Wenn ich diesen allgemeinen Hype über die Kälte und extremen Wetterbedingungen höre oder lese wundere ich mich schon. Erstens ist es schlichtweg einfach Winter und da sind Temperaturen im zweistelligen Minusbereich durchaus normal. Extrem wird‘s ab -20 aufwärts. Ärsche, sorry, werden sich gleich dutzendweise abgefroren, sich draussen zu bewegen wird zur Extrem- Erfahrung unter grösstem Risiko und enormen Quale. Obwohl beispielsweise jeder beim Einkaufen von Funktionsbekleidung grossen Wert darauf legt dass diese gerade für extreme Bedingungen geeignet ist. Resultat: Bekleidung Top Inhalt floppt. Besonders peinlich finde ich das Gejammer von (sogenannten) Sportlern. Diese doch sonst so harten unnachgiebigen, heroischen und harten Kerle sehen sich kaum in der Lage diesen brutalen äusseren Bedingungen ein oder zwei Stunden Paroli zu bieten und bleiben zu Hause. (Ich schreibe hier nicht von einem Dario Cologna der wegen den extremen Temperaturen und Reisestrapazen nach Russland auf einen Wettkampf verzichtet, das finde ich das absolut in Ordnung, clever und vernünftig!) In wenigen Wochen geht es in die andere Richtung und es wird wieder über die zu warmen Temperaturen und den aussergewöhnlich milden sommerlichen Frühling, schwitze wie die Sau, gejammert, wetten. Beruhigend wir, ich nehme mich da nicht aus, haben keine wirklich grossen Sorgen oder?
Vielen Dank übrigens an alle Leute die draussen dem Winter trotzen, und dafür sorgen dass wir drinnen, angenehm beheizt, über den harten Winter jammern können!

Der Nebel hing tief, war zäh und auch über 1600m noch keine Spur von Sonne oder zumindest „etwas Himmel“. Ich „tourte“ heute in der Region Under und Obersuld und dann Richtung Faltschen, von dort hinunter nach
War heute bei mir gefragt. Diverse Kleinigkeiten mussten erledigt werden, Handelsregistereinträge aktualisieren, Besprechung mit Handwerker betreffend Küche, Post bearbeiten, Material-bestellungen usw. usw. Ich hasse diesen Kleinkram weiss aber zugleich dass all das notwendig ist. Als alles endlich erledigt war, war auch die Sonne weg und die Schlechtwetterfront da. Geplant war ein weiteres GA- Training, am frühen Morgen war ich kurz zum Krafttraining, von 2-3 Stunden. Der langen Rede kurzer Sinn: Umziehen Skating-Skis eingepackt und schnell zur Loipe. Es wurden knapp 2 ½ nasse Stunden und zum Schluss war ich weniger müde als vor dem Training. In solchen Momenten kann ich mich (noch) immer auf eine gewisse Mentale Stärke meinerseits verlassen.
Der typische Wintertag 2012. Oben, ab ca. 1’200m ein strahlend blauer Himmel, wolkenlos viel Schnee und angenehme Temperatur. Unten grau in grau, darüber die zähe Hochnebeldecke. Zwischen 900 und 1’100m dichter Nebel. Raus aus dem Nebel und ab auf eine Tour war mein Motto. Das wunderbare Wetter entschädigte einem für den zähen Aufstieg im dichten Nebel. Über 4 Stunden Bergauf und nur wenige Minuten, in teilweise dichtem Nebel, bergab. Skitourengehen halt. Oder effektives und spannendes Grundlagentraining.