Gespräch im Büro…

Man(n) hat einen Termin mit Personen die man zwar kennt aber schon eine Zeit lang nicht mehr gesehen hat. Rasch, zum Glück, ist der Geschäftliche Teil absolviert und man unterhält sich so über dieses und jenes…

Roland: Hast Du abgenommen?
Ich: nein ist eigentlich immer gleich

Aha, treibst Du immer noch so intensiv Sport?
Ja

Ehrlich? Hast Du keine gesundheitlichen Probleme, ich meine Du bist ja auch nicht mehr der jüngste?
Nein, es geht mir gut

Macht dir das noch Spass?
ja, schon

Wie viel trainierst Du denn so?
12-15 Stunden
pro Monat?
Nein pro Woche?

Was? Du spinnst ja! (Walter betritt den Raum) Walti hast Du gehört, er trainiert immer noch 15 Stunden in der Woche..
12-15 Stunden 15 ist eher die Ausnahme Weiterlesen „Gespräch im Büro…“

„Eggen und Chrächen“

2014-10-09 10.49.23-1Die letzten Wochen waren wettermäßig eine Entschädigung für viele feuchte und verhangene „Sommertage“. Keine Frage diesen Spätsommer MUSSTE ich nutzen. Mit zahlreichen guten Trainings- Km, etlichen Höhenmetern und viel Spass habe ich das auch praktisch ohne Einschränkung umsetzen können. Nach dem Aufenthalt in den Dolomiten war ich ausschliesslich in Heimatlichen Gefilden unterwegs. Was mich immer wieder beschäftigt ist, dass ich keine Tour ohne „Tal“ schaffe. In jedem Training durchquere oder passiere ich mindestens ein Tal. Aaretal, Gürbetal, Haslital, Simmental, Diemtigtal, Kandertal, Kiental, Suldtal, Gasterntal, UeschinentaL, Stockental, Lütschinentäler usw. usw. Alle diese Täler habe ich, zumindest was die Routen anbetrifft auch ohne GPS im Griff. Ganz anders verhält es sich mit dem Emmental. Erstens ist es gar kein richtiges Tal, so im Sinne von Berg links Berg rechts, und zweitens ist das Emmental ein Gebiet mit einer Fläche von fast 700 km2 Obwohl ich oft im Emmental unterwegs war/bin kenne ich nur einen Bruchteil dieser Landschaft. Geprägt ist das Emmental von zahllosen Hügeln oft genannt als „Eggen“ und Tälern sprich „Chrächen“. Weiterlesen „„Eggen und Chrächen““

Gut, besser, Pustertal…

2014-10-02 11.48.49Vergangene Woche verbrachte ich ein paar (Trainings) Tage im Pustertal (I). Ich brauchte etwas Abwechslung von den heimischen Trails und in meiner Agenda fand sich eine kleine Lücke. Zwar liegt die Gegend von uns aus gesehen nicht gerade um die Ecke trotzdem lohnt sich, aus meiner Sicht, die Reise dorthin allemal. Ich besuche die Gegend seit Jahren regelmässig und nenne sie inzwischen meine „zweite Heimat“. Entsprechend kenne ich mich auch aus und in der Zwischenzeit weiss ich auch wo sich die „Locals“ ihre Form holen. Nach einer problemlosen Anreise gleich ab aufs Rennrad und hinauf nach Sexten gleich mal die Beine lockern und Appetit fürs Nachtessen holen. Sexten war schnell erreicht darum noch ein kleiner Schlenker ins urige Fischleintal.

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Älter-schneller-leichter-besser…

herbst-16Es ist bereits Herbst. Das ist jetzt nicht gerade die ultimative Aussage oder eine Bahnbrechende Neuigkeit. Spätestens beim Blick aus dem Fenster merkt man es tut sich was da draussen. Eigentlich mag ich den Herbst ganz gut aber mir wird es einfach zu früh dunkel oder zu spät hell. Je nach Tagesform. An die tieferen Temperaturen konnten wir uns ja bereits währen den „Sommer“- Monaten gewöhnen. Also alles beim alten. Nicht ganz. Im Gegensatz zu vergangenen Jahren bin ich weder müde und ausgebrannt, noch habe ich dieses Gefühl „brauche dringend Urlaub oder Abstand von den Zweirädern“. Im Gegenteil ich freue mich auf die kommenden Wochen und Monate der Vorbereitung für die nächste Saison. Die Planung, soweit als möglich ist bereits erledigt und die Ziele sind fixiert. Sofern die Gesundheit und das Glück mitspielt heisst mein Motto für nächste Saison: zwar (noch) älter, aber schneller, noch leichter und hoffentlich besser.

Biken im Engadin…

Nach 2014-08-30 12.56.20einem eher langweiligen „Baustellen-Hopping“ quer durch die Schweiz traf ich am frühen Nachmittag in Scuol ein. Im Sportzentrum rasch die Startnummer abholen, wie immer alles perfekt organisiert, einen Kaffee im Dorf und dann retour nach Zuoz ins Hotel. Leider ist meine übliche Unterkunft wegen Bauarbeiten momentan geschlossen. Zum Hotel nur so viel: Den angegebenen Sternen würdig war höchstens die Rechnung… (Bin immer noch am Überlegen ob ich meinen Frust, so objektiv als möglich, in einem der zahlreichen Buchungsportalen ablegen soll)

Egal. Ich war da um ein Rennen zu fahren und nichts anderes. Kurze Runde im milden Spätnachmittag gedreht um den neuen Startplatz zu rekognoszieren und vor allem die müde gesessenen Beine zu
wecken. Nach einem ausgezeichneten Nachtessen, die obligaten Pasta Partys sind mir ein Gräuel, früh in die Federn noch ein paar Seiten im e-Book gelesen und dem Hanspeter Latour beim Problem lösen zugesehen. Nach 9 Stunden ausschlafen, aufstehen, kurzer Blick aus dem Fenster ins kühle und verregnete Engadin. L Nein jetzt kein Frust aufkommen lassen und ich kann es auch wen n es kalt ist! Frühstücken, packen und warm eingepackt ab zum 3km entfernten Startplatz auf dem Waffenplatz Zuoz-Scanf. Positiv: Eine Armee- Einrichtung hat Platz ohne Ende, sogar genügend Toiletten. Negativ: Solche Orte sind oft abseits jeglicher ziviler Einrichtungen und etwa so Stimmungsvoll wie ein Keller im 3. Untergeschoss. Jacke, Beinlinge und Mütze ausziehen, Gepäck abgeben und ab zur Startlinie. Zuschauer hatte es keine ausser den BetreuerInnen der Teilnehmer.

Neutralisiert mit ausgefahrenen Ellenbogen vom VorStart zur eigentlichen Startlinie und ab ging die Post. Post aus dem Grund weil ich die ersten Km voll am Hinterrad eines Teilnehmers im alten CH- Post- Outfit klebte. Zügig fuhren wir auf die erste Welle zu wo man auf das kleinere Kettenblatt wechseln musste. „Ratsch“ die Kette des „Pöstlers“ war hinüber und ich meinen Windschatten los. In der Zwischenzeit hatte der Nieselregen aufgehört, nass wurde man nur noch „von unten“. Rasch fand ich Unterschlupf in einer neuen Gruppe in der ich meinen Führungsarbeit meistens bergauf und bergab leistete. In den Flachstücken gab es in diesem Pulk definitiv bessere Fahrer. (Vielleicht waren sie auch nur jünger 😉 Ich weiss nicht woran es genau liegt aber in dieser Saison gelingt mir speziell in den Abfahrten fast alles. Ein Detail ist sicherlich mein Bike. Ich hatte noch keine agilere und zuverlässigere Maschine unter dem Hintern als mein Scott Spark! Perfekt getunt vom Rolf Egli, versehen mit Maxxis ASPEN (vom Profil her eher ein Trockenreifen) war ich selbst bei den widerlichen Bedingungen super unterwegs.2014-08-29 17.28.18

Beim Aufstieg von Lavin nach Guarda löste sich unsere Gruppe in Einzelfahrer auf. Irgendwie hatte ich am Anfang der Steigung eine schwächere Phase. Eigentlich fand ich bis Guarda keinen guten Rhythmus. Vermutlich hatte ich zu spät verpflegt denn in der folgenden kurzen Abfahrt bis zum nächsten Anstieg waren die Beine wieder da und auf der lästigen Traverse hinüber nach Ftan konnte ich, mit fünf Mann am Hinterrad, wieder voll fahren. Ich wollte unbedingt als erster unserer Gruppe in die Abfahrt hinunter nach Scuol einbiegen. Das gelang knapp weil ich total egoistisch bei der Einfahrt meine 1,84 gaaanz breit machte 😉 Denn in der Zwischenzeit hatte ich bemerkt dass die angepeilten 2:15 zwar nicht mehr drin lagen, aber es dennoch zu einer besseren Zeit als im Vorjahr reichen würde. Auf dem Wanderweg hinunter nach Scuol konnte ich mit Tempi zwischen 40-50 km/h den Abstand zur Gruppe ausbauen und erreichte das Ziel als 42. im Feld der +49 jährigen, in offiziellen 2:18:51. Ich bin zufrieden. Ein herzliches Dankeschön an die Organisation, die zahllosen Helfer und die tollen Zuschauer in den Dörfern Ardez – Guarda – Ftan und Scuol. Grazia fitg ed a revair