Primaloft…

PrimaLoft_Funktionsweise…statt Daunen oder lassen wir doch den Gänsen ihr Federkleid. Neu ist Primaloft nicht. Das Material wurde in den 80er Jahren ursprünglich für die US-Army entwickelt, die auf der Suche nach einem Ersatz für Daunen war. Gefunden wurde Primaloft. Die bauschende Kunstfaser ist leicht, robust, atmungsaktiv, stark komprimierbar, unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und bietet hervorragende Isolationseigenschaften – für mich ein Volltreffer. Im Bergsport ist Primaloft seit geraumer Zeit kaum mehr wegzudenken und neu wird das Material mehr und mehr auch in anderen Sportarten spezifisch eingesetzt. Selbstverständlich auch im Radsport. Sportler (nicht nur)  die das ganze Jahr unterwegs sind, haben in der Zwischenzeit bereits eine beachtliche Auswahl an Jacken, Westen und neu auch Hosen. Erfreulich; auf Grund der Nachfrage führen immer mehr Hersteller Produkte mit dem Primaloft- Material in Ihrem Sortiment. Konkurrenz belebt das Geschäft, senkt die Preise und lässt den Gänsen ihr Federkleid.

Einen ausgezeichneten Artikel zu Primaloft findet man hier –>

Einen kalten Hintern …

Regenshorts…kennt wohl jeder „Ganzjahres Biker“.  Nicht wenn er die „Regen“ Shorts MT 500 von Endura einsetzt.  Wer mich kennt weiss das ich mit Produkte Empfehlungen eher zurückhaltend bin. Aber bei den o.e. MT 500 Shorts komme ich ins schwärmen. Sei es bei Regen und Schnee, wechselhaften, kühlen Witterungsbedingungen die Hose sitzt perfekt und man merkt kaum dass eine zusätzliche Schicht Bekleidung mit dabei ist. Doch man hat, wie o.e. keinen kalten oder nassen Hintern mehr 🙂 Im Gesässbereich ist die Hose dicht und vorne garantiert das Cordura Stretchgewebe, nebst dem schnellen trockenen, einen perfekten Sitz. Dabei hilft auch der integrierte Gürtel. Seitwärts Lüftungsschlitze, die den Namen auch verdienen und Taschen mit Reissverschluss runden dieses tolle Produkt ab. Der Preis von CHF 119.- ist gerechtfertigt und auch nicht zuviel für dieses Produkt! (Erhältlich u.a. bei Veloplus)

Kopfsache…

Der aktuelle Trend beim Radfahren einen Helm zu tragen geht in die richtige Richtung. Es werden immer mehr. Trotzdem sind es immer noch keine 20% die regelmässig mit Helm unterwegs sind. Unbesehen dessen ob anspruchsvolle Mountain Bike Tour oder bei der kurzen Fahrt zum Bäcker um die Ecke. Oftmals „Helmlos“ unterwegs  ist auch die Spezies der E-Biker. Ausgerechnet die Gruppe welche, ausgerüstet mit Antriebshilfe, und meistens suboptimaler Fahrtechnik, sehr (zu) schnell unterwegs ist. Wenn es bei den E-Bikern knallt, dann meistens heftig. Gibt man bei Google den Suchbegriff: e-biker verunfallt ein gibt es mehrere 1’000 Ergebnisse …
Ich bin gegen ein generelles Helmobligatorium. Aber wenn wir weiter aus Frisur- und anderen Gründen lernresistent bleiben, lasse ich mir ein Obligatorium gerne gefallen. Weiterlesen „Kopfsache…“

Es sind diese Tage…

20150506_152923…wo im Training alles genau so, oder noch besser, läuft wie geplant. Meistens kommen diese Tage genau dann wenn man es nicht erwartet. Heute war so ein Tag. Nicht besonders gut geschlafen etwas geplagt von Pollen und irgendwie auch sonst nicht besonders gut drauf. Trotzdem sitzt man aufs Rad um das geplante Training zu absolvieren. Und plötzlich sind sie da die guten Beine. Locker, leicht und ein guter (runder) Tritt bereits auf den ersten Kilometern. Etwas skeptisch wartet man auf den ersten Anstieg so nach dem Motto: flach kann jeder. Die Steigung ist da die Beine bleiben gut? Gleich noch einen Sprint nachlegen um sicher zu sein dass dieses Gefühl wirklich bleibt. Geht auch und auf der Kuppe bewegt sich der Puls sofort wieder im freien Fall nach unten. Im Hinterkopf gleich die geplante Strecke „umbauen“ und kurzerhand diesen Sch…berg einbauen den man nie und nimmer mag und dem man öfters schon mal ausgewichen ist. Heute fühlen sich Begründungen und Ausreden von letzter Woche lächerlich an. Heute fährt man mit dem geilen Gefühl hoch ich könnte noch schneller. Heute ist es da dieses Gefühl es drauf zu haben, in Form zu sein. Heute stimmt sie diese Form!(die man immer sucht). Schade ist das heutige Training schon Geschichte und wo ist der Knopf um Morgen, übermorgen oder immer genau dieses Gefühl wieder „einzuschalten“? Gibt es nicht? Ok. Ich suche ihn trotzdem, immer und immer wieder…

Biken im Engadin…

Nach 2014-08-30 12.56.20einem eher langweiligen „Baustellen-Hopping“ quer durch die Schweiz traf ich am frühen Nachmittag in Scuol ein. Im Sportzentrum rasch die Startnummer abholen, wie immer alles perfekt organisiert, einen Kaffee im Dorf und dann retour nach Zuoz ins Hotel. Leider ist meine übliche Unterkunft wegen Bauarbeiten momentan geschlossen. Zum Hotel nur so viel: Den angegebenen Sternen würdig war höchstens die Rechnung… (Bin immer noch am Überlegen ob ich meinen Frust, so objektiv als möglich, in einem der zahlreichen Buchungsportalen ablegen soll)

Egal. Ich war da um ein Rennen zu fahren und nichts anderes. Kurze Runde im milden Spätnachmittag gedreht um den neuen Startplatz zu rekognoszieren und vor allem die müde gesessenen Beine zu
wecken. Nach einem ausgezeichneten Nachtessen, die obligaten Pasta Partys sind mir ein Gräuel, früh in die Federn noch ein paar Seiten im e-Book gelesen und dem Hanspeter Latour beim Problem lösen zugesehen. Nach 9 Stunden ausschlafen, aufstehen, kurzer Blick aus dem Fenster ins kühle und verregnete Engadin. L Nein jetzt kein Frust aufkommen lassen und ich kann es auch wen n es kalt ist! Frühstücken, packen und warm eingepackt ab zum 3km entfernten Startplatz auf dem Waffenplatz Zuoz-Scanf. Positiv: Eine Armee- Einrichtung hat Platz ohne Ende, sogar genügend Toiletten. Negativ: Solche Orte sind oft abseits jeglicher ziviler Einrichtungen und etwa so Stimmungsvoll wie ein Keller im 3. Untergeschoss. Jacke, Beinlinge und Mütze ausziehen, Gepäck abgeben und ab zur Startlinie. Zuschauer hatte es keine ausser den BetreuerInnen der Teilnehmer.

Neutralisiert mit ausgefahrenen Ellenbogen vom VorStart zur eigentlichen Startlinie und ab ging die Post. Post aus dem Grund weil ich die ersten Km voll am Hinterrad eines Teilnehmers im alten CH- Post- Outfit klebte. Zügig fuhren wir auf die erste Welle zu wo man auf das kleinere Kettenblatt wechseln musste. „Ratsch“ die Kette des „Pöstlers“ war hinüber und ich meinen Windschatten los. In der Zwischenzeit hatte der Nieselregen aufgehört, nass wurde man nur noch „von unten“. Rasch fand ich Unterschlupf in einer neuen Gruppe in der ich meinen Führungsarbeit meistens bergauf und bergab leistete. In den Flachstücken gab es in diesem Pulk definitiv bessere Fahrer. (Vielleicht waren sie auch nur jünger 😉 Ich weiss nicht woran es genau liegt aber in dieser Saison gelingt mir speziell in den Abfahrten fast alles. Ein Detail ist sicherlich mein Bike. Ich hatte noch keine agilere und zuverlässigere Maschine unter dem Hintern als mein Scott Spark! Perfekt getunt vom Rolf Egli, versehen mit Maxxis ASPEN (vom Profil her eher ein Trockenreifen) war ich selbst bei den widerlichen Bedingungen super unterwegs.2014-08-29 17.28.18

Beim Aufstieg von Lavin nach Guarda löste sich unsere Gruppe in Einzelfahrer auf. Irgendwie hatte ich am Anfang der Steigung eine schwächere Phase. Eigentlich fand ich bis Guarda keinen guten Rhythmus. Vermutlich hatte ich zu spät verpflegt denn in der folgenden kurzen Abfahrt bis zum nächsten Anstieg waren die Beine wieder da und auf der lästigen Traverse hinüber nach Ftan konnte ich, mit fünf Mann am Hinterrad, wieder voll fahren. Ich wollte unbedingt als erster unserer Gruppe in die Abfahrt hinunter nach Scuol einbiegen. Das gelang knapp weil ich total egoistisch bei der Einfahrt meine 1,84 gaaanz breit machte 😉 Denn in der Zwischenzeit hatte ich bemerkt dass die angepeilten 2:15 zwar nicht mehr drin lagen, aber es dennoch zu einer besseren Zeit als im Vorjahr reichen würde. Auf dem Wanderweg hinunter nach Scuol konnte ich mit Tempi zwischen 40-50 km/h den Abstand zur Gruppe ausbauen und erreichte das Ziel als 42. im Feld der +49 jährigen, in offiziellen 2:18:51. Ich bin zufrieden. Ein herzliches Dankeschön an die Organisation, die zahllosen Helfer und die tollen Zuschauer in den Dörfern Ardez – Guarda – Ftan und Scuol. Grazia fitg ed a revair