Die grünen Einträge…

sportzentrum…in meinen ganz privaten, und nirgendwo einsehbaren Trainingstagebuch, sind zurück. Die grünen Felder stehen für Krafttraining und Kraft- Intervalle. Nach meiner Augen- OP musste ich, was Gewichte stemmen angeht, für mindestens zwei Wochen aussetzen. Gestern habe ich es versucht und es gab, wie erwartet, keine Probleme. Allerdings stellte ich fest das ich beim Krafttraining tatsächlich etwas im Auge spüre. Es ist eine Art Druck der z.B. beim Bankdrücken zu spüren ist. Aber definitiv höchstens etwas unangenehm aber nicht einmal störend.  Vermutlich lässt auch noch das nach oder ich gewöhne mich daran. A pro Pos gewöhnen. Ich versuche immer wieder meine Leistungen zu analysieren und zu reflektieren. Ich stelle seit geraumer Zeit fest dass ich eigentlich in den Steigungen oder Abfahrten kaum 2013-09-18 14.59.25Zeit verliere. Mein Problem sind die „Roller-Strecken“. So auch am NPBM im Engadin. Aktuell arbeite ich mit regelrechten „MTB-Roller-Einheiten“ an dieser Schwäche. Ist zwar etwas öde, anstrengend aber siehe da es wirkt. Die Wattzahlen  bestätigen das Gefühl. Diese Trainings absolviere ich aktuell bevorzugt im Raum Brienz – Haslital – Meiringen. Ein dichtes Netz an Wegen und Strässchen, kaum Verkehr und erst noch attraktiv für’s Auge. Zwischendurch geht es aber auch ab auf die Hometrails was nichts anderes heisst als Bergauf – Bergab.

Du bist „Sportblind“…

picCAO… und hast keine Ahnung wurde mir kürzlich vorgeworfen. (ich hatte mich vehement ins Zeug gelegt, dass die grösste Schweizer Stadt endlich taugliche Sportstätten bekommt). Bin ich definitiv nicht! Längst nicht alles was rund um den Sport passiert, getan oder eben nicht getan wird, wird von mir gutgeheissen. Im Gegenteil. Klar ist, dass bei mir die positiven Dinge rund um den Sport überwiegen. Dennoch soll man Sport, das dazu gehörende Umfeld oder die Emissionen durchaus auch kritisch sehen. Man darf, oder muss sogar, sportliche Anlässe, Sportler und Organisationen, auch hinterfragen dürfen.

Ist der Gigantismus bei Grossanlässen wie Olympische Spiele gerechtfertigt? Sind dutzende Millionen Transfergelder für einen einzelnen Spieler in Ordnung? Braucht es Millionen- Saläre bei Sportlern. Braucht es Autos die mit knapp 300 kmh im Kreis herum fahren? Wie sinnvoll ist es im Sommer Eisflächen zu produzieren und im Winter Rasen zu heizen. Ist es zu verantworten dass sich im Sommer hunderte mit Ski auf den schmelzenden Gletschern tummeln oder im Winter Wiesen beschneit werden dass sich knapp hundert Ski- Profis mit über 100 Sachen, durch die gerodeten Sturzräume in die Tiefe stürzen? Braucht es gesperrte Strassen, schrille Werbekolonnen und hunderte Tonnen Müll nur weil 180 Radfahrer möglichst schnell von A nach B fahren? Oder gar ganze Stadtgebiete gesperrt und unpassierbar sind weil tausende Hobbysportler ihre persönlichen Grenzen beim Marathon ausloten? Nein das alles braucht es so besehen eigentlich nicht.

Aber stellen wir uns vor, all das gäbe es nicht. Wäre die Weltlage und die Umwelt „besser“?  Die Menschen gesünder oder wohlhabender? Wären die Hungersnöte und das soziale Gefälle kleiner? Die Politik kompetenter und weniger korrupt? Oder wäre der Wohlstand auf dieser Erde besser verteilt? Ich weiss es nicht. Bei aller (berechtigten) Kritik, ist und bleibt der Sport ein wichtiger Faktor der Gesellschaft auf diesem Planeten. Es ist auch gut dass es Kritiker gibt. Leider vermisse ich die konstruktiven Kritiker, welche um Vorschläge für einen verträglicheren und den globalen Veränderungen angepassten Sport, nicht verlegen sind. Es gäbe noch dutzende von Argumenten für oder gegen den Sport. Genau so wie für alle anderen Dinge die uns bewegen. Apropos bewegen, Ich gehe jetzt Sport treiben statt hier über Dinge zu schreiben die ich eh nicht verstehe 😉

Engadin…

NP-Marathon

Nächste Station, auf dem langen Weg in die USA, ist das Engadin, genauer der Nationalpark – Bike-Marathon. Ich freue mich auf dieses Rennen zumal mir schon die Gegend ausserordentlich behagt. Dieses Jahr werde ich bereits am Vortag anreisen. Bei der Tour-Transalp habe ich das Hotel Scaletta in S-canf kennen das, nebst einem perfekten Service, direkt bei Start liegt, kennen gelernt. Passt und ich spare mir das Gerödel mit dem Transport zum Start. (Zudem muss ich nicht so früh aufstehen;). Wenn ich die aktuell angeschlagene Pace im Training durchziehen kann, dann ist einiges möglich. Neu werde ich in diesem Jahr erstmals mein 29er Scott-Spark einsetzen. Für den Parcours m Engadin ist zwar kein Fully nötig, aber ich fühle mich aktuell auf dem Teil einfach pudelwohl. Zumal ich am Sonntag, anlässlich des Eigerbike in Grindelwald, bei Juri Ragnoli gesehen habe wie ein Scott-Spark auch gefahren werden kann gibt es keinen Zweifel bei der Materialwahl. Ein Wermuts – Tropfen bleibt. Warum knallt man bei der IXS- Marathonserie alle Teilnehmer ab 50 Jahren in ein und dieselbe Kategorie? Na was soll’s. Ist eigentlich egal. Hauptsache es macht Spass, regnet nicht und vom schneien wollen wir jetzt erst mal gar nicht reden 😉

Strava…

Strava LogoSeit einigen Wochen nutze ich das Online- Portal von Strava um meine Trainingseinheiten, nebst bei Garmin, zu speichern. Warum denn gerade Strava? Zugegeben es gibt bestimmt attraktivere, buntere und bekanntere Portale. (Runtastic usw). Es gibt auch Portale mit mehr Möglichkeiten und grösserem Angebot. Mir passt Strava weil ich, pro Trainingseinheit, genau bestimmen kann welche Parameter ich öffentlich zugänglich mache und welche nicht. Zudem sind unzählige Streckenabschnitte hinterlegt wo ich mich mit anderen Athleten vergleichen kann. Dass passiert automatisch beim hochladen der Daten. Man kann, wie überall, sich mit Freunden verbinden und so die Leistungen vergleichen oder auch kommentieren. Diesen Part lasse ich bei Strava ganz weg. Ich verfolge dort zwar ein paar ausgesuchte Athleten weil mich deren Leistungen echt interessieren. (Dank Strava weiss ich dass man meinen Heimweg auch mit einem 21er Schnitt fahren kann. (Allerdings nur der amtierende MTB- Marathon- Weltmeister 😉 Spannend finde ich auch den sogenannten Powermeter. (Leistungs Messung/Umrechnung). Also einfach mal hinschauen. Ach ja, Strava ist bis jetzt nur auf englisch nutzbar.

Höhentraining…

2013-07-21 09.38.42… Es gibt Dinge die ändern sich selten oder nie. Jedes Jahr, so ab mitte Juli, verwandelt sich das Oberengadin zu einem einzigen „MTB-Höhen-Trainingslager“. Praktisch die gesamte MTB- Elite der Schweiz ist derzeit im Grossraum St. Moritz anzutreffen. Vor allem die CC- Spezialisten bereiten sich auf die 2. Saisonhälfte und die anstehenden Weltmeisterschaften in Pietermaritzburg (SA) vor. Höhentraining was ist das? Wie geht das genau? Lohnt sich das? Sollen Hobbysportler auch?……

Höhentraining ist die Trainingsmethodik, die unter geringerer Sauerstoffkonzentration in der Atemluft durchgeführt wird. Wenn durch die Lungen weniger Sauerstoff als normalerweise in den Körper gelangt, ist das Hypoxie. Fast jeder hat schon einmal in seinem Leben mit Hypoxie zu tun gehabt. Wer zum Beispiel in den Bergen unterwegs ist, hat damit im weitesten Sinne  schon Höhentraining gemacht. Auch wer schon mal mit einem Flugzeug geflogen ist, hat die Auswirkung der Hypoxie gespürt, der Druck im Innenraum der Kabine entspricht in etwa einer Höhe von 2500 Metern.

Unter natürlichem Höhentraining versteht man das Training in den Bergen in verschiedenen Höhenlagen. Beim künstlichen Höhentraining wird die Atemluft in einem Raum so verändert, dass diese der Luft in den Bergen entspricht. Je nach Trainingsziel können verschiedene Höhen simuliert werden. Es wird zwischen aktivem Höhentraining, bei dem der Trainierende aktiv ist und passivem Höhentraining, bei dem der Trainierende „nur“ unter Höhenbedingungen atmet, unterschieden.

Durch das Training in der sauerstoffreduzierten Luft bildet der Körper vermehrt neue rote Blutkörperchen, die eine erhöhte Sauerstoffaufnahmekapazität, einen verbesserten Sauerstofftransport und die effektivere Sauerstoffverwertung bewirken. Begibt man sich nach dem Höhentraining wieder in Regionen mit Standardatmosphäre, weist der Organismus unter Belastung ein verbessertes Leistungsniveau auf.  Der erzielte Trainingseffekt bleibt auch im “Flachland” mehrere Wochen erhalten.

Je nach Trainingsziel sollte man auch die Form des Höhentrainings wählen. Findet der anstehende Wettkampf im Flachland statt, bietet sich die Live-high-train-low-Methode an: Halten Sie sich mindestens 3 Wochen lang  14 Stunden pro Tag in der Höhe auf, aber trainieren Sie im Tal. Wettkämpfe in der Höhe verlangen Aufenthalt, nicht unter 20 Tagen, und Training in der Höhe – das ist die klassische Live-high-train-high-Methode.

Höhentraining ist nicht nur für austrainierte Weltklasse-Athleten, auch normale Athleten können von Höhentraining sehr stark profitieren. Früher war es allein den professionellen Sportlern vorbehalten, denn für die Durchführung war ein mehrwöchiger Aufenthalt in der Höhe unabdingbar. Heutzutage gibt es jedoch künstliche Höhenräume, die das Höhentraining abseits der Berge ermöglichen. Künstliches Höhentraining kann von Ausdauersportlern zur Vorbereitung auf den nächsten Wettkampf oder von Alpinisten für die nächste Bergtour genutzt werden. Künstliches Höhentraining ist außerdem ein gesundes Training für Personen, die nach einer langen Krankheit oder Physiotherapie wieder zu ihrer alten Leistungsfähigkeit zurückwollen. Das Training in der Höhe stärkt das Herzkreislaufsystem mehr, als es draußen möglich wäre bei gleichzeitiger geringerer Intensität. Durch die verbesserte Fettverbrennung ist Höhentraining auch eine sehr gute Methode, um gesund Gewicht zu verlieren. Wer viel Übergewicht verlieren möchte, hat meist mit zwei Problemen zu kämpfen. Das erste ist, dass die Fettverbrennung des Köpers nur noch eingeschränkt funktioniert und dass das zusätzliche Gewicht beim Training stört. Das Höhentraining fördert die Fettverbrennungseigenschaften des Körpers schon bei niedriger Trainingsintensität. Das führt dazu, dass man mehr trainieren kann, was wiederum mehr Gewichtsverlust ermöglicht etc. etc…

Alles klar? Kaum. Zum Glück wird bei Wikipedia das Thema Höhentraining ausführlich beschrieben 😉 . Ich bin überzeugt dass Höhentraining sinnvoll und aus dem Spitzensport nicht wegzudenken ist. Für meine Person ist es etwas einfacher. 1. Ich bin kein Spitzensportler 2. Da ich bereits dauernd auf rund 1000m lebe und regelmässig in dieser Höhe trainiere habe ich bereits einen kleinen „Höheneffekt. Dazu kommt dass ich regelmässig in Höhen über 1’800m unterwegs bin. Das ergibt dann wohl einen gewissen Liv-low-train-high- Effekt. Ob es mir was bringt? Keine Ahnung, aber ich fühle micht gut und es ist um diese Jahreszeit in der Höhe allgemein angenehmer, als bei plus 30 Grad am Strand zu liegen 😉