..und nichts anderes war das gestrige Training. Eigentlich merkte ich es schon nach wenigen hundert Metern: Heute geht nichts. Schwere Beine, kein Druck auf dem Pedal, und andauerndes Geknorze egal ob es geradeaus oder den Berg hoch ging. Auch ein Blitzbesuch mit kurzer Pause bei Rolf, meinem Mechaniker, um die Schaltung etwas zu justieren half nicht wirklich. Irgendwie kamen dann die geplanten 4 Stunden GA trotzdem zusammen. und der Schlussaufstieg nach Hause war ganz passabel. Zum Glück hat wenigstens der Kopf mitgemacht. Grund? Ich weiss es schlichtweg nicht. Abhaken und weiter geht es. PS: Wenigstens war das Krafttraining am Morgen richtig gut.
Kategorie: Training
Eine richtig gute Trainingswoche…
…habe ich hinter mir. Zwar verbrachten wir selbst im Berner Oberland die meiste Zeit unter einer (gemäss Wetterbericht) „Hochnebelartigen Bewölkung“ und die Temperaturen blieben, unterstützt von einer lästigen Bise, im Einstelligen Bereich. Aber es war wenigstens trocken. Da mir Rennrad fahren bei diesen Bedingungen wenig Spass macht, war ich meistens mit dem MTB unterwegs. Seit ich beim Biken nur noch 29er fahre macht sich der Unterschied, zum Rennrad, auch nicht mehr so krass bemerkbar. Alle meine, respektive von Beniot, geplanten Einheiten konnte ich absolvieren und sogar noch die eine oder andere zusätzlich. Spass macht auch, ausser dem Synchros-Sattel, das neue 29er Fully (Scott-Spark). Selbstverständlich sitze ich inzwischen auf einem „Selle Italia“ Den Synchros kann man übrigens für CHF 65.- günstig bei Ricardo kaufen Einzig meine Performance beim laufen ist nach wie vor eingeschränkt. Knie und Hüfte machen nicht mit. Fazit: Laufen kann er kaum, aber fahren geht immer besser 😉
Ach ja, auf Grund meines knappen Zeitbudgets, habe ich meine Social Media- Aktivitäten drastisch eingeschränkt….. Quatsch! Ich habe einfach keine Lust mehr mit irgendwelche dämlichen Beiträge, Spiele- Einladungen, Kurzmeldungen zu Fernsehserien, „kluge“ Umfragen“, Aktionen wie #worteausmeinerkindheit, Pseudo-Politischen Statements, Bildchen von schönen Menschen und Weisheiten zu Nutella etc. zu verplempern! Und da ich die Wahl habe, ziehe ich mich lieber etwas zurück als mich, genau via dieser Medien über Social Media zu beschweren. Punkt!
Programmänderung…
Über das Wetter, die garstigen äusseren Bedingungen und den ausbleibenden Frühling wurde, oder wird, bis zum abwinken berichtet, gejammert, geflucht und kommentiert. Ich hatte die Absicht über die Osterfeiertage möglichst lange Rennradeinheiten zu absolvieren. Auf Grund der äusseren Bedingungen wurde es dann meistens MTB- Einheiten statt den geplanten RR-Runden. Im Gelände und vor allem im bewaldeten Gebiet war es einfach weniger kalt und vor allem weniger windig. Da ich unbedingt meinen Trainings-Plan, mit tiefen Intensitäten und langen Einheiten, einhalten wollte und bei uns die Wälder oft steil sind, gab es öfters spezielle Situationen. Mit einem Puls von unter 130 eine 16% Steigung auf einem Waldweg zu fahren ist auch ein gutes Techniktraining. Motto: Volle Konzentration bei Ø 6kmh bergauf, oder Abflug in den Dreck. Die zurückgelegten Distanzen waren unterirdisch aber Trainingszeiten und Intensitäten konnte ich problemlos einhalten. Auch in dieser Woche werde ich das wohl, Witterungsbedingt, beibehalten. Vermutlich wäre Training irgendwo im Süden sinnvoller, aber ich habe schlichtweg keine Lust zu verreisen.
Zeitmanagement heisst das Zauberwort…
Heute hat mich, nicht zum ersten mal, ein „Kollege“ wieder mal angepflaumt ob ich eigentlich auch noch etwas tue ausser Sport treiben. Meistens kein Problem aber heute ist mir (fast) der Kragen geplatzt. Ja Oskar, ich weiss dass Du hier mitliest und soviel vorne weg: Du kannst davon ausgehen dass ich mich sogar viel mehr mit anderen Dingen beschäftige als mit selber Sport treiben. Aber im Gegensatz zu Dir beginnen meine Tage oftmals morgens um 05:00 Uhr und enden öfters nach 21:00 Uhr. Für Dich als wohlbehütetem Beamten bestimmt unvorstellbar! Also „Oski“: ca. 2 1/2 Tage pro Woche bin ich für meinen „Hauptsponsor“, das ist der dessen Preise Du überrissen findest, Schweiz weit unterwegs, öfters auch im angrenzenden Ausland. Dazu betreue ich an drei Tagen pro Woche AthletInnen. (Auch an Randzeiten oft sogar nach 20:00 Uhr oder an Wochenenden). Dazu erledige ich die gesamte Administration meines (kleinen) Unternehmens, schreibe Rechnungen (meine Lieblingsbeschäftigung) bezahle Steuern und Abgaben, pro Tag fast einen Hunderter, damit Du lieber Oskar, pünktlich und sicher Dein Gehalt bekommst, berechne für mehrere AthletInnen Trainingspläne, werte Trainings und Testdaten aus, bestreite mehrere Gruppen und Einzellektionen im Bereich Krafttraining (in mehreren Fitnesscenter), begleite Athleten bei langen Ausdauertrainings, Manage und berate das Team Polysport und beschäftige mich mit Produkte- Entwicklung im Bike-Bereich. Ach ja nebst all dem gibt es auch noch ganz normale Dinge zu erledigen wie einkaufen, Arbeiten an, im und ums Haus usw. meistens schaffe ich das problemlos sogar ohne Stress. Das weil ich mich gut organisiere und gewisse Freizeitaktivitäten wie Fernsehen, Shoppen, Abzuhängen etc. aufs Minimum beschränke. Zudem unterstützt mich, trotz 100% Job, meine Frau wo immer sie kann. Sport treibe ich öfters an Randzeiten oder statt Mittagspause oder Tagsüber und dafür werden administrative Dinge am Abend erledigt oder lange Trainingseinheiten beginnen halt auch mal in den sehr frühen Morgenstunden. „Habe keine Zeit“ kenne ich nicht, Du schon! Meine Meinung: Wer seine eigene Zeit nicht managen kann, kann gar nichts managen! Punkt und aus! (Stress habe ich übrigens, lieber Oskar, auch keinen, ausser positivem)!
Grupetto…
Da der Frühling noch etwas auf sich warten lässt habe ich in den letzten Tagen meine Rad- Einheiten ausschliesslich auf dem Mountain Bike absolviert. Zwei Dinge. Es läuft super und die vielen RR- Km machen sich bezahlt. Ich bleibe dabei ohne Rennrad Km keine anständige Form auf dem MTB! Da ich beim biken praktisch nur noch auf meine 29er Bikes setze ist das Rennrad- Training für mich sowieso Pflicht. Über die kommenden Oster- Feiertage werde ich, wenn es die Strassenverhältnisse zulassen, vorwiegend auf dem Rennrad trainieren. Am kommenden Samstag wird unser Team Polysport die erste gemeinsame sehr lange Ausfahrt unter die Räder nehmen. Ich werde mich dann vorwiegend im Windschatten der Jugend aufhalten und versuchen mitzukommen. Da aber ausgerechnet mein „Hass-Pass“ der Brünig im Programm steht, werde ich wohl oder übel längere Zeit im „Team- Grupetto“ unterwegs sein. (Wobei wir es dort immer so lustig haben, dass ich den Verdacht nicht los werde dass einige absichtlich dort mitfahren;)
