Zurück auf Kurs…

Die letzten Wochen verliefen anders als geplant. Statt Trainingskilometer zu sammeln, Pulsbereiche zu optimieren oder neue Trails zu erkunden, stand etwas ganz anderes im Mittelpunkt: gesund werden.

Manchmal entscheidet nicht der Trainingsplan, sondern das Leben selbst über Tempo, Richtung und Prioritäten. In meinem Fall bedeutete das Arzttermine statt Ausfahrten, Ruhe statt Belastung und Geduld statt Leistungssteigerung. Es war eine Phase, die ich mir so nicht ausgesucht hätte — die aber meine volle Aufmerksamkeit verlangte.

Ohne zu sehr ins Detail zu gehen: Es gab gesundheitliche Baustellen, die ernst genommen werden mussten und entsprechende Behandlungen nach sich zogen. Operation, Medikamente, Nebenwirkungen und eine gehörige Portion Erschöpfung gehörten dazu. Zusätzlich stehen noch einige neurologische Abklärungen an. Nichts, was ich auf die leichte Schulter nehme — aber auch nichts, das mir im Moment die Zuversicht nimmt.

Denn das Wichtigste: Aktuell geht es mir gut. Die Kräfte kehren zurück, der Kopf ist klar, und die Motivation ist ungebrochen.

Diese erzwungene Pause hat mir einmal mehr gezeigt, wie wertvoll Gesundheit ist — und wie sehr Bewegung, Natur und Sport zu meinem Wohlbefinden gehören. Training ist für mich nicht nur Vorbereitung auf Wettkämpfe, sondern Lebensqualität. Umso schöner ist es, wieder vorsichtig in den Rhythmus zurückzufinden.

Der März wird noch von einigen Untersuchungen begleitet sein, aber gleichzeitig markiert er den Neustart: behutsam, aufmerksam, ohne falschen Ehrgeiz — dafür mit umso mehr Dankbarkeit.

Die kommende Sommer- und Bike-Marathon-Saison bleibt fest im Blick. Vielleicht nicht mit der gleichen Selbstverständlichkeit wie in früheren Jahren, aber mit einer Portion zusätzlicher Motivation. Wer einmal gezwungen war zu pausieren, weiss, wie kostbar jeder schmerzfreie Kilometer ist.

Ich starte nicht bei null — sondern mit Erfahrung, Geduld und einer neuen Perspektive.

Und vor allem: mit Zuversicht.

Mein Scott Scale wartet ungeduldig. In der Zwischenzeit hat es noch eine absenkbarer Sattelstütze erhalten…

09.02.2026 Richtung Frühling…

Januar ist definitiv nicht mein Monat.

Gelassenheit ist eine Tugend, die stetiges Lernen erfordert – zumindest bei mir. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich diesen Monat nicht mag: dunkel, kalt, und der Frühling scheint gefühlte Jahre entfernt. Jedes Jahr denke ich kurz, vielleicht bin ich inzwischen gelassener geworden, vielleicht macht es mir diesmal weniger aus. Doch auch 2026 ist es nicht anders. Und vielleicht liegt die eigentliche Gelassenheit nicht darin, diesen Monat plötzlich zu mögen, sondern darin, mich nicht dafür zu verurteilen, dass ich ihn einfach nur überstehen will.

Zum Glück sind wir bereits im Februar angelangt. Ein Monat, der zumindest so tut, als ginge es vorwärts. Die Tage werden merklich länger, das Licht bleibt abends ein paar Minuten hartnäckiger, und irgendwo draußen wagen sich erste Frühlingsboten hervor – vermutlich ebenso vorsichtig wie wir selbst. Noch kein Grund für Euphorie, aber doch für vorsichtigen Optimismus. Also vorwärts Richtung Frühling: mit hochgezogenen Schultern, einem Rest Skepsis und der leisen Hoffnung, dass wir ihn dieses Jahr vielleicht ein kleines bisschen früher spüren dürfen.

Den Februar nutze ich bewusst nicht für Heldentaten, sondern für Klarheit. Körperliche Tests, Bestandsaufnahmen und gezielte Vorbereitungen standen im Vordergrund. Keine Jagd nach Bestzeiten, kein Vergleich mit früheren Jahren – sondern ein nüchterner Blick auf den aktuellen Zustand.

Leistungsdiagnostik, Kraftchecks, Beweglichkeit, Stabilität: Alles, was im Sommer gerne ignoriert wird, bekam jetzt seinen Platz. Manche Werte bestätigten das gute Gefühl, andere erinnerten mich daran, dass Training mit zunehmendem Alter vor allem eines braucht: System und Respekt vor dem eigenen Körper.

Diese Phase ist leise, unspektakulär und genau deshalb so wichtig. Sie legt das Fundament für die kommenden Monate. Wer hier schludert, zahlt später den Preis. Wer hier sauber arbeitet, gewinnt Sicherheit – im Kopf wie in den Beinen.

Der Februar ist kein Monat der Schlagzeilen, sondern der Vorbereitung. Und genau so soll es sein.



24.10.2025…


Pünktlich mit dem Sturmtief Benjamin haben auch mich die Grippeviren erwischt – als wollten sie meiner ohnehin bescheidenen #Saison2025 den passenden Abschluss verpassen. Irgendwie passt’s.

Natürlich gibt es Schlimmeres, das weiß ich. Trotzdem ärgert es mich gerade maßlos. Vor allem, weil ich genau weiß: Ich bin selbst schuld. Ein bisschen Schnupfen, etwas Husten – ach, wird schon gehen, dachte ich. Wie so oft. Und dann merkt man plötzlich, dass der Körper irgendwann einfach die Reißleine zieht.

Jetzt liege ich hier, Nase zu, Kopf schwer, und denke mir: Vielleicht war das genau das Zeichen, das ich gebraucht habe. Mal runterzufahren, durchzuatmen, zu akzeptieren, dass nicht immer alles nach Plan laufen muss.

Aber wenn schon, dann lieber jetzt als in den kommenden Monaten…

22.10.2025 Saisonschluss 2025…

Fazit: Ernüchternd!

(Ehrlich und schonungslos)

2025 war für mich – sportlich betrachtet – kein erfolgreiches Jahr. Besonders bei meinen geplanten Events lief es nicht wie erhofft. Gründe dafür gab es viele, vor allem aber auch einige Ausreden meinerseits. In erster Linie hat mich mein Kopf im Stich gelassen.

Meine Trainingsergebnisse waren ok – mehr aber auch nicht. Und das trotz über 600 Trainingsstunden und 6’000 Kilometern. Es fehlte an Intensität und Qualität. Das Resultat war ein ständiges Auf und Ab meiner Performance – und das nicht nur sportlich.


Wie weiter?

Analysieren. Lernen. Aufstehen. Krone richten. Weitermachen.
Ja, aber…

Aktuell befinde ich mich mitten in der Analyse und in der Übergangsphase zwischen 2025 und 2026. Ich prüfe verschiedene Möglichkeiten und Optionen – ein erster Schritt in Richtung einer möglichen neuen Saison.

Im vergangenen Jahr habe ich mir im Oktober/November eine längere Trainingspause gegönnt. Rückblickend: ein Fehler. Der Wiedereinstieg zog sich über Wochen hin, bis ich wieder auf einem akzeptablen Niveau war. Dieses Experiment wiederhole ich nicht.

In diesem Jahr trainiere ich – wenn auch reduziert – konsequent weiter, bis feststeht, ob und wie ich eine neue Saison angehe. Vielleicht bleibe ich aber auch einfach locker dran: laufe künftig nur noch mit Teddy, meinem treuen Begleiter, und drehe ab und zu eine Runde mit dem E-Bike.
PS: „Teddy“ ist mein Hund 😉


Fortsetzung folgt…

13.10.25 Herbstzeit…

… ist Wanderzeit

Wen schon wandern, dann gleich richtig. Eine wunderschöne Wanderung ist die sogenannte „Südrampe“ im Wallis. Entlang der BLS- Lötschberg- Bergstrecke mit dem stetigen Blick auf das Rhonetal.