Sommertouren…

Wie die meisten geniesse ich zurzeit das tolle Sommerwetter. Sogar die Temperaturen sind, dank der Bise, erträglich. Grindelwald, Gstaad oder die Thunerseeregion mach ich praktisch täglich mit dem Bike oder dem Rennrad „unsicher“. Am Sonntag besichtigte ich die neue 22km Strecke des Eigerbike. Die Strecke wird als Kurzstrecke für Einsteiger „verkauft“. Diese Bezeichnung entlockt mir ein kleines schmunzeln. 1050hm verteilt auf 22km als Einsteigerstrecke, da könnte sich der/die eine oder andere durchaus verschätzen. Fazit die Strecke ist, Panorama und Beschaffenheit, gigantisch schön und zu empfehlen. Aber nicht zu unterschätzen. Wobei wir ja alle wissen dass MTB-Rennen definitiv nicht auf „dem Ponyhof“ stattfinden…

Es hat sich kaum gelohnt…

Nach einem kurzen Training bin ich gestern, zusammen mit meiner Frau und Freunden, zum Konzert von Katie Melua nach Montreux gefahren. Fazit: Tolle Sängerin, hübsche Frau, Klasse Begleitband aber ein, Sorry, stinklangweiliger Auftritt. Es kam weder Stimmung noch Begeisterung auf. Man kann es, was ruhige Balladen anbetrifft, auch übertreiben. Nach 45 Minuten habe ich mich aufs Sofa vor dem Auditorium verzogen und bin auf den bequemen Sofas (fast) eingeschlafen. Schade…

Etwas wehmütig…

…blicke ich im Moment nach Bayern, Füssen, wo soeben die 13. Ausgabe der Bike Transalp gestartet ist. Wehmütig vor allem aus dem Grund weil ich selber gerne dabei. Das Rennen ist zwar hart, man muss jeden Tag an seine Grenzen gehen, aber all die Erlebnisse und Eindrücke die man in den acht Etappen bis zum Gardasee täglich hat,  sind unvergleichlich. Leider habe ich auch in diesem Jahr keinen passenden Partner gefunden. Grund: Männer in meiner Alterskategorie sind in der Regel nur noch als Fernsehathleten aktiv. Diese Aussage ist zwar etwas gemein aber leider wahr. Zudem haben selbstverständlich die meisten das übliche Manko: Keine Zeit!  Also wenn jemand zwischen 50 bis ?? im 2011 für die Bike-Transalp 2011 einen Partner suchen sollte…

Ich habe mein Programm diese Woche, geplant war eine Regenerationswoche, nach dem Aus beim Dolomitisuperbike geändert. Am Montag gab es ein hartes Training mit einem Kollegen. Am Donnerstag habe ich eine wunderschöne Tour zum Arnensee, liegt bei Gstaad, gemacht und gestern war ich mit dem Rennrad unterwegs. Nach einem feuchtfröhlichen Grillabend ist das geplante Training heute ausgefallen. Dafür habe ich mich verpflichtet am kommenden Eigerbike, einen Kollegen mit momentan etwas „eingeschränkter Fitness, als Helfer über die 22km Strecke zu lotsen.

Und dann gestern Abend noch die Hiobsbotschaft aus dem Profi-Lager Roel Paulissen wurde des Dopings überführt. Ich möchte dazu nichts sagen, obwohl mir ein bestimmtes Wort auf der Zunge brennt. Ich denke momentan an Christoph Sauser der von diesem Herrn um den MTB-Marathon-WM-Titel beschissen wurde!

Frustbewältigung…

Zuerst vielen Dank für die zahlreichen Aufmunterungen. In der Zwischenzeit hat sich der ganz grosse Frust verzogen und ich bin froh mit ein paar Schürfungen und blauen Flecken mehr, bereits wieder unterwegs zu sein. Soeben hat es mich fast auf den Socken gehauen als mich der Verursacher des Sturzes angerufen und sich in aller Form entuldigt hat. Ihm wünsche ich, er hat ein gebrochenes Schlüsselbein, an dieser Stelle nochmals gute besserung und eine baldige Rückkehr aufs Bike. Respekt, der Typ hat Stil und Format! Zur Frustbewältigung bin ich gestern mit einem Kumpel durchs Kandertal gebrettert. Irgendwie wurde aus einer geplanten lockeren Einheit eine knüppelharte Trainingseinheit. Einer hat angefangen und keiner wollte nachlassen. Rund 50km haben wir uns gegenseitig durch die Gegend gejagt. Hat richtig gut getan.

Achtung, fertig und aus…

Gestern stand ich also um 07:30 am Start des Dolomitisuperbike in Villabassa. Ausgeruht, frisch und voller Tatendrang. Der Start, mit über 30 Minuten Verspätung, der „Live-Helikopter“ hatte Verspätung, ging es mit dem üblichen Gerangel los. Ich erwischte eine ideale Gruppe und ab in die erste Steigung Richtung Plätzwiese. Meine Absicht war es, zuerst mal in dieser Gruppe, bestehend aus jüngeren Teilnehmern, über den ersten Berg kommen und dann mal schauen… Dank dem gleichmässigen und ruhigen Tempo gelang das bestens. Bei der Abfahrt von der Plätzwiese passierte es dann. Eine kleine Gruppe fuhr von hinten im Kamikaze-Stil auf unsere Gruppe auf, wir hatten diese drei kurz vor dem Bergpreis ein und überholt. Wer die Abfahrt von der Plätzwiese kennt, weiss wie schnell und heikel diese auf Grund der „steinigen“ Beschaffenheit ist. In einer der engen Kurve wollte einer unbedingt innen durch, brachte die beiden vor mir fahrenden Teilnehmer zu Fall, ich legte mich drauf und zwei weitere legten sich zu mir. Resultat: ein gebrochner Lenker, abgerissene Bremsschläuche, eine gebrochene Felge, drei mal platte Reifen, ein Schlüsselbeinbruch, diverse Schürfungen, eine schwere Hirnerschütterung und eben eine, meine, abgerissene Schaltung! Persönlich gab es bei mir nur ein aufgeschürfter Ellenbogen und diverse blaue Flecken. Die sich nach einem heftigen Wortgefecht anbahnende Prügelei zwischen betroffenen Italienern, Schweizern (ich) und den Verursachern aus Deutschland wurde von nachfolgenden Teilnehmern zum Glück unterbunden. Fazit: Fahrtechnik-Kurse in Deutschland müssten eigentlich boomen…