Nix neues…

Giro…weder vom Wetter, vom Training oder sonstigem. Zumindest nichts über was ich wirklich berichten möchte. Und bevor ich zum 35. mal die gleichen Bilder, möglichst vom Vorjahr, und Kommentare herunter bete… Doch eines ist da noch. Der Giro d’Italia 2013, wo momentan sensationell gut Rad gefahren wird. Praktisch Tag für Tag sind heftige Positionskämpfe, Attacken und Angriffe im Gange. Bis jetzt ist es keiner Mannschaft gelungen das Rennen zu kontrollieren und praktisch jeden Tag haben wir andere Sieger oder Geschlagene im Felde. Motto: heute Top und Morgen fange ich mir eine Klatsche ein. So erwischte es gestern den Vorjahressieger Ryder Hesjedal der in den Hügeln um Florenz fast drei Minuten im Gesamtklassement verlor. Ihn aber abzuschreiben wäre falsch denn in den kommenden Tagen wenn es in den Bergen des Piemonts oder in den Dolomiten zur Sache geht wird es erneut den einen oder anderen erwischen. Ganz interessant ist, dass auch innerhalb der Spitzen-Teams grosse, ja sogar sehr grosse, Leistungsgefälle bestehen und die Durchschnittsgeschwindigkeiten, zumindest bis jetzt, erneut gefallen sind, oder wie gewisse, frühere Spitzenfahrer, Mühe haben überhaupt im Feld mitzukommen. Warum? Die Gedanken sind frei…

Zum Glück…

polysport…kann ich immer noch über mich lachen. Am vergangenen Samstag habe ich meinen ersten Renntermin 2013 auf zwei Rädern absolviert. Und zwar bei den Seelandclassic’s dem einem der ältesten  Elite und Volksradsrennen der Schweiz. Dieses Rennen gab es schon da waren Mountainbikes noch nicht „erfunden“. Beim Eliterennen bestritt das CH- Profi- Team IAM-Cycling praktisch ein Mannschaftsrennen und bei den Hobbyfahrern stand ein gewisser Fabian Cancellara nicht nur in der Festwirtschaft den Fans zur Verfügung, nein er fuhr sogar selber mit und liess sich schlagen 😉  Ich war auch da, aber wie. Zuerst absolvierte ich, nach dem schnellen einpacken von Bekleidung und Rad, den ganzen Vormittag einen geschäftlichen Termin, um dann 2 Stunden vor dem Start Richtung Lyss (Startort) zu fahren. (Rad und Ausrüstung waren beim Termin mit im Auto). 65 Minuten vor dem Start holte ich meine Start-Nummer und Unterlagen ab, dann umziehen im Regen auf dem Parkplatz, die Garderoben waren zu weit weg. Beim umziehen feststellen dass Knielinge und Schuhüberzüge zu Hause im Regal liegen. Ok. dann kurz, kurz mit Ärmlingen plus dem neuen Scott- Regenschutz der ja auch mal getestet werden sollte. Ach ja Handschuhe, wo waren bloss die Handschuhe? Genau auch zu Hause im Regal. Egal, Mit nervösen und klammen Fingern schnell noch die Startnummer ans Trikot geheftet, vorausgehend eine mittlere Suchaktion nach den Sicherheitsnadeln. Dann schnell das Vorderrad am Trainingsrad montiert und ab zum Start. Trainingsrad aus dem Grund weil mir DAS Rennrad für dieses fiese Wetter zu schade war. Einfahren? Ausgeschlossen die Strecke war komplett gesperrt, das Eliterennen war noch im Gang, alle umliegenden Strassen und Wege verstopft und voll mit Zuschauern, Radfahrern, Kinderwagen, Bratwurst und Bierständen auch egal die 10 Minuten bis zum Start kann ich auch ohne einfahren überstehen. Ach ja danke an den Herrn von der Firma Trek der sich meiner erbarmte und den Luftdruck in den Reifen wettkampftauglich pumpte. Noch drei Minuten bis zum Start… kein Problem ausser, da war ja noch dieser Sch… Regenschutz! Wo soll ich bloss hin damit? Wegwerfen? Geht nicht. ninagelneu, sündhaft teuer und wie soll ich das der Firma Scott beibringen. Noch zwei Minuten… Ausgezogen  und kurzerhand unters Trikot gestopft drei zwei eins… und los ging’s. Mit einer Riesenwampe, sprich Regenschutz irgendwo im Mittelfeld, ging es heftig wie immer los. Aber ich kam im gut weg, gut über die Steigung und auf dem Plateau oben beim Frienisberg habe ich solange gedrückt bis die Gruppe auseinanderflog. Die Spitze war da aber schon über zwei Minuten weg. In der Abfahrt, kurvig, nass und dunkel da komplett im Wald, liess ich zuviel Vorsicht walten und wurde von der Gruppe abgehängt. Auf den letzten 7 Kilometern konnte ich diese wieder ein und gleich überholen, plus ein weiteres dutzend Nachzügler der Spitzengruppe. Fazit: Hat Spass gemacht und die 12,7 Sekunden Rückstand auf den dritten meiner Altersklasse tun auch nicht wirklich weh. Zudem war ich der schnellste mit Regenschutz ;). Nach dem Rennen, zurück zum Auto, trockene Kleidung, Abfahrt nach Hause, der Lieblingsgattin kurz erklären dass man noch bei einem Radrennen war, (wurde Kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen), umziehen und nach 30 Minuten bereits wieder zum nächsten (privaten) Termin unterwegs. Was man alles an einem Tag erledigen kann…

 

Grün…

2013-05-01 14.48.25…ist aktuell DIE Farbe. (Hat nichts mit Politik zu tun!) Ich mag den Frühling so wie er sich jetzt präsentiert. Frisch, warm und eben grün. Es ist nicht einfach die Farbe, nein es ist dieses intensive und frische grün das mich immer wieder, Jahr für Jahr, beeindruckt. Im grünen Bereich laufen auch meine Renn- Saisonvorbereitungen. Meine „Managerin“ konnte alle Buchungen und Vorbereitungen für die anstehenden Wettkampf- Termine tätigen. Solche Dinge sind immer ein relativ grosser Aufwand,  und ich bin froh dass ich mich nicht darum kümmern muss. Danke! Zum Training: Keine besondere Vorkommnisse, es läuft alles nach Plan. Ach ja ab dem 01. Juni 2013 bin ich mit Julbo-Sportbrillen unterwegs. Freue mich darauf, allein schon darauf  wieder ALLE Konturen im Wald zu erkennen 😉

April 2013…

AprilDer April 2013 war, meteorologisch besehen, kein Highlight. Zuerst Winter, dann ein paar sommerliche Tage und zuletzt wieder Grau in grau, unterbrochen von Regen und Schnee. Das hiess, was die sportlichen Aktivitäten anging, flexibel bleiben und die trockenen Zeitfenster suchen, zumindest soweit wie es der Terminkalender zuliess. Es gibt aber auch andere Tätigkeiten die bei trockenem Wetter definitiv angenehmer auszuführen sind. Stützmauer errichten, Weg zum Gehege bauen, Terrasse für Garten fertig stellen und und und… Wobei ich solche Dinge eigentlich ganz gerne ausführe. Aber wenn es ohne Ende „schifft“ ist ein Radtraining einfacher. Trainieren, frieren, fluchen, dann duschen, Recovery Drink von IsoStar, Klamotten in die Waschmaschine, Rad reinigen und fertig. April 2013: 1’100 km, 60 Stunden, 12’000 hm Anstieg, 41 Trainings oder durchschnittlich 121 bpm usw. Highlight des Monats: Das gestrige Intervalltraining am Berg, Ärgernis des Monats: Die Zaunpfähle von OBI! 😉

Normal war es nicht…

sportzentrumDiese sich zu Ende neigende Woche geht unter das Motto intensiv, heftig, überraschend und spannend. Termin reihte sich an Termin rundherum war volles Programm angesagt. Dazu gehören selbstverständlich auch die sportlichen Aktivitäten die ich genau so wie andere Termine strikt in der Agenda plane. Wie gewohnt also? Nein definitiv nicht.Nicht was das Training anbetrifft, da lief alles wie gewohnt, ausser am Donnerstag, da habe ich ein absoluten „Nichtsgehtmehr“ Tag eingefangen,  und nach 12km  kurzerhand umgedreht die 300hm nach Hause unter die Räder genommen und ab aufs Sofa. Es waren andere Dinge die aussergewöhnlich waren. Zum einen war da ein erfolgreicher Unternehmer der mich, er hätte gutes von mir gehört,  betreffend Personal-Training  kontaktierte. Beim Termin legte er mir ein Memo auf den Tisch wo er fein säuberlich folgende Punkte detailliert aufgelistet hatte: Was ist mein Ziel – Rückblick (was ich bisher versucht habe)- Stand heute- Wieviel Zeit kann ich einsetzen- Meine sportlichen Interessen- Wie möchte ich mein Training umsetzen- Was empfehlen Sie mir? . Alles fein säuberlichin kurzen prägnanten Sätzen beschrieben und aufgelistet. So etwas ist mir bis heute noch nie passiert! Nach 30 Minuten waren wir uns einig was Ziel- und Umsetzung anbetraf. Bevor wir überhaupt zum wirtschaftlichen Teil, sprich Kosten,  kamen, griff er in seine Schreibtischschublade, legte eine beträchtliche Summe auf den Tisch zusammen mit der Bemerkung: Deine Ideen gefallen mir, ab sofort arbeiten wir zusammen, hier meine Anzahlung! Ebenfalls eine Premiere für mich. Auch im kommenden Jahr darf ich im Sportzentrum Frutigen trainieren, der Vertrag wurde gestern abgeschlossen und die Firma Maxxis lieferte eine ganze Reifenkollektion…