09.02.2026 Richtung Frühling…

Januar ist definitiv nicht mein Monat.

Gelassenheit ist eine Tugend, die stetiges Lernen erfordert – zumindest bei mir. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich diesen Monat nicht mag: dunkel, kalt, und der Frühling scheint gefühlte Jahre entfernt. Jedes Jahr denke ich kurz, vielleicht bin ich inzwischen gelassener geworden, vielleicht macht es mir diesmal weniger aus. Doch auch 2026 ist es nicht anders. Und vielleicht liegt die eigentliche Gelassenheit nicht darin, diesen Monat plötzlich zu mögen, sondern darin, mich nicht dafür zu verurteilen, dass ich ihn einfach nur überstehen will.

Zum Glück sind wir bereits im Februar angelangt. Ein Monat, der zumindest so tut, als ginge es vorwärts. Die Tage werden merklich länger, das Licht bleibt abends ein paar Minuten hartnäckiger, und irgendwo draußen wagen sich erste Frühlingsboten hervor – vermutlich ebenso vorsichtig wie wir selbst. Noch kein Grund für Euphorie, aber doch für vorsichtigen Optimismus. Also vorwärts Richtung Frühling: mit hochgezogenen Schultern, einem Rest Skepsis und der leisen Hoffnung, dass wir ihn dieses Jahr vielleicht ein kleines bisschen früher spüren dürfen.

Den Februar nutze ich bewusst nicht für Heldentaten, sondern für Klarheit. Körperliche Tests, Bestandsaufnahmen und gezielte Vorbereitungen standen im Vordergrund. Keine Jagd nach Bestzeiten, kein Vergleich mit früheren Jahren – sondern ein nüchterner Blick auf den aktuellen Zustand.

Leistungsdiagnostik, Kraftchecks, Beweglichkeit, Stabilität: Alles, was im Sommer gerne ignoriert wird, bekam jetzt seinen Platz. Manche Werte bestätigten das gute Gefühl, andere erinnerten mich daran, dass Training mit zunehmendem Alter vor allem eines braucht: System und Respekt vor dem eigenen Körper.

Diese Phase ist leise, unspektakulär und genau deshalb so wichtig. Sie legt das Fundament für die kommenden Monate. Wer hier schludert, zahlt später den Preis. Wer hier sauber arbeitet, gewinnt Sicherheit – im Kopf wie in den Beinen.

Der Februar ist kein Monat der Schlagzeilen, sondern der Vorbereitung. Und genau so soll es sein.



12.01.26 Good News…

MTB Classics 2026 als komplette Serie

Erstmals in der 30-jährigen Geschichte werden alle sechs grossen Schweizer Mountainbike-Langstreckenrennen als Serienpartner innerhalb der Bike-Marathon Classics ausgetragen. Neu zur Bikemarathon Rennserie gestossen ist der Jura Bike Marathon, der Mitte Mai zugleich die Schweizer Langstreckensaison eröffnen wird.

Termine:

#1 Jura Bike Marathon, Sonntag, 17. Mai, Vallorbe, VD
#2 Raid Evolénard, Sonntag, 21. Juni, Evolène, VS (Schweizer Meisterschaften)
#3 Eiger Bike Challenge, Samstag, 8. August, Grindelwald, BE
#4 Grand Raid BCVS, Samstag, 22. August, Verbier – Grimentz, VS
#5 Nationalpark Bike-Marathon, Samstag, 29. August, Scuol, GR
#6 BikeSide MTB-Festival, Sonntag, 27. September, Einsiedeln, SZ

Ja, Ich bin dabei. ->>>> Ziel: Alle zu finishen 🙂

16.12.2025 Ein Winter, der keiner sein will…

(Zumindest unterhalb von 1’200m)

Abgesehen von einem kurzen Winter-Intermezzo im November ist der Winter in meiner Region bisher komplett ausgeblieben. Seit Wochen herrscht dieselbe, eher monotone Wetterlage: unten grau, oben blau. Kurz gesagt – Nebelmeer oder Kaiserwetter, dazwischen nichts.

Wir haben immerhin das Glück, meist knapp oberhalb der „grauen Suppe“ zu wohnen. Zum Training muss – oder darf – ich allerdings regelmässig hinuntertauchen. Das Fazit:
Entweder grau und trocken oder blau und eisig.
Spassfaktor: überschaubar.

Fazit: Aber: Jammern auf hohem Niveau. Ich bin gesund und munter. Also fast. Gestern habe ich nämlich bei zügigem Tempo den Boden recht innig „geküsst“. Alles halb so wild – ein paar Schürfungen, sonst zum Glück nichts passiert.

Weiter geht’s. Rauf aus dem Grau, rein ins Blau. 🚴‍♂️☁️☀️

08.12.2025 Die neue Saison ruft schon…

(Aber ich höre (noch) nicht hin 😉

Der November 2025 war für mich irgendwie ein zäher Brocken. Anfang des Monats schlich sich eine ausgewachsene Motivationsflaute ein – ich überlegte ernsthaft, die ganze Trainiererei einfach an den Nagel zu hängen.

Zur Monatsmitte setzte dann noch eine Corona-Infektion einen drauf: eine Woche komplett flachgelegen, und danach hatte mein Körper ungefähr die Spannkraft einer nassen Zeitung. Doch genauso plötzlich wie das Virus kam, verschwand es auch wieder. Nach ein paar Tagen fühlte ich mich erstaunlich fit – fast schon verdächtig gut.

Und was mache ich, wenn ich mich gut fühle? Klar: rauf aufs MTB und eine kleine, gemütliche Runde drehen. Schon nach den ersten Metern merkte ich wieder, wie sehr mir Bewegung und Sport eigentlich fehlen. Aus der „kurzen Runde“ wurde dann eine etwas längere, und „langsam machen“ war plötzlich auch kein Thema mehr.

Am Ende wurde der November 2025 also doch noch ganz ok – sportlich, heilsam und mit einem kleinen Reminder, warum ich das Ganze überhaupt mache.

Mein November 2026 in Zahlen…

Aktivitäten Woche Zeit / h:mDistanz / Km
Outdoor: zu Fuss30:35.1199.08
Auf dem Rad Outdoor17:52:34546.48
Höhenmeter Total4’824 😦
Krafttraining6:34:40
Plus Stretching usw…Total Aktiv Kalorien24’149

Fazit: Gemessen an den Umständen war der November 2026 gar nicht sooo übel. Klar, die Intensitäten fehlten – aber ganz ehrlich: Wenn ein Monat zum Intensitäten-Schwänzen gemacht ist, dann wohl der November. Hauptsache, ich bin dran geblieben, nicht verschimmelt und habe mich immerhin mehr bewegt als eine Sofakartoffel im Winterschlaf. Dezember, ich komme – bitte mit etwas weniger Drama!

22.10.2025 Saisonschluss 2025…

Fazit: Ernüchternd!

(Ehrlich und schonungslos)

2025 war für mich – sportlich betrachtet – kein erfolgreiches Jahr. Besonders bei meinen geplanten Events lief es nicht wie erhofft. Gründe dafür gab es viele, vor allem aber auch einige Ausreden meinerseits. In erster Linie hat mich mein Kopf im Stich gelassen.

Meine Trainingsergebnisse waren ok – mehr aber auch nicht. Und das trotz über 600 Trainingsstunden und 6’000 Kilometern. Es fehlte an Intensität und Qualität. Das Resultat war ein ständiges Auf und Ab meiner Performance – und das nicht nur sportlich.


Wie weiter?

Analysieren. Lernen. Aufstehen. Krone richten. Weitermachen.
Ja, aber…

Aktuell befinde ich mich mitten in der Analyse und in der Übergangsphase zwischen 2025 und 2026. Ich prüfe verschiedene Möglichkeiten und Optionen – ein erster Schritt in Richtung einer möglichen neuen Saison.

Im vergangenen Jahr habe ich mir im Oktober/November eine längere Trainingspause gegönnt. Rückblickend: ein Fehler. Der Wiedereinstieg zog sich über Wochen hin, bis ich wieder auf einem akzeptablen Niveau war. Dieses Experiment wiederhole ich nicht.

In diesem Jahr trainiere ich – wenn auch reduziert – konsequent weiter, bis feststeht, ob und wie ich eine neue Saison angehe. Vielleicht bleibe ich aber auch einfach locker dran: laufe künftig nur noch mit Teddy, meinem treuen Begleiter, und drehe ab und zu eine Runde mit dem E-Bike.
PS: „Teddy“ ist mein Hund 😉


Fortsetzung folgt…