Also die Wildsaison ist bei uns noch nicht eröffnet. „Wild“ war meine Woche vor allem aus dem Grund, weil ich eine Menge an Terminen, praktisch verteilt auf die ganze Schweiz, zu absolvieren hatte. Da meine Termine meistens grosszügig entschädigt werden und Spass machen, möchte ich mich keinesfalls beschweren! Das trainieren wird dann einfach etwas schwieriger. Dazu kam noch eine etwas instabile Wetterlage die es punkto Trainings auch nicht einfacher machte. Trotzdem gab es eine stattliche Anzahl an Stunden und km. Bereits werden die Tage (leider) wieder spürbar kürzer. Ach ja ich habe zugegebenermassen auch noch einige Stunden mit unserer neuen Mitbewohnerin „verplempert“. Tiara heisst der süsse Wollknäuel und ist 13 Wochen alt. Mich erstaunt immer wieder welche Selbstständigkeit und Charakter diese kleinen Lebewesen nach so wenigen Wochen bereits entwickelt haben. Wenn ich das mit dem Getue und Gejammer von erwachsenen (meist männlichen) Menschen, ich könnte auch sagen Heulsusen und Weicheier, vergleiche…
Autor: erichvonallmen
Eine gute Woche…
Die letzten Tage sass ich, nebst der Arbeit und einer Kraft-Trainingseinheit im Medwell Thun, über 12 Stunden auf meinen Mountain Bikes. Die längste Einheit, bei Nasskalter Witterung, war 86 km lang gespickt mit etlichen Höhenmetern. Alles ohne Probleme mit viel Freude an der Sache und hervorragenden Werten. Man nennt so etwas wohl „in Form sein“ 😉
Dopingexperten…
Ich staune immer wieder über die unzähligen Dopingexperten und Kenner der Radsportszene. Besonders in unserem nördlichen Nachbarland lässt man keine Möglichkeit aus den Radsport zu verunglimpfen. Was ich da manchmal, verfasst von Fernsehathleten und Möchtegern- Radsportkennern, lese oder von deutschen Kommentatoren zu hören bekomme ist schlichtweg peinlich, emotional ohne das nötige Fachwissen und oft mehr als fraglich.
Der Radsport ist nicht sauber! Genau so wenig wie Fussball, Biathlon, Eisschnellaufen etc. etc. Aber der Radsport arbeitet an dem Problem und zwar so intensiv wie es zurzeit möglich ist. Auch wenn man das, insbesondere in Deutschland angeführt von dem hier zitierten Werner Franke, nicht wahrhaben will. (Notabene dem Herrn Werner Franke, der sich, u.a. vehement für die Verteidigung der Zahnpasta-Räubergeschichte von Dieter Baumann hat einspannen lassen).
In und um Gstaad…
Meine heutige Trainingstour absolvierte ich in der Region Gstaad. Saanen-Turbbachtal-Türli-Lauenen-Gstaad-Saanen, so der grobe Streckenbeschrieb. Die Region Gstaad und Umgebung hat unzählige tolle Touren und Trails. Viele dieser Touren sind für „Bike-Touristen“ hervorragend ausgeschildert und dokumentiert. Kompliment. Alle? Nein nicht alle. Eine stattliche Anzahl an Trails und Touren sind nicht ausgeschildert und auch nicht dokumentiert. (Single Trail Map mal ausgenommen). Es sind alles Touren mit einem relativ hohen Schwierigkeitsgrad oder Touren in sensiblen Landschaften. Gstaad macht das völlig richtig dass solche Touren nicht ausgeschildert werden. Trails welche eine sehr gut Fahrtechnik, Erfahrung, Ortskenntnisse plus die entsprechende Kondition erfordern, gehören nicht ins Angebot „für Alle“! Gstaad hat das, im Gegensatz zu anderen Destinationen, richtig erkannt.
Selbstverständlich kann man heutzutage überall entsprechende „Insider-Informationen“ nachlesen, beschaffen oder Downloaden. Die Hochglanzmagazine sind voll davon, GPS-Tracks kostenlos erhältlich usw. Ich muss einfach immer wieder an die Vernunft der Leute appellieren sich nicht zu überschätzen und Vorsicht walten lassen. Oder noch besser, leistet Euch einen Guide oder Insider der die Routen und Begebenheiten, die sich im Hochgebirge laufend verändern können, kennt und damit umzugehen weiss. Zudem kann man so begleitet eine Tour wirklich geniessen statt permanent auf das GPS zu glotzen und hoffen das es richtig herum montiert ist 😉
Das sind Schlagzeilen wie Sie der Mountainbikesport definitiv nicht braucht!

