Etwas wehmütig…

…blicke ich im Moment nach Bayern, Füssen, wo soeben die 13. Ausgabe der Bike Transalp gestartet ist. Wehmütig vor allem aus dem Grund weil ich selber gerne dabei. Das Rennen ist zwar hart, man muss jeden Tag an seine Grenzen gehen, aber all die Erlebnisse und Eindrücke die man in den acht Etappen bis zum Gardasee täglich hat,  sind unvergleichlich. Leider habe ich auch in diesem Jahr keinen passenden Partner gefunden. Grund: Männer in meiner Alterskategorie sind in der Regel nur noch als Fernsehathleten aktiv. Diese Aussage ist zwar etwas gemein aber leider wahr. Zudem haben selbstverständlich die meisten das übliche Manko: Keine Zeit!  Also wenn jemand zwischen 50 bis ?? im 2011 für die Bike-Transalp 2011 einen Partner suchen sollte…

Ich habe mein Programm diese Woche, geplant war eine Regenerationswoche, nach dem Aus beim Dolomitisuperbike geändert. Am Montag gab es ein hartes Training mit einem Kollegen. Am Donnerstag habe ich eine wunderschöne Tour zum Arnensee, liegt bei Gstaad, gemacht und gestern war ich mit dem Rennrad unterwegs. Nach einem feuchtfröhlichen Grillabend ist das geplante Training heute ausgefallen. Dafür habe ich mich verpflichtet am kommenden Eigerbike, einen Kollegen mit momentan etwas „eingeschränkter Fitness, als Helfer über die 22km Strecke zu lotsen.

Und dann gestern Abend noch die Hiobsbotschaft aus dem Profi-Lager Roel Paulissen wurde des Dopings überführt. Ich möchte dazu nichts sagen, obwohl mir ein bestimmtes Wort auf der Zunge brennt. Ich denke momentan an Christoph Sauser der von diesem Herrn um den MTB-Marathon-WM-Titel beschissen wurde!

Frustbewältigung…

Zuerst vielen Dank für die zahlreichen Aufmunterungen. In der Zwischenzeit hat sich der ganz grosse Frust verzogen und ich bin froh mit ein paar Schürfungen und blauen Flecken mehr, bereits wieder unterwegs zu sein. Soeben hat es mich fast auf den Socken gehauen als mich der Verursacher des Sturzes angerufen und sich in aller Form entuldigt hat. Ihm wünsche ich, er hat ein gebrochenes Schlüsselbein, an dieser Stelle nochmals gute besserung und eine baldige Rückkehr aufs Bike. Respekt, der Typ hat Stil und Format! Zur Frustbewältigung bin ich gestern mit einem Kumpel durchs Kandertal gebrettert. Irgendwie wurde aus einer geplanten lockeren Einheit eine knüppelharte Trainingseinheit. Einer hat angefangen und keiner wollte nachlassen. Rund 50km haben wir uns gegenseitig durch die Gegend gejagt. Hat richtig gut getan.

Sommerzeit…

Aeschi, Montreux, Basel, Niesen und jetzt Toblach… Einige Stationen einer intensiven aber wunderschönen Sommer-Woche. Wie jedes Jahr besuchte ich das Montreux Jazz Festival. Ich hätte mir den Aufwand sparen können. Leider ist dieser Anlass nach 44 Jahren, zumindest momentan, eindeutig auf dem absteigenden Ast. Genauso wie gewisse Altstars der 80er Jahre welche versuchen die nachlassende stimmliche Performence mit (zu) viel Lautstärke zu „erschlagen“. Funktioniert aber definitiv nicht. Mehr dazu später unter www.evonallmen.ch

Den Niesen zähle ich zu meinen Hausbergen und bin jedes Jahr mehrere male oben. Wohlverstanden immer zu Fuss und das sind 1600hm verteilt auf 10,5km. Diese Woche hatte ich das Vergnügen den Niesen mit zwei Sportlerinnen zu Fuss zu erstürmen. Beide erbrachten eine Superleistung und blieben unter den bisherigen Bestzeiten! Gratulation ich habe grossen Respekt vor diesen Leistungen. Nach einer problemlosen Reise bin ich jetzt im Pustertal und bereite mich auf den Event vom Sonntag vor. Das Parkhotel Bellevue in Toblach ist dafür eine perfekte Basis.

Sportlich war es, aus Schweizer (Radsport) Sicht eine tolle Woche. Fabian Cancellara entwickelt sich zu einem „Patron“ bei der Tour de France. Souverän und beispielhaft seine Vorstellung, nicht nur im sportlichen Bereich. Die Schweizer Mountainbiker räumen bei der Europameisterschaft in Israel regelrecht ab. Titel und Medaillen im Multipack. Unser Nachwuchsarbeit bewährt sich weiterhin. Ja nicht nachlassen!!

Pfui!

Swiss- Olympics sollte sich schämen! Die Schuld für das Verbot zum befahren der „Grimmifurggi“ anlässlich des Gigathlon 2010, mehr oder weniger unverblümt den „uneinsichtigen Bergbauern im Diemtigtal“ in die Schuhe zu schieben finde ich unterste Schublade! Nicht die Bauern im Diemtigtal haben versagt, nein die Schuld liegt ganz allein bei Euch liebe Streckengurus von Swissolympics! Vielleicht wäre es angebracht zuerst mit den Landbesitzern zu reden als irgendwo irgendeine Bewilligung aufzutreiben. Zeit und Geld dazu hättet ihr ja genügend!  Was mich auch wundert ist die „Blauäugige und lauwarme“Massnahme mit dem Verbot die Strecke vor dem Gigathlon zu befahren. Notabene erst zwei Wochen vor dem Event. Leute bereits im April gab es X Teilnehmer die die Strecke befahren wollten und es auch, teilweise im Schnee watend, gemacht haben. Das die Bergbauern Angst um Ihre Tiere haben, kann ich angesichts der teilweise rüden und rücksichtslosen Fahrweise meiner Sportkollegen nachvollziehen. Deren Motto: Platz da was ist schon eine Kuh oder Ziege, aber wehe wenn jemand meinem Carbon-Fully zu nahe kommt…

Seit Jahren bike ich im Diemtigtal. Noch nie wurde mir deswegen dort, auch nur im geringsten, Schwierigkeiten gemacht. Im Gegenteil stets war man freundlich und hilfsbereit. Ich schäme mich für Swissolympics und entschuldige mich bei den Bergbauern im Diemtigtal!

Arbeitstage und gute Planung…

Nebst den ganz normalen Arbeitstagen, na ja so richtig normal sind diese bei mir nie, konnte ich die ganze Woche meine Trainingspläne sehr gut einhalten. Diese Woche war ich fast nur mit dem Rennrad unterwegs. Ich benötigte ruhige km und wollt wieder mal anständige Gänge bewegen 😉 . Dazu kam noch der obligate Arbeitstag in Mailand, mit Krafttraining, die Eröffnung des Montreux-Jazz-Festivals, Claude Nobs und sein Festival zählen seit Jahren zu meinen Favoriten, und ein kurzer Ausflug zur Tour. Etwas kam zu kurz diese Woche. Meine Ruhezeiten, die waren wirklich unter aller… lassen wir das. Die kommende Woche wird viel ruhiger. Aber erst ab Donnerstag so dass ich am Sonntag beim Dolomiti nicht einschlafe. Der Wochenbeginn gehört meinen Kunden und einem kleinen weiteren Ausflug nach Montreux…