Gemäss den „Fachleuten“ erleben wir Wettermässig einen der miserabelsten Sommer seit langer Zeit. (Der Juli 2007 war angeblich noch schlimmer). Für Outdoor Sportaktivitäten braucht es momentan manchmal Überwindung, einen flexiblen Terminkalender, ein verständnisvolles Umfeld, viel Waschmaschinen- Kapazität, genügend (trockenes) und passendes Material. Bis jetzt hatte ich viel Glück und konnte für meine Einheiten immer eine trockene Lücke finden und, bis auf eine Ausnahme, mein geplantes Programm ohne Einschränkungen durchziehen. Positiv ist auch dass unsere Region bislang von grösseren Schäden verschont geblieben ist. Einzig der Trail der Kander entlang steht wieder einmal unter Wasser. Heisst in der Praxis +50hm, oder eine andere Strecke wählen. Was auch nicht weiter schlimm ist. A pro pos Programm. Die Analyse meines Abstechers in die Dolomiten hat mir aufgezeigt dass meine Grundlage nicht genügend ist. In der Praxis sieht das so aus dass ich bergauf nur etwa eine Stunde meine angestrebte (messbare) Leistung bringen kann. Es fehlt an der Basis. Da nützen die, im Vergleich zum Vorjahr, deutlich höheren „Sprint“ Wattzahlen gar nichts. Fazit: Zuviel Training mit hohen Intensitäten, zu wenig im GA- Bereich. Gerade im Hinblick auf die anstehenden Events muss ich mich da verbessern. Aktuell fehlen mir etliche „Leistungs-%“ im GA-Bereich L . DIE Gelegenheit Rennrad-Km zu sammeln. (Ausgerechnet jetzt mitten im Sommer:-( Allenfalls auch mit nassen Schuhen. Zum Glück habe ich genügend Material, etwas Flexibilität und vor allem eine mehr als verständnisvolle Frau die wieder mit regelmässigem Lauftraining begonnen hat. 🙂
Autor: erichvonallmen
Gewichtiges….
Radfahrer und das Gewicht ist wohl eine „never ending Story“. Das Dilemma Essen macht Spass, sollte es zumindest, und Kalorien zählen definitiv nicht. Trotzdem, wer mehr „tankt“ als „verbrennt“ hat als Radfahrer früher oder später ein Problem. Ganz bestimmt bei der nächsten mehrprozentigen Steigung. Dieser Kampf um Kilos kann manchmal frustrierend sein. Ist bei mir auch so. Wenn es nicht Einladungen Feiern, Partys, Familienfeste oder Geschäftsapéros- Essen sind, so erwischt es mich an Feiertagen oder vor allem beim einkaufen im Supermarkt. Überall gibt es feines zum Essen, dutzende von Köstlichkeiten, einladende Buffets – natürlich auch reichlich Süssigkeiten Backwaren und Alkohol. Wie soll man da auf die Dauer widerstehen. Geht (leider) nicht immer.
Gute Strategien, um die «Fettfallen» bei solchen Gelegenheiten zu umgehen sind gefragt. Sicher hilft ausgedehntes und regelmässiges Training. Wenn ich dazu meine Nahrungszufuhr strikt kontrolliere sprich notiere (Passende Tools/Apps gibt es zuhauf) klappt es eigentlich immer. Bei mir schärft dieses aufschreiben/eintragen unweigerlich das Bewusstsein rund um die Nahrungsaufnahme. Die Tabellen sind so unerbittlich dass es mir leicht fällt einen Kuchen allein deswegen stehen zu lassen um nicht noch 30 Minuten länger im Regen unterwegs zu sein. Anders rum für einen Teller Pommes eine Stunde biken…
Ich mag auch gerne mal ein paar Chips oder Apérogebäck. Blöd ist, mal damit angefangen gibt es kein halten bis die Tüte leer ist. Also am besten keine im Haus. Auch gönne ich mir ab und zu, 1x pro Woche, gerne ein Glas Wein meistens bleibe ich aber bei Wasser. Ganz besonders nach den Trainings. Ich muss immer schmunzeln wenn ich entsprechende Bilder oder Theorien um rund um das „Sportlergetränk“ Bier höre oder lese. Ganz einfache Rechnung: 100ml Hefeweizen alkoholfrei enthalten 50 Kalorien. Mein Kalorienbedarf bei einem Bürotag liegt bei ca. 1‘600 Kalorien. Noch Fragen…
Gesundes Essen ist ganz einfach. Oder auch nicht. Es ist nun mal so dass das zubereiten, inklusive Beschaffung von gesundem Essen Zeit „kostet“. Gemüse oder Salate müssen vor und zubereitet werden, Fisch und Fleisch genau so, und wenn es dazu noch einen frischen Fruchtsalat geben sollte wird es für den Hobbysportler nebst Job und sozialem Leben ab und zu eng aber es macht auch Spass. Zum Glück darf ich den Kochlöffel ab und zu an meinen Schatz weiter geben 🙂
Mein Rezept: Immer wieder mal Genuss- Tage ohne Kalorien zählen einschalten und mir das eine oder andere gönnen was ich sonst bleiben lasse. (z.B. Pizzeria Paparazzi 😉 Für mich ist es auch hilfreich wenn ich die Esserei mit meinem Terminplan abstimme. Gibt es Termine wo ein Essen mit eingeplant ist trete ich vorher etwas kürzer, lasse das Frühstück weitgehend weg oder ersetze es mit Früchten. Den Apéro weg lassen oder einfach nur Wasser nehmen, nimmt einem heutzutage niemand mehr übel, und den Wein vorwiegend zum Anstossen. Getrunken wird Wasser. Statt Dessert einen Espresso und schon hat man an Kalorien gespart ohne sich wirklich weh zu tun. Was habe ich am Anfang geschrieben: eine „never ending Story“ 🙂
Ich war faul…
… zumindest in der letzten Woche. Nach meinem Abstecher ins Südtirol plus viel Arbeit und hunderte von Reisekilometern war ich müde und ausgebrannt. Also habe ich es beim Training etwas ruhiger, sprich kürzer, weniger intensiv angehen lassen und einen zusätzlichen Ruhetag eingelegt. Mal sehen ob die erhoffte Wirkung in Form von frischen Beinen auch eintrifft. Müde war, nebst den Beinen, auch der Kopf. Um meine Trainingsmöglichkeiten werde ich oft (zu Recht) beneidet und Abwechslung ist eigentlich genügend vorhanden. Trotzdem macht sich manchmal etwas Langeweile breit. Wenn man in einem halben Jahr etwa 130x den Aufstieg nach Aeschi b.Spiez absolviert hat, auch wenn das in mehreren Varianten möglich ist, kommt eben diese verflixte Langeweile auf. Motto: Irgendwann habe ich es gesehen. (So tönt Jammern auf höchstem Niveau 😉 Ab heute werde ich wieder mit den intensiven Vorbereitungen für die 2. Saisonhälfte fortfahren. Die Basis ist da und der Trainingsplan optimiert. So werde ich zusätzlich, zum Radtraining, ab und zu den Aufstieg zum Niesen unter die Füsse nehmen. Nicht auf der Treppe, ist im Sommer nicht gestattet, sondern auf dem „Direttissima-Aufstieg“ ab Mülenen, runter mit der Bahn. Einfach so weil die Schinderei irgendwie Spass macht und der Aufstieg praktisch vor der Haustüre beginnt. Dazu kommt die perfekte Infrastruktur der Niesenbahn, Gepäcktransport, Dusche in der Bergstation und das einmalige Naturerlebnis unterwegs.
Dolomitisuperbike…
Am Samstag 12. Juli 2014 um 08:20 startete ich zur Ausgabe 2014 des Dolomitisuperbike. Tolles Wetter angenehme Morgenfrische und eine perfekte Organisation rund um das Startgelände mitten in Villabassa/Niederdorf. Der Start verlief ruhig. Wer die Streckenführung kennt weiss dass man nach einem km bereits in eine bis zu 24% steilen Rampe hineinfährt und selbstverständlich gleich im Stau steht. Egal aber es nervt schon wenn man für die ersten 3km rund eine viertel Stunde unterwegs ist. Entsprechend „kalt“ nimmt man(n) die erste Steigung Richtung Plätzwiese in Angriff. Selbstverständlich nicht auf der ausgebauten Fahrstrasse, sondern auf dem Schotterweg auf der anderen Flusseite wo in Abschnitten die 20 bei den Steigungsprozenten immer wieder gestreift oder überschritten wird. In diesem Bereich war ich, für meine Verhältnisse, ausgezeichnet unterwegs was sich bis zur Plätzwiese erfreulicherweise fortsetzte. In der brutalen Abfahrt, Christoph Sauser hat sie mal als extrem gefährlich bezeichnet, hinunter nach Schluderbach konnte ich, bis auf zwei Kurven und eine Begegnung mit mehreren Rindviechern (4Beinige!) einen sehr guten Rhythmus fahren. Genau so dem Dürren und Toblachersee entlang bis Toblach. Immer noch alles im Plan. Gleich nach Toblach geht es in eine böse Rampe hinauf nach Wahlen. Tja und gleich nach Wahlen stand der „Mann mit dem Hammer“. Der Kerl erwischte mich voll und ich musste meine Top 10- Träume relativ rasch begraben. In diesem Streckenabschnitt bis nach Franadega bekam ich rund 20 Minuten aufgebrummt. Erst im coupierten Abschnitt Richtung Eggerberg fand ich wieder so etwas wie einen Rhythmus. Trotz einer Abfahrt nach dem Motto: volles Rohr hinunter ins Ziel nach Villabasse, unterbrochen von einer ekligen Gegensteigung, war der Rückstand nicht mehr aufzuholen. Egal ich bin mit Jahrgang 1949 ein glücklicher Finisher und mit Rang 19 gebe ich mich auch zufrieden. (Zumindest für dieses Jahr;)
Fazit: Die Vorbereitung aufs Dolomitisuperbike war nicht perfekt aber gut. Der Juli war noch nie „mein Monat“. Ich war aber im Juli noch nie so gut unterwegs wie in diesem Jahr. Fehler in der Vorbereitung und im Rennen gab es auch sind aber unbedeutend. Das Material war perfekt, meine Philosophie lieber ein Pfund mehr am Bike dafür hält‘s, hat sich einmal mehr bewährt. Mein Scott Spark / Shimano /Synchros gewartet von Rolf Egli wäre ohne Service bereits heute wieder einsatzbereit. Der Poker mit den „Trockenreifen“ von Maxxis (ASPEN) ist auch voll aufgegangen. Komfortabel von Assos bekleidet macht sogar schwitzen Spass und das wiederum (schwitzen) wurde via ISOSTAR umgehend ausgeglichen. Jetzt, also ab heute, geht es weiter mit den Vorbereitungen für den August.
Garmin Vivofit…
Seit März 2014 setze ich dieses Gadget konsequent ein. Das heisst ich trage das Ding täglich 24h. Die Frage ob man als aktiver Mensch so etwas überhaupt braucht würde ich mit „jein“ beantworten. Fakt ist man kann gut ohne Vivofit leben. (Genau so ist es vermutlich mit all den anderen ähnlichen „Lifestyle – Bewegungsgadgets“). Fakt ist aber auch dass dieses Ding Schwächen und Nachlässigkeiten im Alltag brutal ehrlich aufzeichnet und einem konsequent abmahnt. Ist man eine bestimmte Zeit inaktiv, z.B. auf dem Bürosessel kommt unweigerlich dieser lästige rote Balken der darauf aufmerksam macht dass man seinen Hintern wieder mal aus dem Sessel hieven sollte. Wenn ich meine sportlichen Aktivitäten ausblende habe ich manchmal enorm Schwierigkeiten auf die „gesunden“ 6- 7’000 Schritte/Tag zu kommen. Vivofit animiert mich immer wieder mal den längeren Weg durch den Büroflur oder via Treppe zu nehmen. Plötzlich ist es mir egal ob der Kopierer drei Büros weiter vorne steht wenn der Balken wieder mal tiefrot aufleuchtet. Was ich an Vivofit auch schätze ist die Aufzeichnung von Schlaf und Schlafqualität. Ich war erstaunt wie sich die Tatsächlichen Daten von den „gefühlten“ unterscheiden. Fazit: Vivofit hat mein Leben nicht umgekrempelt, gibt mir aber den einen oder anderen Input wie ich meinen Körper (noch) besser pflegen und unterstützen kann. Und sei es nur dass ich meinen Hintern öfters und früher aus dem Bürostuhl hebe um diesen blöden roten Balken wieder weg zu bekommen 🙂
