Olympia 2016…

Olympiade2016Rio_Logo… und keinen interessiert’s . Nicht ganz, aber Euphorie konnte ich bis jetzt auch noch keine ausmachen. Das liegt einerseits an ganz praktischen Gründen wie die Zeitverschiebung und andererseits bestimmt auch an den bisher mässigen Erfolgsmeldungen der CH- Teilnehmer. Unserer grössten Medaillen- Hoffnungen konnten aus Verletzungsgründen gar nicht anreisen oder deren Einsatz steht noch bevor. Trotzdem irgendwie haben praktisch alle diese Grossanlässe einen schalen Beigeschmack.  Egal ob Fussball oder eben Olympia es „stinkt“.
Korrupte, Führungsschwache, Geldgeile Funktionäre, gedopte Athleten oder Athletinnen, Machtkämpfe, Intrigen, Lügen, oder der allgemeine rücksichtslose Kommerz und Gigantismus solcher Events machen, zumindest mir, definitiv wenig Spass. Trotzdem schaue ich hin und verfolge die Leistungen unserer Schweizer- Delegation mit Interesse. Ich hoffe einfach dass alle dieses Brasilien- Abenteuer gesund und heil überstehen. Vor allem wenn man zurückblickt was bei den beiden Strassenrennen abgelaufen ist. Mir läuft es noch jetzt kalt den Rücken runter wenn ich an diese fürchterlichen Stürze denke. Zum Glück gingen „nur“ ein paar Knochen zu Bruch. Gespannt bin ich in welchem Jahr die Olympiasieger 2016 definitiv feststehen werden, und wie viele „Sieger“ nachträglich erwischt werden. Gut warum sollte das bei Olympia anders sein als bei der Tour de France 😉 Vielleicht vergibt man ja in Zukunft Titel nur noch auf Bewährung… 🙂

 

Rennradfahren…

scott01Ich habe in den Wintermonaten das Rennrad fahren etwas vernachlässigt. Noch mehr als in den Vorjahren. Seit ich vor 5 Jahren komplett auf die 29er MTB’s umgestiegen bin, fuhr ich stetig weniger Rennrad. Früher war in der Vorbereitung das Rennrad, zumindest für mich, ein absolutes muss um auf dem MTB akzeptabel vorwärts zu kommen. Seit dieser Saison bin ich auf dem Bike vorne nur noch mit einem Kettenblatt (SRAM) unterwegs. Fakt: ich habe nur noch 11 Gänge zur Verfügung. Fazit: Weniger Gänge, weniger Schaltmanöver, weniger Optionen aber es reicht! Weiterlesen „Rennradfahren…“

Herzlichen Dank!

IMG_20160618_131519Budgetiert waren CHF 500.- für die Aktion „Cycling for Children“ der Unicef zu sammeln. Dank Euch wurden es CHF 860.- Dafür ein ganz herzliches Dankeschön. Nach wie vor  sterben Tag für Tag 16’000 Kinder unter fünf Jahren. Die Todesursachen sind Krankheiten wie Durchfall oder chronische Mangelernährung. Einer der Hauptgründe ist verschmutztes Wasser. Ich bin im Lauterbrunnental aufgewachsen. Einer Landschaft in der zeitweise 72 Wasserfälle teilweise über 400hm ins Tal fliessen und das in Trinkwasserqualität. Für mich als Kind war Wasser in dieser Form, zumindest kaltes, immer selbstverständlich. Umso mehr beschäftigt es mich dass Millionen von Menschen keinen Zugang zu frischem und vor allem zu sauberem Wasser  haben. Ganz besonders davon betroffen sind, wie meistens, die schwächsten die Kinder. Selbstverständlich sind die gesammelten CHF 500’000 einen Tropfen auf einen heissen Stein. Aber immerhin …

 

IMG_20160616_142552Wasser im Lauterbrunnental. Bereits 1779 schrieb Goehte dazu: …strömt von der hohen, Steilen Felswand Der reine Strahl. Dann stäubt er lieblich in Wolkenwellen zum glatten Fels, und leicht empfangen. Wallt er verschleiernd, leisrauschend zur Tiefe nieder…

Ganz herzlichen Dank auch an die Unicef Schweiz für die tolle Organisation und Crans Montana für die Gastfreundschaft!

 

müde Beine…

IMG_20160410_142057…aber nicht nur. Schnell mal ein paar Sträucher verpflanzen, Brennholz verarbeiten, Zaun erstellen, Sitzplatz bauen, Tiere versorgen und so weiter und so fort. Dazwischen, meistens am Abend, Administration, Kundentermine und etwas Büroarbeit. Da fehlt doch was oder? Richtig das ganz normale Training respektive die Vorbereitung für die Saison 2016. Trotz allen Aktivitäten konnte ich meine Saisonvorbereitung bisher praktisch lückenlos durchziehen. Das allerdings auf Kosten der Regeneration. Notabene eine der wichtigsten Trainingseinheiten! Aktuell sind nicht nur die Beine müde sondern auch die übrigen Körperteile. Ausser „dem Kopf“. Mental stimmt s und die Motivation für die Saison 2016 ist hoch. 🙂  Diese besteht zwar lediglich aus drei A-Events, alle anderen, wenn überhaupt, dienen lediglich zur Vorbereitung und werden nach dem Lust und Laune Prinzip absolviert. Trotz, oder gerade wegen der guten (mentalen) Verfassung,  heisst es ab sofort zurückschalten und Prioritäten setzen. Die erste heisst Regeneration…

Warum?

fragezeichen… Warum machst Du das- tust du dir das an- oder warum bist du noch dabei, wann hörst Du auf? Das sind Fragen oder Hinweise welche ich oft höre. (Oft von gleichaltrigen Kollegen). Berechtigt? Kann sein. Aber diese Fragen stelle ich mir nie. Ausser vielleicht früh am Morgen, schlotternd in irgendeinem Startblock. Sport ist meine Leidenschaft und Leidenschaft geht nie in Pension!

Sport ist nicht nur Wettkampf und Ergebnisse. Sport ist mehr. Sport sind Emotionen, leben, Erfahrungen und Antrieb. Wenn ich (endlich) oben auf dem Berg angelangt bin, ist es nicht zu Ende sondern es geht weiter zum nächsten Gipfel. Aber zuerst heisst es wieder runter kommen, Kraft und Moral tanken um den nächsten Anstieg in Angriff zu nehmen. Nur weil ich bereits einen Gipfel geschafft habe heisst es noch lange nicht dass ich auch den zweiten oder gar den dritten schaffe. Genauso verhält es sich mit seinen „Konkurrenten“. Nur weil ich irgendwo schneller/besser war, bin ich nicht der bessere Athlet und Hochmut bekommt einem selten gut. Was ist wenn z.B. der andere einfach seine Kräfte besser eingeteilt und beim letzten Anstieg lächelnd an mir vorbei zieht? Ein Scheissgefühl und meistens fehlt die (mentale) Kraft zum kontern. Sport hilft ungemein dabei nicht abzuheben und auf dem Boden zu bleiben. Besonders bei Erfolgen. Wenn ich den Gipfel erreicht habe, selbst wenn es der Mount Everest wäre und es nicht mehr höher geht, muss ich da wieder runter und unten angelangt beginnt (fast) alles von vorne. Das einzige was zählt ist die Erfahrung. Bei allem andern heisst es wieder von vorne anfangen. Fazit: Sport ist genauso wie das „richtigen“ Leben.