Je näher der Frühling rückt, desto öfter höre ich die Frage „und was hast Du diese Saison für sportliche Pläne?“ Stereotype Antwort meinerseits „einfach gesund bleiben“. Mit Jahrgang 1949 kann und will ich nicht mehr Ankündigungen zu sportlichen Zielen machen. Zu fragil sind in diesem Alter Körper und Geist. Selbstverständlich gibt es tolle Events wo ich dabei sein werde. Aktiv und/oder auch passiv das bin ich meinen Ausrüstern und Unterstützern schuldig. Nichts ist „in Stein gemeisselt“ Ich werde meine aktive Saison dieses Jahr im Juni beginnen. Das Engadin, Wallis, Öesterreich- Italien- Frankreich stehen auf der sportlichen To Do- Liste. Anschliessend sind erneut kleinere „gesundheitliche Renovationsarbeiten“ geplant. Die Vorbereitungen laufen gut bis sehr gut. Am meisten freut mich dass mein Körper die bisherigen Umfänge problemlos akzeptiert. Jedenfalls freue ich mich auf die kommenden Wochen wo Umfänge und Intensitäten gesteigert werden. Das Fundament ist jedenfalls da. Und wenn es nicht funktioniert, mache ich es wie andere. Ich nehme einfach einen neuen Stein oder wechsle die Sportart. Minigolf soll ja auch ganz spannend sein…
Kategorie: Events
Seydou Koné? (oder Musik und Sport)
Ohne Musik läuft bei mir wenig. Ausser beim Sport. Selbst im tristen Kraftraum, brauche ich keine Musikalische Begleitung. Dafür leiste ich mir regelmässig „musikalische“ Auszeiten. Ich geniesse es in den Streaming Plattformen nach neuem Sound zu suchen und meine Sammlungen zu ergänzen. Das ich meinen Sound bezahle ist Ehrensache. Geiz bei Musik finde ich nicht geil! Mein musikalisches Schema geht von A(BBA) bis ZZ(Top). Mein Motto: Es gibt keine schlechte Musik. Höchstens schlecht gemachte… Ich bin zwar mit Elvis- Stones oder Beatles „aufgewachsen“ aber ehrlich gesagt interessieren mich diese „Klassiker“ nur noch am Rande. Zwar hatte ich das Glück praktisch alle „Grossen“ live erlebt zu haben. Wobei wenn ich an die damalige Konzertqualität denke muss ich schmunzeln. Als Beispiel das desaströse Rolling Stones Konzert 1973 in Bern. Ich bin mir noch heute nicht sicher ob Mick Jagger und Co. damals überhaupt wussten wo sie waren und was sie taten. Der Beste war noch Special Guest Billy Preston… Oder all die Konzerte anlässlich des Montreux Jazz Festival. Usw. und so fort.
Seit 30 Jahren „begleitet“ mich ein Musiker aus Afrika. Seydou Koné bekannt als Alpha Blondy. Der Musiker von der Elfenbeinküste, er lebt heute in Liberia, ist nicht nur ein begnadeter Musiker sondern er gehört für mich zu den Menschen die etwas zu sagen haben. Als Aktivist mit einem unermüdlichen Engagement für Frieden auf der Welt, das stetige anprangern von Korrupten Regierungen, unnötigen Bürgerkriegen, Waffen und Menschenhandel ist legendär. Das macht er übrigens in Englisch, Französisch, Hebräisch, Arabisch und zahlreichen Westafrikanischen Dialekten. Alpha ist auf eine sehr spezielle Art religiös. So reist er stets mit einer Bibel und einem Koran. Als Schmuck trägt er einen Davidsstern. Legendär ist auch sein Engagement für andere Afrikanische Musiker. Zahlreiche hat er mit einem „featuring“ unterstützt oder zu Auftritten in Europa verholfen. Egal wie mein Befinden ist, eine Prise Alpha Blondy und es geht mir (noch) besser. Vielleicht hat es auch damit zu tun dass wir beide unseren Geburtstag stets über den Jahreswechsel feiern. Alpha Blondy stets auf Tour spielt aus meiner Sicht nicht nur den besten Roots Reggea Westafrikas, nein er führt auch die jungen Jamaikanischen Musiker wieder vermehrt zurück zu den „Wurzeln“ des Reggea. Diesen Sommer spielte Alpha Blondy mit seiner Band Solar System in Zürich, (Ehrensache dass ich/wir dabei waren) und heute Abend würde er in Lausanne spielen. Alpha, vielen Dank für all die fröhlichen Stunden mit Deinem Sound im Ohr und auf weitere 30 Jahre Jahre 🙂
Alpha Blondy live…. https://open.spotify.com/user/118744476/playlist/2h6CFrYrz3GC0sGKgk7Yc0
Andere Länder, andere…
… Gewohnheiten? Eine Anmeldung zu einem MTB- Marathon ist an sich kein Kunststück. Heutzutage meistens ganz simpel und Online. Bei zahlreichen Events sind es Dienstleister wie Datasport, Agentur Lay etc. die für die gesamte Teilnehmer- Administration zuständig sind. Falls dort bereits registriert, ist eine Anmeldung mit ein paar Klicks erledigt und man wird in ein zwei Tagen auf der aktualisierten Startliste aufgeführt. Nicht so in den USA und schon gar nicht beim Leadville100 MTB. Zuerst wird irgendwann im Dezember „ausgelost“ wer teilnehmen darf. Notabene kostet schon die Teilnahme an der Auslosung, zwischen 10- 20$, als nächstes heisst es bis ca. Mitte Januar warten ob man dabei ist. Falls nicht hört man von der Organisation nichts mehr. Falls man das Glück hat mit dabei zu sein, bekommt man eine Email mit einem knappen Yes Du bist dabei, mit dem ausführlichen Hinweis dass jetzt das Startgeld von ca. 400 Dollar!/Person (für ein Eintagesrennen!!) fällig sie und abgebucht werde. Das war’s dann. Weder gibt es eine Startliste, noch irgendeine Mitteilung oder ein Update. Nix, niente, nada… Als Bestätigung hat man eine Email und die eigene Kreditkarten- Abrechnung. Mit dieser „Sicherheit“ beginnt man die Logistik- Planung inkl. Flüge, Hotel-Buchungen, Mietwagen etc. etc. (Gerade mal so die nächsten CHF 5’000.- rausballern). Absolute Zeitverschwendung sind auch Kommunikations-versuche mit den Organisatoren von Lifetimefitness.
Fazit: für 400$ Startgeld reisst sich DER MTB-Marathon in den USA nicht gerade den Hintern auf. Ach ja dafür gibt es ein Teilnehmer Handbuch über 35 Seiten! Da lobe ich mir den Teilnehmer- Komfort in der „alten“ Welt…
“You’re better than you think you are”
(Ken Chlouber, Founder of the Leadville Trail100)
Mal sehen…..
Ich habe es
tatsächlich geschafft und einen Startplatz beim härtesten MTB- Marathon in den USA ergattert, dem Leadville Trail 100. MTB. Eigentlich war das Thema für mich abgeschlossen nachdem es im vergangenen Jahr nicht geklappt hatte. Ich hatte lediglich vergessen den Auftrag auf meiner Kreditkarte für den Einzug der 15 $ Einschreibe-Gebühr bei der Firma Lifetime-Fitness zu löschen. Was lernen wir daraus? Leute haltet eure Kreditkarte unter Kontrolle sonst steht ihr plötzlich vor der Herausforderung, im August einen MTB-Marathon über 165 km mit einer Höhendifferenz von über 3‘800 hm teilnehmen zu „dürfen“. Das ganze notabene auf einer Höhe von rund 3000m.

…ins 2015. Ich wünsche allen ein erfolgreiches, glückliches und gesundes 2015 mit vielen unvergesslichen Momenten. Geniesst das Leben.