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Achtung, fertig und aus…


Gestern stand ich also um 07:30 am Start des Dolomitisuperbike in Villabassa. Ausgeruht, frisch und voller Tatendrang. Der Start, mit über 30 Minuten Verspätung, der „Live-Helikopter“ hatte Verspätung, ging es mit dem üblichen Gerangel los. Ich erwischte eine ideale Gruppe und ab in die erste Steigung Richtung Plätzwiese. Meine Absicht war es, zuerst mal in dieser Gruppe, bestehend aus jüngeren Teilnehmern, über den ersten Berg kommen und dann mal schauen… Dank dem gleichmässigen und ruhigen Tempo gelang das bestens. Bei der Abfahrt von der Plätzwiese passierte es dann. Eine kleine Gruppe fuhr von hinten im Kamikaze-Stil auf unsere Gruppe auf, wir hatten diese drei kurz vor dem Bergpreis ein und überholt. Wer die Abfahrt von der Plätzwiese kennt, weiss wie schnell und heikel diese auf Grund der „steinigen“ Beschaffenheit ist. In einer der engen Kurve wollte einer unbedingt innen durch, brachte die beiden vor mir fahrenden Teilnehmer zu Fall, ich legte mich drauf und zwei weitere legten sich zu mir. Resultat: ein gebrochner Lenker, abgerissene Bremsschläuche, eine gebrochene Felge, drei mal platte Reifen, ein Schlüsselbeinbruch, diverse Schürfungen, eine schwere Hirnerschütterung und eben eine, meine, abgerissene Schaltung! Persönlich gab es bei mir nur ein aufgeschürfter Ellenbogen und diverse blaue Flecken. Die sich nach einem heftigen Wortgefecht anbahnende Prügelei zwischen betroffenen Italienern, Schweizern (ich) und den Verursachern aus Deutschland wurde von nachfolgenden Teilnehmern zum Glück unterbunden. Fazit: Fahrtechnik-Kurse in Deutschland müssten eigentlich boomen…

  1. Der Grund, warum ich keine (Marathon)-Rennen mehr fahre. Es gibt einfach zuviele Verrückte, die ohne Aussicht auf Ruhm oder Geld hirnlos oder vollgepumpt mit irgendwelchen Mittelchen rücksichtslos durch die Gegend fahren.
    1995 bin ich den allerersten Dolomitisuperbike mitgefahren, war eine super Veranstaltung, tolle Strecke und Top-Wetter. Das Feld hat sich schnell auseinandergezogen und man kam sich nie irgendwie in die Quere. Riskante Fahrmanöver waren bei über 100km Fahrstrecke überhaupt kein Thema. Schade, dass sich die Marathonszene so negativ entwickelt hat.

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    12. Juli 2010
  2. Naja, so unbelehrbare und übereifrige gibt es bestimmt überall. Und leiden tun meisten die anderen.

    Ich mache allerdings auf jeden Fall so nen Kurs 😉

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    12. Juli 2010
  3. Davon ab, die Dummen sterben nicht aus!! Vor 2 Wochen haben sie einen Freund von mir umgefahren. Nierenriss 😦 Kurz vorm Ziel ohne großen Zweikampf!!!!

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    12. Juli 2010
  4. Ich habe auch noch kein Fahrtechnikseminar besucht, aber ich schalte auch meinen Kopf während eines Rennens nicht aus. Wenn monatelange Vorbereitung auf so ein Event durch grobe Fahrlässigkeit zunichte gemacht wird, ist es doch mehr als ärgerlich. Zumal ein 100 km Marathon definitiv in keiner Abfahrt entschieden wird. Wobei aber wohl die Nationenfrage eher sekundär ist. Kopflose gibts überall.
    Gut, das nicht mehr passiert ist.
    Aber trotzdem mal gute Besserung

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    12. Juli 2010
  5. Ich habe ebenfalls noch kein Fahrtechnik Seminar besucht, aber ich schalte auch meinen Kopf nicht während des Rennens aus. Klar wird es immer Rennunfälle geben, aber ein 100 km Marathon wird definitiv nicht in der ersten Abfahrt entschieden, sondern eher an den langen Steigungen.
    Trotzdem gut, das nicht mehr passiert ist, Material kann ja ersetzt werden. Es ist schon schade, wenn monatelange Vorbereitung auf so ein Event durch grobe Fahrlässigkeit zunichte gemacht wird.

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    12. Juli 2010
  6. Rennunfälle wird es immer wieder geben!! Und wenn Platz da ist, warum nicht durch. Das der Sturz natürlich solche Folgen hat ist schlimm, erst recht wenn man sich so lange und intensiv vorbereitet hat!! Gut das Du es wenigstens ohne größere Verletzung überstanden hast!! Ich werde jedenfalls keinen Kurs besuchen, obwohl Deutscher 😆

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    12. Juli 2010

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