Winterpokal…

Draussen ist es neblig, trüb, nass, dunkel und erst noch kalt. Leichtes Spiel für den inneren Sch… hund. Ausreden einfach sitzen oder liegen zu bleiben, gibt es ohne Ende. Zusätzlich gibt es auch noch die zahlreichen Jahresende und Feiertags- Aktivitäten die uns erfolgreich daran hindern, eigentlich fix geplante Trainingseinheiten, kurzerhand zu canceln. Das „schlechte Gewissen“ füttern wir mit den o.e. Ausreden oder mit einzelnen, oft überharten, Trainingseinheiten um eben dieses „schlechte Gewissen“ zu beruhigen. Unser (geliebtes) Umfeld unterstützt unsere Untätigkeit oft und gerne mit gutgemeinten Ratschlägen wie: Gönn Dir doch mal die Pause, du hast es verdient, nimm noch was von den Leckereien usw. Champions League wird auch Woche für Woche spannender und die Chipstüten grösser. Dazu müssen die Sommerlichen Bierreserven vom Verfalldatum gerettet werden. Um das ganze abzurunden kommt zum Abschluss der jeweiligen Weihnachtsmarkt und Shopping- Orgien noch eine leckere Pizza, Espresso und nicht zu vergessen 1 oder auch 2 Grappas dazu. Zwar schauen wir mit Kennerblick jedem, (jeder sowieso 😉 der uns joggend oder radelnd, entgegenkommt mit Argusaugen hinterher, um sofort wieder im „Ausredenkatalog“ zu blättern und das „schlechte Gewissen“ mit der passenden Ausrede zu beruhigen. Aber irgendwann ist Januar 2011…

Was kann man tun? Ich versuche es dieses Jahr mit dem Winterpokal. Ich steigere das ganze noch mit etwas Gruppendruck und habe mich in ein Winterpokal-Team eingeschrieben. Ob das hilft? Wir werden sehen, einen Versuch ist es alleweil wert.

 
winterpokal

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Zuviel unterwegs…

Vergangene Woche war ich (zu) viel unterwegs. Basel, Bern, Luzern, 2xZürich, Winterthur, Davos, Varese und Mailand. Auch wenn ich das Reisen und die damit verbundenen Tätigkeiten mag, bin ich froh dass solche Wochen die Ausnahme sind. Geniessen konnte ich vor allem die Tage in Davos. Laufen im Sertig- Tal ist, auch wenn dort bereits Schnee liegt, etwas besonderes. Trainingsmässig kam ich kaum zu kurz, statt das Bike habe ich die Laufschuhe strapaziert, aber die Ruhezeiten waren knapp. Diese Woche werde ich besser planen. Soweit die Theorie…

Oktobertage…

Die aktuelle Wetterlage in unseren Regionen war in den vergangenen Tagen eher Winterlich denn Herbst. Schnee bereits gegen 1000m oder drunter, tiefe Temperaturen und meistens Nass und Grau. Dazu ein gedrängter Terminkalender. Also runter vom Bike und rein in die Laufschuhe. Nach den ersten Runden auf dem Laufband folgte gleich ein erster Test im Schnee. Und…. Überraschung es ging ganz gut. Also gleich weiter laufen? Ja aber. Sobald sich das Wetter beruhigt werde ich mich auch wieder aufs Bike oder Rennrad schwingen und dann ab Mitte November mal für zwei Wochen nichts zu tun. Es sei denn Peter kommt aus dem Urlaub zurück und sagt: yes we do-it! Was genau? Abwarten…. 😉

Rennrad oder Bike?

Ich hatte in den letzten Tagen die Gelegenheit sowohl den Giro del Piemonte und den Giro di Lombardia zu verfolgen. Beides Italienische Klassiker. Die Lomardeirundfahrt ist ja das traditionelle Abschlussrennen des Weltcups. Beides sind unwahrscheinlich harte Rennen und werden auch sehr hart gefahren. Im Piemont wurden z.B die ersten 50 km in knapp einer Stunde zurückgelegt. Bei der Lobardeirundfahrt waren die Wetterbedingungen Grottenmässig oder unterirdisch. Was mich einmal mehr beeindruckt hat ist die Professionalität und die Leistungen der Strassenprofis. Ungeachtet der misslichen Bedingungen oder der schweren Strecke wurde da über Stunden „volles Rohr“ gefahren. Herrlich finde ich es, wenn Journalisten schreiben: Es blieb nur noch die kleine Schlussteigung von 200hm… (das notabene nach 245 km) Oft werde ich gefragt was den härter sei: Ein Rennen auf der Strasse oder ein Mountainbike-Rennen. Grundsätzlich sollte man die beiden unterschiedlichen Sportarten nicht vergleichen! Aber wenn schon, dann ist für mich der Strassenrennsport eindeutig härter. Warum?  Strassenprofis kommen auf mindestens 50-100 Renntage im Jahr. Manche auch auf bis zu 150. MTB-Profis so auf 25- 30 Renntage im Maximum. MTB-Rennen sind, Marathons mal ausgenommen, nach zwei Stunden fertig, die Strassenprofis kommen nach zwei Stunden gerade mal zur ersten Verpflegung. Umsteiger aus dem MTB-Sport zum Strassenrennsport benötigen eine relativ lange Zeit bis sie, wenn überhaupt, auf der Strasse erfolgreich sind. Siehe Evans, Kessiakoff, Fugelsang etc. Sicher wird es jetzt wieder Hinweise zum Thema Doping bei den Strassenprofis geben. Im Verhältnis zur Anzahl Profis ist die Anzahl der Dopingsünder im MTB-Bereich erschreckend hoch. Man nimmt diese einfach weniger zur Kenntnis.

Fazit: Ich bleibe dabei, wer richtig schnell biken will, muss sich, wie übrigens die meisten MTB-Cracks, die Härte auf der Strasse holen. Ich putze, auch wenn ich kein Crack bin, schon mal meine Rennräder…

Warmduscher…

Ich war heute mit einem Kollegen auf einer Besichtigungstour für die Gurtenclassic. Regen, Wind und Kälte von oben, unten schmuddelig, glitschig und einfach wähhh. Kurz gesagt nach gut einer Stunde bei rund 6 Grad war Schluss und wir sind nach Hause gefahren. Erkenntnis: Biken im Oktober macht nur bedingt Spass. Noch drei Wochen, bis zum 07.11.2010 Termin Gurtenclassic, regelmässiges Training bei diesen Bedingungen ist keine wirklich motivierende Option und die lange Saison macht sich langsam aber sicher bemerkbar. Fazit: Nochmals drüber schlafen und eventuell doch die mehr oder weniger verdiente Herbstpause früher einlegen? Zumal ich definitiv kein Schlechtwetterfahrer bin. +35 ja gerne aber biken bei unter 10 Grad ist für mich Wintersport. (Da bevorzuge ich aber andere Geräte und Kleidung 😉 Eben: Warmduscher, Beckenrandschwimmer, Cola Light- Trinker, Servolenker, Saunauntensitzer, Pfützenumfahrer etc. etc….