..kann mich heute wenig entzücken. Der Wintereinbruch im Herbst hat auch bei mir persönlich anscheinend Spuren hinterlassen. Seit dem gestrigen Lauftraining, vielleicht sollte ich sagen Rutschpartie, habe ich heftige Rückenschmerzen. Irgendwas ist da irgendwie entzündet. Heute Mittag habe ich definitiv zur Dopingfreien Medikamentenkeule gegriffen. Bis jetzt mit mässigem Erfolg. Wir schon wieder, denn letztendlich kommt der Herbst nochmals zurück und es warten noch ein paar Touren-Pendenzen…
Fahren, denken und danken…
Ab und zu werde ich gefragt ob es mir unterwegs beim Training nie langweilig werde? Antwort: Nein, nie! Sollte das mal eintreffen drehe ich um, fahre nach Hause, stelle die Sportgeräte in den Keller und lasse es bleiben. Ich mag es einfach dieses unterwegs sein, den Körper zu spüren, in sich hinein horchen oder ganz einfach meinen Gedanken nachzuhängen, vor mich herzufahren und das „unterwegs sein“ zu geniessen. Klar gibt es Momente, kalte nasse Witterung, wo man denkt: Muss das sein? Nein müssen ist es nicht, ich darf! Glücklicherweise verfüge ich über die nötige Physis, auch wenn der Zahn der Zeit tüchtig an ihr nagt. Das tut er zum Glück, mal mehr mal weniger, bei allen. Das wichtigste jedoch ist meine Frau! Dank ihr stehe ich mit beiden Beinen da wo ich hingehöre und geht es darum mich zu unterstützen gibt sie 150%, Danke!
Partner von Sportlern haben es generell nicht einfach. Meine Frau ist da keine Ausnahme. Ich bin Ich-bezogen, egoistisch, egozentrisch, fokussiert auf sportliche Ziele, manchmal besessen, oft abwesend und unterwegs. Bei der Vorbereitung auf einen Event bin ich oft Zuhause, aber „nicht da“, weil meine Gedanken bereits um diesen Event kreisen. Manchmal bin ich reduziert auf Training-Essen-Ruhe-Essen-Training usw… In dieser Phase sollte alles rund laufen sonst bringe ich es fertig aus eine Mücke einen Elefanten zu basteln. Selbstverständlich bin ich auch nie schuld! Nach einem Wettkampf folgt dann oft die grosse Leere. Dann werde ich von ihr „aufgefangen“ und ganz sanft wieder in den normalen Alltag integriert, was ich auch gerne zulasse und geniesse. Und das alles mit einem Lächeln und einer Stoischen Ruhe. So besehen habe ich einen Engel zuhause den ich über alles liebe.
Viamala…
Ich war laufen. Die Herausforderung Transviamala hatte ich schon einige Zeit auf „dem Radar“ Gestern war es soweit und ich machte mich auf den 16km langen und beschwerlichen Weg von Thusis nach Donat. Beim Dauernden auf und ab kommen ca. 1000hm zusammen. Was einem zusätzlich zu schaffen macht ist das schwierige „Geläuf“. Steine, Treppen, Wurzeln,nasser rutschiger Weg oder gleich alles zusammen verlangen nebst Ausdauer auch viel Koordination und Reaktion. Nomen est Omen, Viamala heisst übersetzt: „schlechter Weg“ Ich habe es, trotz einem Durchschnittspuls von 152, genossen auch wenn ich die letzten drei km richtig leiden musste. Landschaftlich ist diese Region herrlich. Schroffe Berge, sanfte Wiesen und Hänge, bunte Wälder und kleine Dörfer die ihren Charakter behalten haben. Ein optischer Genuss.
Überrascht bin ich wie schnell und wie gut ich mich erholt habe. Das absolut sauber ohne unerlaubte Mitteln, heisse ja nicht Armstrong!! 😉 , Kein Muskelkater keine Schmerzen in den Knien rein gar nichts. Die Laufschuhe von Lunge waren perfekt. Sicher hat es auch damit zu tun, dass ich bei der Rückkehr nach Hause einmal mehr in den Genuss von hervorragend zubereiteter Pasta gekommen bin. Daniela hat ihren Status, beste Pastaköchin des Planeten, souverän verteidigt. Rezept- Anfragen sind zwecklos denn es gibt keine. So etwas hat man, respektive Frau, „im Gefühl“ da braucht es keine Rezepte. Und ob! 🙂
Ich gehe Touren…
Termine, Kunden und Partner betreuen, Administration, Planung 2013, Winter- Reifen montieren, den Garten räumen, die Außenbereiche winterfest machen und und und… Momentan bringe ich es problemlos fertig mich selber zuzuschütten. Fazit: Selber schuld weil ich es zulasse! Auf Grund der aktuellen Wetterverhältnisse bin ich in den letzten Tagen mehr gelaufen als auf dem Rad gesessen. Morgen kann ich mein neues Scott-Genius 2013 abholen. Dann wir es voraussichtlich in der kommenden Woche, wie jeden Spä-Herbst, auf Tour gehen. Vorab ins Wallis um dort die fetten Federwege vom Genius so richtig auszuloten. z.B am Gornergrat. Selbstverständlich mit Rucksack und allem was dazu gehört. Ab Mittwoch soll ja „der goldene Oktober“ doch noch kommen.
Schlafen…
Ich gehöre zu den (glücklichen) Personen die immer und überall schlafen können. Ich brauche dazu weder eine spezielle Matratze oder sonstige Hilfsmittel. Und ich brauche meine 8 Stunden Schlaf pro Tag. Zuzüglich einem Power-Nap zwischendurch. Selbstverständlich geht es zwischendurch auch mal mit weniger. Aber möglichst nur in Ausnahmefällen und anschliessender Kompensation. Mir bringen 20 Minuten Power-Nap mehr als jeder Regeneratons-Shake oder was auch immer. Nach langen Trainings lege ich mich für 20 Minuten aufs Ohr und bin anschliessend wieder frisch und munter. Diese Form des sogenannten „Energieschlafes“ musste ich zu Beginn regelrecht üben. Anfänglich konnte ich gar nicht schlafen oder bin dann gleich für 2-3 Stunden weggepennt. Was nicht unbedingt immer ideal war. In der Zwischenzeit kann ich mich hinlegen und wache genau nach den 20 Minuten erfrischt und Topfit wieder auf. Ausreichend schlafen gehört bei mir also ebenfalls zum „Trainingsplan“…
Mich würde interessieren wie lange andere Sportler durchschnittlich schlafen?
