Frank Shorter…

Frank Shorter, Sieger Marathonlauf bei den Olympischen Spielen 1974 in München, war so etwas wie ein Idol für mich. Er war der Grund dass ich mich, plus abertausend andere, überhaupt für diese Sportart interessiert habe. Für mich war es beeindrucken wie er, währenddessen er bereits ein erfolgreicher Athlet war, sein Studium vorantrieb. Sein Trainer war übrigens ein gewisser Bob Giegengack der mit dem Waffeleisen seiner Frau Sohlen für Laufschuhe herstellte. Heute nennt man diese Sohlen Nike… Frank Shorter war einer der ersten dem es gelang seine Goldmedaille zu versilbern. Alles nichts neues und X-fach nachzulesen. Was ich erst vor kurzem mitbekommen habe, ist die schreckliche Jugend von Frank Shorter und seiner Geschwister. Frank, heute 64, wurde als eines von zehn Kindern (zweitältester) als Sohn von Samuel und Katherine Shorter in Middletown, einer Stadt 100 km nordwestlich von NY am Hudson River geboren. Vater Samuel, Arzt, galt als beliebt, sehr engagiert und ihm eilte der Ruf voraus, bei sozial Schwachen auch schon mal eine Rechnung zu vergessen. Sein Ansehen in Middletown war so gross, dass noch Jahre später bei dem grossen Empfang, den die Stadt dem frischgebackenen Olympiasieger Frank bereitete, der Vater fast mehr Aufmerksamkeit bekam als er selbst. Gegen aussen ein Held, war er zu Hause bei der Familie (4 Knaben, 6 Mädchen) für seine brutalen, sadistischen und inzestuösen Veranlagungen sehr gefürchtet. „Wenn mein Vater mich schlug, schlug er derart fest zu, dass er vor Anstrengung stöhnte, Dieses Stöhnen habe ich noch heute im Ohr. Ich suchte einen Weg, vor all dem Grauen davon zu laufen. Eine bessere Voraussetzung, um als Marathonläufer erfolgreich zu sein, gibt es nicht.“ Shorter litt unter seinem Vater qualvoll, aber er zerbrach nicht an ihm!

Warum dieses späte Outing? Frank Shorter: „ Ich hätte mir gewünscht, dass meine Geschwister und ich Hilfe bekommen hätten. Ich bin froh, dass man heute über diese Dinge sprechen kann und es Organisationen gibt, an die Betroffene sich wenden können. Ich wünschte, mein Vater hätte seine Probleme erkannt und auch er hätte Hilfe bekommen“.

Luxus…

Ich war heute mit dem Bike im Gebiet um/auf dem Uetliberg bei  Zürich unterwegs. Trotz Regen und garstiger Witterung kann man dort auf den hervorragend ausgebauten Forstautobahnen ganz anständig trainieren. Eigentlich sind die Wege so gut ausgebaut dass man dort mit dem Rennrad, zumindest mit dem Crossrad, „biken“ könnte. Wenn ich mir zudem die Wohnanlagen oder Gebäulichkeiten in den anliegenden Ortschaften anschaue, stelle ich fest dass in Zürich die Gehälter definitiv in einer anderen Kategorie anzusiedeln sind. Aber irgendwie ist die Natur dort „steril“. Zu gepflegt, zu geputzt und vor allem überall in jeder Ecke sind die „Menschlichen“ Eingriffe präsent. Das Gebiet präsentiert sich eigentlich „besenrein“. Muss es ja irgendwie auch sein wenn letztendlich der Hund, Marke Königspudel (bestimmt mit einem Kilometerlangen Stammbaum versehen),  mit dem Jaguar zum „Gassi gehen“ in den Wald chauffiert wird. Bei mir zuhause fährt“ Bäri“ höchstens auf dem Traktor mit. Abgesehen von alledem: Trainiert habe ich, trotz der Kälte, gut und der Ausblick auf Zürich war trotz dem fiesen Wetter genial!

Gerade noch…

…bevor der Regen wieder einsetzte, und der SCB eventuell Meister wird, konnte ich eine tolle Runde, meistens bei Sonnenschein, rund um Interlaken absolvieren. Wenn man alle Trails und Wege rund ums „Bödeli“ nutzt kommt man locker auf eine 30km- Runde. Wochentags ist man meistens allein unterwegs. Am Weekend und während der Saison sieht das etwas anders aus. Aber es gibt genügend andere Routen zum befahren. Leider hält sich der Schnee aktuell so um die 1400m noch recht hartnäckig. Die grossen Anstiege müssen noch einen Moment warten, aber für 800hm am Stück reicht es immer. Gestern bei meinem Lonjog in Kandertal hatte ich einmal mehr Schwierigkeiten mit meinen Asics– Schuhen. Schmerzen im Bereich der Fussballen, schwammiges Gefühl und der Schuh „rollt“ einfach nicht richtig. Ich komme auch mit der Grösse nicht mehr klar. Der letzte war zu klein, diese (1/2 Nr.) ist irgendwie zu gross. Irgendwas zum jammern braucht man ja 😉

Das war nix…

Heute habe ich mir beimLaufen eine richtige Klatsche eingefangen. Oder einfach die Quittung für das vernachlässigte Lauftraining in den letzten Wochen. Frustriert, nach Gründen suchend, (Das Wetter, die Schuhe, die kurzen Hosen etc. 😉 bin ich durch Feld, Wald und Wiesen gestapft und dabei innerlich vor mich hingejammert. Laufen sieht irgendwie anders aus. Zum Glück hat es (fast) niemand gesehen. Manchmal wundere ich mich schon wie andere, Altersgenossen die nach eigenen Aussagen eigentlich nie gelaufen sind, (zumindest die letzten Jahre) plötzlich loslegen und 12km- Runden und mehr mit einem 9er oder 10er –Schnitt hinlegen. Was sagt mir dass? Die haben Talent, ich habe davon  (zu) wenig und muss wieder mehr Lauftraining machen  😉

„Die Kondition“

Der Begriff „Kondition“ (Sport)  ist allgegenwärtig, nicht nur unter Sportlern. Die sportliche „Kondition“ ist ein Überbegriff für die Physischen Leistungsfähigkeit in den Bereichen Ausdauer, Beweglichkeit und Kraft. Ausdauer allein bringt noch keine gute Kondition. Wie auch, man kann zwar 3 Stunden am Stück laufen, aber um die Schuhe zu schnüren muss man sich hinsetzten weil die Beweglichkeit fehlt. Viele Ausdauersportler sind so beweglich wie eine Gartenforke. Genauso verhält es sich mit der Kraft. Als Radsportler, ganz besonders Mountainbiker sollte man den beiden Komponenten besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen. Häufig wird über den Winter gezielt das Krafttraining forciert und ab dem Frühjahr nach den ersten Trainingseinheiten kläglich vernachlässigt. Die erzielten Reize gehen langfristig verloren und das speziell im MTB-Sport so wichtige Kraftniveau entwickelt sich zurück. Ausgedehnte Bergauffahrten verbessern zwar die spezifische Kraftausdauer, aber sie ersetzen nicht das individuelle Kraftvermögen, das sich weiterentwickeln sollte. Daher sind Phasen mit gezieltem Krafttraining für den ganzen Körper über den gesamten Jahresverlauf zu empfehlen. Für mich war es klar dass ich im März wieder eine solche Kraftphase einlege. Bis jetzt kam ich im März auf 10 Spezifische Kraft- und 7 Beweglichkeitstrainings. (Ich besuche seit 3 Wochen, regelmässig einen Yoga-Kurs (8 Frauen 2 Männer) Grosses Gaudi für alle). Resultat: Es funktioniert bestens und „die Kondition“ wird immer besser.