Permanent auf Achse, wenig Schlaf aber überaus erfolgreich. Das ist meine persönliche Bilanz der letzten Woche. Ganz besonders freue ich mich im 2013 für 10-12 Wochen meine Radsportkenntnisse erneut jenseits der Alpen anwenden zu können. Es ist einfach wärmer dort 😉 Zum Abschluss der Woche besuchte ich mit meiner Frau die Country-Night in Gstaad. Allein schon das Konzert von Martina McBride war es wert dorthin zu gehen. Einmal mehr wurden meine Erwartungen übertroffen. Meinen Trainingsplan für die vergangene Woche hatte ich zum Glück bereits vorher so angepasst dass es da keine Gewissenskonflikte gab. Kurzes Krafttraining, 2 kurze aber harte MTB-Trainings das wars. In der kommenden Woche geht es richtig los mit den Vorbereitungen für das letzte Quartal 2012. Ach ja mein Nachbar war kurz mit dem Traktor da. Jetzt liegt ein Stapel Brennholz zum sägen hinter dem Haus…
Kategorie: Sport- und Alltägliches
Schuh- Check…
Nach langem hin und her habe ich mich entschlossen im Bereich Laufschuhe etwas neues zu probieren. Besonders gespannt bin ich auf die Reaktionen meiner Gelenke, speziell der Kniebereich, auf die neuen Laufschuhe. In den kommenden Wochen wird ausgiebig getestet. Bin gespannt was dabei raus kommt und werde gelegentlich darüber berichten. Vorab soviel: Es ist keine der „Grossen“ Marken, sondern eine „kleine“ Marke die ihr Geld in die Entwicklung statt in eine überrissenes Marketingstrategie steckt. Mal sehen…
Alles bestens…
Wenn es rollt dann rollts. Aktuell läuft es, nicht nur im Training, richtig gut. Vor allem es tut mal nichts weh. Die Knieschmerzen sind minimal oder ganz weg und die Folgen meines Sturzes behindern mich höchstens noch beim schlafen, respektive liegen. Am besten also weglassen. (das liegen;) Momentan habe ich auch bei langen Steigungen, selbst im zweistelligen %- Bereich, kaum Probleme habe. Also werde ich meinen Plan weiter durchziehen und mal schauen wie sich das ganze in den kommenden Tagen und Wochen entwickelt. Eines stelle ich jetzt schon fest: Es gibt kleine Details die viel mehr bewirken als ich mir vorgestellt habe. Kleines Beispiel. Ich wohne oben am Berg und egal von welcher Seite ich komme, stehen bis zu 300hm an. Also nix mit GA1 oder ausfahren auf den letzten KM. Was tun. Rauf fahren, absteigen Rad hinstellen und entweder auf der Rolle oder dem Ergo mindestens 15 Minuten ausrollen und „Laktat verteilen“. Wirkt…
Muskelkater…
Heute traf ich, nennen wir ihn mal „Hugo“, der einen fürchterlicher Muskelkater hatte. Mit leuchtenden Augen erzählte er mir dass er vorgestern wieder mal so richtig hart trainiert habe und es „geil“ finde jetzt so einen richtigen Muskelkater zu haben. Meine, sich in Grenzen haltende Begeisterung, für seinen Muskelkater konnte er nicht wirklich verstehen und meine Bemerkung ob er auch sonst auf „Sado“ stehe fand Hugo nicht lustig. „Sorry Hugo“!
Wer Muskelkater hat, hat falsch trainiert. Nicht nur „Fernsehsportler“ oder wie man neuerdings sagt „Couch-Potatoes“ kennen es, dieses fiese Gefühl des Muskelkater. Auch gut trainierte Athleten erwischt es ab und zu. Bei den erst genannten, geht dann die Lust auf weitere Trainings gerne ganz schnell verloren. Das muss nicht sein! Muskelkater an sich schadet grundsätzlich nicht. Er ist aber nicht, wie viele das immer meinen, ein Zeichen dafür das „richtig“ taff trainiert wurde, sondern ein Zeichen dass zu hart trainiert wurde. Muskelkater entsteht nach (zu) intensiver Belastung eines Muskels. Klassisches Beispiel: Lange Wanderung mit einem grossen Abstieg. Der vordere Oberschenkelmuskel wird ausserordentlich und ungewohnt belastet. Dadurch entstehen kleinste Muskelfaser-Verletzungen und das führt zum „Muskelkater“. Selbstverständlich gibt es auch bei Muskelkater einen positiven Effekt. Beim nächsten Training, sobald der Muskelkater abgeklungen ist, dauert es ein wenig länger bis es schmerzt da der Muskel stärker geworden ist. Richtiges dosiertes Training, mit ausreichend hoher Belastung, trainiert Muskeln ohne Muskelkater und man braucht keine Pause um die Schmerzen abklingen zu lassen. Während der Regenerationsphase, die auch mal fast eine Woche dauern kann, sollte der Muskel geschont werden. Bei erneutem Muskelkater drohen nämlich Muskelverhärtungen bis hin zum Muskelriss! Wer zum Beispiel gestern (zu hart) laufen war, könnte heute, statt mit Schmerzen zu laufen, beispielsweise locker Rad fahren.
Und wenn es doch passiert was kann man tun? Wärme ist immer gut. Sauna, Dampfbad oder einfach ein warmes Bad. Keinesfalls Stretchen! Sanft bewegen und keine allzu langen Einheiten trainieren. (z.B. Walken statt Joggen) Die ohnehin schon vorhandenen Mikrofaserrisse können so nicht heilen oder werden sogar noch verschlimmert. Wenn ich Kopfschmerzen habe, haue ich mir ja nicht auch noch zusätzlich die Faust auf den Kopf…. („Hugo“ vermutlich schon oder 😉
Herbst…
Der Blick nach draussen sagt uns der Herbst ist da. Mit dieser Jahreszeit kommt für viele das Ende der Wettkampf-Saison und meistens der Übergang zu einer kürzeren oder auch längeren Trainingspause. Anschliessend Planung der nächsten Saison und Wiedereinstieg in den Trainingsalltag, passend (hoffentlich) zur Saisonplanung und der angestrebten Ziele und Höhepunkte 2013. Meistens erfolgt das alles ganz klassisch und nach althergebrachten Plänen, Erfahrungen und Mustern. (Man weiss ja schliesslich Bescheid;) Mir fällt auf dass gerade im Radsport lange, (oder sollte ich sagen zu lange?) in alten Schemen und Mustern gedacht, gearbeitet und trainiert wurde/wird. In den letzten Jahren hat sich vieles verändert. Wenn man, was die Trainingsmethodik anbetrifft, genau hinsieht bleibt da in verschiedenen Bereichen kaum „ein Stein auf dem andern“. Egal in welcher der Radsport- Ausdauerdisziplinen. Ich bin gespannt was die doch zahlreichen Trainingsportale oder Anbieter von Trainingsplänen für Hobbyfahrer- Innen mit diesen Erkenntnissen anfangen werden. Persönlich werde ich, was meine Trainingsplanung anbetrifft, den bereits vor Jahresfrist eingeschlagenen Weg mit neuen fortschrittlichen Trainingsformen fortsetzen. Selbstverständlich werde ich, vorausgesetzt die Gesundheit spielt mit, auch im kommenden Jahr Events und Rennen bestreiten. Weil ich nach wie vor Lust dazu habe und auch nicht (zu) bequem werden möchte. Dazu kommt das Privileg über ein passendes Umfeld, inkl. Material, zu verfügen, respektive geschaffen zu haben. Ich mag auch, im Gegensatz zu den meisten meiner Alterskollegen, den Druck am Tag x und Stunde 0, am Start zu stehen. Selbstverständlich habe ich vollstes Verständnis dafür dass sie, die Senioren, keine Zeit haben und sich nichts mehr beweisen müssen. (Zwar die dümmsten aller Ausreden aber auch die am meisten verbreitete oder beliebteste)…
