Mal zwickt es da, mal schmerzt es dort oder manchmal huste und (Sorry) rotze ich vor mich hin. Und trotzdem fühle ich mich ausgezeichnet. Aktuell bin ich zwar so müde dass ich mich überall hinlegen könnte um zu schlafen. Also aufpassen und ab und zu eine Einheit auslassen, regelmässig zum Osteopath, Richi Buhnke ist Weltklasse, um alles zu richten. .Sobald es wärmer wird, irgendwann kommt dieser Frühling 2013, kann es dann wieder richtig losgehen mit den langen Marathontrainings. Darauf freue ich mich riesig. Vorläufig habe ich meine geplanten Marathon-Trainings in Südtirol verschoben. Die haben dort noch mehr Schnee als wir hier am Thunersee. Sogar im sonst trockenen und Schneefreien Vinschgau ist es weiss ¨Unglaublich. Also erst mal Ostern passieren lassen und dann sehe ich weiter. Momentan ist es bei uns so dass man Wintersport, z.B. Skifahren wunderbar mit Laufen oder Radsport kombinieren kann. Sogar am gleichen Tag. Am Vormittag früh mit den Ski’s ein paar Schwünge zu carven und am Nachmittag mit dem Bike eine Einheit unten am See zu absolvieren ist schlichtweg „Geil“.
Kategorie: Sport Mental Training
Mallorca 2013…
Seit vergangenem Samstag trainiere ich bei ausgezeichneten Bedingungen auf Mallorca. Meistens etwas Sonne aber auch Bewölkung, dazu im Schnitt12-14 Grad. (Die ganz harten fahren schon kurz kurz). Warum gerade Mallorca? Es liegt nahe, hat eine gute Infrastruktur und hervorragende Trainingsmöglichkeiten. Dieses Jahr bin ich im Südwesten der Insel. Für mich Landschaftlich der schönste Teil von Mallorca. Mit dem kleinen „Nachteil“ dass die Flachstücke völlig fehlen. Es gibt gelinde gesagt keinen flachen KM am Stück. Wenn man nicht schon eine einigermassen gute Grundlage mitbringt wird es richtig hart. Aber auch mit hat man zu kämpfen ;-). Verglichen mit Gran Canaria oder dem, Sorry, Idiotischen Lanzarote wo sich die Infrastruktur gerade auf eine Ecke bezieht plus, dem doch bescheidenen Streckenangebot, ziehe ich Mallorca, auch wenn es kühler ist jederzeit vor. Wenn man zudem aus dem tiefsten CH-Winter kommt ist die Umstellung und der Temperaturschock, hin und zurück, viel kleiner. Was der Gesundheit zuträglich ist. Wer Mallorca lediglich auf S’Arenal und Ballermann reduziert hat definitiv keine Ahnung.
Tag 1: Kurzer aber heftiger Prolog rund um Santa Ponca. Erkunden wo, wie und was. Tag 2: Tour ins Landesinnere, u.a. nach Calvia Capdella Andratx usw. darunter 2x über den „Altweiberpass“. (Hier müssen die alten Weiber aber fit sein;). Tag 3: Oberhalb um Palma rum und rein ins Mallorca- Flachland. Dann meine absolute Lieblingsstrecke Bunyola-l?Orient- Santa Maria und wieder zurück. Traumhaft. Die Mandelblüte voll im Gange. Tag 4: Der sogenannte Küstenritt. Ausgerechnet heute habe ich meinen „Tag ohne“ eingezogen. Trotzdem es war eine Traumtour hoch nach Valdemossa und dann der Küste entlang, ein ewiges auf und ab, zurück. Die Ausblicke und die Landschaft insgesamt entschädigten reichlich für die ganze Schinderei. Insgesamt 8 Col’s oder Pässe, mit total fast 1’900hm gingen ganz schön in die Beine. Tag 5: (also heute) Ruhetag und ca. 1 Stunde oder 2 lockeres „Laktat aus den Beinen fahren“, nicht zu viel am reichlich bestückten Buffet herumhängen, und möglichst viel die Beine hochlagern. Morgen heisst es: Marathon…
Ein Kompliment auch an meinen Guide Andi. Er macht einen Superjob und lässt wirklich keinen Hügel aus 😉 In der Zwischenzeit weiss ich, wenn Andy sagt, komm wir fahren da links oder rechts weg ich kenne da ein ganz spezielles Strässchen, ACHTUNG es wird gleich hart! Bis jetzt aber hat sich jeder Meter den ich hier gefahren bin gelohnt!
„Merci viu mau“… (oder einmal Himalaya und zurück)
…heisst übersetzt Danke vielmals und ist typisch Berndeutsche Mundart. Nein, für mich ist es etwas mehr. Danke’s sage ich jeden Tag im Dutzend und plus minus bei jeder sich anbietenden Gelegenheit. (Irgendwann genoss man ja so etwas wie Erziehung) Ein „Merci viu mau“ kommt, zumindest bei mir, immer dann wenn ich mich ausserordentlich freue oder mich irgendwas besonders berührt. Das ist nicht selten, aber bestimmt weniger als die üblichen „Dankes“ im Laufe eines Tages.
Gestern war ein „Merci viu mau“ fällig, als ich, verpackt in eine Email, den nachfolgenden Erlebnisbericht von Daniel Simon zugestellt bekam. Zu Daniel kann ich nur sagen: Ein Mann wie ein Fels, witzig, humorvoll, interessiert, geerdet und steht mit beiden Füssen, wenn er nicht gerade Schneeschuhlaufen muss ;-), fest auf dem Boden, respektive im Leben. Danke Daniel!
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Einmal Himalaya und zurück
Ein Erlebnisbericht von Daniel Simon Thun, 4. Februar 2013
Hallo werte Leserschaft
Twitter[1] ist ein Online- Social-Networking- und Microblogging- Dienst. Dieses Portal nutze ich seit gut zwei Jahren. Hier lernte ich unter anderem Erich kennen.
Es muss im Dezember 12 gewesen sein, als mich Erich spontan zu einer Schneeschuhwanderung einlud. In seiner E-Mail sind mir zwei Aussagen sofort ins Auge gestochen:
- 1. „Es gibt keinen besseren Grund als die Freude es zu tun…“
- 2. „Du wirst gefordert aber NICHT überfordert. Der Genuss steht an erster Stelle.“
Als ich diese Zeilen so lass, entwischte mir ein lautes „HA!“ – wenn der wüsste. Ich und Sport. Erstens: ich mag den Winter nicht sonderlich. Geschweige denn Wintersport. Zweitens: Kommt hinzu, dass wir uns noch gar nie begegnet sind. D.h. Erich wusste weder, wie es um meine körperliche Fitness[2] stand, noch dass ich das eine oder andere Kilo zu viel auf den Hüften trage.
Ich entschied, eine Nacht darüber zu schlafen. In Gedanken versuchte ich schon eine nette Absage zu verfassen. Ich muss jedoch gestehen, dass mir die zwei Mottos einfach nicht aus dem Kopf entschwinden wollen. So sagte ich diesem Unterfangen zu ohne zu wissen, was mich denn erwartet. „Mit einem fremden Mann in der Wildnis im Schnee herumzulaufen, tsts…geits de no?“
Schneeschuhlaufen – die gesamte Ausrüstung für die Tour würde mir Erich zur Verfügung stellen. Das ist ein toller Service, aber ich habe ja gar keine richtigen Schuhe und Hosen für ein solches Abenteuer. Also besorgte ich mir geeignete Utensilien.
Am Samstag, 26. Januar 13 trafen wir uns um 09:00 Uhr am Bahnhof Spiez. Leicht nervös harrte ich der Dinge die da kommen sollten. Nachdem wir uns freundlich begrüsst hatten, ging es los Richtung Interlaken. Das Ziel war die Lombachalp. Bei der Abfahrt in Spiez zeigte das Thermometer minus 11 Grad an.
Nach einer gemütlichen Fahrt erreichten wir problemlos das Ziel. Bei der Hinfahrt wurde mir sofort klar, der Erich weiss von was er spricht und was er sagt, hat Hand und Fuss. Wäre ich auf Facebook aktiv, würde ich hier ein „gefällt mir“ klicken. Die enge und kurvige Fahrt meisterte der Subaru ohne nennenswerte Schwierigkeiten. Ohne Ketten oder 4×4 ist die Fahrt auf die Lombachalp nämlich verboten.
Beim Parkplatz angekommen, war die Aussicht schon atemberaubend. Doch bevor wir uns auf die Tour begaben, stärkten wir uns bei einer warmen Tasse Kaffee im schlichten, aber liebevoll ausgestatteten Bergrestaurant.
Mit leicht erhöhtem Puls (ich) vor lauter Aufregung, starteten wir in voller Montur die Tour. Zu Beginn war es gar nicht so einfach, mit den „Dingern“ an den Füssen zu laufen. Mit der Zeit jedoch vergass ich, dass ich professionelle Hilfsmittel an den Schuhen hatte.
Schritt um Schritt marschierten wir gemütlich den Hang hinauf. Vor uns 200 Höhenmeter die Bezwungen werden wollten. Leise fragte ich mich, wie denn eine solche Anstrengung Spass machen kann…item, ich liess mir nichts anmerken. Schon bald aber genoss ich die Ruhe und das meditative Knarren des Schnees unter unseren Füssen. Einzig die Kampfjets am Himmel wegen dem WEF in Davos störten die schon fast himmlische Ruhe.
Es war herrlich, atemberaubend und umwerfend als wir oben auf meinem privaten Himalaya angekommen sind. Die Aussicht auf die Berner-Alpen, den Thunersee und im Hintergrund der Niesen – einfach unbeschreiblich schön. Keine Wolke am Himmel, weit und breit kein Mensch zu sehen. Einmalig.
Die Anstrengung für mich als „Bürolisten“ hat sich gelohnt. Erich verstand es, das für mich geeignete und gleichmässige Tempo anzuschlagen. Dass er Sportcoach und Trainer von Profisportlern war erfuhr ich erst später wieder im Restaurant. Aber die Art und Weise wie er es verstand, mich zu motivieren und anzuleiten, beeindruckten mich schon seit dem Erhalt seines E-Mails. Nach einer gemütlichen Pause mit bezaubernder Aussicht auf die Bergwelt, nahmen wir den Abstieg unter die Füsse. Die Sonne erwärmte nun spürbar die Luft und den Schnee, die uns umgab.
Die ganze Tour dauerte ca. 240 Minuten. Wieder am Parkplatz angekommen empfand ich es als schade, dass diese Tour schon zu Ende war. Die Zeit ohne Natel und Uhr am Handgelenk habe ich sehr genossen. Ich hätte und das ist kein Witz, noch gut und gerne weiter marschieren können.
Zum Erstaunen fühlte ich mich nach einer solchen Tour erholt und glücklich. Nach anfänglicher Skepsis bin ich sehr froh und ein wenig stolz, dieses kleine Abenteuer mit Total 400 bezwungener Höhenmeter eingegangen zu sein. Übrigens, nicht mal Muskelkater hatte ich am nächsten Tag. Ein gutes Zeichen, um weiterzumachen. Diesen Bericht möchte ich mit den Worten von Erich beenden: „Es gibt keinen besseren Grund als die Freude es zu tun…“ …wie Recht er doch hat.
Der Autor ist zweifacher Familienvater, YB Fan und Diabetiker (Typ 2), von Beruf Pfarrer und einer grossen Lust am Leben. Follow me on Twitter: @drPfarrer
[1] http://en.wikipedia.org/wiki/Twitter (4.2.13)
[2] Seit 2012 begeisterter Viel-Flyerfahrer.
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Wintersport….
In den vergangenen 10 Tagen hatte uns Väterchen Frost gut im Griff. Die anhaltende Temperaturen im, teilweise im zweistelligen Bereich, liessen keinen geregeltes Radsporttraining zu. Also ausweichen auf die Wintersportdisziplinen. Zum Glück gibt es in nächster Nähe zahllose Möglichkeiten zum Touren und laufen. Mein absoluter Favorit ist eine Alp in der Nähe von Interlaken. Einsam auf 1600m gelegen, schwierig zu erreichen (Allradfahrzeug von Vorteil), meistens wenig besucht und grenzenlos schön. Eine tolle Loipe und zahlreiche Schneeschuh- und Tourenrouten stehen zur Verfügung. Also Geländegang einschalten und hoch auf die Alp. (Egoistisch wie ich es nun mal bin verrate ich den Namen nicht sonst ist es bald vorbei mit der Einsamkeit 😉 Fazit GA-Training im Schnee und die Intensiven Einheiten Indoor auf der Rolle oder dem Ergo. Heute Vormittag noch Schneefall, am Nachmittag bereits Sonne und am Mittwoch Temperaturen im zweistelligen Bereich lassen auf ein Radsport-Comeback hoffen denn in 128 Tagen geht es los…
„Einschusslöcher“…
Seit mehreren Jahren habe ich Probleme sobald es kühler wird, und ganz besonders wenn sich die Temperaturen längere Zeit im Minusbereich bewegen. (Dafür kenne ich keine Probleme bei hohen Temperaturen). Vorgestern las ich schmunzelnd im Blog eines lieben Kollegen: „ Es ist wie im Krieg, die Einschusslöcher kommen immer näher“. Er schrieb dass im Zusammenhang mit den Gesundheitlichen Gebrechen die einen im zunehmenden Alter einholen oder ab und zu, zu schaffen machen. Persönlich habe ich momentan öfters das Gefühl dass ich den einen oder anderen Schuss bereits als Treffer registrieren müsste. Mein Körper zwickt und zwackt praktisch ununterbrochen. Täglich schmerzt es irgendwo aufs Neue oder immer wieder. In der Zwischenzeit mag ich die Sprüche wie: so merkst Du wenigstens dass Du noch lebst, gar nicht mehr hören. Verrückt am ganzen ist bloss dass wenn ich mich zurücklehne um dem Körper Erholung zu gönnen, alles nur noch schlimmer wird. Ein zwei Tage herumliegen und es geht gar nichts mehr. Was tun? Bis jetzt half mir nur etwas wirklich: In den Keller gehen, das passende Sportgerät rausholen, Zähne zusammenbeissen und loslegen. Nach 15 Minuten in Bewegung geht es meistens besser und wenn ich nach zwei Stunden wieder Zuhause bin sind die meisten Schmerzen, oder „Einschusslöcher“ erst mal weg. Zumindest bis am nächsten Morgen. Fazit: Bewegung ist eine Medizin bei der Nebenwirkungen und Risiken nicht grösser sind als beim Medikamente- schlucken und Extrem- Couching…
