Für mich war es beeindrucken wie er, währenddessen er bereits ein erfolgreicher Athlet war, sein Studium vorantrieb. Sein Trainer war übrigens ein gewisser Bob Giegengack der mit dem Waffeleisen seiner Frau Sohlen für Laufschuhe herstellte. Heute nennt man diese Sohlen Nike… Frank Shorter war einer der ersten dem es gelang seine Goldmedaille zu versilbern. Alles nichts neues und X-fach nachzulesen. Was ich erst vor kurzem mitbekommen habe, ist die schreckliche Jugend von Frank Shorter und seiner Geschwister. Frank, heute 64, wurde als eines von zehn Kindern (zweitältester) als Sohn von Samuel und Katherine Shorter in Middletown, einer Stadt 100 km nordwestlich von NY am Hudson River geboren. Vater Samuel, Arzt, galt als beliebt, sehr engagiert und ihm eilte der Ruf voraus, bei sozial Schwachen auch schon mal eine Rechnung zu vergessen. Sein Ansehen in Middletown war so gross, dass noch Jahre später bei dem grossen Empfang, den die Stadt dem frischgebackenen Olympiasieger Frank bereitete, der Vater fast mehr Aufmerksamkeit bekam als er selbst. Gegen aussen ein Held, war er zu Hause bei der Familie (4 Knaben, 6 Mädchen) für seine brutalen, sadistischen und inzestuösen Veranlagungen sehr gefürchtet. „Wenn mein Vater mich schlug, schlug er derart fest zu, dass er vor Anstrengung stöhnte, Dieses Stöhnen habe ich noch heute im Ohr. Ich suchte einen Weg, vor all dem Grauen davon zu laufen. Eine bessere Voraussetzung, um als Marathonläufer erfolgreich zu sein, gibt es nicht.“ Shorter litt unter seinem Vater qualvoll, aber er zerbrach nicht an ihm!
Warum dieses späte Outing? Frank Shorter: „ Ich hätte mir gewünscht, dass meine Geschwister und ich Hilfe bekommen hätten. Ich bin froh, dass man heute über diese Dinge sprechen kann und es Organisationen gibt, an die Betroffene sich wenden können. Ich wünschte, mein Vater hätte seine Probleme erkannt und auch er hätte Hilfe bekommen“.
Luxus…
Ich war heute mit dem Bike im Gebiet um/auf dem Uetliberg bei Zürich unterwegs. Trotz Regen und garstiger Witterung kann man dort auf den hervorragend ausgebauten Forstautobahnen ganz anständig trainieren. Eigentlich sind die Wege so gut ausgebaut dass man dort mit dem Rennrad, zumindest mit dem Crossrad, „biken“ könnte. Wenn ich mir zudem die Wohnanlagen oder Gebäulichkeiten in den anliegenden Ortschaften anschaue, stelle ich fest dass in Zürich die Gehälter definitiv in einer anderen Kategorie anzusiedeln sind. Aber irgendwie ist die Natur dort „steril“. Zu gepflegt, zu geputzt und vor allem überall in jeder Ecke sind die „Menschlichen“ Eingriffe präsent. Das Gebiet präsentiert sich eigentlich „besenrein“. Muss es ja irgendwie auch sein wenn letztendlich der Hund, Marke Königspudel (bestimmt mit einem Kilometerlangen Stammbaum versehen), mit dem Jaguar zum „Gassi gehen“ in den Wald chauffiert wird. Bei mir zuhause fährt“ Bäri“ höchstens auf dem Traktor mit. Abgesehen von alledem: Trainiert habe ich, trotz der Kälte, gut und der Ausblick auf Zürich war trotz dem fiesen Wetter genial!
Gerade noch…
…bevor der Regen wieder einsetzte, und der SCB eventuell Meister wird, konnte ich eine tolle Runde, meistens bei Sonnenschein, rund um Interlaken absolvieren. Wenn man alle Trails und Wege rund ums „Bödeli“ nutzt kommt man locker auf eine 30km- Runde. Wochentags ist man meistens allein unterwegs. Am Weekend und während der Saison sieht das etwas anders aus. Aber es gibt genügend andere Routen zum befahren. Leider hält sich der Schnee aktuell so um die 1400m noch recht hartnäckig. Die grossen Anstiege müssen noch einen Moment warten, aber für 800hm am Stück reicht es immer. Gestern bei meinem Lonjog in Kandertal hatte ich einmal mehr Schwierigkeiten mit meinen Asics– Schuhen. Schmerzen im Bereich der Fussballen, schwammiges Gefühl und der Schuh „rollt“ einfach nicht richtig. Ich komme auch mit der Grösse nicht mehr klar. Der letzte war zu klein, diese (1/2 Nr.) ist irgendwie zu gross. Irgendwas zum jammern braucht man ja 😉
