Gutes muss nicht…

20161111_113213…teuer sein. Es war im Herbst vor 2 Jahren, als ich beim Start zu einem MTB- Training in Interlaken der Meinung war ich hätte meine Handschuhe vergessen. 3 Möglichkeiten: Ohne fahren, mache ich im Sommer fast immer, oder ich beschaffe mir welche vor Ort oder nochmals retour nach Hause. Entscheidung: beschaffen. Bikeshops vor Ort hatten Mittagspause, sprich geschlossen. Stop rechts ran da ist doch so ein Tchibo- Laden. Gesagt getan und da es Herbst war gab es gerade eine Aktion mit Outdoor- Klamotten für Läufer. Siehe da Handschuhe für CHF 12.- waren auch dabei. Size 9 gepackt zur Kasse zum bezahlen. Beim hervor kramen des Geldbeutel aus der Rückentasche spüre ich etwas das sich wie Handschuhe anfühlt. Es waren meine „vergessenen“ Handschuhe. Nichts anmerken lassen die Tchibo- Handschuhe werden gnadenlos bezahlt. Als Schweizer hat man(n) bei gewissen Dingen einfach Hemmungen. Die Tchibo’s flogen ins Auto und von dort ins Handschuhregalfach in der Sportgarderobe. Tja und dort dümpelten sie neben Reusch’s, Scott’s oder Assos vor sich hin. Wochen- Monate sogar Jahrelang. Bis vor zwei Wochen. Bei den teuren Reusch’s lösten sich die Nähte auf, für die Assos war zu warm und die von Scott… öhm waren gerade nicht da.. Da lagen diese nigelnagelneuen 2 Jahre alten Tchibo Handschuhe. Ok. nehme ich sieht ja eh keiner. Es geht los und alles ist wie immer. Ausser genau diesen Handschuhen. Gute Passform, angenehm zu tragen absolut trocken trotz Nieselregen und richtig schön warm. Hä?? Ich staunte. Es kamen weitere Fahrten dazu inkl einer im kompletten „Vollschiff“. Nach zwei Stunden waren die Handschuhe zwar nass aber ich hatte immer noch trockene und warme Hände. In der Zwischenzeit sind diese Handschuhe ganz weit vorne und stets griffbereit. Fazit: die Reusch’s werden vorläufig nicht ersetzt. 🙂

Alle Jahre wieder…

Grundlage ist öde…

2016-10-30-16-00-27… kommt irgendwann , nebst der Steuerrechnung, die Kälte, Regen, Schnee, Nebel und es wird (zu) früh dunkel. Gleichzeitig beginnt das „jammern“ über eben genau diese äusseren Bedingungen. Ehrlich gesagt ich mag diese auch nicht besonders aber es ist nun mal so in unseren Breitengraden. Wer berufstätig ist muss oftmals seine Ausdauer- Sportlichen Aktivitäten auf das Weekend verlegen und Wochentags ins Fitnessstudio auf Indoor- Aktivitäten oder auf die Rolle verlegen. Outdoor ist sicher laufen oder langlaufen (Nachtloipe) eine Möglichkeit. Selbstverständlich kann man mit passender Beleuchtung auch Nachts mit dem Rad unterwegs sein. Mein Ding ist das nicht und da ich zudem das Privileg habe auch tagsüber trainieren zu können überlasse ich diese Nachtaktivitäten gerne anderen. Persönlich nutze ich diese Zeit, nebst intensivem Krafttraining, für das Grundlagentraining. Dieses absolviere ich, mit der richtigen Frequenz (Watt)   ausschliesslich auf der Strasse oder auf der Rolle (max. 90 Minuten). Ins Gelände geht es nur kurz und knackig da sich dort regelmässiges GA- schlecht bis gar nicht trainieren lässt. Wer der Meinung ist dass sein GA- Training, auf Grund der angezeigten durchschnittlichen Herzfrequenz, perfekt sei sollte dieses genauer analysieren. Beispiel: Fahre ich von meinem Wohnort nach Thun runter Puls vielleicht 80-90 und anschliessend mit 140-150 wieder rauf, ergibt das nach Herzfrequenz gemessen eine perfekte GA- Einheit obwohl ich höchstens ein paar Minuten im tatsächlichen GA- Bereich unterwegs war.  GA- Training ist langweilig und öde auss in der Gruppe… Das ist Quatsch, oder für Personen die zwar immer von ihren hohen Zielen labern, sich aber nicht aufraffen können, respektive Mental dazu nicht in der Lage sind, auch mal 2 Stunden alleine und zweckorientiert im richtigen GA- Bereich trainieren zu können. Die Gruppendynamik beim Radsport- Training kennen wir ja bestens oder 😉 Und das beste in vier Monaten ist wieder Frühling. Nutzen wir diese Zeit ein Fundament für eine tolle Sommersaison zu legen! 🙂

Der Herbst ist da…

img_20161025_094239…und wie. So richtig mit allen Facetten. Bloss auf den „goldenen Oktober“ warte ich immer noch. Es gab zwar einzelne Tage wo dieser Begriff passte, aber eben nur einzelne Tage. Mein Sportjahr endet immer im Oktober und meistens lasse ich es dann mit „Tourenbiken“ sanft ausklingen. Dieses Jahr hat das nicht so richtig geklappt. Der Terminkalender und der Wetterbericht hatten ein Kommunikationsproblem.  Wenn es mit der Zeit gepasst hätte, war das Wetter weg und umgekehrt. Ok. ein paar Tage bleiben noch bevor am 07.11.2016 die #saison2017 beginnt. Machen wir das beste daraus.

Krafttraining ja/nein?

KrafttrainingVon mir ein klares JA und zwar ganzjährig. Ich meine damit das Krafttraining im Kraftraum mit Gewichten oder an passenden Maschinen. Vom sogenannten „Krafttraining“ auf dem Rad, mit dicken Gängen an einer Steigung herum murksen, halte ich null und nix! (Meine Knie sind froh über diese Entscheidung;) Mein Credo: Ausdauer- und Krafttraining werden strikt getrennt. Krafttrainings absolviere ich im Winter 3-4x die Woche jeweils 45-60 Minuten. Meist in Form eines Circuit wo möglichst sämtliche Muskelgruppen berücksichtigt werden. Ich absolviere meine Krafttrainings auch ganz bewusst ausser Hause. Erstens habe ich beim Training im Kraftraum alles an Geräten und Möglichkeiten die es braucht, zweitens kann ich so ungestört und konzentriert arbeiten. Motto: Qualität und Kontinuität. Der einzige „Begleiter“ sind meine eigenen Playlists bei Spotify 🙂 Klar habe ich sehr gute Randbedingungen. Bei meinem Partner Selffitness habe ich nicht nur die Möglichkeit zwischen mehreren Standorten zu wählen, alle innerhalb maximal 15 Autominuten entfernt, auch das Equipment ist hervorragen und funktionell. Dazu kommt dass Räumlichkeiten und Garderoben stets sehr gepflegt und sauber sind. (Was eigentlich selbstverständlich wäre aber vielerorts nicht zutrifft!) Einmal mehr ein Standort- Privileg 🙂

Die Details 02…

Details 2Bei meinem letzten Beitrag habe ich über Details rund um meine Vorbereitungen und beim Material geschrieben. Dazu möchte ich noch nachreichen dass speziell das Thema Material aus meiner Sicht vielfach überbewertet ist/wird. Ich amüsiere mich köstlich wenn über 100g Gewichtsreduktion euphorisch gejubelt wird, während die „Wampe“ mit +5000g über dem Lenker wabbelt… (Das einzige was wirklich leichter wird ist der Geldbeutel)

Ich habe in den vergangenen Monaten meine Ernährung zwar nicht umgestellt aber optimiert. Details eben. Vor allem habe ich die Kohlehydrate reduziert oder teilweise ganz eliminiert. Kohlenhydrate sind ja im Prinzip nichts anderes als “Zucker“ (Saccharide) und unterteilen sich in Einfach-, Zweifach- und Mehrfachzucker. Der Einfachzucker Glukose ist quasi die Universalwährung des Körpers. Ist der akute Energiebedarf gedeckt, werden die körpereigenen Kohlehydratspeicher (Glykogen) in de verfügbar, wandelt der Körper den Zucker unter Einfluss von Insulin in Fett um! Gleichzeitig ist die Fettverbrennung im gehemmt. Soweit die Theorie. Meine Praxis ist dass ich wann immer möglich am Abend auf Kohlehydrate verzichte und meinen Kohlehydrate Bedarf dem Trainingsplan anpasse. Z.B. braucht es an einem Ruhetag keine Kohlehydrate ausser denen, die sich sowieso (versteckt) in Nahrungsmitteln finden. Usw. und so fort. Man könnte dieses Thema wohl endlos fortsetzen. (Und es wurde/wird auch genügend darüber geschrieben) Schmunzeln muss ich immer wegen den „Bierbilder danach“. Selbstverständlich immer Alkoholfrei und nur eines… 😉 (Selbst 0,5l Alkoholfrei bedeuten ca +0,5 Std Training)

Intensiviert habe ich auch das Krafttraining. 2016 sind es in der Zwischenzeit ca. 90 Trainings, meistens in Form eines Circuit- Trainings von ca 45-60 Minuten, geworden. Fazit: Nur positiv. Keine Rückenschmerzen oder Probleme im Schulter und Nackenbereich. und zudem kann ich auch problemlos grösser Gänge länger in Schwung halten oder „durchdrücken“. Bei der neuen Technik mit einem Kettenblatt vorne nicht ganz unwichtig.

Fazit: Zwar kleine Details aber alles zusammen ergaben beachtliche Vorteile. Wobei ich nicht darauf aus bin meine Leistungen zu steigern. Mir reicht es völlig diese mit 67 Jahren einfach zu halten. Ohne zusätzliche Anstrengungen geht das nicht. Es lohnt sich und macht erst noch Spass!