müde Beine…

IMG_20160410_142057…aber nicht nur. Schnell mal ein paar Sträucher verpflanzen, Brennholz verarbeiten, Zaun erstellen, Sitzplatz bauen, Tiere versorgen und so weiter und so fort. Dazwischen, meistens am Abend, Administration, Kundentermine und etwas Büroarbeit. Da fehlt doch was oder? Richtig das ganz normale Training respektive die Vorbereitung für die Saison 2016. Trotz allen Aktivitäten konnte ich meine Saisonvorbereitung bisher praktisch lückenlos durchziehen. Das allerdings auf Kosten der Regeneration. Notabene eine der wichtigsten Trainingseinheiten! Aktuell sind nicht nur die Beine müde sondern auch die übrigen Körperteile. Ausser „dem Kopf“. Mental stimmt s und die Motivation für die Saison 2016 ist hoch. 🙂  Diese besteht zwar lediglich aus drei A-Events, alle anderen, wenn überhaupt, dienen lediglich zur Vorbereitung und werden nach dem Lust und Laune Prinzip absolviert. Trotz, oder gerade wegen der guten (mentalen) Verfassung,  heisst es ab sofort zurückschalten und Prioritäten setzen. Die erste heisst Regeneration…

Warum?

fragezeichen… Warum machst Du das- tust du dir das an- oder warum bist du noch dabei, wann hörst Du auf? Das sind Fragen oder Hinweise welche ich oft höre. (Oft von gleichaltrigen Kollegen). Berechtigt? Kann sein. Aber diese Fragen stelle ich mir nie. Ausser vielleicht früh am Morgen, schlotternd in irgendeinem Startblock. Sport ist meine Leidenschaft und Leidenschaft geht nie in Pension!

Sport ist nicht nur Wettkampf und Ergebnisse. Sport ist mehr. Sport sind Emotionen, leben, Erfahrungen und Antrieb. Wenn ich (endlich) oben auf dem Berg angelangt bin, ist es nicht zu Ende sondern es geht weiter zum nächsten Gipfel. Aber zuerst heisst es wieder runter kommen, Kraft und Moral tanken um den nächsten Anstieg in Angriff zu nehmen. Nur weil ich bereits einen Gipfel geschafft habe heisst es noch lange nicht dass ich auch den zweiten oder gar den dritten schaffe. Genauso verhält es sich mit seinen „Konkurrenten“. Nur weil ich irgendwo schneller/besser war, bin ich nicht der bessere Athlet und Hochmut bekommt einem selten gut. Was ist wenn z.B. der andere einfach seine Kräfte besser eingeteilt und beim letzten Anstieg lächelnd an mir vorbei zieht? Ein Scheissgefühl und meistens fehlt die (mentale) Kraft zum kontern. Sport hilft ungemein dabei nicht abzuheben und auf dem Boden zu bleiben. Besonders bei Erfolgen. Wenn ich den Gipfel erreicht habe, selbst wenn es der Mount Everest wäre und es nicht mehr höher geht, muss ich da wieder runter und unten angelangt beginnt (fast) alles von vorne. Das einzige was zählt ist die Erfahrung. Bei allem andern heisst es wieder von vorne anfangen. Fazit: Sport ist genauso wie das „richtigen“ Leben.

Saison 2016…

ZielscheibeJe näher der Frühling rückt, desto öfter höre ich die Frage „und was hast Du diese Saison für sportliche Pläne?“ Stereotype Antwort meinerseits „einfach gesund bleiben“. Mit Jahrgang 1949 kann und will ich nicht mehr Ankündigungen zu sportlichen Zielen machen. Zu fragil sind in diesem Alter Körper und Geist. Selbstverständlich gibt es tolle Events wo ich dabei sein werde. Aktiv und/oder auch passiv das bin ich meinen Ausrüstern und Unterstützern schuldig. Nichts ist „in Stein gemeisselt“ Ich werde meine aktive Saison dieses Jahr im Juni beginnen. Das Engadin, Wallis, Öesterreich- Italien- Frankreich stehen auf der sportlichen To Do- Liste. Anschliessend sind erneut kleinere „gesundheitliche Renovationsarbeiten“ geplant. Die Vorbereitungen laufen gut bis sehr gut. Am meisten freut mich dass mein Körper die bisherigen Umfänge problemlos akzeptiert. Jedenfalls freue ich mich auf die kommenden Wochen wo Umfänge und Intensitäten gesteigert werden. Das Fundament ist jedenfalls da. Und wenn es nicht funktioniert, mache ich es wie andere. Ich nehme einfach einen neuen Stein oder wechsle die Sportart. Minigolf soll ja auch ganz spannend sein…

Nutz die Zeit …

2015-11-02 14.58.13Ich bin zugegebenermassen kein besonderer Freund des aktuellen Monats November. Oftmals neblig, trüb und nass dazu die „kurzen“ Tage und die kühlen Temperaturen sind nicht mein Ding. Aber wo Schatten ist gibt es auch Licht. In den letzten Jahren, und es scheint auch 2015 der Fall zu sein, war die Wetterlage im November stets stabil und meistens fürs Klima zu warm und zu trocken. Allerdings haben sich dadurch auch die Obergrenzen des Hochnebel verschoben. Früher reichten 6- 800m um der Nebelsuppe zu entgehen, heutzutage muss man öfters in Höhenlagen um 1100m und mehr aufsteigen bis man freie Sicht auf einen Stahlblauen wolkenlosen Himmel hat. Und ab da ist der Genuss fast grenzenlos. Mit der passenden Kleidung, in Schichten, macht speziell das (Mountain) biken richtig Spass. Da im November praktisch alle Bergbahnen geschlossen sind, gibt es kaum mehr Wanderer unterwegs und man kann auch Routen unter die Stollen nehmen die auf Grund der dichten Wanderer- Frequenz in den Sommermonaten verpönt sind. Wer sogar die Chance hat Wochentags unterwegs zu sein hat praktisch freie Bahn. A Pro Pos Bahn: auch die (zu) wenigen Velo- Plätze, RhB Zentral und Matterhorn-Gotthard-Bahn mal ausgenommen, sind Wochentags (fast) immer frei. Ausser wenn sie von engagierten, gestressten und genervten Müttern plus deren „Kinderkampfwagen“ mit Inhalt belegt sind. Fazit: Nutzt die tolle Zeit und raus an die frische Luft. Mit dem Fully im Grundlagen- Tempo durch bunte Herbstwälder fahren hat was.

Alter schützt…

Startseite_03…nicht vor dem mitmachen. Bereits zum 19. Mal organisierte der örtliche Turnverein den inzwischen grössten Mountainbike–Duathlon der Schweiz. Fast 300 TeilnehmerInnen waren in den verschiedenen Kategorien am Start. Der jüngste mit Jahrgang 2009 und der älteste mit Jahrgang 1949. Von einem Kollegen „überschnured“ stand ich also Sonntags, bei leichten Nieselregen, mitten auf dem Dorfplatz Aeschi am Start. Ich erledigte in meinem Team, wen wundert’s, den Part Mountainbike und das nicht einmal soooo schecht. Es war ein tolles Erlebnis ein wunderbarer Event in unserer traumhaft schönen Wohngegend. Schade einmal mehr dass man die Ü50 Generation sich vorwiegend aufs zuschauen beschränkte. Gerade die Team- Kategorien wären für diese Jahrgänge genau die richtige Herausforderung. Vielen Dank an die Organisatoren und die zahlreichen HelferInnen. Ihr habt einen tollen Job gemacht. Ich freue mich bereits auf die Jubiläumsausgabe 2016!