Heute hat mich, nicht zum ersten mal, ein „Kollege“ wieder mal angepflaumt ob ich eigentlich auch noch etwas tue ausser Sport treiben. Meistens kein Problem aber heute ist mir (fast) der Kragen geplatzt. Ja Oskar, ich weiss dass Du hier mitliest und soviel vorne weg: Du kannst davon ausgehen dass ich mich sogar viel mehr mit anderen Dingen beschäftige als mit selber Sport treiben. Aber im Gegensatz zu Dir beginnen meine Tage oftmals morgens um 05:00 Uhr und enden öfters nach 21:00 Uhr. Für Dich als wohlbehütetem Beamten bestimmt unvorstellbar! Also „Oski“: ca. 2 1/2 Tage pro Woche bin ich für meinen „Hauptsponsor“, das ist der dessen Preise Du überrissen findest, Schweiz weit unterwegs, öfters auch im angrenzenden Ausland. Dazu betreue ich an drei Tagen pro Woche AthletInnen. (Auch an Randzeiten oft sogar nach 20:00 Uhr oder an Wochenenden). Dazu erledige ich die gesamte Administration meines (kleinen) Unternehmens, schreibe Rechnungen (meine Lieblingsbeschäftigung) bezahle Steuern und Abgaben, pro Tag fast einen Hunderter, damit Du lieber Oskar, pünktlich und sicher Dein Gehalt bekommst, berechne für mehrere AthletInnen Trainingspläne, werte Trainings und Testdaten aus, bestreite mehrere Gruppen und Einzellektionen im Bereich Krafttraining (in mehreren Fitnesscenter), begleite Athleten bei langen Ausdauertrainings, Manage und berate das Team Polysport und beschäftige mich mit Produkte- Entwicklung im Bike-Bereich. Ach ja nebst all dem gibt es auch noch ganz normale Dinge zu erledigen wie einkaufen, Arbeiten an, im und ums Haus usw. meistens schaffe ich das problemlos sogar ohne Stress. Das weil ich mich gut organisiere und gewisse Freizeitaktivitäten wie Fernsehen, Shoppen, Abzuhängen etc. aufs Minimum beschränke. Zudem unterstützt mich, trotz 100% Job, meine Frau wo immer sie kann. Sport treibe ich öfters an Randzeiten oder statt Mittagspause oder Tagsüber und dafür werden administrative Dinge am Abend erledigt oder lange Trainingseinheiten beginnen halt auch mal in den sehr frühen Morgenstunden. „Habe keine Zeit“ kenne ich nicht, Du schon! Meine Meinung: Wer seine eigene Zeit nicht managen kann, kann gar nichts managen! Punkt und aus! (Stress habe ich übrigens, lieber Oskar, auch keinen, ausser positivem)!
Kategorie: Training
Grupetto…
Da der Frühling noch etwas auf sich warten lässt habe ich in den letzten Tagen meine Rad- Einheiten ausschliesslich auf dem Mountain Bike absolviert. Zwei Dinge. Es läuft super und die vielen RR- Km machen sich bezahlt. Ich bleibe dabei ohne Rennrad Km keine anständige Form auf dem MTB! Da ich beim biken praktisch nur noch auf meine 29er Bikes setze ist das Rennrad- Training für mich sowieso Pflicht. Über die kommenden Oster- Feiertage werde ich, wenn es die Strassenverhältnisse zulassen, vorwiegend auf dem Rennrad trainieren. Am kommenden Samstag wird unser Team Polysport die erste gemeinsame sehr lange Ausfahrt unter die Räder nehmen. Ich werde mich dann vorwiegend im Windschatten der Jugend aufhalten und versuchen mitzukommen. Da aber ausgerechnet mein „Hass-Pass“ der Brünig im Programm steht, werde ich wohl oder übel längere Zeit im „Team- Grupetto“ unterwegs sein. (Wobei wir es dort immer so lustig haben, dass ich den Verdacht nicht los werde dass einige absichtlich dort mitfahren;)
Irgenwas ist immer….
Mal zwickt es da, mal schmerzt es dort oder manchmal huste und (Sorry) rotze ich vor mich hin. Und trotzdem fühle ich mich ausgezeichnet. Aktuell bin ich zwar so müde dass ich mich überall hinlegen könnte um zu schlafen. Also aufpassen und ab und zu eine Einheit auslassen, regelmässig zum Osteopath, Richi Buhnke ist Weltklasse, um alles zu richten. .Sobald es wärmer wird, irgendwann kommt dieser Frühling 2013, kann es dann wieder richtig losgehen mit den langen Marathontrainings. Darauf freue ich mich riesig. Vorläufig habe ich meine geplanten Marathon-Trainings in Südtirol verschoben. Die haben dort noch mehr Schnee als wir hier am Thunersee. Sogar im sonst trockenen und Schneefreien Vinschgau ist es weiss ¨Unglaublich. Also erst mal Ostern passieren lassen und dann sehe ich weiter. Momentan ist es bei uns so dass man Wintersport, z.B. Skifahren wunderbar mit Laufen oder Radsport kombinieren kann. Sogar am gleichen Tag. Am Vormittag früh mit den Ski’s ein paar Schwünge zu carven und am Nachmittag mit dem Bike eine Einheit unten am See zu absolvieren ist schlichtweg „Geil“.
Vorbilder…
…hat vermutlich auf die eine oder andere Art und Weise jeder oder jede. Mein Vorbild im sportlichen Bereich, heisst „Bill“ ist weder Profi, berühmt noch hat er ein beeindruckendes sportliches Palmares. „Bill“ ist 70 Jahre jung, großgewachsen, schlank, Pensionist, Brite mit CH-Pass, Ex-Kampf und Linienpilot und begeisterter Radsportler. Ich hatte in der letzten Zeit das Vergnügen dass mich „Bill“ bei ein paar mit Höhenmetern gespickten Radtouren begleitet respektive mitgenommen hat. Richtig verstanden: Er hat mich mitgenommen denn meine Chancen mit „Bill“ mitzuhalten liegen bei 0,00! Mit seinen 70 Jahren fährt er locker mal eine 150 km- Runde mit Höhenmetern im vierstelligen Bereich und einem 28er Schnitt. Zudem ist er technisch so gut drauf dass ich, notabene kein schlechter Abfahrer, ihn sogar den Berg runter regelmässig ziehen lassen musste. Von Bergauf mag isch schon gar nichts erzählen. Wenn wir gemeinsam den Brünigpass angehen ist es so, dass wenn ich oben ankomme sitzt „Bill“ bereits bei einem Kaffee und hat der Serviererin ein halbes Dutzend Komplimente gemacht. Selbstverständlich wollte ich von „Bill“ wissen wie er das, verflixt noch mal, schafft so fit zu sein. „now“ es gibt kein besonderes Geheimnis erklärte er mir mit charmanten englischen Akzent. Mir macht es Spass fit zu sein, schaue dass ich gesund lebe und das auch geniesse. Das wichtigste sei aber, wenn ihn etwas interessiere mache er es einfach und überlege nicht ob er dazu zu alt sei. Sein Alter sei anscheinend für andere interessanter als für ihn selbst. Und wenn er mal einen „Hänger“ habe sorge seine Frau dafür dass er seinen Hintern hochbekomme und sich in den Sattel schwinge. Kleine Anekdote: Bei relativ schlechtem Wetter kam Bill mit einer dieser Sündhaft teuren Mavic– Winterjacken angeradelt. Ich: Woawh geile Jacke… „Bill“: O yeah, hat meine Frau gekauft sie meint ich könne dann auch bei ganz schlechtem Wetter radfahren gehen…
Fazit: Ich habe gegen „Bill“ aktuell absolut keine Chance. Mir fehlt es weder an Gesundheit, Material oder irgendwas. Ich habe eine Frau die mich unterstützt und mich auch immer wieder motiviert. Es liegt allein an mir, meinem Willen und meiner Motivation besser zu werden.“Sch…“ auf meinen Jahrgang, nächstes Jahr will ich als erster auf dem Brünigpass Kaffe bestellen! (Und eine Mavic-Jacke habe ich auch schon;)
Pollen…
Die frühlingshaften Temperaturen bewirken, dass nun wieder vermehrt Pollen freigesetzt werden. Nördlich der Alpen sind in den kommenden Tagen mässige bis starke Belastungen durch Hasel- und Erlenpollen zu erwarten. Im Wallis muss mit einer vorwiegend starken Belastung durch Hasel und Erle gerechnet werden….
Ich als „Teilzeit-Allergiker“ bin selbstverständlich mit dabei. Die damit verbundenen typischen Erkältungs-Symptome sind an sich schlimmes aber lästig. Vor allem schläft man schlecht und mit triefender Nase Sport zu treiben ist nicht angenehm. Nichts anmerken lassen, Medikamente schlucken und versuchen irgendwie damit klar zu kommen 😦
