Ein Jahr leben… (Teil 3)

Nach dem durchzogenen „Erfolg“ beim Nationalpark Bikemarathon hatte ich drei Optionen. Vermutlich wären es noch mehr oder andere Zusammensetzungen. Mir reichten die drei.

Die erste: Alles ist wieder gut, weiter so. Besser wird s kaum, aber das ist ok und passt schon. Die zweite: Ich bin nicht beim Optimum da geht auch mit bald 70 noch was… Die dritte: Ich lasse es, priorisiere andere Hobbys und bewege mich nur noch im Gesundheitsbereich. (sehr beliebt bei Senioren)…

Wer mich kennt weiss dass ich die dritte Variante schnell gestrichen habe. Zwischen der ersten und der zweiten Variante habe ich lange überlegt, die Vor- und Nachteile beider Varianten abgewogen und auch die bestehende persönliche Ausgangslage, Stand Herbst 2018, analysiert. Fazit: Die Option 1 ist die richtige ich riskiere trotzdem die Option 2 und beginne gleicht damit. Ausschlaggebend war ein Newsletter eines MTB- Events im Sommer 2019. Ich schaute mir auf der Website die Strecke, Informationen zum Event und Ergebnisse in meiner Kategorie an. Tja dann stand da eine Name auf einem Podestplatz mit Jahrgang 1948! … 🙂

Planen ist ja immer sehr einfach. Vor allem dann wenn die Saison noch weit weg ist. Aktuell ist das bei vielen Hobby-Profis gerade wieder sehr aktuell. Da werden Pläne geschmiedet dass es nur so kracht. Weit weg von jeder Realität und vom tatsächlichen Leistungsvermögen. Handeln war angesagt. Aktiv unterstützt von meinem Umfeld verabschiedete ich mich am 10.09. für mehrere Wochen in den Süden der Schweiz und dem Norden Italiens. Bestes Wetter, hervorragende Trainings- Bedingungen und volle Konzentration aufs Training. Kurz gesagt ich trainierte und trainiere professionell nach Plan zwischen 13 und 18 Wochenstunden. Trainiert wird nicht einfach nur Radfahren sondern zusätzlich sehr viel Athletik, laufen und Beweglichkeit. Dazu die passende Ernährung. Die Ergebnisse sind erstaunlich. Mein Problemknie ist kein Problem mehr und hat die volle Beweglichkeit zurück. Der Ausdauerbereich war ok, jetzt ist er gut (v2o max 31.9). Im Kraftbereich habe ich zwischen 7- 11% zugelegt. Mein BMI um 2.1 Punkte verbessert usw…

Ganz wichtig ist mir der mentale Bereich. Abschalten, Ruhe inkl. viel schlafen bringen mir extrem viel. Ich habe mir auch angewöhnt eine fixe Stundenzahl pro Tag zu arbeiten und nicht mehr „bis alles erledigt ist“. Es darf auch mal was liegen bleiben…

Fazit: Kann ich es so durchziehen, bleibe von Verletzungen verschont und gesund wird es funktionieren. Die Top 5 sind das Minimal- Ziel!

 

 

Wetter zum X-ten…

Wetter ist bestimmt eines der meist genannten Themen in den letzten Tagen und Wochen. Eigentlich ist mir das Wetter egal. Hauptsache die Sonne scheint, ca. 25 Grad und Wolkenlos. 😉
Seit dem November 2017 bis heute konnten wir so ziemlich alles, ausser den o.e. Bedingungen, „geniessen“ was das Wetter in unserer Region so hergibt. Zwischen extremen Schneefällen, Orkanartigen Sturmböen und zuletzt Sintflutartigen Regenfällen war alles dabei. Immerhin zwischendurch gab es auch ein paar richtig schöne Wintertage. (Eine Hand reicht zum zählen)
Vermutlich geriet dadurch nicht nur meine Planung durcheinander, gebe aber gerne zu dass mich diese Kapriolen nicht erst seit heute nerven. Eingeschränkt durch die meine #Knieop konnte ich dadurch praktisch nur Indoor- Aktivitäten ausüben. Und immer nur Krafttraining oder Rolle… In den letzten Tagen habe ich mich vorwiegend um mein Material- Setup 2018 gekümmert und die eine oder andere Lücke geschlossen
Nebst Scott- Bikes (inkl: Synchros, SRAM, Maxxis, Fox ) sind es Produkte der Firmen ASSOS, Adidas, Northwave, Odlo usw….
Eigentlich alles perfekt und bereit zum durchstarten, na ja fast ;.) Zum Glück bleibt noch viel Zeit und beim Wetter kann es eh nur besser werden.

Mehr Athletik im Radsport…

Ryder HesjedalDie „klassischen“ Radsportler haben sich in der Vergangenheit nicht unbedingt als vielseitige Athleten präsentiert. Der Radsport allgemein hat sich lange Zeit erfolgreich gegen Modifikationen und Innovationen mehr oder weniger erfolgreich zur Wehr gesetzt. Es gibt (leider) noch heute Bereiche, Material, Termine oder Streckenprofile etc. wo dieses nach wie vor der Fall ist.

Zum Glück gab/gibt es Radsportler, Trainer und Teams die erkannt haben dass es nicht reicht wenn man(n) einfach lange genug auf dem Rad hockt und km abspult. Spätestens seit dem erfolgreichen Übertritt oder Quereinstieg von Sportlern aus anderen Disziplinen des Radsportes, Mountainbike oder z.B. Quersport, in den Strassenrennsport erlebt dieser einen Wandel. Genau geplante Trainingssteuerung wird, zusammen mit vermehrtem Athletik- Training, immer wichtiger. Nicht ohne Grund haben erfolgreiche Mountainbiker wie Peter Sagan, Ryder Hesjedal, Cadel Evans usw. „Grand Tours“ gewonnen. Sie sind/waren eindeutig besser im technischen Bereich und vor allem sie sind die besseren Athleten u.a. auch weil sie sehr vielseitig trainierten. Der Kraftraum oder die Trainingshalle gehört heute genau so dazu wie Grundlagentraining auf der Strasse. Das trifft im übrigen auch auf andere Sportarten zu.

Für viele Hobbysportler ist das, zum Glück, eine Selbstverständlichkeit. Aus Skilangläufern werden im Frühling Radsportler, Läufer oder auch Mannschaftssportler und umgekehrt. Das weil es einfach Spass macht neues zu probieren oder Abwechslung in den Trainingsalltag zu bringen. Wenn ich in den Ranglisten blättere sehe ich oftmals die gleichen Namen in den unterschiedlichsten Disziplinen vorne mit dabei. So werden regelmässig neue Reize gesetzt und vor allem geht so die Motivation selten oder nie in den „Keller“. Fakt ist auch beim Hobby- Athleten: nicht der bessere Radfahrer, Langläufer, Läufer oder, oder.. sondern der bessere Athlet…

Der weltbeste Mountainbiker  Nino Schurter bei der „Arbeit…“
(Er kann übrigens auch Rennrad;)

Programm 16. Nationalpark Bike-Marathon…

Programm 16. Nationalpark Bike-Marathon

Nationalpark Bike-Marathon…

Am Samstag, 26. August 2017 findet der 16. Nationalpark Bike-Marathon statt. Auf der Vallader-Strecke mit einer Länge von 137 km mit Start und Ziel in Scuol wird der Schweizerische Nationalpark auf Radwegen, Wanderwegen und Single Trails umrundet.  Der Nationalpark Bike-Marathon hat sich als grösster Bike-Event im Kanton Graubünden etabliert und ist Teil der Schweizer Rennserie GARMIN BIKE MARATHON CLASSICS. Zusätzlich wird auch Schweizer Bike-Marathon Meisterschaft innerhalb dieses Wettkampfes ausgetragen.

Wenn es meine Gesundheit zulässt bin ich auch in diesem Jahr mit dabei. Ich freue mich auf jeden Fall auf mein Lieblingsrennen in der Schweiz. Zahlreiche, meist positive, Erinnerungen und Erlebnisse in den vergangenen Jahren motivieren zusätzlich. Engadin ich komme 🙂