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Mit ‘Nino Schurter’ getaggte Beiträge

Mehr Athletik im Radsport…

Ryder HesjedalDie „klassischen“ Radsportler haben sich in der Vergangenheit nicht unbedingt als vielseitige Athleten präsentiert. Der Radsport allgemein hat sich lange Zeit erfolgreich gegen Modifikationen und Innovationen mehr oder weniger erfolgreich zur Wehr gesetzt. Es gibt (leider) noch heute Bereiche, Material, Termine oder Streckenprofile etc. wo dieses nach wie vor der Fall ist.

Zum Glück gab/gibt es Radsportler, Trainer und Teams die erkannt haben dass es nicht reicht wenn man(n) einfach lange genug auf dem Rad hockt und km abspult. Spätestens seit dem erfolgreichen Übertritt oder Quereinstieg von Sportlern aus anderen Disziplinen des Radsportes, Mountainbike oder z.B. Quersport, in den Strassenrennsport erlebt dieser einen Wandel. Genau geplante Trainingssteuerung wird, zusammen mit vermehrtem Athletik- Training, immer wichtiger. Nicht ohne Grund haben erfolgreiche Mountainbiker wie Peter Sagan, Ryder Hesjedal, Cadel Evans usw. „Grand Tours“ gewonnen. Sie sind/waren eindeutig besser im technischen Bereich und vor allem sie sind die besseren Athleten u.a. auch weil sie sehr vielseitig trainierten. Der Kraftraum oder die Trainingshalle gehört heute genau so dazu wie Grundlagentraining auf der Strasse. Das trifft im übrigen auch auf andere Sportarten zu.

Für viele Hobbysportler ist das, zum Glück, eine Selbstverständlichkeit. Aus Skilangläufern werden im Frühling Radsportler, Läufer oder auch Mannschaftssportler und umgekehrt. Das weil es einfach Spass macht neues zu probieren oder Abwechslung in den Trainingsalltag zu bringen. Wenn ich in den Ranglisten blättere sehe ich oftmals die gleichen Namen in den unterschiedlichsten Disziplinen vorne mit dabei. So werden regelmässig neue Reize gesetzt und vor allem geht so die Motivation selten oder nie in den „Keller“. Fakt ist auch beim Hobby- Athleten: nicht der bessere Radfahrer, Langläufer, Läufer oder, oder.. sondern der bessere Athlet…

Der weltbeste Mountainbiker  Nino Schurter bei der „Arbeit…“
(Er kann übrigens auch Rennrad;)

R.I.P. Erwin Wildhaber

wildhaber_erwin_wm08-mi_03Trauerstimmung liegt über dem Mountainbikesport. Erwin Wildhaber ist am Montag auf einer Bergtour am Chöpfenberg tödlich verunfallt. Der Mechaniker des Scott-Swisspower-Teams war ein wichtiger Faktor für die Erfolge Nino Schurters und einer der sympathischsten Personen auf dem Rennplatz. Auf der Bergtour mit dabei waren auch Thomas Frischknecht und Andreas Seeli, beide erlitten mittelschwere Verletzungen.

Die Tragödie ereignete sich am Montag und wurde als Agenturmeldung auch in den Tagesmedien publiziert. Nun ist öffentlich, dass es sich beim tödlich verunglückten Berggänger um eine der bekannten Figuren im Schweizer Mountainbikesport handelt. Erwin Wildhaber war das technische Rückgrat von Nino Schurter und Florian Vogel und bei der Umsetzung der neuen Rennmaschine auf 27.5-Zoll-Laufräder die treibende Kraft. Seit Jahren ist er auch der Mechaniker der Nationalmannschaft und war an den Olympischen Spielen in London mit dabei. Er war er ein fester Teil der internationalen Rennszene und durch seine fröhliche und umgängliche Art allseits beliebt. Er wird mit seiner Persönlichkeit und seinem Fachwissen im Bikesport eine grosse Lücke hinterlassen.

Wildhaber ist im Abstieg vom Chöpfenberg im Kanton Glarus ausgerutscht. «Beim Abstieg auf einer steilen Wiesenflanke rutschte Erwin aus und blieb so unglücklich an meinem Stock hängen, dass wir gemeinsam und ineinander verhängt die Wiese runter rollten und dabei Andi Seeli mitrissen», erklärt Thomas Frischknecht später. In kurzer Zeit hätten sie so viel Tempo aufgenommen, dass sie ausser Kontrolle gerieten. Seeli und Frischknecht kamen nach über 200 Meter auf der Wiese rutschend zum Stillstand, während Wildhaber scheinbar das Bewusstsein verlor und ohne Gegenwehr über ein Felsband stürzte. Andreas Seeli verletzte sich ebenfalls schwer und musste mit mehreren Knochenbrüchen mit der Rega ins Kantonsspital Chur überführt werden. Thomas Frischknecht brach sich beim Unfall den Fuss, ist aber wieder zu Hause.

Nur zwei Tage nach dem tragischen Vorfall hat Nino Schurter die Ehrung zum Radsportler des Jahres entgegen genommen. Die Zeremonie stand denn auch ganz im Zeichen seines Freundes und langjährigen Wegbegleiters. «Ich widme alle meine Preise und Resultate, die ich in diesem Jahr erreicht habe, meinem ehemaligen Mechaniker und Freund Erwin. Es ist gewaltig, was ich mit ihm erleben durfte», sagte Schurter nach der Ehrung gegenüber der Sportinformation.

(Quelle: Ride-Magazin).

Nino Schurter…

Nino Schurter ist wohl der beste Mountain-Biker der Gegenwart. Bloss wie ist er denn der Nino? Einen Einblick in seine Olympia- Vorbereitungen gibt es im Bericht der Schweizer Illustrierten. Fazit: Olympia kann kommen, Nino wird bereit sein!

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