Laufschuhe…

In den vergangenen Wochen habe ich, zusammen mit meinem Osteopath  X Laufschuhe getestet. Neutral und ohne Rücksicht auf Marken. Laufschuhe kaufen, testen und weg damit. Letztendlich blieb ich bei einer Marke hängen die ich überhaupt nicht im Fokus hatte. Seit einer Woche laufe ich nun ein Modell, angepasst auf meine Bedürfnisse (sprich Gelenke), von der Firma Lunge und bin voll zufrieden damit. Die Schuhe sind komfortabel und durch die individuellen Anpassungen sensationell zu laufen. Das waren andere Marken und Modelle ebenfalls. Es gab aber für mich einige Kriterien und Alleinstellungsmerkmale die mich zusätzlich überzeugt haben.

  • Die Schuhe sind Handarbeit und werden in Europa, Made in Germany, und nicht in Asien gefertigt!
  • Der grösste Anteil der verwendeten Materialien stammt aus Europa. (Ökotex-100-zertifiziert und SG-Schadstoffgeprüft).
  • Der EVA- Anteil (Ethylenvinylacetat) beträgt 80%. Bei herkömmlichen Laufschuhen sind es 20% und der Rest sind Füllstoffe.
  • Die Konstrukteure und Hersteller verfügen über 30 Jahre Erfahrung mit Marathon laufen.
  • Die Gomax 3D-Sohlensysteme sind eine gesunde Ausgangsbasis für die Füsse. Sie fordern die Füsse, ohne zu überfordern. (Ausgewogene  Fußstellung).
  • Biodynamische Mittelsohlen erlauben den Füssen genaues abrollen. Die richtige Festigkeit heisst mehr Energie in der Bewegung aber weniger Energie die „auf die Knochen haut).
  • Die Schuhe können bei Bedarf neu besohlt werden. Die Sohlen sind aus 100% vulkanisiertem Gummi.
  • Es gibt wie bei anderen Marken auch verschiedene Modelle, Farben und Einsatzbereiche.

Bemerkung: Ich hatte mit der Firma Lunge.de noch nie Kontakt. Meine Schuhe kaufte ich zum vollen Preis und ohne jeglichen Rabatt im Fachgeschäft! Ich bewahre mir so meine Unabhängigkeit bei meinen Laufschuhen. Wenn ich hier schreibe dass mich diese Schuhe zu 100% überzeugen ist das ausschliesslich auf das Produkt, resp. mein Empfinden zurückzuführen.

Erhältlich sind die Schuhe in der Schweiz bei Podotec in Thun. Frau C. von Allmen wird Sie gerne und kompetent beraten!

Schuh- Check…

Nach langem hin und her habe ich mich entschlossen im Bereich Laufschuhe etwas neues zu probieren. Besonders gespannt bin ich auf die Reaktionen meiner Gelenke, speziell der Kniebereich, auf die neuen Laufschuhe. In den kommenden Wochen wird ausgiebig getestet. Bin gespannt was dabei raus kommt und werde gelegentlich darüber berichten. Vorab soviel: Es ist keine der „Grossen“ Marken, sondern eine „kleine“ Marke die ihr Geld in die Entwicklung statt in eine überrissenes Marketingstrategie steckt. Mal sehen…

Herbst…

Der Blick nach draussen sagt uns der Herbst ist da. Mit dieser Jahreszeit kommt für viele das Ende der Wettkampf-Saison und meistens der Übergang zu einer kürzeren oder auch längeren Trainingspause. Anschliessend Planung der nächsten Saison und Wiedereinstieg in den Trainingsalltag, passend (hoffentlich) zur Saisonplanung und der angestrebten Ziele und Höhepunkte 2013. Meistens erfolgt das alles ganz klassisch und nach althergebrachten Plänen, Erfahrungen und Mustern. (Man weiss ja schliesslich Bescheid;) Mir fällt auf dass gerade im Radsport lange, (oder sollte ich sagen zu lange?) in alten Schemen und Mustern gedacht, gearbeitet und trainiert wurde/wird. In den letzten Jahren hat sich vieles verändert. Wenn man, was die Trainingsmethodik anbetrifft, genau hinsieht bleibt da in verschiedenen Bereichen kaum „ein Stein auf dem andern“. Egal in welcher der Radsport- Ausdauerdisziplinen. Ich bin gespannt was die doch zahlreichen Trainingsportale oder Anbieter von Trainingsplänen für Hobbyfahrer- Innen mit diesen Erkenntnissen anfangen werden. Persönlich werde ich, was meine Trainingsplanung anbetrifft, den bereits vor Jahresfrist eingeschlagenen Weg mit neuen fortschrittlichen Trainingsformen fortsetzen. Selbstverständlich werde ich, vorausgesetzt die Gesundheit spielt mit,  auch im kommenden Jahr Events und Rennen bestreiten. Weil ich nach wie vor Lust dazu habe und auch nicht (zu) bequem werden möchte. Dazu kommt das Privileg über ein passendes Umfeld, inkl. Material, zu verfügen, respektive geschaffen zu haben. Ich mag auch, im Gegensatz zu den meisten meiner Alterskollegen, den Druck am Tag x und Stunde 0, am Start zu stehen. Selbstverständlich habe ich vollstes Verständnis dafür dass sie, die Senioren,  keine Zeit haben und sich nichts mehr beweisen müssen. (Zwar die dümmsten aller Ausreden aber auch die am meisten verbreitete oder beliebteste)…

Das Bike war Klasse, ich weniger…

Letzte Woche war es nur eine kurze Testfahrt. Heute kam mein neues 29er Scott-Scale („Aus Gründen“ bereits die Version 2013) zum ersten Mal richtig zum Einsatz. Die Unterschiede zur Version 2012 sind minim aber sie sind da und sie sind auch spürbar. Besonders aufgefallen ist mir die Optimierung in der Geometrie in steilen Bergauf- Passagen. Das Bike hat besseren Grip und kaum noch Tendenz vorne „hoch“ zu kommen. Der Tretalagerbereich ist auch steifer ausgefallen usw. Trotzdem ist auch der 29er-Rahmen erneut sehr leicht ausgefallen. Das, aus meiner Sicht scheussliche „Lemon“ bei der 2012er Farben ist auch weg. Schwarz- Silber-Anthrazit und basta! . Also keine grellen Farben mehr bei den edlen Race- Versionen. Das ist etwas für Flachlandschmieden aus dem Norden oder „Specializten“ 😉 Meine Beine waren heute schlichtweg nicht da. Die nahmen wohl eine Auszeit bei den plus 31 Grad. Nach über 50km habe ich die Suche abgebrochen. Ich gab mich mit dem tollen Sportgerät zufrieden

Tests, testen Tester…

Ich habe soeben die Anfrage für einen Test von Bike-Protektoren und einem Hersteller von Rennrad Reifen dankend abgelehnt. Protektoren brauche ich wenig, höchstens ein- zweimal im Jahr, gleich null Erfahrung und daher als Tester nicht geeignet. Bei den Reifen bin ich nicht objektiv weil ich stur auf „meine“ Marke setze. (Die ich notabene zum vollen Preis im Fachhandel erwerbe)

Früher habe ich mich geärgert heute amüsiere ich mich köstlich über Tests, testen oder auch der Tester im Sportbereich. Eigentlich wären Tests von Produkten etwas sinnvolles und wünschenswertes. Besonders wertvoll wären solche Tests bei der Entscheidungsfindung und der Beschaffung von Sportartikeln. Sportartikel sind meistens teuer ausserordentlichen Belastungen und Strapazen ausgesetzt. Sie sollten zudem den hohen Anforderungen an Qualität und Funktionalität stand halten. Nicht zu vergessen sind die enormen Kosten solcher Tests. Testlabors sind teuer und die Hersteller investieren viele Ressourcen, nicht nur finanzielle, in solche Tests. Dafür gebührt ihnen viel Respekt und Dank. Aber… Getestet werden meistens nur die Produkte die, ohne Kostenfolge, vom Hersteller zur Verfügung gestellt werden. Wenn also vom Magazin 123 das Bike XY mit dem Bike AB verglichen wird ist das schön und gut, was aber wenn Bike ZZ nicht zurVerfügung steht? Die meisten werden sagen ZZ ist selber schuld. Bloss ZZ hat seine Bikes bereits Magazin 456 zur Verfügung gestellt und ist dort bloss mit AB verglichen worden, nicht aber mit XY usw… Immerhin werden diese Tests meistens seriös von Fachleuten, Techniker und Profis durchgeführt. Kleiner Tipp: Es gibt Magazine die präsentieren Langzeittests von Produkten die Ihre Mitarbeiter selber einsetzen. Dort kann man sehen wie ein Sport-Schuh nach XXX km tatsächlich noch „in Form“ ist.

Der absolute Hammer ist aber der neue Trend uns, also den potentiellen Käufer, als „Tester“ einzusetzen. Voraussetzung sind nicht etwa unsere Fachkenntnisse, Erfahrungen, Leistungen oder Wissen, nein es ist primär die „Medienpräsenz“, Blog, Facebook, Twitter usw., des möglichen Testers.

Wie geht das? Nennen wir ihn, den Hobby-Tester,  mal,„Hotzenplotz“. Dem„Hotzenplotz“ stellt die Firma SOCKIT grosszügig das Produkt „HELBS“ (High-Energy-Liquid-Bike-Socks) zum testen zur Verfügung. Wenn es hochkommt sogar mit einem Feedback-Formular oder Login auf die Produkte-Website von SOCKIT, um dort seine „Erfahrungen“ anzukreuzen/anzuklicken. So steht beim nächsten sonnigen Tag also der „Hotzenplotz“ mit den HELBS auf der Forstautobahn und testet diese. Professionell über 23km, mit einem Schnitt von 11,3kmh. Natürlich hat er vorher seinen 1999 Followern, Freunden oder allen die es wissen wollen Tagelang stolz verkündet dass er jetzt Tester von HELBS  ist. (Meistens mit dem Satz untermalt: Ich weiss gar nicht wie die auf mich gekommen sind…). „Hotzenplotz“merkt übrigens selten oder nie dass seine Testergebnisse, ausser in seinem Blog oder, FB- Account, usw., nie veröffentlicht oder jemals von SOCKIT erwähnt werden. Es sei denn er nimmt diese Floskel: Zahlreiche Tests haben ergeben… persönlich. Fazit: Es ist ein WinWin! „Hotzenplotz“ hat neue Socken und seine 1999 Followers wissen das. Das Logo von SOCKIT ziert noch jahrelang seinen Blog, und beim nächstens Sockenkauf erinnern sich die Follower vielleicht sogar an „Hotzenplotz’s“ Test von HELBS  oder die Firma SOCKIT: Der Test von „Hotzenplotz“ ist übrigens mit 99% positiv ausgefallen. Motto: Einem geschenkten Gaul… Diese “ Tests“ verdienen das Prädikat wertvoll, bloss für wen?