Heute noch ein Krafttraining, morgen eine lange Einheit auf dem Rad und dann heisst es los, ab ins Engadin. „Fröi“, zumal das Wetter keine grossen Kapriolen vorgesehen hat. Nichts tun, Beine hoch lagern, gut essen und am Freitag kurz den „Motor durchpusten“. Die Form stimmt und beim Material ist auch alles im grünen Bereich. Wenn es einigermassen trocken bleibt werde ich volles Risiko gehen und mit ausgesprochenen „Sommerreifen“ fahren. Wenn es knallt, ja nun dann: Pech gehabt. Aber die rollen einfach zu gut…
Kategorie: Training
Engadin…

Nächste Station, auf dem langen Weg in die USA, ist das Engadin, genauer der Nationalpark – Bike-Marathon. Ich freue mich auf dieses Rennen zumal mir schon die Gegend ausserordentlich behagt. Dieses Jahr werde ich bereits am Vortag anreisen. Bei der Tour-Transalp habe ich das Hotel Scaletta in S-canf kennen das, nebst einem perfekten Service, direkt bei Start liegt, kennen gelernt. Passt und ich spare mir das Gerödel mit dem Transport zum Start. (Zudem muss ich nicht so früh aufstehen;). Wenn ich die aktuell angeschlagene Pace im Training durchziehen kann, dann ist einiges möglich. Neu werde ich in diesem Jahr erstmals mein 29er Scott-Spark einsetzen. Für den Parcours m Engadin ist zwar kein Fully nötig, aber ich fühle mich aktuell auf dem Teil einfach pudelwohl. Zumal ich am Sonntag, anlässlich des Eigerbike in Grindelwald, bei Juri Ragnoli gesehen habe wie ein Scott-Spark auch gefahren werden kann gibt es keinen Zweifel bei der Materialwahl. Ein Wermuts – Tropfen bleibt. Warum knallt man bei der IXS- Marathonserie alle Teilnehmer ab 50 Jahren in ein und dieselbe Kategorie? Na was soll’s. Ist eigentlich egal. Hauptsache es macht Spass, regnet nicht und vom schneien wollen wir jetzt erst mal gar nicht reden 😉
Strava…
Seit einigen Wochen nutze ich das Online- Portal von Strava um meine Trainingseinheiten, nebst bei Garmin, zu speichern. Warum denn gerade Strava? Zugegeben es gibt bestimmt attraktivere, buntere und bekanntere Portale. (Runtastic usw). Es gibt auch Portale mit mehr Möglichkeiten und grösserem Angebot. Mir passt Strava weil ich, pro Trainingseinheit, genau bestimmen kann welche Parameter ich öffentlich zugänglich mache und welche nicht. Zudem sind unzählige Streckenabschnitte hinterlegt wo ich mich mit anderen Athleten vergleichen kann. Dass passiert automatisch beim hochladen der Daten. Man kann, wie überall, sich mit Freunden verbinden und so die Leistungen vergleichen oder auch kommentieren. Diesen Part lasse ich bei Strava ganz weg. Ich verfolge dort zwar ein paar ausgesuchte Athleten weil mich deren Leistungen echt interessieren. (Dank Strava weiss ich dass man meinen Heimweg auch mit einem 21er Schnitt fahren kann. (Allerdings nur der amtierende MTB- Marathon- Weltmeister 😉 Spannend finde ich auch den sogenannten Powermeter. (Leistungs Messung/Umrechnung). Also einfach mal hinschauen. Ach ja, Strava ist bis jetzt nur auf englisch nutzbar.
August…
Der August beginnt bei uns ja immer mit dem Nationalfeiertag am 1. Traditionell werden erst Reden geschwungen, dann wird tüchtig gegessen, geso… und gefeiert. (Bis vor wenigen Jahren war dieser 1. August übrigens nicht einmal ein Schweiz weiter Feiertag). Zu den gehaltenen Reden möchte ich mich nicht äussern aber es war alles dabei. Zum Schmunzeln, zum Stirne Runzeln oder auch zum Kopfschütteln. Dieses Jahr fiel der erste August idealerweise auf einen Donnerstag. Zusammen mit dem „Brücken- Freitag“ ergab sich für die meisten ein langes Weekend. Dazu ideales Sommerwetter und fertig waren die idealen Voraussetzungen für ein paar Tage Aktiv- und Outdoor Erlebnisse. Die Touristenströme im Berner Oberland waren mehr als imposant und manchmal fast zu viel. Idealerweise gibt es trotzdem immer noch „Ecken“ und Gebiete, in denen man seine Ruhe hat. Die vergangenen Tage nutzte ich zweigleisig. Auf der einen Seite besuchte ich, mit Niederländischen Freunden, ein paar Klassiker im Berner Oberland und an
andererseits war ich in den ruhigen und Touristisch weniger erschlossenen Regionen rund um meinen Wohnort unterwegs. Was mir im Moment fehlt ist die Zeit für die ganz langen Einheiten. Ich musste froh sein ab und zu mal 3 Stunden unterwegs zu sein. Ich hoffe das ich in den kommenden Wochen die eine oder andere Einheit nachholen kann. Erfreulicherweise kann ich in der Zwischenzeit auch wieder die eine oder andere Laufeinheit absolvieren. Es darf einfach nicht den Berg runter gehen. Flach oder ansteigend ist kein Problem. Runter wenn immer möglich vermeiden oder ich nehme „die Bahn“. Fazit: alles im grünen Bereich.
Höhentraining…
… Es gibt Dinge die ändern sich selten oder nie. Jedes Jahr, so ab mitte Juli, verwandelt sich das Oberengadin zu einem einzigen „MTB-Höhen-Trainingslager“. Praktisch die gesamte MTB- Elite der Schweiz ist derzeit im Grossraum St. Moritz anzutreffen. Vor allem die CC- Spezialisten bereiten sich auf die 2. Saisonhälfte und die anstehenden Weltmeisterschaften in Pietermaritzburg (SA) vor. Höhentraining was ist das? Wie geht das genau? Lohnt sich das? Sollen Hobbysportler auch?……
Höhentraining ist die Trainingsmethodik, die unter geringerer Sauerstoffkonzentration in der Atemluft durchgeführt wird. Wenn durch die Lungen weniger Sauerstoff als normalerweise in den Körper gelangt, ist das Hypoxie. Fast jeder hat schon einmal in seinem Leben mit Hypoxie zu tun gehabt. Wer zum Beispiel in den Bergen unterwegs ist, hat damit im weitesten Sinne schon Höhentraining gemacht. Auch wer schon mal mit einem Flugzeug geflogen ist, hat die Auswirkung der Hypoxie gespürt, der Druck im Innenraum der Kabine entspricht in etwa einer Höhe von 2500 Metern.
Unter natürlichem Höhentraining versteht man das Training in den Bergen in verschiedenen Höhenlagen. Beim künstlichen Höhentraining wird die Atemluft in einem Raum so verändert, dass diese der Luft in den Bergen entspricht. Je nach Trainingsziel können verschiedene Höhen simuliert werden. Es wird zwischen aktivem Höhentraining, bei dem der Trainierende aktiv ist und passivem Höhentraining, bei dem der Trainierende „nur“ unter Höhenbedingungen atmet, unterschieden.
Durch das Training in der sauerstoffreduzierten Luft bildet der Körper vermehrt neue rote Blutkörperchen, die eine erhöhte Sauerstoffaufnahmekapazität, einen verbesserten Sauerstofftransport und die effektivere Sauerstoffverwertung bewirken. Begibt man sich nach dem Höhentraining wieder in Regionen mit Standardatmosphäre, weist der Organismus unter Belastung ein verbessertes Leistungsniveau auf. Der erzielte Trainingseffekt bleibt auch im “Flachland” mehrere Wochen erhalten.
Je nach Trainingsziel sollte man auch die Form des Höhentrainings wählen. Findet der anstehende Wettkampf im Flachland statt, bietet sich die Live-high-train-low-Methode an: Halten Sie sich mindestens 3 Wochen lang 14 Stunden pro Tag in der Höhe auf, aber trainieren Sie im Tal. Wettkämpfe in der Höhe verlangen Aufenthalt, nicht unter 20 Tagen, und Training in der Höhe – das ist die klassische Live-high-train-high-Methode.
Höhentraining ist nicht nur für austrainierte Weltklasse-Athleten, auch normale Athleten können von Höhentraining sehr stark profitieren. Früher war es allein den professionellen Sportlern vorbehalten, denn für die Durchführung war ein mehrwöchiger Aufenthalt in der Höhe unabdingbar. Heutzutage gibt es jedoch künstliche Höhenräume, die das Höhentraining abseits der Berge ermöglichen. Künstliches Höhentraining kann von Ausdauersportlern zur Vorbereitung auf den nächsten Wettkampf oder von Alpinisten für die nächste Bergtour genutzt werden. Künstliches Höhentraining ist außerdem ein gesundes Training für Personen, die nach einer langen Krankheit oder Physiotherapie wieder zu ihrer alten Leistungsfähigkeit zurückwollen. Das Training in der Höhe stärkt das Herzkreislaufsystem mehr, als es draußen möglich wäre bei gleichzeitiger geringerer Intensität. Durch die verbesserte Fettverbrennung ist Höhentraining auch eine sehr gute Methode, um gesund Gewicht zu verlieren. Wer viel Übergewicht verlieren möchte, hat meist mit zwei Problemen zu kämpfen. Das erste ist, dass die Fettverbrennung des Köpers nur noch eingeschränkt funktioniert und dass das zusätzliche Gewicht beim Training stört. Das Höhentraining fördert die Fettverbrennungseigenschaften des Körpers schon bei niedriger Trainingsintensität. Das führt dazu, dass man mehr trainieren kann, was wiederum mehr Gewichtsverlust ermöglicht etc. etc…
Alles klar? Kaum. Zum Glück wird bei Wikipedia das Thema Höhentraining ausführlich beschrieben 😉 . Ich bin überzeugt dass Höhentraining sinnvoll und aus dem Spitzensport nicht wegzudenken ist. Für meine Person ist es etwas einfacher. 1. Ich bin kein Spitzensportler 2. Da ich bereits dauernd auf rund 1000m lebe und regelmässig in dieser Höhe trainiere habe ich bereits einen kleinen „Höheneffekt. Dazu kommt dass ich regelmässig in Höhen über 1’800m unterwegs bin. Das ergibt dann wohl einen gewissen Liv-low-train-high- Effekt. Ob es mir was bringt? Keine Ahnung, aber ich fühle micht gut und es ist um diese Jahreszeit in der Höhe allgemein angenehmer, als bei plus 30 Grad am Strand zu liegen 😉
