Die einen, erfolglose Schweizer Fussballer), logieren so
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Die anderen, erfolgreiche Tour de France-Teilnehmer, so —>>
Aeschi, Montreux, Basel, Niesen und jetzt Toblach… Einige Stationen einer intensiven aber wunderschönen Sommer-Woche. Wie jedes Jahr besuchte ich das Montreux Jazz Festival. Ich hätte mir den Aufwand sparen können. Leider ist dieser Anlass nach 44 Jahren, zumindest momentan, eindeutig auf dem absteigenden Ast. Genauso wie gewisse Altstars der 80er Jahre welche versuchen die nachlassende stimmliche Performence mit (zu) viel Lautstärke zu „erschlagen“. Funktioniert aber definitiv nicht. Mehr dazu später unter www.evonallmen.ch
Den Niesen zähle ich zu meinen Hausbergen und bin jedes Jahr mehrere male oben. Wohlverstanden immer zu Fuss und das sind 1600hm verteilt auf 10,5km. Diese Woche hatte ich das Vergnügen den Niesen mit zwei Sportlerinnen zu Fuss zu erstürmen. Beide erbrachten eine Superleistung und blieben unter den bisherigen Bestzeiten! Gratulation ich habe grossen Respekt vor diesen Leistungen. Nach einer problemlosen Reise bin ich jetzt im Pustertal und bereite mich auf den Event vom Sonntag vor. Das Parkhotel Bellevue in Toblach ist dafür eine perfekte Basis.
Sportlich war es, aus Schweizer (Radsport) Sicht eine tolle Woche. Fabian Cancellara entwickelt sich zu einem „Patron“ bei der Tour de France. Souverän und beispielhaft seine Vorstellung, nicht nur im sportlichen Bereich. Die Schweizer Mountainbiker räumen bei der Europameisterschaft in Israel regelrecht ab. Titel und Medaillen im Multipack. Unser Nachwuchsarbeit bewährt sich weiterhin. Ja nicht nachlassen!!
Swiss- Olympics sollte sich schämen! Die Schuld für das Verbot zum befahren der „Grimmifurggi“ anlässlich des Gigathlon 2010, mehr oder weniger unverblümt den „uneinsichtigen Bergbauern im Diemtigtal“ in die Schuhe zu schieben finde ich unterste Schublade! Nicht die Bauern im Diemtigtal haben versagt, nein die Schuld liegt ganz allein bei Euch liebe Streckengurus von Swissolympics! Vielleicht wäre es angebracht zuerst mit den Landbesitzern zu reden als irgendwo irgendeine Bewilligung aufzutreiben. Zeit und Geld dazu hättet ihr ja genügend! Was mich auch wundert ist die „Blauäugige und lauwarme“Massnahme mit dem Verbot die Strecke vor dem Gigathlon zu befahren. Notabene erst zwei Wochen vor dem Event. Leute bereits im April gab es X Teilnehmer die die Strecke befahren wollten und es auch, teilweise im Schnee watend, gemacht haben. Das die Bergbauern Angst um Ihre Tiere haben, kann ich angesichts der teilweise rüden und rücksichtslosen Fahrweise meiner Sportkollegen nachvollziehen. Deren Motto: Platz da was ist schon eine Kuh oder Ziege, aber wehe wenn jemand meinem Carbon-Fully zu nahe kommt…
Seit Jahren bike ich im Diemtigtal. Noch nie wurde mir deswegen dort, auch nur im geringsten, Schwierigkeiten gemacht. Im Gegenteil stets war man freundlich und hilfsbereit. Ich schäme mich für Swissolympics und entschuldige mich bei den Bergbauern im Diemtigtal!
Nebst den ganz normalen Arbeitstagen, na ja so richtig normal sind diese bei mir nie, konnte ich die ganze Woche meine Trainingspläne sehr gut einhalten. Diese Woche war ich fast nur mit dem Rennrad unterwegs. Ich benötigte ruhige km und wollt wieder mal anständige Gänge bewegen 😉 . Dazu kam noch der obligate Arbeitstag in Mailand, mit Krafttraining, die Eröffnung des Montreux-Jazz-Festivals, Claude Nobs und sein Festival zählen seit Jahren zu meinen Favoriten, und ein kurzer Ausflug zur Tour. Etwas kam zu kurz diese Woche. Meine Ruhezeiten, die waren wirklich unter aller… lassen wir das. Die kommende Woche wird viel ruhiger. Aber erst ab Donnerstag so dass ich am Sonntag beim Dolomiti nicht einschlafe. Der Wochenbeginn gehört meinen Kunden und einem kleinen weiteren Ausflug nach Montreux…
….keine Zeit. Jeder von uns hat diese Worte schon angewendet. Als Ausrede, für was auch immer, als Erklärung oder in der festen Überzeugung das dem auch so sei. Als Coach bekomme ich fast jeden Tag die abenteuerlichsten Ausreden zu hören warum es denn wieder, auf Grund der mangelnden Zeit, zu diesem oder jenem nicht gereicht hat. Selten, ganz selten sogar, bekommt man übrigens diese Ausrede von Profi-Sportlern. Na klar werden jetzt einige sagen, wenn ich nur 2-5 Stunden pro Tag zu trainieren bräuchte hätte ich auch viel Zeit. Kleine Bemerkung dazu: Meistens wird an 6 Tagen die Woche trainiert, also gearbeitet, und das Weekend ist oft auch mit Arbeit, sprich Wettkämpfen, belegt. Denn letztendlich wollen all diejenigen die keine Zeit haben, unterhalten werden 😉 (Weitere Verpflichtungen der Profis wie Pflege, Sponsoren-Termine, und ganz profane Dinge wie Familie etc. erwähne ich absichtlich nicht).
Fazit: Wir haben nicht zu wenig Zeit, sondern es ist die viele Zeit die wir nicht nutzen!
Meine Bewunderung gilt all den engagierten Hobby-Sportlern, die es fertig bringen fast täglich zu trainieren, nebst Beruf, Familie und allem was so dazu gehört. Auch die höre ich übrigens, obwohl sie Grund hätten, selten über mangelnde Zeit jammern. Warum? Weil sie ein Ziel haben und alles daran setzen dieses zu erreichen, denn…
…wer keine Ziele hat kann auch keine erreichen!
Persönlich hatte ich heute eine geniale Zeit. Nebst einem Berglauf auf das Niederhorn, das Ziel unter drei Stunden hoch zulaufen wurde geschafft, reichte es noch zu einem MTB-Training, Nachtessen zubereiten und zur Erledigung diverser Büroarbeiten. Für „wichtige“ Dinge wie Fernsehen, Fusball-WM-Analysen und im Netz zu surfen hatte ich heute allerdings wirklich keine Zeit.