Alles passt…

Gestern war ich wieder mal mit dem Bike unterwegs. Motto: Kurz und knackig. Ich wollte prüfen ob die zahlreichen Rennrad-Kilometer in den letzten Tagen etwas gebracht haben. Mit dem Resultat war ich zufrieden. Ich werde auch in den kommenden Wochen, so wie es das Wetter zulässt,  70 bis 80%,  auf dem Rennrad trainieren. So komme ich wesentlich besser in Schwung als mit dem Bike irgendwo im Wald rumzugurken und letztendlich auf Kieswegen, Wald und Asphaltstrasse nach Hause zu „hobeln“. Das wird auch im Frühling und Sommer durchgezogen. Werde mich da mit 1-2 Bike-Trainings pro Woche begnügen. Davon wird eines, meistens am Weekend, über eine Marathondistanz gehen und das zweite vorwiegend der Fahrtechnik dienen. Ab und zu wird auch Material getestet. Der Rest vom Training wird vorwiegend auf dem Rennrad im Berner Oberland und Wallis absolviert. Ich freu mich drauf…

Gut unterwegs…

Trotz viel und vielseitigen Aufgaben, sprich Arbeit, konnte ich in den vergangenen Tagen gut und genügend trainieren. Oft halt, so wie bei Hobby-Sportlern üblich, an Randzeiten. Aber mit einem vernünftigen Zeitmanagement geht das ohne Probleme. Das Wetter hat auch einigermassen mitgespielt so dass auch längere GA-Einheiten möglich waren. Da es neben Sport und Arbeit auch noch andere Aspekte im Leben gibt, so war mehrmals gut essen, Salto Natale usw angesagt, gab es zwar etwas weniger Stunden Schlaf als üblich und trotzdem fühle ich mich zur Zeit fit und munter. Ob das etwas mit der Tatsache zu tun hat dass ich mich von dem ganzen Advents- „Guetzli“, Mandarinen, und „Nüssli“- Hype fernhalte? Vielleicht….

Mir ist Regeneration wichtig…

Regeneration. Ich staune immer wieder wie Hobbysportler trainieren wie die „Weltmeister“, aber der richtigen und effektiven Regeneration praktisch null Beachtung schenken. Ziel ist es durch geplantes Training die Leistungsfähigkeit zu verbessern. In der Fülle der Trainingseineinheiten, meistens verbunden mit falschem Ehrgeiz, ein Beispiel ist der Winterpokal, wird vergessen oder oder schlichtweg ignoriert dass der Körper auch Regenerationsphasen benötigt um seine vollen Leistungskapazitäten auszuschöpfen. Die Regenerationsphasen nach intensiven Belastungen werden oft unterschätzt. Dabei würde eine gute Regeneration helfen einen entscheidenden Vorsprung in der Leistungsentwicklung zu sichern.

Persönlich beachte ich folgende Regeln:

>Ich halte mich an geplante Vorgaben, wie beim Training, auch bei der Regeneration.

> Jeder Belastung lasse ich immer eine aktive Erholung folgen. (10 Minuten auslaufen- fahren)

> Nach Belastungen über 2 Stunden nehme ich immer ein hochwertiges Regenerationsgetränk. Kohlehydrat, Protein und mit Natriumzusatz.

> Viel trinken. (Wasser und nochmals Wasser)

> Eine feste Mahlzeit erst ca. 1.5 bis 2 Stunden nach der Einheit. Diese sollte hochwertige Proteine enthalten. (Kleiner Nebeneffekt in dieser Zeit ist die Fettverbrennung sehr aktiv)

> Alkohol und gesättigte Fettsäuren vermeiden. (Das beliebte Bier trinken nach dem Training ist, Sorry, völliger Mumpitz. Wenn schon dann Alkoholfreies).

> Ganz wichtig: genügend Schlaf. Zeit für genügend Schlaf zu finden hat etwas mit einem effizienten und klugen Zeitmanagement zu tun. Grundsatz: Wer seine Zeit nicht managen kann, kann gar nichts managen! (Kleiner Tipp: Fernseher und PC haben einen Knopf, wenn man diesen betätigt bleibt oft ganz viel Zeit übrig)

> Mein Umfeld weiss um meine Ambitionen und wir haben, nebst Arbeit und Job, unsere Termine, Verpflichtungen und Prioritäten abgesprochen. Das erspart unnötigen Stress.

Eigentlich ganz einfach oder 😉

Krafttraining…

Momentan bekomme ich von allen Seiten zu hören und zu lesen dass man sich intensiv, oder sagen wir zumindest oft, im Kraftraum aufhält. Was da so trainiert wird möchte ich gar nicht kommentieren. Krafttraining für Radsportler ist absolut sinnvoll wenn es denn richtig gemacht wird. Hier mal ein kleiner Vorschlag. Radsportler (nicht nur) sollten Krafttraining in verschiedene Phasen aufteilen. Zu Beginn der Saisonvorbereitung kommt zuerst die Anatomische Anpassung. (AAP) Sinn und Zweck: Muskeln und Sehnen werden auf die folgenden grösseren Belastungen vorbereitet. Anschliessend folgt der maximale Übergang (MÜ) wo die Gewichte erhöht und die Wiederholungen verringert werden. Nach dem MÜ erfolgt die Phase Maximalkraft (MK) wo man mit noch höheren Gweichten und noch weniger Wiederholungen arbeitet. Als letzte Phase geht man, Ganzjährig, über zur Krafterhaltung (KE). Begrenzte Umfänge mit hoher Intensität um die Kraftwerte währen der ganzen Saison zu erhalten. Da sind so einige Bemerkungen zu den Krafttrainingsphasen. Selbstverständlich fehlen sämtliche Hinweise zur Anzahl Sessions, Gewichte, Serien, Wiederholungen, % pro Phase, Regeneration etc. etc..  Das wäre aber kein kleiner Vorschlag mehr 😉

Null Ahnung…

Absolut null Ahnung habe ich. Das wurde mir heute energisch und ziemlich rabiat vorgeworfen. Die Ursache: Ich habe mir erlaubt das persönliche Zeitmanagement, Familie, Beruf und Freizeit, eines Kunden kritisch zu kommentieren. Sein Einwand: Ich hätte keine Ahnung was man heute zu leisten habe und unter welchem Druck man stehe. Kann sein. Die Antwort auf meine Frage, warum er denn, wenn er denn schon über so knappe Zeit-Ressourcen verfüge, unbedingt am Zürich-Marathon starten wolle erstaunte mich einigermassen. „Er sei der einzige in Ihrer Abteilung der noch nie einen Marathon gelaufen sei, seine Frau würde es auch cool finden und er jetzt endlich auch so einen Sch… Marathon laufen wolle. Mein Trainingsplan sei aber völlig überrissen. Er könne doch nie im Leben pro Woche 10-12 Stunden Sport treiben, letztendlich sei er kein Profi der eine Zeit von 2:12 laufen wolle. Am anderen Ende der Leitung, also bei mir, wurde es erst mal ruhig. Ich war mir nicht sicher ob sein Ausbruch ernst gemeint war. Zur Ergänzung muss ich noch erwähnen dass diese Person noch nie über 10km am Stück gelaufen ist. Nach einer kurzen Denkpause habe ich Ihn um zwei Dinge gebeten. Sich seine Zielsetzungen nochmals zu überdenken und sich einen neuen Coach zu suchen…