Einmal Jura und zurück…

2013-05-18 10.59.47Die Gebirgs- bzw. Höhenzugsbezeichnung Jura wird heutzutage vor allem für den nordwestlich des Alpenkammes bzw. des schweizerischen Mittellandes liegenden Französischen Jura (französisch Massif du Jura) und den Schweizer Jura verwendet. (so stehts bei Wikipedia) „Der“ Jura ist auch ein noch Kanton und Jura heisst auch der Hersteller der Kaffeemaschine von Roger Federer… 😉

Unweit des Standortes eben dieser Kaffeemaschinenfabrik, in Boningen, war der Start des Juraderbys. Einem lokalen Event des Radsportclubs Born Boningen und von Swiss-Cycling. Angeboten wurden Strecken für Rennradfahrer und auch eine MTB-Strecke von 66km durch den Jura-Südfuss. Kurzum ein gutes, organisiertes Training in einer anderen Umgebung. Wobei ich bemerken muss dass mir der Jura eigentlich nicht besonders liegt. Das Terassenförmige Gelände hinterlässt bei mir immer den Eindruck es gehe nur rauf aber nie runter. Völliger Quatsch, aber ich empfinde es nun mal so. (Etwa so wie ich den Brünig-Pass nicht mag). Am meisten war ich überrascht wie gut die Strecke befahrbar war. Trotz Dauerregen in den vorangegangenen Tagen kaum Schlamm und die Trails waren erstaunlich gut beieinander. Der Föhn sorgte auch für schönes Wetter und angenehme Temperaturen. Die Strecke war ausgezeichnet angelegt, aber nicht die Streckenmarkierung. Alles andere als optimal, aber mit insgesamt 2x (kurz) verfahren war ich noch gut bedient. Anderen ging es da wesentlich besch.. eidener. Nach 3:16 war ich wieder wohlbehalten zurück in Boningen und am Nachmittag konnte ich so zu Hause meinem Hobby der Landwirtschaft, sprich Gras mähen, fröhnen…

Meteo…

Bemer Kaum etwas anderes gibt momentan so zu Diskussionen Anlass wie das ausbleibende schöne und warme Frühlingswetter. Sich darüber auszulassen oder gar zu ärgern bringt zwar nichts aber es ist irgendwie verständlich. Heute war ich drei Stunden unterwegs und davon habe ich die ersten zwei gefroren wie sonst im März oder November. Zum Glück gab es beim Heimaufstieg dann doch noch etwas Sonne. Wenigstens hatte ich heute die Chance mit dem Training zu warten bis es nicht mehr aus Kübeln goss. Die Durchschnittstemperatur während der drei Trainings- Stunden: +8 Grad. Nicht das was man sich gemeinhin als warmer Frühlingstag vorstellt. Zudem muss ich mir demnächst einen Sponsor für Waschmittel suchen um die Berge von verschmutzen Bike- Klamotten wieder sauber zu bekommen. Morgen erwartet uns ein kleines, Föhnunterstütztes, Zwischenhoch. Ich werde das nutzen und beim Jura-Derby die grosse Runde unter die Reifen zu nehmen um mich anschliessend wieder auf die (Bemer) Matte  zu legen…

Nix neues…

Giro…weder vom Wetter, vom Training oder sonstigem. Zumindest nichts über was ich wirklich berichten möchte. Und bevor ich zum 35. mal die gleichen Bilder, möglichst vom Vorjahr, und Kommentare herunter bete… Doch eines ist da noch. Der Giro d’Italia 2013, wo momentan sensationell gut Rad gefahren wird. Praktisch Tag für Tag sind heftige Positionskämpfe, Attacken und Angriffe im Gange. Bis jetzt ist es keiner Mannschaft gelungen das Rennen zu kontrollieren und praktisch jeden Tag haben wir andere Sieger oder Geschlagene im Felde. Motto: heute Top und Morgen fange ich mir eine Klatsche ein. So erwischte es gestern den Vorjahressieger Ryder Hesjedal der in den Hügeln um Florenz fast drei Minuten im Gesamtklassement verlor. Ihn aber abzuschreiben wäre falsch denn in den kommenden Tagen wenn es in den Bergen des Piemonts oder in den Dolomiten zur Sache geht wird es erneut den einen oder anderen erwischen. Ganz interessant ist, dass auch innerhalb der Spitzen-Teams grosse, ja sogar sehr grosse, Leistungsgefälle bestehen und die Durchschnittsgeschwindigkeiten, zumindest bis jetzt, erneut gefallen sind, oder wie gewisse, frühere Spitzenfahrer, Mühe haben überhaupt im Feld mitzukommen. Warum? Die Gedanken sind frei…

Zum Glück…

polysport…kann ich immer noch über mich lachen. Am vergangenen Samstag habe ich meinen ersten Renntermin 2013 auf zwei Rädern absolviert. Und zwar bei den Seelandclassic’s dem einem der ältesten  Elite und Volksradsrennen der Schweiz. Dieses Rennen gab es schon da waren Mountainbikes noch nicht „erfunden“. Beim Eliterennen bestritt das CH- Profi- Team IAM-Cycling praktisch ein Mannschaftsrennen und bei den Hobbyfahrern stand ein gewisser Fabian Cancellara nicht nur in der Festwirtschaft den Fans zur Verfügung, nein er fuhr sogar selber mit und liess sich schlagen 😉  Ich war auch da, aber wie. Zuerst absolvierte ich, nach dem schnellen einpacken von Bekleidung und Rad, den ganzen Vormittag einen geschäftlichen Termin, um dann 2 Stunden vor dem Start Richtung Lyss (Startort) zu fahren. (Rad und Ausrüstung waren beim Termin mit im Auto). 65 Minuten vor dem Start holte ich meine Start-Nummer und Unterlagen ab, dann umziehen im Regen auf dem Parkplatz, die Garderoben waren zu weit weg. Beim umziehen feststellen dass Knielinge und Schuhüberzüge zu Hause im Regal liegen. Ok. dann kurz, kurz mit Ärmlingen plus dem neuen Scott- Regenschutz der ja auch mal getestet werden sollte. Ach ja Handschuhe, wo waren bloss die Handschuhe? Genau auch zu Hause im Regal. Egal, Mit nervösen und klammen Fingern schnell noch die Startnummer ans Trikot geheftet, vorausgehend eine mittlere Suchaktion nach den Sicherheitsnadeln. Dann schnell das Vorderrad am Trainingsrad montiert und ab zum Start. Trainingsrad aus dem Grund weil mir DAS Rennrad für dieses fiese Wetter zu schade war. Einfahren? Ausgeschlossen die Strecke war komplett gesperrt, das Eliterennen war noch im Gang, alle umliegenden Strassen und Wege verstopft und voll mit Zuschauern, Radfahrern, Kinderwagen, Bratwurst und Bierständen auch egal die 10 Minuten bis zum Start kann ich auch ohne einfahren überstehen. Ach ja danke an den Herrn von der Firma Trek der sich meiner erbarmte und den Luftdruck in den Reifen wettkampftauglich pumpte. Noch drei Minuten bis zum Start… kein Problem ausser, da war ja noch dieser Sch… Regenschutz! Wo soll ich bloss hin damit? Wegwerfen? Geht nicht. ninagelneu, sündhaft teuer und wie soll ich das der Firma Scott beibringen. Noch zwei Minuten… Ausgezogen  und kurzerhand unters Trikot gestopft drei zwei eins… und los ging’s. Mit einer Riesenwampe, sprich Regenschutz irgendwo im Mittelfeld, ging es heftig wie immer los. Aber ich kam im gut weg, gut über die Steigung und auf dem Plateau oben beim Frienisberg habe ich solange gedrückt bis die Gruppe auseinanderflog. Die Spitze war da aber schon über zwei Minuten weg. In der Abfahrt, kurvig, nass und dunkel da komplett im Wald, liess ich zuviel Vorsicht walten und wurde von der Gruppe abgehängt. Auf den letzten 7 Kilometern konnte ich diese wieder ein und gleich überholen, plus ein weiteres dutzend Nachzügler der Spitzengruppe. Fazit: Hat Spass gemacht und die 12,7 Sekunden Rückstand auf den dritten meiner Altersklasse tun auch nicht wirklich weh. Zudem war ich der schnellste mit Regenschutz ;). Nach dem Rennen, zurück zum Auto, trockene Kleidung, Abfahrt nach Hause, der Lieblingsgattin kurz erklären dass man noch bei einem Radrennen war, (wurde Kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen), umziehen und nach 30 Minuten bereits wieder zum nächsten (privaten) Termin unterwegs. Was man alles an einem Tag erledigen kann…

 

Grün…

2013-05-01 14.48.25…ist aktuell DIE Farbe. (Hat nichts mit Politik zu tun!) Ich mag den Frühling so wie er sich jetzt präsentiert. Frisch, warm und eben grün. Es ist nicht einfach die Farbe, nein es ist dieses intensive und frische grün das mich immer wieder, Jahr für Jahr, beeindruckt. Im grünen Bereich laufen auch meine Renn- Saisonvorbereitungen. Meine „Managerin“ konnte alle Buchungen und Vorbereitungen für die anstehenden Wettkampf- Termine tätigen. Solche Dinge sind immer ein relativ grosser Aufwand,  und ich bin froh dass ich mich nicht darum kümmern muss. Danke! Zum Training: Keine besondere Vorkommnisse, es läuft alles nach Plan. Ach ja ab dem 01. Juni 2013 bin ich mit Julbo-Sportbrillen unterwegs. Freue mich darauf, allein schon darauf  wieder ALLE Konturen im Wald zu erkennen 😉